Adalbert Stifter - Witiko
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Am Morgen des Tages, der folgte, ritt der Herzog herum, und sah, wie weit alles in der Stadt gediehen sei. Mit ihm ritten Diepold und die Herzogin, gefolgt von Frauen ihres Hofes, darunter Dimut in ihrem Waffengewande. Der Herzog ritt zu allen Plätzen, und sah, wie die Männer von ihren Führern geübt und belehrt wurden, und wie die Krieger und die Hilfsarbeiter die Geräte und die Wehren richteten. Er belobte sie, ordnete noch manches an, und beriet sich mit den Kriegsherren. Die Männer auf den Zinnen hatten zuversichtliche Angesichter, und taten willig die Arbeit. Als die Schau beendigt war, ritten der Herzog und die Herzogin wieder in ihren Hof.
In dieser Zeit kamen fortan auch Wägen mit Lebensbedürfnissen in die Stadt, es kamen Boten und Kundschafter, und wurden wieder fort gesendet. Es kamen noch manche Krieger, welche sich von dem Berge Wysoka aus zerstreut hatten, und nun wieder die Ihrigen suchten. Es kamen auch neue Krieger, welche bei der Verteidigung der Stadt helfen wollten. Noch immer verließen Menschen die Burgflecken, und zogen in weite Entfernungen, andere aber kamen von den Feldern herein, und suchten Schutz in den Häusern.
Witiko brachte seine meiste Zeit bei den Waldleuten zu. Er unterrichtete und übte die, welche ihm untergeben waren, in allem Notwendigen, und sie suchten es zu erlernen. Eine andere Zeit wendete er dazu an, daß er die genaue Einsicht gewinne, was seine Führerschaft verlange, und wie die Verteidigung werde geführt werden. Er ging zu den älteren Führern um Rat, und sie erteilten ihn gerne, besonders Lubomir, der es öfter so einrichtete, daß Witiko zusehen konnte, wenn die Daudlebkrieger ihre Übungen machten. Der alte Bolemil gab manche gute Weisung. Auch zu den jüngeren Rittern ging Witiko öfter, und sie gingen zu ihm. Mehrere Male war er in dem Geleite des Herzoges, wenn dieser seine Umritte machte. Er besuchte die Kranken und Verwundeten, und war gerne bei Welislaw, der in einem Gemache der Hofburg war, und dort auf einem weichen Gesiedel saß oder lag, oder auch an ein Fenster ging, um, so weit er konnte, zu sehen, welche Einrichtungen man treffe, von denen er auch stets Erzählungen verlangte. Seine Verwundung ging schneller Genesung entgegen. In seiner Wohnung hatte es Witiko so, daß Raimund die Pflege derselben und die Wartung der Pferde besorgte, Jakob aber alles Auswärtige tat, weil er dazu geschickter war.
Wenn seine Leute ihre Arbeiten verrichtet hatten, waren sie müßig, und so standen nun die Männer des Waldes oft in ihren groben Röcken und schweren Stiefeln auf den Mauern der Stadt, und blickten auf das, was sie sehen konnten, besonders der Schmied in seiner grauen Filzhaube, dem grauen Rocke und den grauen Beinbekleidungen und den nägelbeschlagenen Stiefeln. Um seine Schulter hing die Keule, mit welcher er den Sohn Nacerats erworfen hatte. Seinem Neffen Urban war ein grobleinenes Tuch über die Wunde gebunden, und so auch Christ Severin dem Wollenweber. Tom Johannes den Fiedler, David den Zimmerer und Veit Gregor hatten sie bei den guten Frauen des heiligen Georg zur Pflege untergebracht.
Die Männer sahen nun da auf die lange Brücke der Moldau hinunter, auf die vielen Häuser der beiden Burgflecken, auf die Berge an dem Wasser, oder auf die Felder außer den Häusern. Dann blickten sie ganz nahe hinab auf die Kleider, welche die Leute hier trugen, auf die Pferde, wenn Reiter vorüber zogen, oder gar ein Wagen ging, und zeigten sich die Fügungen der Steine oder des Holzes, woraus die Häuser gebaut waren. Sie saßen auch sehr gerne auf vielerlei Gegenständen in dem Kreise herum, und erzählten sich von den Dingen, die sie durch zahlreiche Leute auf vieles Fragen hier erfahren hatten. Da stand auf einem Felsen an der Moldau, ehe ihre Wasser nach Prag kommen, die Burg Wyšehrad. Als noch der anfängliche Wald alle diese Berge an der Moldau bedeckte, ist sie gebaut worden, lange, bevor der Held Zaboy lebte und der Sänger Lumir. Und dann ist Krok gekommen, und hat auf der heiligen Burg seinen goldenen Sitz gehabt. Dann ist Libuša gewesen, die unter allen Schwestern sein liebstes Kind gewesen ist, und sie hat den Ackersmann Premysl geheiratet, und sie hat den ersten Holzblock zu der Burg Prag aushauen lassen. Und von ihr ist ein zahlreiches Geschlecht gekommen, und sie haben über die Völker gewaltet. Einer hat sich taufen lassen, da Christus geboren worden ist, und den heiligen Glauben in die Welt gebracht hat. Er hat der Herzog Boriwoy geheißen. Sein Enkel ist der heilige Wenzel gewesen, und seine Hausfrau die heilige Ludmila. Er hat die erste Kirche in Böhmen gebaut, in seiner Burg Hradec. Dann hat er sogleich die Kirche der heiligen Jungfrau Maria in der Burg Prag gebaut. In dieser Kirche hat der Herzog Wratislaw das Abschneiden der Haare seines Sohnes, des heiligen Wenzel, gefeiert, und sie bringt bis heute Heil allen Gläubigen. Dann steht die hohe Kirche des heiligen Veit da. Sie ist mit Mühseligkeiten gebaut worden. Der heilige Wenzel hat sie gebaut, und der Bischof von Regensburg, Tuto, hat es ihm erlaubt. Und dann ist der Bischof Tuto gestorben, und, der nach ihm gekommen ist, der Bischof Michael, hat sie geweiht. Sie hat von Gold und Silber gestrahlt, und war voll von Pracht. Und da sie zu klein war, hat sie der Herzog Spitihnew wieder niedergerissen, und weit größer gebaut, und dann ist sie verbrannt, und ist abermals wieder aufgebaut worden, und dann hat ein Blitzschlag den Turm zerstört, und der Turm ist wieder errichtet worden. Die größten Heiligtümer sind in ihr. Der deutsche König hat dem heiligen Wenzel einen Arm des heiligen Veit in sie geschenkt. Dann ist der Leib des heiligen Wenzel selber in ihr begraben worden, und es sind dann seit der Zeit viele Wunder geschehen. Und der Leib des heiligen Märtyrers Adalbert ruht in ihr, und seine Meßgewänder sind in ihrer Schatzkammer aufbewahrt, und der Leib des Märtyrers Podiwen, des treuen Dieners des heiligen Wenzel, ist in ihr begraben, und der Leib Radims, des Bruders des heiligen Adalbert. Sie kann die Menge der Menschen gar nicht fassen, wenn das Fest des heiligen Wenzel ist, und auch Kranke um Genesung aus fremden Ländern herbei kommen, und wenn das Fest des heiligen Adalbert gefeiert wird. Diese Kirche ist die heiligste Kirche in dem ganzen Lande Böhmen. Dann ist auch die Kirche des heiligen Georg. Sie ist noch früher gebaut worden als die Kirche des heiligen Veit. Es hat sie schon der Sohn des getauften Herzogs Boriwoy, der Vater des heiligen Wenzel, der Herzog Wratislaw gebaut.
Er ist sodann in ihr begraben worden, und der Leib seiner Mutter, der heiligen Märtyrerin Ludmila, ruht auch in ihr. Neben ihr steht das Kloster der frommen Frauen des heiligen Georg, wo jetzt die Verwundeten gepflegt werden. Dann ist der große Begräbnisplatz allhier, wo Priester und Herzoge und Herren liegen, und wohin der Herzog Bretislaw begraben zu werden verlangte, da er in dem Walde von Bürglitz zu Tode gestochen worden ist. Vor der Kirche des heiligen Veit steht unter freiem Himmel der steinerne Stuhl des Herzogs. Er ist tausend Jahre in der Burg Wyšehrad gestanden, und ist dann mit sechzehn Pferden und acht Ochsen in die Burg Prag geführt worden. Der Herzog von Böhmen und Mähren legt schlechte Gewänder und die Bastschuhe des Ackermannes Premysl, die in der Kammer der Burg Wyšehrad aufbewahrt werden, an, damit er sich seines Ursprungs erinnere, und dann wird er mit schönen Gewändern bekleidet, und auf den steinernen Fürstenstuhl gesetzt, und dadurch wird er erst der Herzog. Darum wollen die von Mähren den Fürstenstuhl gewinnen. Und neben dem Fürstenstuhle steht die Hofburg des Herzoges, darin er in Pracht und Herrlichkeit lebt, und von dem Söller derselben werden Münzen unter das Volk geworfen, wenn der Herzog den Fürstenstuhl besteigt. Und dann ist das Haus des Bischofes, welches der Bischofsturm heißt, und die Häuser des Propstes, der Kirchenherren, der Kirchendechante, und der Priester und der Diener, daß sie den Gottesdienst in Prag, das über alle Länder herrscht, feiern. Dann sind die Häuser des Hofzupanes, des Hofrichters, des Hofkämmerers, des Hofkanzlers, des Hofjägers, des Truchsessen, des Marschalles, des Schenken, und mehrerer Herren und Männer, und dann noch viele, in denen die Herren wohnen, und ihre Hausfrauen und die schönen Jungfrauen, die sich zeigen.
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