Adalbert Stifter - Witiko
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Wladislaw schwieg. Da trat Otto der Bischof von Prag hervor, und sprach: »Die Lechen und Herren, die um dich versammelt sind, haben gedacht, wie du sprechen willst, erlauchter Herzog, und haben mich zur Antwort erwählt, nicht um meiner Gaben willen, sondern, weil ich die kirchliche Herrschaft in dem Lande führe, und so sage ich: Keiner aus denen, die schon auf dem Wysoka für das Recht gekämpft haben, und keiner aus denen, die zu dem jetzigen Kampfe gekommen sind, zweifelt an dem Rechte, und keiner wird sich dem, was kommt, entziehen. Wer von den untergeordneten Kriegern gehen will, die werden sie verzeichnen, und die mögest du ziehen lassen.«
»Sie werden in dem Amte meiner Kammer das Reisegeld zum Wege in ihre Heimat finden«, sagte der Herzog.
»Heil Wladislaw«, rief eine Stimme. »Heil dem großmütigen Herzoge«, rief eine andere. »Heil«, »Segen«, »Glück« und andere Rufe tönten nun vielstimmig durcheinander.
Da es wieder ruhig geworden war, rief Wladislaw: »Ihr, die ihr dort unter der Hut meines alten Zupanes Preda steht, und die der Tag auf dem Berge Wysoka als Gefangene in meine Hände gegeben hat, ihr seid frei. Ich fordere nicht, daß ihr versprechet, in diesem Kriege nicht mehr gegen mich zu kämpfen, wer Ehre hat, wird es nicht tun, der andere wird es nicht lassen, und wenn er in meine Hände fällt, wird er auf einem Baume aufgehängt, wie vor zwei Jahren die Diebe des Landes. Wer geht, erhält morgen das Reisegeld in meiner Kammer, wer aber seine Handlungen gegen mich bereut, und mir dienen will, der melde sich, er wird mit Liebe angenommen werden. Jetzt aber entfernet euch.«
Unter den Gefangenen entstand ein Jubelruf; sie wendeten sich gegen den Herzog; aber auf den Befehl Predas stellten sie sich, und zogen unter Freudenrufen ab.
Unter dem Volke ertönten wie aus allen Kehlen Rufe der Freude und des Vergnügens.
In diesem Augenblick aber ritt ein Mann auf den Platz, und meldete, daß die Späher eine Jungfrau mit mehreren Begleitern gefangen hätten, und daß die Jungfrau vor den Herzog wolle.
»So laßt sie kommen«, antwortete Wladislaw.
Der Mann ritt fort, und kam in kurzer Frist wieder zurück. Es waren nun vier Männer auf kleinen Pferden bei ihm und ein Mädchen auch auf einem Pferde. Die Männer waren in sehr grobe dunkelwollene weite gegürtete Gewänder gekleidet, trugen Schwerter, und auf den Häuptern rauhe Wolfshauben. Das Mädchen saß auf einem schönen braunen Pferde, es hatte ein schwarzes Gürtelgewand an, darüber ein Waffenkleid, das wie Silber glänzte, und an dem Gürtel ein Schwert. Auf dem Haupte trug es eine Spangenhaube, darunter schwarze Haare hervor sahen. Das Angesicht war jung.
Der Mann führte seine Begleiter vor den Herzog, wies mit der Hand auf ihn, und sagte: »Das ist der erlauchte Herzog, edle Jungfrau, welcher dir die Huld erweist, mit dir zu reden.«
Das Mädchen stellte sich mit seinem Pferde vor die vier Männer, sah den Herzog an, und sprach: »Bist du der Herzog Wladislaw, welcher im Kriege mit den hohen Fürsten ist, die im Lande Mähren einen Bund wider Böhmen geschlossen haben?«
Kaum hatte das Mädchen diese Worte gesprochen, so ertönte aus dem hinteren Geleite des Herzoges ein Laut, der das Wort »Dimut« ausrief. Es war Rowno gewesen, der den Ruf ausgestoßen hatte, und der nun sein Pferd gegen den Herzog vorwärts drängte.
»Rowno«, sagte das Mädchen gegen ihn hin, »ich rede jetzt nicht mit dir, jetzt rede ich mit dem Herzoge, und wenn das Gespräch geendet ist, so komme ich zu dir, und werde mit dir reden.«
»Wenn du Rechte gegen die Jungfrau hast, Rowno«, sagte der Herzog, »so übe sie ungeschmälert aus; jetzt aber erwarte das Ende des Gespräches, um das sie gebeten hat, und das ich ihr gewährt habe.«
Rowno zog die Zügel des Pferdes zurück, und blieb stehen.
Der Herzog wendete sich wieder zu dem Mädchen, und sagte: »Dimut heißest du, schöne Jungfrau?«
»Ob ich schön bin, reden wir nicht«, antwortete das Mädchen; »aber Dimut heiße ich.«
»Schön bist du, und als dich meine Krieger gefangen nahmen, hast du zu mir verlangt?« fragte der Herzog.
»Nein«, antwortete das Mädchen, »ich bin von meiner Heimat aus zu dir geritten.« »Zu mir?« fragte der Herzog.
»Ja«, sagte Dimut, »in dem Walde im Mittage des Landes steht in einem gereuteten Tale ein Turm, in welchem mein Bruder Rowno herrscht. Er ist der Wladyk seines Stammes, und sein Stamm wohnt um ihn. Ich bin in dem Turme. Als noch der Schnee lag, kam die Kunde, daß reiche und mächtige Herren und Fürsten wider dich in Waffen wären, und das Land Böhmen nehmen wollen. Da beschloß Rowno, und es beschlossen Leute aus unserer Zupe, auszuziehen, um zu sehen, was sich ergäbe. Ich sagte damals: ihr werdet alle ins Feld gehen, die ihr könnt, ihr werdet ergründen, wo das Recht ist, und dafür mit euerm Leben streiten, und, wenn es sein muß, sterben. Ich will tun, was ein Weib vermag. Das Rechte muß geschehen, wie es auf Erden und im Himmel gilt. So sagte ich, und Rowno und Osel und Diet von Wettern und Witiko zogen fort. Und darauf meldete Rowno, daß das Recht bei dir sei, daß die reichen Herren noch reicher werden, und noch mehr Zupaneien haben wollen, und daß du die kleineren Männer gegen sie schützest. Und weil die Knaben des Waldes auf Kundschaft liefen, brachten sie die Nachricht, daß eine große Schlacht gewesen sei, in der Herren und Fürsten und niedere Männer und Knechte erschlagen worden sind, und weil ich solche Dinge, so lange ich lebe, nicht gehört habe, so konnte ich nicht mehr bleiben, ich nahm die vier Männer, und ritt fort, und da erfuhren wir, daß die Schlacht erst jetzt gewesen ist, daß du nach Prag gezogen bist, und da ritt ich nach Prag zu dir.«
»Wenn alles so ist, schöne Jungfrau, ich muß dich wieder schön nennen«, antwortete der Herzog, »was ist in Prag bei mir dein Begehren?«
»Zu sehen, wie die Sache ist«, antwortete Dimut.
»Nun, so siehe, wie die Sache ist«, erwiderte der Herzog; »aber beeile dich, es könnte bald alles anders werden, und wenn draußen Gefahr ist, könnten wir dir kein großes Rückgeleite geben, weil wir die Männer brauchen.«
»Dann würde ich ja nur wissen, wie die Sache jetzt ist, nicht wie sie immer wieder ist«, entgegnete Dimut.
»Und das willst du wissen, Dimut?« fragte der Herzog.
»Ja, hoher Herr«, antwortete Dimut.
»Was sagt meine erlauchte Herzogin dazu?« fragte der Herzog.
»Lasse das Mädchen heute abends zu mir in meinen Hof kommen, damit ich mit ihm spreche«, antwortete die Herzogin.
»So machet die Sache nach Euerm Sinne in das Reine«, sagte der Herzog, »die Jungfrau wird uns von unsern Vorräten hier wenig wegzehren. Aber Rownos Wille muß gehört werden, und seinen Rechten muß Genüge geschehen.«
»Wenn das Gespräch zu Ende ist«, sagte Dimut, »so werde ich jetzt mit meinem Bruder reden.«
»Es ist zu Ende«, sprach der Herzog, »rede mit ihm.«
»Ich aber rede nicht mit ihr«, rief Rowno von seinem Platze, »ich bitte den erlauchten Herzog um ein Wort meiner Stimme zu ihm.«
»Du hast jederzeit die Erlaubnis, mit mir zu reden«, sagte der Herzog.
»Hoher Herr«, rief Rowno, »ich bin kein Krieger deiner Zupe Daudleb, was wir gegen die Zupanei schuldig sind, haben wir erfüllt, und Lubomir ist mit allen Zupenkriegern zu dir gegangen, ich bin ein freier Mann in Rowna, dem Eigen unserer Sippen, ich bin freiwillig mit den Rownakriegern in die Schlacht auf dem Berge Wysoka gegangen, bin dir freiwillig nach Prag gefolgt, und bleibe freiwillig bei dir. Ich bitte dich, erlauchter Herzog, um die Vergunst, daß ich vor der ganzen Versammlung reden darf.«
»Wenn es notwendig ist, so rede«, sagte der Herzog.
»Du wirst selber sehen, daß es notwendig war, wenn ich gesprochen habe«, entgegnete Rowno.
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