Adalbert Stifter - Witiko
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Da er diese Worte redete, kam die Herzogin mit ihren Frauen in den Saal. Sie ging an das obere Ende des Tisches, und stellte sich neben den Herzog an die Stelle, von der Diepold zurückgetreten war. Ihre Frauen standen hinter ihr.
Der Herzog sagte: »Ich vertraue euch Gertrud, die Herzogin der Länder Böhmen und Mähren, die Tochter des frommen Markgrafen Leopold von Österreich, meine erlauchte und vielgeliebte Gemahlin. Ihr seht, wie gewiß ich es weiß, daß die Stadt in eurer Gewalt bleiben wird.«
Otto, der Bischof von Prag, antwortete hierauf: »Erlauchter Herzog, wir werden deine Anordnungen befolgen. Gott geleite dich, und kehre siegreich, wie Josua in das Gelobte Land, und die Herzogin werden wir hüten, wie seine Krieger den Bundesschrein gehütet haben.«
Lubomir sagte: »Gehe mit Gott, hoher Herr, lasse uns bald dein Banner vor diesen Zinnen sehen, daß unsere Augen und die Augen der Herzogin dieses Zeichen schauen können.«
Bolemil sprach: »Auf diesem Berge, wie in einem Herzen des Landes steht der Fürstenstuhl. Auf diesem Berge steht die Kirche des heiligen Veit, die Herrscherin der Kirchen des Landes, auf diesem Berge und in dieser Kirche sind unsere Heiligtümer, die Leiber unserer Heiligen, Wenzel und Adalbert, auf diesem Berge ruhen manche hohe Fürsten, auf diesem Berge steht der Herzogshof und der erste Zupenhof, auf diesem Berge, in der Kirche des heiligen Veit, sind Schriften und Zeichen aufbewahrt, die die Handfesten und Geschicke des Landes enthalten, und auf diesem Berge ist jetzt das lebende Kleinod, die Herzogin, weil sie die Herzogin ist. Wir werden die Heiligtümer und das Kleinod bewahren. Du, Herr, siege, wie du gesagt hast, in deinem Namen, und ende bald.«
Diwiš sagte: »Wir werden treu sein wie immer, gehe mit Zuversicht deine Wege, hoher Herr!«
»Wir werden treu sein dem Lande, dem Herzoge und der Herzogin«, rief Jurik.
»Treu und streitbar«, rief Predbor mit seiner gewaltigen Stimme, wie er einst auf dem Wyšehrad gerufen hatte: »Wladislaw ist gewählt.«
»Treu und streitbar«, riefen fast alle Anwesenden nach.
Der Kmete des rechten Burgfleckens sagte: »Hoher Herr! lasse die Herzogin durch die Leiber deiner Krieger des Burgfleckens wahren, sie werden alle eher an diesen Mauern nieder sinken, als gestatten, daß eine Schleife ihres Gewandes gebogen werde.«
»Ich danke euch«, sagte der Herzog, »alle werden mannhaft sein wie immer, und meine Krieger der Burgflecken werden mit allen andern die Herzogin schützen.«
Die Herzogin sagte darauf: »Ziehe in Frieden, mein Gemahl, wir alle werden die Stadt schützen.«
»Und so sei es geschlossen, was hier noch zu reden gewesen ist«, sagte der Herzog.
»Erlaube noch ein Wort, hoher Herr«, sagte Otto, der Bischof von Prag, »nicht ein Wort dieser Erde, sondern kraft meines Kirchenamtes ein Wort des Segens, das der Herr im Himmel neu erfüllen möge, wenn es so in seiner heiligen Vorsicht ist.«
Der Herzog neigte sich. Der Bischof machte das Zeichen des Segens, und sprach die Worte des Segens. Alle beugten ihre Leiber vor der heiligen Handlung.
Dann verließ der Herzog mit der Herzogin den Tisch, sprach noch manches kurze Abschiedswort gegen die Nächsten, machte mit der Hand ein Abschiedszeichen gegen alle, und dann gingen der Herzog und die Herzogin mit ihren Gefolgen aus dem Saale.
Nun ertönten auch Hörner zum Zeichen, daß die Versammlung geendet ist.
Die Männer verließen den Saal.
Witiko begab sich zu den Waldleuten, und rief diejenigen, die ihm untergeben waren, zusammen.
Als sie in einer Ordnung standen, trat er vor sie, und sprach: »Liebe Heimatgenossen! Der erlauchte Herzog Wladislaw wird fortgehen, und mit einer Macht kommen, um die Feinde, welche diese Stadt umringen und erobern wollen, anzugreifen und zu zerstreuen. Er hat mir befohlen, ihn zu begleiten. Ich muß euch daher auf eine Zeit verlassen. Traget in dieser die Willigkeit, die ihr mir bisher erwiesen habt, auf Rowno über, er ist in der Heimat euer Nachbar, ist in dem Streite auf dem Berge Wysoka euer Nachbar gewesen, und ist in der hiesigen Anordnung wieder euer Nachbar. Ich sage es euch zuerst, um zu hören, ob es euch so genehm ist. Einige von uns mögen mit mir gehen, wenn sie wollen, Lambert, Urban, Augustin und noch andere, die zu reiten verstehen. Der Herzog wird uns Pferde geben.«
»Du mußt den Knaben Urban sehr gut bewahren«, rief Peter Laurenz, der Schmied von Plan, »er ist meiner Schwester Kind, ich bürge für ihn, und belehre ihn. Wenn er besser reiten lernt, ist es gut, und es ist gut, wenn er vor den Herzog kömmt. Wir sind ohnehin die Kriegsgenossen des Herzogs, und der Herzog hat den Knaben schon gesehen. Werft die Feinde nieder, und wehret euer Leben. Der erlauchte Herzog wird zu dem Könige Konrad nach Deutschland reiten. Wir wissen es schon, heute vormittag ist es sicher gemacht worden. Urban kann zu dem deutschen Könige mitgehen, und der König kann ihn sehen. Und mit Rowno werden wir uns schon vertragen. Und wenn die kommen, die auf dem Berge Wysoka so gegen uns waren, so werden wir ihnen die Stadt nicht lassen, wie wir ihnen den Berg nicht gelassen haben, damit das Recht besteht, und wir werden ihnen das Gold und die Steine nehmen, die sie hieher gebracht haben, Redet, Männer, wie es mit Rowno ist.«
»Rowno soll nur bei uns bleiben, wenn Witiko fortgeht«, sagte Stephan der Wagenbauer.
»Rowno soll bei uns bleiben, bis Witiko kömmt«, rief Adam.
»Wir halten mit Rowno«, rief Paul Joachim.
»Rowno, Rowno«, schrien mehrere Stimmen.
»Ich gehe mit dir zu den deutschen Rittern«, rief Lambert.
»Ich gehe auch mit«, rief Augustin.
»Ich gehe auch mit zu dem Könige Konrad«, rief Urban.
»Ich auch«, rief Zacharias.
»Ich auch«, rief Maz Albrecht.
»Das werden wir schon ordnen«, antwortete Witiko, »jetzt müssen wir Rowno fragen, ob er die Führerschaft übernehmen will, wenn nicht zu viele dagegen sind.«
»Niemand ist dagegen«, rief Tobias.
»So geht zu ihm, Maz Albrecht, und Zacharias, und sagt, daß wir ihn bitten, er möchte auf ein kurzes zu uns kommen«, sagte Witiko.
Die zwei Männer gingen, und als sie mit Rowno zurückkamen, sagte Witiko zu ihm: »Rowno, du hast in dem Saale gehört, daß ich mit dem Herzoge gehen muß. Ich möchte nun, so lange ich fort bin, dir, hochehrbarer Wladyk, den Schutz und die Führung derer anvertrauen, die mich auf dem Berge Wysoka zu ihrem Vormanne gewählt haben, und ich möchte dich bitten, diesen Schutz und die Führerschaft zu übernehmen. Meine Männer sind einverstanden.«
»Ja, wir sind einverstanden«, riefen mehrere Stimmen.
Rowno antwortete: »Meine lieben Heimatleute! wir sind benachbart, ihr kennt mich und meine Angehörigen, und ich und meine Angehörigen kennen euch. Wir haben uns immer Gutes gewünscht. Ich tue gerne, was Witiko verlangt. Wenn ihr Euch, bis er wieder da ist, unter meine Leute einordnen wollt, so werden wir zusammen halten, und uns gegenseitig helfen, wenn die Feinde vor die Stadt kommen.'
»Ja, bis er da ist«, rief der Schmied.
»Bis er da ist«, rief Philipp.
»Bis er da ist«, riefen mehrere Stimmen.
»Es ist schon recht«, sagte Zacharias, »wir und Osel und die andern werden zusammen stehen.«
Witiko sprach: »Das ist nun geordnet. Lambert, Augustin und Urban reiten mit mir, sie mögen sich rüsten, und eine Stunde nach Mitternacht zu mir kommen. Und ihr, Männer, werdet fest und stark sein, wenn die Feinde erscheinen, und haltet, wenn ihr an einer Stelle angehen müsset, die Reihe geschlossen.«
»Wie geschweißtes Eisen«, antwortete der Schmied, »daß sie uns eben so wenig wie damals von dem alten Manne, der in einer Tragtruhe saß, trennen können.«
»Ja, tut nur so«, rief eine Stimme wie von der Erde auf. Witiko blickte um, und sah Tom Johannes den Fiedler, der auf einem gehauenen Steine saß.
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