Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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Da dieses geschah, ritt die Herzogin an die Zinnen. Sie war von mehreren Hofherren begleitet, aber von keiner ihrer Frauen. Nur Dimut ritt in ihrem Waffenkleide neben ihr. Die Herzogin ermunterte die Männer, und belobte sie. Als sie zu den Waldleuten kam, erhoben diese einen so wilden Ruf, daß die Glocke des heiligen Veit dagegen nicht zu vernehmen war.

Von den Feinden lösete sich jetzt eine Schar ab, welche größer war als alle, die bis zu der Zeit an die Mauern gekommen waren. Sie eilte gegen eine Stelle, welche weniger Krieger enthielt, und strebte in Schnelligkeit empor zu klimmen, indes andere unter ihnen durch Sandsäcke Rasen Reisig und dergleichen schleunig den Boden an den Mauern zu erhöhen versuchten; aber die Männer Diepolds kamen wie eine Wolke, welche den Hagel birgt, herbei, und sie erhoben ein Freudengeschrei, weil sie die Absicht der Feinde erkannten, und die Mittel hatten, sie zu vereiteln. Das Hinabwerfen der Verteidigungsdinge wurde dichter, als es bisher gewesen war, es wurde ein Schütten, und wenn man meinte, das Schütten sei am heftigsten, wurde es noch heftiger. Das Hinaussenden der Lanzen, Pfeile, Steine, und anderer Wurfsachen auf die Bogenschützen wurde ein stetiger Strom.

Der Kampf war sehr kurz. Die Feinde glitten zurück, verließen ihre Geräte, und wichen gegen die Ihrigen. So taten sie an allen Stellen. Da sie in Unordnung zurückgingen, öffnete Diepold das Tor, und drang mit einer Schar Männer, die er bereit gehalten hatte, hinaus, indem er auf seinem schwarzen Pferde unter ihnen ritt. Er eilte den Feinden nach, und was durch Lanze und Schwert zu erreichen war, wurde durch Lanze und Schwert geschlagen. Als sie gegen das ganze Heer der Feinde kamen, wendeten sie um, ritten in Schnelligkeit zurück, und wurden durch das Tor aufgenommen.

Jetzt war Ruhe auf den Mauern, und die Glocke des heiligen Veit tönte nicht mehr.

Diepold, die Herzogin, der Bischof, Äbte, Priester und Führer gingen jetzt auf den Kampfplatz. Da waren die Rüstzeuge des Krieges, die man gebraucht hatte, da waren die ermatteten Krieger, es waren Verwundete und Tote. Die Ärzte und die Pflegediener waren da, Leute aus der Stadt, Frauen, Jungfrauen, Priester und andere waren gekommen, und spendeten Labung. Manche Männer gingen herum, und bluteten an diesem oder jenem Teile ihres Körpers. Andere saßen oder lagen. Der Priester von Daudleb wusch Moyslaw die Wunde eines Lanzenstiches, die er an der Achsel erhalten hatte, und verband sie ihm. Dann schnitt er Zwest die Spitze eines Pfeiles aus dem Arme, und verband ihn, Jurik, der Sohn Juriks, dem ein Stein das Knie gestreift hatte, und Zdeslaw, der Sohn Diwiš', der einen Lanzenstich hatte, wurden verbunden. Andere wurden von den Ärzten in Sorge genommen, und jeden, wenn es sein konnte, trug man in die Verpflegungsorte. Diepold und seine Begleiter gaben überall Trost. Diepold verlangte, die Toten zu kennen. Man wußte sie noch nicht alle. Budilow, ein reicher Wladyk aus den Fluren von Gradec, hatte sein Leben verloren, so auch Wat, ein Leche aus den Gebirgen an Polen, der mit seinen Leuten unter Jurik gestanden war, so der Wladyk Kuneš aus dem Abende des Landes, so Izzo von Tynec, Welich von Suchomast, Radoslaw von Bezno, Welkaun von Jesenic, und andere Männer, die auf ihrem Eigen mit Sippen gesessen waren. Diepold verordnete, daß von allen ein genaues Verzeichnis gemacht werde, wenn etwa Verhandlungen mit ihren Angehörigen würden.

Dann ging er mit allen, die um ihn waren, zu den Verwundeten und Kranken in die Verpflegungshäuser. Dann ordnete er an, daß Erquickung an Speise und Trank, reichlicher und besser als zu anderen Zeiten, an die Krieger komme.

Nach einer Zeit ritt eine Schar von Feinden gegen die Mauern, mit schwarzen Fahnen, welche die Bitte anzeigten, daß ihnen gestattet werde, ihre Toten und Verwundeten weg zu bringen. Diepold ließ eine schwarze Fahne der Gewährung errichten. Sogleich gingen die Feinde daran, die Ihrigen zu bergen. Die Männer auf den Mauern sahen auf sie, und konnten die Gewänder erkennen, wie sie in dem einen oder in dem andern Striche des Landes getragen wurden, und wenn einer Verwandte unter ihnen gehabt, und auf sie hinab gesehen hätte, so hätte er ihre Angesichter zu erkennen vermocht.

Am Abende des Tages wurde ein ernster Lobgesang in der Kirche des heiligen Veit gehalten. Diepold, die Herzogin, und alle Führer wohnten bei, und so viele Krieger, als die Kirche zu fassen vermochte. Die Waldleute knieten in ihren rauhen Gewändern auf dem Boden der Kirche.

Als die Nacht anbrach, ging man, die Wurfdinge zu ergänzen, daß sie zum Gebrauche wieder hergerichtet wären.

An dem nächsten Tage begannen die Feinde nichts gegen die Stadt.

Da der Abend gekommen war, ließ Diepold die Führer rufen, und eröffnete ihnen, wie er wisse, daß an dem Felde, auf welchem die Feinde gelagert seien, sich eine Wiese befinde, die Sumpf und Moor habe, daß das Lager gegen die Wiese weniger befestigt und bewacht sei. Er aber wisse einen festen Weg durch den Sumpf und das Moor, und ein vertrauter Mann habe noch in diesen Tagen Rütchen auf den Weg gesteckt. Er wolle in der Nacht mit einer Schar durch den Sumpf gehen, und das Lager überfallen, und so viel Schaden tun, als er könne. Und wenn er zurück ginge, wolle er die Verfolger in den Sumpf locken. Die Führer möchten die Männer wählen, die sich zu dem Unternehmen melden. Um Mitternacht ist die Versammlung bei dem Herzogstuhle.

Die Führer entfernten sich.

Als die Mitternacht gekommen war, standen die Männer an dem Herzogstuhle. Es waren mehr als not tat. Diepold las sie aus, erklärte ihnen die Sache, und sagte: »Unser Wort heißt: Wladislaw, und das Wort zur Umkehr heißt: Gertrud.«

Hierauf gingen sie gegen das Tor, gefolgt von einem Häuflein Reiter, das Jurik führte. Das Tor öffnete sich. Außerhalb desselben stellte Diepold das Häuflein Reiter auf. Dann ging er mit den Männern gegen die Wiese. Auf derselben gingen sie gegen den Sumpf, und dann auf dem festen Wege in den Sumpf hinein. Der Mann, welcher die Ruten gesteckt hatte, ging als Führer zwischen zwei Kriegern mit. Sie kamen auf dem Wege bis an das Lager. Dort war eine Umzäunung von Pflöcken, die in die Erde getrieben waren. Diepold hieß mit Brechstangen Pflöcke ausheben. Die Werkleute schritten daran. Da lehnte der Schmied von Plan seine Keule seitwärts, faßte einen Pflock mit seinen Händen, und zog ihn heraus, dann einen zweiten, dann einen dritten, und so fort. Als er zwanzig ausgezogen hatte, sagte Diepold, es sei genug, ließ einen Pflock über der Umzäunung als Zeichen erhöhen, und führte seine Männer durch die Lücke ein. Nach einer Weile fanden sie drei Männer, die im Grase standen, und von denen sie nicht erkannt wurden, sie nahmen dieselben mit. Bald gelangten sie zu Lichtern. Da scholl ihnen entgegen: »Konrad.«

Sie riefen: »Wladislaw«, und rannten gegen die Feinde.

Da standen Wachen, sie wurden niedergeworfen. Dann standen wieder solche, sie wurden wieder niedergeworfen. Dann kamen sie zu Gezelten, und wenn Männer aus denselben eilten, oder von der Erde empor sprangen, wurden sie gestürzt, oder weiter getrieben. Ein Schreien erhob sich, und pflanzte sich in das Lager hinein fort. Diepold verbot, etwas anzuzünden, daß seine Schar von dem Scheine nicht erhellt werde. Der Fliehenden wurden immer mehr, und wenn einige Haufen sich widersetzten, wurden manche aus ihnen niedergestreckt, und die andern zurückgedrängt. Diepold war stets hinter ihnen, und schlug sie, und es durfte zwischen den Fliehenden und den Verfolgern kein Raum entstehen. So drang er in das Wirrsal der Feinde, wie eine Meereswoge gegen den kiesreichen Strand dringt, und alles mitnimmt.

Da wurde in dem Lager ein Lichtschein in gerader Richtung. An dem Scheine bewegten sich Lichter hin und wider, und glänzten Waffen. Die Feinde hatten eine Reihe gebildet.

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