Adalbert Stifter - Witiko
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Die Führer, der alte Lubomir, der alte Diwiš, Wšebor, Preda gaben sich der Sache hin, der alte Bolemil gab das Teilchen seiner Tage, die ihm noch gegeben waren, preis, die Äbte waren da, der Bischof Otto, und Jurik und Gervasius und Nemoy und alle andern. Die Krieger wurden in ihren Anstrengungen abgelöst, die Führer nicht.
Die Herzogin befehligte ihre Schar Kriegsleute wie ein Mann, sie leitete mit Diepold die ganze Verteidigung. Dann ging sie zu den Kriegern, und sprach mit ihnen. Dimut war bei ihr. Sie ließ oft, wenn die Mauer Schaden litt, durch hinab gelassene Pechpfannen und andere Dinge Rauch erregen, und die Männer arbeiten. Fast alle Menschen der Stadt halfen bei der Verteidigung. Die Pflege der Verwundeten ging ununterbrochen fort.
Der Priester aus dem Zupenhause von Daudleb war stets bei Lubomir. Er suchte keine Bergen auf, sondern er führte hier einen Verwundeten abseits, um ihn zu verbinden, er trachtete dort etwas herbei zu schaffen, das man bedurfte, er sprach einem, der gestürzt war, Trost in das Angesicht, oder in die Ohren, wenn seine Augen aus Schwäche schon geschlossen waren, oder er suchte sonst Beistand zu leisten, wie er konnte.
Endlich griff man zu dem Feuer. Die Feinde sendeten brennende Pfeile, glühendes Eisen, lodernde Pechkugeln und andere Zündstoffe gegen die Zinnen, um Brand zu erregen, oder die Männer zu schädigen. Diepold ließ brennendes Harz, ölgetränkte brennende Ballen, glühende Metalle, flammende Balken und ähnliches in die Werke der Feinde werfen. Und wenn auf den Zinnen Feuer aufloderte, ließ man es durch nasse Zottentücher, Sandsäcke, Wassergüsse oder, wie man konnte, löschen. So taten auch die Feinde.
Es war eine Schleuder in den Belagerungswerken, welche ungemein große Steine warf, und die Mauer so beschädigte, daß man dieses kaum auszugleichen vermochte. Da las Diepold eine Schar der Seinigen aus, und da einmal in der Nacht das Stürmen sehr groß war, ging er mit ihnen, die Leitern Äxte und Hauen trugen, aus der Stadt, führte sie in dem Getobe gegen die Schleuder, und begann, ehe die, welche bei dem Werke waren, es ahnten, die Verwallung zu stürmen, erkletterte sie, drang vor, kam zu der Schleuder, und der Schmied von Plan, David der Zimmerer, dann Stephan der Wagenbauer, dann Kaspar von dem schwarzen Bache, dann Witek von Decin und Wok von Gradec hieben mit Äxten gegen die Planken, Balken und Stangen der Schleuder, daß die Späne flogen, und alles gelockert und gefasert wurde. Da tat der Wollweber Christ Severin Feuer hinzu, daß bald das Holz in Flammen empor brannte. Die Feinde mischten sich in die Schar Diepolds, wehrten sich des Angriffes, Mann kämpfte gegen Mann, und mit der Spitze des Schwertes, mit der Handhabe desselben, mit Äxten, Keulen, Spießen und Stangen hieb, stach, stieß und schlug man in die Glieder der Männer. Über manche Augen sanken die Schatten des Todes, und über manche kam seine Finsternis, daß sie Vater und Mutter und Geschwister und Heimatgenossen nie mehr sehen werden, und andere sanken mit zerschmetterten Gliedern oder schweren Wunden in das Wirrsal der Menschen nieder. Osel blutete an zwei Stellen, Grup von Wettern an drei, es bluteten Wolf von Winterberg, Braniš von Rowna und Luta und Radim von Daudleb. Simon, ein gewaltig groß gewachsener Mann vorn Reutschlage, lag mit entzwei gehauener Hirnschale da, und Pet von Saaz, ein Mann Diwiš', lag mit einer breiten Spalte in der Brust. Da die Schleuder überall lohete, rief Diepold die Seinigen zur Sammlung zu sich, und da sie ihn erreicht hatten, gingen sie fast rücklings stets kämpfend gegen den Rand des Werkes zurück, und als sie zu demselben gekommen waren, glitten sie schnell hinab, und suchten auf einem Wege, der ihnen mehr als den Feinden bekannt war, die Stadt zu gewinnen. David der Zimmerer und Kaspar vom schwarzen Bache trugen den toten Simon, Pet von Saaz ist bei den Feinden liegen geblieben.
Am nächsten Tage flogen die großen Steine der großen Schleuder nicht mehr gegen die Stadt, auch die andern waren sparsamer. Und nach einiger Zeit kam Ruhe von den Angreifern und den Verteidigern. Aber in der Ruhe rüsteten sich beide Teile wieder mit Eifer zu ihrem Werke, und es war nicht zu erkennen, wie alles endigen würde.
Da diese Dinge in Prag geschahen, ritt der Herzog Wladislaw mit seiner Schar auf dem Wege gegen den Abend des Landes weiter.
Es kamen von beiden Seiten Männer herzu, und vermehrten die Schar. Es kamen von Zupenhöfen Leute, die dort noch entbehrt werden konnten, und es kamen Abgeordnete von den Zupanen, welche um die Dinge fragten, und Zuzug anboten. Und auch mancher kleine Wladyk und andere Mann kam herzu. Der Herzog ordnete an, daß sich Krieger sammelten, wie sie könnten, daß sie dann harrten, bis er wieder nach Prag zöge, und daß sie sich anschlössen.
Es wurde die Verheißung gemacht.
Als der Zug des Herzoges am dritten Tage des Abends auf dem ebenen Wege durch den Föhrenwald gegen den Ort Mies ritt, sahen die Krieger einen andern Zug, der auf einem Waldwege daher kam, und ihren Weg in einem geraden Kreuze schnitt. Dieser Zug ging sehr langsam, und die Männer, welche ihn bildeten, waren in dunkle weite Gewänder gekleidet. Die Reiter des Herzoges Wladislaw ritten näher hinzu. Die Männer in den dunkeln Gewändern ritten auf ihrem Wege immer zu dreien. Endlich kamen starke Saumpferde in dunkelgrauem Sammet. Die Saumpferde trugen auf einer Bahre eine lange Truhe, über welche ebenfalls dunkler grauer Sammet mit Silberzierden gebreitet war.
Den Saumpferden folgten wieder Saumpferde, die eine andere ganz gleiche Truhe trugen.
Da sagte Stran, ein Mann des blauen Fähnleins: »Ich kenne die Lilienblumen, die auf dem Sammet sind. Der Leche Nacerat hat sie auf manchen Dingen gehabt, wie die Sitte jetzt wird.«
»Dort reitet hinter den Säumern Znata, der Bruder Nacerats«, sagte Dihuš, ein anderer Mann.
»Sie führen die Leichname Nacerats und seines Sohnes in die Länder, die sie besessen haben, daß sie dort begraben werden«, sagte Mil, ein dritter Mann.
Der Herzog Wladislaw und Zdik und Welislaw waren ganz nach vorne gekommen, und sahen den Zug an.
Da rief Timeš, ein Begleiter Welislaws: »Reißet das Aas aus seiner schönen Truhe, und werfet es den Vögeln des Waldes hin. Da es noch in den prächtigen Kleidern ging, hat es Unheil gestiftet, und ist schuld, daß tausend Menschen ihr Leben verloren, daß Städte und Dörfer rauchen, daß Felder dorren, daß Prag zerstört wird, daß Menschen nach Menschen umkommen, und der Herzog Wladislaw als Bitter in die Fremde reiten muß.«
Der Herzog aber antwortete auf diese Rede: »Nacerat hat viel gewirkt, und hat Böses getan; jetzt ist er ein Mann der Ruhe, und die Wandelbarkeit der menschlichen Dinge hat ihn getroffen. Einige verwünschen ihn nur noch; die hier um ihn sind, lieben ihn, wir haben nichts zu tun, stört sie nicht in ihrem Werke.«
Die Reiter Wladislaws blieben ruhig stehen. Die Männer in den dunkeln Gewändern zogen an ihnen vorüber, sahen sie an, und ritten ihres Weges weiter. Da die letzten drei hinter den Föhren waren, und nicht mehr gesehen werden konnten, setzte Wladislaw die Seinigen wieder in Bewegung, und sie ritten in ihrer Richtung gegen Sonnenuntergang fort.
Da sie Mies erreichten, und den Berg gegen den Ring des Ortes hinan strebten, brannten schon die Lichter, und sie wurden von vielen Menschen empfangen.
Wladislaw zog von Mies auf schmalen Wegen durch Felder und Heiden und Wälder weiter, bis er bei der deutschen Stadt Amberg wieder zu dem großen Heerwege gelangte.
Am fünfundzwanzigsten Tage des Monates Mai kam er vor Nürnberg an.
Die grüne Ebene im Mittage der Stadt war weithin mit Gezelten bedeckt, und Banner und Fähnlein und Wimpel weheten über denselben: Banner von Kurherren, von Erzbischöfen und Bischöfen, von Herzogen, Fürsten, Herren, Rittern und Städten. Eine Menge von Menschen war da in Rüstungen, in schönen Gewändern und in veralteten Wämsern und in Lumpen.
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