Adalbert Stifter - Witiko

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An seinem monumentalen Werk über die Gründungsgeschichte des Königreiches Böhmen im 12. Jahrhundert arbeitete Stifter zehn Jahre lang wie »ein Pflugstier«. Durch den Romanhelden Witiko, der stellvertretend für den sittlich handelnden Menschen steht, wird das grandiose Historiengemälde zum Bildungsroman, als dessen Meister sich der Autor mit seinem ›Nachsommer‹ in die Literaturgeschichte eingeschrieben hatte.

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Da die Schar der böhmischen Männer herzu geritten war, kamen Lagermeister, und zeigten ihnen einen Platz, auf dem sie sich einrichten könnten. Es kam auch ein Geschwader von Herren und Rittern, namens des Königs den Herzog Wladislaw zu begrüßen. Der Herzog dankte ihnen, und sie ritten wieder fort.

Nun wurden die Saumtiere entladen, man sendete zu den Männern, die auf den Feldern ihre Verkaufsgerüste aufgeschlagen hatten, um Dinge, die man brauchte, zu erhandeln, und es wurde zur Errichtung des Lagers geschritten.

Der König sendete einige Männer zu dem Herzoge, um ihr Geleite und ihre Dienste anzubieten. Zu Witiko kam Wolfgang von Ortau, ein junger Ritter, der Sohn Anselms von Ortau, eines Herren aus der Wetterau, der bei allen Zügen Konrads gewesen war. Er bot Witiko Genossenschaft und Dienste an. Witiko empfing sie, und sagte, er werde sie erwidern, wenn Wolfgang zu ihm käme.

Da die Gezelte des Herzoges Wladislaw, des Bischofes Zdik und andere aufgerichtet standen, und da der Herzog mit den Seinigen festlichere Gewänder angezogen hatte, ritt er mit dem Bischofe Zdik und mit Welislaw, Odolen, Witiko, und den Kaplänen, mit einem Geleite der Seinigen, und mit dem Geleite, das der König Konrad gesendet hatte, in die Stadt Nürnberg und durch die Stadt in die Burg zu dem Könige Konrad empor.

Zdik, Welislaw, Odolen, Witiko und die andern Männer der beiden Geleite blieben in Gemächern der Burg; Wladislaw aber ging in die Stube des Königs, und blieb eine Stunde bei ihm. Dann kam er wieder zu den Seinigen, sie begaben sich in den Burghof, bestiegen die Pferde, und ritten in das Lager zurück.

Des andern Tages tönten die Zeichen zu einer Versammlung in der Kaiserburg. Die Herren zogen von dem Lager in die Stadt. Der Herzog Wladislaw ritt mit einem festlichen Gefolge, und mit Zdik und Welislaw und Odolen und Witiko und den Kaplänen in schönen Gewändern dahin. Neben Witiko ritt Wolfgang von Ortau. Sie sahen unzählige Menschen an ihrem Wege. Sie ritten in die Burg hinauf, und ritten durch das Tor neben dem alten Heidenturme in den Hof. Da sahen sie eine Linde inmitten des Hofes, welche schon hundert Jahre stand, und welche von der Kaiserin Kunigunde gepflanzt worden war. Bei der Linde stiegen sie von den Pferden, und die Pferde wurden auf einen Platz vor der Burg geführt, um dort zu harren. Die Männer aber stiegen die Treppe zu den Gemächern an dem Kaisersaale empor. Da man sich sammelte, und da die Geleite harreten, stand Witiko mit Wolfgang an einem Fenster gegen den Hof, und Wolfgang zeigte ihm die Ankommenden, und sprach: »Siehst du, der Mann in den veilchenfarbnen Gewändern mit den grauen Haaren, dem man jetzt an der Linde von dem milchweißen Zelter hilft, ist Albero, der Erzbischof von Trier, der dem Könige Konrad in dem ersten Sachsenkriege mit Wein einen großen Dienst geleistet hat. Der andere in dem vergoldeten Harnische mit dem Kreuze ist Markolf, der Erzbischof von Mainz. Er ist immer schnell, und wird Albero auf der Treppe einholen. Die zwei, die jetzt in schimmernder Rüstung beim Tore herein reiten, sind der Markgraf Hermann von Baden und der Pfalzgraf Hermann am Rheine. Der auf dem schwarzen Pferde ist der Pfalzgraf. Der Mann auf dem Maultiere, der ihnen ausweicht, und der den breiten Hut trägt, und um den Priester sind, ist der Schwabe Dietwin, der Kardinal, den der Papst Innozenz nach Deutschland gesendet hat. Er hat unsern König Konrad am dreizehnten Tage des Monates März im Jahre des Heiles 1138 gekrönt. Der ist der nämliche Kardinal, der vor Jahren den Bann über Konrad ausgesprochen hat. Nun kömmt mit seinen bunten Leuten Ludwig, der Landgraf von Thüringen, den sie den Eisenmann heißen. Er sitzt sehr aufrecht auf seinem Pferde. Wenn wir von seinen Leuten die andern, die kommen, wieder sehen, werde ich sie dir nennen. Der nun durch Reisige und Priester von seinem Pferde gehoben wird, ist Egibert, der Bischof von Bamberg, und der noch auf dem braunen Zelter sitzt, mit den weißen Haaren unter dem Helme und dem Harnische über dem Priestergewande, ist Embriko, der Bischof von Würzburg. Die alle werden in dem Zuge gegen Böhmen mitgehen. Sie sind nicht immer so zahlreich gekommen. Vor vier Jahren ist es noch anders gewesen. Da der König Konrad im Beginne seiner Herrschaft auf dem Hoflager in Augsburg war, kam der stolze Herzog Heinrich von Bayern mit so großen bewaffneten Scharen, daß der König in der Nacht vor ihm entfliehen mußte. Auch auf den Hoftagen zu Würzburg und zu Goslar zauderten sie noch; aber der König Konrad, von dem neuen Geschlechte der Hohenstaufen, konnte sich eine solche Würde geben, und gewann solche Macht, daß sie endlich fast alle zu ihm gingen. Euer gestorbener Herzog Sobeslaw ist frühe an seiner Seite gewesen. Mein Vater hat ihm vom Beginne treu gedient. Der auf dem goldlichten Pferde dort ist der reiche Graf von Namur, und der im blauen Gewande der Graf von Kleve. Da kommen die von Zütphen und Rineck, und der dort auf dem schwarzen Zelter mit Männern herein reitet, ist der Bischof von Utrecht. Er ist zumeist der letzte. Und wenn auch noch Leute herein dringen, so ist es Zeit, daß wir in den Kaisersaal gehen, weil dort jetzt die Sammlung sein wird.«

Und Witiko und Wolfgang traten in den Kaisersaal.

Der Saal war mit Männern gefüllt. Die Geleite, welche sich sehr drängten, wurden nun verabschiedet, und entfernten sich. Die Herren suchten sich an einem Tische zu ordnen.

Wolfgang sagte zu Witiko: »Siehe den Mann dort an dem ersten Fenster, der nicht zu groß ist, und die lichten Haare um die Stirne hat: der ist jetzt ein sehr gewaltiger Mann, wenn auch sein Vater Büren, obgleich von edlem Stamme, doch im Beginne selber nur ein edler Mann war. Er ist der Herzog Friedrich von Schwaben, der Sohn der Agnes, die noch auf dem Kahlenberge bei Wien lebt, der Tochter des Kaisers Heinrich des Vierten, er ist der Bruder unsers Königes Konrad, und der Stiefbruder der Kinder des gestorbenen frommen Markgrafen Leopold von Österreich, also auch eurer Herzogin Gertrud, und also der Schwager deines Herzoges Wladislaw. Der mit dem schwarzen Ritter spricht, und die blauen Augen und die blonden Haare und den jungen blonden Bart hat, den einige einen Helden nennen, weil er schon Männer siegreich geführt hat, ist Friedrich, der Sohn des Herzogs von Schwaben, den sie den Rotbart nennen. Der dort am Ende der Bank, mit dem Rücken an der Vertäflung, ist Arnold, der Erzbischof von Köln, und der Blonde, der mit ihm spricht, ist Otto, der Bischof von Freisingen. Er ist ein Sohn der Agnes und des frommen Markgrafen Leopold, und also ein Halbbruder unseres Königs. Man sagt, daß er auf alle Begebenheiten der Welt achtet, und sie aufschreiben will. Sein Bruder Heinrich, der Markgraf von Österreich, setzt sich eben schräghin von uns an den Tisch.«

Die Herren setzten sich nun alle an den Tisch. Ordner wiesen Witiko und Odolen und Welislaw und Ortau und andern Männern einen Platz auf der Bank des Wandgetäfels.

Nun trat der König Konrad mit Geleite des Hoflagers in den Saal, und begab sich auf die kleine Erhöhung, die an dem Tische für ihn errichtet war. Er hatte den Kaiserrock an seinem Leibe, und seine Gestalt, die nicht zu groß und nicht zu klein war, konnte von allen gesehen werden. Um seine Stirne waren blonde Haare, und seine blauen Augen blickten auf die Versammlung.

Da es stille geworden war, sprach er: »Hochehrwürdige und hocherhabene Herren der Erzbistümer, Bistümer, Stifte und Kirchen, dann der Herzogtümer, der Markgrafschaften, Grafschaften, Gaue, Burgen und Städte, seid in Gott gegrüßt. Es sei sein Segen über euern Häuptern, und Gedeihen in unserer Zukunft. Das Reich schuldet euch Dank, daß ihr zu dessen Macht und Stärke in so großer Zahl auf den Reichstag in diese alte und ehrwürdige Stadt, und heute zu seinem Schlusse gekommen seid. Das auf diesem Reichstage geschlichtet werden mußte, habt ihr zu Nutz und Frommen geschlichtet. Die große Sache, die nach dem Tode des im Himmel seligen Kaisers Lothar in das Reich gekommen ist, der Streit wegen der Herzogtümer Bayern und Sachsen, ist beendet. Der junge Heinrich, der Sohn des Herzoges Heinrich von Sachsen und Bayern, ist mit Sachsen begabt worden, Bayern wird vergeben werden, wie es Nutz und Recht einmal verlangt. Die Geschlechter, die sich bekämpft, sind vereinbart: zwischen Gertrud, der Witwe Heinrichs des Herzoges von Sachsen und Bayern, und zwischen Heinrich, dem Markrafen von Österreich, ist ein heilig Band vorbereitet, und wird bald geschlossen werden. Ihr habt alle mitgewirkt, und Markolf, der hochehrwürdige Erzbischof von Mainz, hat seines Friedensamtes gewartet. Aus dem Streite sind die Kaiserin Richenza und Heinrich, der mächtige Herzog von Sachsen und Bayern, und Leopold, der junge Markgraf von Österreich, zu Gott gerufen worden, und werden dort von unserem Tun billigen, was zu billigen ist. Zu der Herrlichkeit des Reiches ist nun noch eines nötig, dazu ihr nach euerm Wunsche und meiner Meinung die Vorbereitungen gemacht habt, und das jetzt in Erfüllung gehen kann. Wladislaw, der Sohn Wladislaws des vorvorigen Herzoges von Böhmen und Mähren, ist als Herzog der Länder Böhmen und Mähren anerkannt worden. Nun aber nennen die Fürsten in Mähren und viele reiche und große Herren der Länder Böhmen und Mähren Konrad von Znaim ihren Herzog, sie stehen mit Kriegsmacht vor der Stadt Prag, und höhnen das Reich. Es ist also an dem, daß sie vertrieben, und die Anerkennung aufrecht erhalten werde. Wladislaw, der Herzog von Böhmen und Mähren, und der hochehrwürdige Bischof von Olmütz, Zdik, sind gekommen, und sagen, daß es an der Zeit ist.«

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