Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe

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Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация

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Er kehrte um, langsam, aufmerksam die Gesichter in der Menge immer noch beobachtend — aber die Aufregung schlug um. Er fühlte sich plötzlich leer. Er hatte sich wieder getäuscht — oder Haake war ihm zum zweitenmal entschlüpft. Aber konnte man sich zweimal täuschen? Konnte jemand zweimal vom Erdboden verschwinden? Da waren noch die Seitenstraßen. Haake konnte abgebogen sein. Er blickte die Rue de Presbourg entlang. Wagen, Wagen, und Menschen, Menschen. Die geschäftigste Stunde des Abends. Es hatte keinen Zweck, sie noch zu durchsuchen. Wieder zu spät.

»Nichts?« fragte Morosow, der ihm entgegenkam.

Ravic schüttelte den Kopf. »Ich sehe wahrscheinlich wieder einmal Gespenster.«

»Hast du ihn erkannt?«

»Ich glaubte es. Eben noch. Jetzt... ich weiß überhaupt nichts mehr.«

Morosow sah ihn an. »Es gibt viele Gesichter, die sich ähnlich sehen.«

»Ja, und manche, die man nie vergißt.«

Ravic blieb stehen. »Was willst du denn machen?« fragte Morosow.«

»Ich weiß es nicht. Was soll ich schon machen?«

Morosow starrte auf die Menschenmenge.

»Verdammtes Pech! Gerade um diese Zeit. Geschäft sschluß. Alles voll...«

»Ja...«

»Und dazu noch dieses Licht! Halbdunkel. Hast du ihn genau gesehen?«

Ravic antwortete nicht.

Morosow nahm ihn am Arm. »Hör zu«, sagte er. »Weiter hier durch die Straßen und Querstraßen zu rennen, hat keinen Zweck mehr. Wenn du in einer bist, wirst du glauben, er sei gerade in der nächsten. Keine Chance. Laß uns zurückgehen zu Fouquet’s. Das ist der richtige Platz. Von da kannst du besser beobachten, als wenn du herumläufst.Wenn er zurückkommen sollte, mußt du ihn von da sehen.«

Sie setzten sich an einen Tisch, der am Rande stand und frei nach allen Seiten war. Sie saßen lange da. »Was willst du machen, wenn du ihn treffen solltest?« fragte Morosow schließlich. »Weißt du das schon?«

Ravic schüttelte den Kopf.

»Denk darüber nach. Besser, du weißt es vorher. Es hat keinen Zweck, überrascht zu werden und Dummheiten zu machen. Besonders nicht in deiner Lage. Du willst doch nicht für Jahre ins Gefängnis.«

Ravic sah auf. Er antwortete nicht. Er sah Morosow nur an.

»Mir wäre es auch egal«, sagte Morosow. »Mit mir. Aber es ist mir nicht egal mit dir. Was hättest du getan, wenn er es jetzt gewesen wäre und du ihn erwischt hättest drüben an der Ecke?«

»Ich weiß es nicht, Boris. Ich weiß es wirklich nicht.«

»Du hast nichts bei dir, wie?«

»Nein.«

»Wenn du ihn angefallen hättest, ohne Überlegung, wäret ihr in einer Minute getrennt gewesen. Du wärest jetzt auf der Polizei, und er hätte wahrscheinlich nur ein paar blaue Flecken, das weißt du, wie?«

»Ja.« Ravic starrte auf die Straße.

Morosow dachte nach. »Du hättest höchstens versuchen können, ihn an einer Kreuzung unter die Autos zu stoßen. Aber das wäre auch unsicher gewesen. Er hätte mit ein paar Schrammen davonkommen können.«

»Ich werde ihn nicht unter ein Auto stoßen.« Ravic starrte auf die Straße.

»Das weiß ich. Ich werde es auch nicht tun.«

Morosow schwieg eine Weile. »Ravic«, sagte er dann. »Wenn er es war und wenn du ihn triffst, dann mußt du todsicher sein, das weißt du? Du hast nur eine einzige Chance.« »Ja, das weiß ich.« Ravic starrte weiter auf die Straße.

»Wenn du ihn sehen solltest, folge ihm. Nichts anderes. Folge ihm nur. Finde heraus, wo er wohnt. Weiter nichts. Alles andere kannst du später überlegen. Laß dir Zeit. Mach keinen Unsinn, hörst du?«

»Ja«, sagte Ravic abwesend und starrte auf die Straße.

Ein Pistazienverkäufer kam an den Tisch. Ihm folgte ein Junge mit künstlichen Mäusen. Er ließ sie auf der Marmorplatte tanzen und auf seinem Ärmel emporlaufen. Der Geigenspieler erschien zum zweitenmal. Er spielte jetzt »Parlez moi d’amour« und trug einen Hut. Eine alte Frau mit syphilitischer Nase bot Veilchen an.

Morosow sah auf seine Uhr. »Acht«, sagte er. »Zwecklos, weiter zu warten, Ravic. Wir sitzen schon über zwei Stunden hier. Der Mann kommt um diese Zeit nicht mehr zurück. Jeder Mensch in Frankreich ißt im Augenblick irgendwo zu Abend.«

»Geh ruhig, Boris. Wozu sollst du überhaupt mit mir hier ’rumsitzen?«

»Das hat nichts zu tun. Ich kann mit dir hier sitzen, solange wir wollen. Aber ich will nicht, daß du dich verrückt machst. Es ist sinnlos, daß du hier noch stundenlang wartest. Die Wahrscheinlichkeit, ihn zu treffen, ist jetzt überall gleich. Im Gegenteil: Sie ist jetzt sogar größer in jedem Restaurant, in jedem Nachtklub, in jedem Bordell.«

»Ich weiß, Boris.«

Morosow legte seine große, behaarte Hand auf Ravics Arm. »Ravic«, sagte er. »Hör mich an. Wenn du den Mann treffen sollst, wirst du ihn treffen — und wenn nicht, dann kannst du Jahre auf ihn warten. Du weißt, was ich meine. Halte deine Augen offen — überall. Und sei auf alles vorbereitet. Aber sonst lebe so, als hättest du dich geirrrt. Wahrscheinlich hast du das auch. Das ist das einzige, was du tun kannst. Du machst dich sonst kaputt. Ich habe das auch schon gehabt. Vor ungefähr zwanzig Jahren. Glaubte alle Augenblicke, einen der Henker meines Vaters zu sehen; Halluzinationen.« Er trank sein Glas aus. »Verdammte Halluzinationen. Und jetzt komm mit mir. Wir wollen irgendwo essen gehen.«

»Geh du essen, Boris. Ich komme später.«

»Willst du hier sitzen bleiben?«

»Nur noch einen Augenblick. Ich gehe dann zum Hotel. Habe da noch etwas zu tun.«

Morosow sah ihn an. Er wußte, was Ravic im Hotel wollte. Aber er wußte auch, daß er nichts mehr tun konnte. Dies ging Ravic allein an. »Gut«, sagte er. »Ich bin bei der ›Mère Marie‹. Später im ›Bubilshki‹. Ruf mich an oder komm.« Er hob seine buschigen Augenbrauen. »Und riskiere nichts. Sei kein unnötiger Held! Und kein verdammter Idiot. Schieße nur, wenn du bestimmt entkommen kannst. Dies ist kein Kinderspiel und kein Gangsterfilm.«

»Das weiß ich, Boris, sei unbesorgt.«

Ravic ging zum Hotel International und von da gleich zurück. Unterwegs kam er am Hotel Milan vorbei. Er sah auf die Uhr. Es war halb neun.

Er konnte Joan noch zu Hause treffen.

Sie kam ihm entgegen. »Ravic«, sagte sie überrascht. »Du kommst hierher?«

»Ja...«

»Du bist noch nie hiergewesen, weißt du das? Seit damals, als du mich abgeholt hast.«

Er lächelte abwesend. »Es ist wahr, Joan, wir führen ein sonderbares Leben.«

»Ja. Wie die Maulwürfe oder Fledermäuse. Oder Eulen. Wir sehen uns nur, wenn es dunkel ist.«

Sie ging mit langen, weichen Schritten im Zimmer hin und her. Sie trug einen dunkelblauen Dressinggown, der wie der eines Mannes geschnitten und mit einem Gürtel fest um die Hüften gezogen war. Auf dem Bett lag das schwarze Abendkleid, das sie in der Scheherazade brauchte. Sie war sehr schön und unendlich weit weg.

»Mußt du nicht gehen, Joan?«

»Noch nicht. Erst in einer halben Stunde. Dies ist meine beste Zeit. Die Stunde, bevor ich fort muß. Du siehst, was ich dann habe. Kaffee und alle Zeit der Welt. Und nun bist du sogar da. Ich habe auch Calvados.«

Sie brachte die Flasche. Er nahm sie und stellte sie ungeöffnet auf den Tisch. Dann nahm er behutsam ihre Hände.

»Joan«, sagte er.

Das Licht in ihren Augen erlosch. Sie stand dicht vor ihm. »Sag mir nur gleich, was es ist...«

»Warum? Was soll es sein?«

»Irgend etwas. Wenn du so bist, ist es immer irgend etwas. Bist du deshalb gekommen?«

Er fühlte, daß ihre Hände von ihm wegstrebten. Sie bewegte sich nicht. Auch ihre Hände bewegten sich nicht. Es war nur, als ob in ihnen sich etwas fortzöge von ihm. »Du kannst heute abend nicht kommen, Joan. Heute nicht und vielleicht morgen und einige Tage nicht.«

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