Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Arc de Triomphe
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 2
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Arc de Triomphe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Arc de Triomphe — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Arc de Triomphe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Mußt du in der Klinik bleiben?«
»Nein. Es ist etwas anderes. Ich kann nicht darüber sprechen. Aber es ist etwas, das nichts mit dir und mir zu tun hat.«
Sie stand eine Weile regungslos. »Gut«, sagte sie dann.
»Du verstehst es?«
»Nein. Aber wenn du es sagst, wird es richtig sein.«
»Du bist nicht böse?«
Sie sah ihn an. »Mein Gott, Ravic«, sagte sie. »Wie könnte ich dir jemals für etwas böse sein?«
Er blickte auf. Ihm war, als hätte eine Hand sich fest auf sein Herz gelegt. Joan hatte ohne Absicht gesagt, was sie gesagt hatte, aber sie hätte nicht mehr tun können, um ihn zu treffen. Er gab nur wenig auf das, was sie in den Nächten stammelte und flüsterte; es war vergessen, wenn der Morgen grau vor dem Fenster rauchte. Er wußte, daß die Hingerissenheit in den Stunden, wenn sie neben ihm hockte oder lag, ebensoviel Hingerissenheit über sie selbst war, und er nahm es als Rausch und leuchtende Konfession der Stunde, aber nie mehr als das. Jetzt zum erstenmal, wie ein Flieger, der durch einen Riß glänzender Wolken, auf denen das Licht Verstecken spielt, unten plötzlich die Erde grün und braun und glänzend erblickt, sah er mehr. Er sah unter Hingerissenheit Hingabe, unter Rausch Gefühl, unter dem Geklirr der Worte einfaches Vertrauen. Er hatte Mißtrauen, Fragen und Verständnislosigkeit erwartet — aber nicht dieses. Es waren immer die kleinen Dinge, die Aufschluß gaben, nie die großen. Die großen lagen zu nahe der dramatischen Geste und der Verführung zur Lüge.
Ein Raum. Ein Hotelraum. Ein paar Koffer, ein Bett, Licht, vor dem Fenster die schwarze Öde der Nacht und der Vergangenheit — und ein helles Gesicht hier mit grauen Augen und hohen Brauen und dem kühnen Schwung des Haares — Leben, biegsames Leben, ihm offen zugewandt, wie ein Oleanderbusch dem Licht — da war es, da stand es, wartend, schweigend, ihm zurufend: Nimm mich! Halte mich! Hatte er nicht einmal, vor langer Zeit, gesagt: Ich werde dich schon halten?
Er stand auf. »Gute Nacht, Joan.«
»Gute Nacht, Ravic.«
Er saß vor dem Café Fouquet’s. Er saß an demselben Tisch wie vorher. Er saß Stunde um Stunde da, vergraben in der Finsternis der Vergangenheit, in der nur ein einziges schwaches Licht brannte: die Hoffnung auf Rache.
Man hatte ihn im August 1933 verhaftet. Er hatte zwei Freunde, die von der Gestapo gesucht wurden, vierzehn Tage bei sich verborgen gehalten und ihnen dann geholfen, zu fliehen. Einer davon hatte ihm 1917, vor Bixschoote in Flandern, das Leben gerettet und ihn, als er langsam verblutend im Niemandsland lag, unter gedecktem Maschinengewehrfeuer zurückgeholt. Der zweite war ein jüdischer Schriftsteller, den er seit Jahren kannte. Man brachte ihn zum Verhör; man wollte wissen, in welcher Richtung beide geflohen wären, was für Papiere sie hätten und wer ihnen unterwegs behilflich sein würde. Haake hatte ihn verhört. Nach der ersten Ohnmacht hatte er versucht, Haake mit seinem Revolver zu erschießen oder ihn zu erschlagen. Er sprang in eine krachende, rote Dunkelheit hinein. Es war ein sinnloser Versuch gegen vier bewaffnete, kräftige Leute gewesen. Drei Tage lang tauchte dann aus Ohnmacht, langsamem Erwachen, rasenden Schmerzen immer wieder das kühle, lächelnde Gesicht Haakes auf. Drei Tage dieselben Fragen — drei Tage derselbe Körper, zerschlagen, fast unfähig, mehr zu leiden. Und dann, am Nachmittag des dritten Tages, brachte man die Frau. Sie wußte von nichts. Man zeigte ihn ihr, damit sie aussagen solle. Sie war ein luxuriöses, schönes Geschöpf, das ein spielerisches, belangloses Leben geführt hatte. Er erwartete, daß sie schreien und zusammenbrechen würde. Sie war nicht zusammengebrochen. Sie war auf die Henker losgefahren. Sie hatte tödliche Worte gesagt.
Tödlich für sie, und sie wußte es. Haake hatte nicht mehr gelächelt. Er hatte das Verhör abgebrochen. Am nächsten Tage hatte er Ravic erklärt, was mit ihr geschehen würde im Konzentrationslager für Frauen, wenn er nicht gestehen würde. Ravic hatte nicht geantwortet. Haake hatte ihm dann erklärt, was vorher mit ihr geschehen würde. Ravic hatte nichts gestanden, weil nichts zu gestehen war. Er hatte Haake zu überzeugen versucht, daß die Frau nichts wissen konnte. Er hatte ihm gesagt, daß er sie oberflächlich kannte. Daß sie wenig mehr in seinem Dasein bedeutete als ein schönes Bild. Daß er sie nie zu irgend etwas ins Vertrauen hätte ziehen können. Alles war wahr gewesen. Haake hatte nur gelächelt. Drei Tage später war die Frau tot. Sie hatte sich im Konzentrationslager für Frauen erhängt. Einen Tag darauf brachte man einen der Flüchtlinge wieder. Es war der jüdische Schriftsteller. Als Ravic ihn sah, kannte er ihn nicht wieder, selbst an der Stimme nicht. Es dauerte noch eine Woche unter Haakes Verhör, bis er ganz tot war. Dann kam für ihn selbst das Konzentrationslager. Das Hospital. Die Flucht aus dem Hospital.
Der Mond stand silbern über dem Arc de Triomphe. Die Laternen die Champs-Elysées hinauf wehten im Wind. Das mächtige Licht spiegelte sich in den Gläsern auf dem Tisch. Unwirklich, diese Gläser, dieser Mond, diese Straße, diese Nacht und diese Stunde, die mich anweht, fremd und vertraut, als wäre sie schon einmal dagewesen, in einem anderen Leben, auf einem anderen Stern — unwirklich diese Erinnerungen an Jahre, die vergangen sind, versunken, lebendig und tot zugleich, die nur noch in meinem Gehirn phosphoreszieren und sich zu Worten versteint haben — und unwirklich dieses, das durch das Dunkel meiner Adern rollt, ohne Ruhe, 37,6 Grad warm, etwas salzig schmeckend, vier Liter Geheimnis und Weitertreiben, Blut, Spiegelung in Ganglienzellen, unsichtbarer Storeraum im Nichts, Gedächtnis genannt, Stern um Stern, Jahr um Jahr hochwerfend, das eine hell, das andere blutig wie der Mars über der Rue de Berry und manches düster schimmernd und voll Flecken — der Himmel der Erinnerung, unter der die Gegenwart unruhig ihr konfuses Wesen trieb.
Das grüne Licht der Rache. Die Stadt, leise schwimmend im späten Mondlicht und dem Sausen der Automobilmotoren.
Häuserreihen, lang, endlos sich dehnend, Fensterreihen, und hinter sie gepackt Bündel von Schicksalen, straßenweit. Herzklopfen von Millionen Menschen, unaufhörliches Herzklopfen, wie von einem millionenfältigen Motor, langsam, langsam die Straße des Lebens entlang, mit jedem Klopfen einen geringen Millimeter näher dem Tode zu.
Er stand auf. Die Champs-Elysées waren fast leer. Ein paar Huren lungerten an den Ecken herum. Er ging die Straße herunter, an der Rue Pierre Charron, der Rue Marbeuf, der Rue de Marignan vorüber, bis zum Rond Point und zurück bis zum Arc de Triomphe. Er stieg über die Ketten und stand vor dem Grab des Unbekannten Soldaten. Die kleine, blaue Lampe flackerte im Schatten. Ein verwelkender Kranz lag davor. Er überquerte den Etoile und ging zu dem Bistro, vor dem er Haake zuerst gesehen zu haben glaubte. Ein paar Chauffeure saßen darin. Er setzte sich an das Fenster, wo er damals gesessen hatte, und trank einen Kaffee. Die Straße draußen war leer. Die Chauffeure unterhielten sich über Hitler. Sie fanden ihn lächerlich und prophezeiten ihm ein rasches Ende, wenn er sich an die Maginotlinie wagen sollte. Ravic starrte auf die Straße. Wozu sitze ich hier noch, dachte er. Ich könnte überall in Paris sitzen: die Chance ist gleich. Er sah auf die Uhr. Es war kurz vor drei. Zu spät. Haake — wenn er es war — würde um diese Zeit nicht mehr auf der Straße herumlaufen.
Er sah draußen eine Hure herumschlendern. Sie blickte durch das Fenster hinein und ging weiter. Wenn sie zurückkommt, gehe ich, dachte er. Die Hure kam zurück. Er ging nicht. Wenn sie noch einmal wiederkommt, gehe ich bestimmt, beschloß er. Haake ist dann nicht in Paris. Die Hure kam zurück. Sie winkte ihm mit dem Kopf und ging vorüber. Er blieb sitzen. Sie kam noch einmal zurück. Er ging nicht.
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Arc de Triomphe»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Arc de Triomphe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Arc de Triomphe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.