Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe

Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Arc de Triomphe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Arc de Triomphe — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Arc de Triomphe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Kate Hegström lächelte. »Doktor Ravic hat eine Th eorie, Daisy. Er nennt sie Systematik des Zufalls. Danach ist das Unwahrscheinliche immer nahezu das Logischste.«

»Interessant.« Daisy lächelte höflich und gänzlich uninteressiert. »Es wäre nichts herausgekommen«, fuhr sie fort, »wenn Louis nicht eine fürchterliche Szene gemacht hätte. Er war völlig außer sich. Jetzt wohnt er im Crillon. Will sich scheiden lassen. Jeder wartet auf die Gründe. Sie lehnte sich voll Erwartung in ihren Sessel zurück. »Was sagst du dazu?«

Kate Hegström sah rasch zu Ravic hinüber. Er betrachtete einen Zweig Orchideen, der zwischen Hutschachteln und einem Obstkorb mit Trauben und Pfi rsichen auf dem Tisch stand — schmetterlinghafte, weiße Blüten mit lasziven, rotgesprenkelten Herzen.

»Unwahrscheinlich, Daisy«, sagte sie. »Wirklich unwahrscheinlich!«

Daisy genoß ihren Triumph. »Das hätten Sie doch wohl nicht vorher gewußt, wie?« fragte sie Ravic.

Er steckte behutsam den Zweig in die schmale Kristallvase zurück.

»Nein, das allerdings nicht.«

Daisy nickte befriedigt und sammelte ihre Handtasche, ihre Puderdose und ihre Handschuhe ein. »Ich muß davon. Louise hat um fünf eine Cocktailparty. Ihr Minister kommt. Man munkelt da so allerlei.« Sie stand auf. »Übrigens, Fery und Marthe sind wieder auseinander. Sie hat ihm ihren Schmuck zurückgeschickt. Nunmehr zum drittenmal. Es beeindruckt ihn immer noch. Das gute Schaf. Glaubt, um seiner selbst willen geliebt zu werden. Er wird ihr alles zurückgeben und zur Belohnung noch ein Stück dazu. Wie immer. Er weiß es nicht — aber sie hat sich bei Ostertag schon ausgesucht, was sie haben will. Er kauft da immer. Eine Rubinbrosche; viereckige, große Steine, bestes Taubenblut. Sie ist gescheit.«

Sie küßte Kate Hegström. »Adieu, mein Lamm. Jetzt bist du wenigstens etwas auf dem laufenden über das, was in der Welt passiert. Kannst du noch nicht bald hier heraus?« Sie sah Ravic an.

Er fing einen Blick Kate Hegströms auf. »Vorläufig noch nicht«, sagte er. »Leider.«

Er half Daisy in ihren Mantel. Es war ein dunkler Nerz ohne Kragen. Ein Mantel für Joan, dachte er. »Kommen Sie doch einmal mit Kate zum Tee«, sagte Daisy. »Mittwochs sind immer nur ein paar Leute da; wir können dann ungestört plaudern. Ich interessiere mich sehr für Operationen.«

»Gern.«

Ravic schloß die Tür hinter ihr und kam zurück. »Schöne Smaragden«, sagte er.

Kate Hegström lachte. »Das war nun früher mein Leben, Ravic. Können Sie das verstehen?«

»Ja. Warum nicht? Herrlich, wenn man es kann. Schützt einen vor vielem.«

»Ich kann es nicht mehr verstehen.« Sie stand auf und ging vorsichtig zu ihrem Bett.

Ravic sah ihr nach. »Es ist ziemlich belanglos, wo man lebt, Kate. Es kann bequemer sein, aber es ist nie wichtig. Wichtig ist nur, was man daraus macht. Und das auch nicht immer.«

Sie zog die langen, schönen Beine aufs Bett. »Alles ist belanglos«, sagte sie, »wenn man ein paar Wochen im Bett gelegen hat und wieder gehen kann.«

»Sie brauchen nicht mehr hierzubleiben, wenn Sie nicht wollen. Sie können im ›Lancaster‹ wohnen, wenn Sie eine Schwester mitnehmen.«

Kate Hegström schüttelte den Kopf. »Ich bleibe hier, bis ich reisen kann. Hier bin ich vor allzu vielen Daisys geschützt.«

»Werfen Sie sie ’raus, wenn sie kommen. Nichts ist anstrengender als Geschwätz.«

Sie streckte sich vorsichtig im Bett aus. »Können Sie sich denken, daß diese Daisy trotz ihrer Klatschereien eine großartige Mutter ist? Sie erzieht ihre beiden Kinder ausgezeichnet.«

»Das kommt vor«, erklärte Ravic ungerührt.

Sie zog die Decke über sich. »Eine Klinik ist wie ein Konvent«, sagte sie. »Man lernt die einfachsten Sachen wieder schätzen. Gehen, Atmen, Sehen.«

»Ja. Das Glück liegt nur um uns herum. Wir brauchen es bloß aufzuheben.«

Sie sah ihn an.

»Ich meine das wirklich, Ravic.«

»Ich auch, Kate. Nur einfache Dinge enttäuschen nie. Und mit Glück kann man gar nicht weit genug unten anfangen.«

Jeannot lag im Bett, einen Haufen Broschüren über die Decke verstreut.

»Warum machst du kein Licht?« fragte Ravic.

»Ich kann noch genug sehen. Ich habe gute Augen.«

Die Broschüren waren Beschreibungen künstlicher Beine. Jeannot hatte sie sich auf alle mögliche Weise besorgt. Seine Mutter hatte ihm die letzten gebracht. Er zeigte Ravic einen besonders farbigen Prospekt. Ravic drehte das Licht an. »Dieses ist das teuerste«, sagte Jeannot.

»Es ist nicht das beste«, erwiderte Ravic.

»Aber es ist das teuerste. Ich werde der Versicherung erklären, daß ich es haben muß. Ich will es natürlich überhaupt nicht haben. Die Versicherung soll es nur bezahlen. Ich will einen Holzstumpf haben und das Geld.«

»Die Versicherung hat Vertrauensärzte, die alles kontrollieren, Jeannot.«

Der Junge richtete sich auf. »Meinen Sie, daß sie mir kein Bein bewilligen werden?«

»Doch. Vielleicht nicht das teuerste. Aber sie werden dir nicht das Geld geben; sie werden dafür sorgen, daß du es wirklich bekommst.«

»Dann muß ich es nehmen und sofort zurückverkaufen. Dabei verliere ich natürlich. Glauben Sie, daß zwanzig Prozent Verlust genug sind? Ich werde es zuerst mit zehn anbieten. Vielleicht kann man mit dem Händler vorher reden. Was geht es die Versicherung an, ob ich das Bein nehme? Bezahlen muß sie es; alles andere kann ihr doch egal sein — oder nicht?«

»Natürlich. Du kannst es ja einmal versuchen.«

»Es würde etwas ausmachen. Wir könnten für das Geld schon die Theke und eine Ausstattung für eine kleine Cremerie kaufen.« Jeannot lachte verschmitzt. »So ein Bein mit Gelenk und allem ist Gott sei Dank ziemlich teuer. Präzisionsarbeit. Das ist gut.«

»War schon jemand von der Versicherung da?«

»Nein. Für das Bein und die Abfindung noch nicht. Nur für die Operation und die Klinik. Müssen wir einen Rechtsanwalt nehmen? Was glauben Sie? Es war rotes Licht! Ganz bestimmt! Die Polizei...«

Die Schwester kam mit dem Abendessen. Sie stellte es auf den Tisch neben Jeannot. Der Junge sagte nichts, bis sie fort war. »Es gibt hier viel zu essen«, sagte er dann. »So gut habe ich es nie gehabt. Ich kann es nicht allein aufessen. Meine Mutter kommt immer und ißt den Rest. Es ist genug für uns beide. Sie spart so. Das Zimmer hier kostet ohnedies sehr viel.«

»Das bezahlt die Versicherung. Es ist ganz gleich, wo du liegst.«

Ein Schimmer huschte über das graue Gesicht des Jungen. »Ich habe mit Doktor Veber gesprochen. Er gibt mir zehn Prozent. Die Rechnung für das, was es kostet, schickt er an die Versicherung. Die bezahlt es; aber er gibt mir zehn Prozent in bar zurück.«

»Du bist tüchtig, Jeannot.«

»Man muß tüchtig sein, wenn man arm ist!«

»Das stimmt. Hast du Schmerzen?«

»Im Fuß, den ich nicht mehr habe.«

»Das sind die Nerven, die noch da sind.«

»Ich weiß. Komisch, trotzdem. Daß man Schmerzen hat in etwas, das nicht mehr da ist. Vielleicht ist die Seele von meinem Fuß noch da.« Jeannot grinste. Er hatte einen Witz gemacht. Dann deckte er die oberen Schüsseln seines Abendessens ab. »Suppe, Huhn, Gemüse, Pudding. Das ist was für meine Mutter. Sie ißt gern Huhn. Haben wir nicht oft gehabt zu Hause.« Er legte sich behaglich zurück. »Manchmal wache ich nachts auf und denke, wir müßten hier alles selbst bezahlen. Wie man nachts so denkt, im ersten Augenblick. Dann erinnere ich mich, daß ich hier liege wie ein Sohn von feinen Leuten, und habe ein Recht, alles zu verlangen, und kann Schwestern klingeln, und sie müssen kommen, und andere Leute müssen das alles bezahlen. Großartig, was?«

»Ja«, sagte Ravic.

»Großartig.«

Er saß im Untersuchungszimmer der »Osiris«. »Ist noch jemand da?« fragte er.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Arc de Triomphe»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Arc de Triomphe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Arc de Triomphe»

Обсуждение, отзывы о книге «Arc de Triomphe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.