Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
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Der Kellner stellte die Stühle auf den Tisch. Die Chauffeure zahlten und verließen das Bistro. Der Kellner drehte das Licht über der Theke aus. Der Raum sank in schmutzige Dämmerung. Ravic sah sich um. »Zahlen«, sagte er.
Draußen war es windiger und kälter geworden. Die Wolken zogen höher und rascher. Er kam an Joans Hotel vorbei und blieb stehen. Alle Fenster waren dunkel, bis auf eines, in dem eine Lampe hinter den Vorhängen schimmerte. Es war Joans Zimmer. Er wußte, daß sie es haßte, in ein dunkles Zimmer zu kommen. Sie hatte das Licht brennen lassen, weil sie heute nicht zu ihm kam. Er blickte auf und begriff sich plötzlich nicht mehr. Wozu hatte er sie nicht sehen wollen? Die Erinnerung an jene Frau war längst verschollen; nur die Erinnerung an ihren Tod war geblieben.
Und das andere? Was hatte das mit ihr zu tun? Was hatte es sogar mit ihm selbst noch zu tun? War er nicht ein Narr, daß er einer Täuschung nachjagte, dem Reflex einer verknäuelten, schwarzen Erinnerung, einer finsteren Reaktion — daß er wieder zu wühlen begann in den Schlacken toter Jahre, aufgerührt durch einen Zufall, eine verfluchte Ähnlichkeit — daß er ein Stück verfaulter Vergangenheit, eine Schwäche kaum verheilter Neurose wieder aufbrechen ließ und alles dadurch in Gefahr brachte, was er in sich aufgebaut hatte, und den einzigen Menschen, in all dem Gleiten, der ihm verbunden war? Was hatte das eine mit dem andern zu tun? Hatte er sich das nicht selbst immer wieder gelehrt? Wie wäre er sonst entkommen? Und wo wäre er sonst geblieben?
Er spürte, wie das Blei in seinen Gliedern schmolz. Er atmete tief. Der Wind kam mit raschen Stößen die Straßen entlang. Er blickte wieder auf das erleuchtete Fenster. Da war jemand, dem er etwas bedeutete, jemand, für den er wichtig war, jemand, dessen Gesicht sich veränderte, wenn es ihn sah — und er hatte es einer verzerrten Illusion, dem ungeduldig abweisenden Hochmut einer blassen Rachehoffnung opfern wollen...
Was wollte er denn? Wozu wehrte er sich? Wozu hob er sich auf? Das Leben hielt sich ihm hin, und er machte Einwendungen. Nicht, weil es zuwenig — weil es zuviel war. Mußte erst das blutige Gewitter der Vergangenheit über ihn hinweggehen, damit er das erkennen konnte? Er bewegte die Schultern. Herz, dachte er. Herz! Wie es sich öffnete! Wie es sich bewegte! Fenster, dachte er, einsames, leuchtendes Fenster in der Nacht, Widerschein eines anderen Lebens, das sich ungestüm ihm entgegengeworfen hatte, offen, bereit, bis auch er sich öffnete. Die Flamme der Lust, das Elmsfeuer der Zärtlichkeit, das helle, rasche Wetterleuchten des Blutes — man kannte das, man kannte alles, man kannte so viel, daß man glaubte, nie wieder würde die weiche, goldene Verwirrung das Gehirn überschwemmen können —, und dann stand man plötzlich in einer Nacht vor einem drittklassigen Hotel, und es stieg wie Rauch aus dem Asphalt, und man spürte es, als käme von der andern Seite der Erde, von blauen Kokosinseln, die Wärme eines tropischen Frühlings, filtere sich durch Ozeane, Korallengründe, Lava und Dunkelheit und stiege jäh auf in Paris, in der schäbigen Rue de Poncelet, mit dem Duft von Hibiskus und Mimosen, in einer Nacht voll Rache und Vergangenheit, unwiderstehlich, unwidersprechlich, rätselhafte Erlösung des Gefühls...
Die Scheherazade war voller Menschen. Joan saß an einem Tisch mit einigen Leuten. Sie sah Ravic sofort. Er blieb an der Tür stehen. Das Lokal schwamm in Rauch und Musik. Sie sagte etwas zu den Leuten am Tisch und kam rasch auf ihn zu. »Ravic...«
»Hast du hier noch zu tun?«
»Warum?«
»Ich will dich mitnehmen.«
»Aber du sagtest doch...«
»Das ist vorbei. Hast du hier noch etwas zu tun?«
»Nein. Ich muß nur denen drüben sagen, daß ich gehe.« »Tu es schnell — ich warte draußen im Taxi auf dich.« »Ja.« Sie blieb stehen. »Ravic...« Er sah sie an. »Bist du meinetwegen zurückgekommen?« fragte sie.
Er zögerte eine Sekunde. »Ja«, sagte er dann leise in das atmende Gesicht hinein, das sich ihm hinhielt. »Ja. Joan. Deinetwegen. Nur deinetwegen!«
Sie machte eine rasche Bewegung. »Komm«, sagte sie dann. »Laß uns gehen! Was kümmern uns diese Leute hier noch.«
Das Taxi fuhr die Rue de Liège entlang. »Was war, Ravic?« »Nichts.« »Ich hatte Angst.« »Vergiß es. Es war nichts.« Joan sah ihn an. »Ich dachte, du kämest nie wieder.« Er beugte sich über sie. Er fühlte, wie sie zitterte. »Joan«, sagte er. »Denk an nichts und frage nichts. Siehst du die Laternenlichter und die tausend bunten Schilder da draußen? Wir leben in einer sterbenden Zeit, und diese Stadt bebt von Leben. Wir sind losgerissen von allem und haben nur noch unsere Herzen. Ich war auf einer Mondlandschaft, und ich bin wiedergekommen, und du bist da und bist das Leben. Frage nichts mehr. Es gibt mehr Geheimnisse in deinem Haar als in tausend Fragen. Da, vor uns ist die Nacht, ein paar Stunden und eine Ewigkeit, bis der Morgen an das Fenster dröhnt. Daß Menschen sich lieben, ist alles; ein Wunder und das Selbstverständlichste, was es gibt, das habe ich heute gefühlt, als die Nacht in einen Blütenbusch zerschmolz und der Wind nach Erdbeeren roch, und ohne Liebe ist man nur ein Toter auf Urlaub, nichts als ein paar Daten und ein zufälliger Name, und man kann ebensogut sterben...«
Das Licht der Laterne flog durch das Fenster des Taxis wie die kreisenden Scheinwerfer eines Leuchtturms durch die Dunkelheit einer Schiffskabine. Joans Augen waren abwechselnd sehr durchsichtig und sehr schwarz in dem bleichen Gesicht. »Wir sterben nicht«, flüsterte sie in Ravics Armen.
»Nein. Nicht wir. Nur die Zeit. Die verdammte Zeit. Sie stirbt immer. Wir leben. Wir leben immer. Wenn du erwachst, ist es Frühling, und wenn du einschläfst, ist es Herbst, und tausendmal dazwischen ist es Winter und Sommer, und wenn wir uns genug lieben, sind wir ewig und unzerstörbar wie der Herzschlag und der Regen und der Wind, und das ist viel. Wir siegen in Tagen, Geliebte, und wir verlieren in Jahren, aber wer will es wissen, und wen kümmert es? Die Stunde ist das Leben. Der Augenblick am nächsten der Ewigkeit, deine Augen schimmern, der Sternstaub tropft durch die Unendlichkeit, Götter vergreisen, aber dein Mund ist jung, das Rätsel zittert zwischen uns, das Du und Ich, Ruf und Antwort, aus den Abenden, aus den Dämmerungen, aus den Entzückungen aller Liebenden, gekeltert aus fernsten Brunstschreien zum goldenen Sturm, den unendlichen Weg von der Amöbe zu Ruth und Esther und Helena und Aspasia, zu blauen Madonnen in Kapellen am Wege, von Kriechen und Tier zu dir und mir...«
Sie lag in seinem Arm, regungslos, mit blassem Gesicht und so hingegeben, daß sie fast abweisend erschien — und er beugte sich über sie und sprach und sprach —, und es war ihm im Anfang, als sähe ihm jemand über die Schultern, ein Schatten, und spräche lautlos, mit einem undeutlichen Lächeln, mit, und er beugte sich tiefer und fühlte, wie sie ihm entgegenkam, und noch war es da, und dann nicht mehr.
13
»Ein Skandal«, sagte die Frau mit den Smaragden, die Kate Hegström gegenübersaß. »Ein herrlicher Skandal! Ganz Paris lacht darüber. Hast du je gewußt, daß Louis homosexuell ist? Sicher nicht. Wir alle haben das nicht gewußt; er hat das sehr gut kaschiert. Lina de Newbourg galt als seine offizielle Mätresse — und nun stell dir vor: Vor einer Woche kommt er aus Rom zurück, drei Tage früher, als er gesagt hat, und geht abends zu dem Appartement dieses Nickys, will ihn überraschen, und wen fi ndet er da?«
»Seine Frau«, sagte Ravic.
Die Frau mit den Smaragden blickte auf. Sie sah plötzlich aus, als hätte sie gerade gehört, ihr Mann sei bankrott. »Sie kennen die Geschichte schon?« fragte sie.
»Nein. Aber es muß so sein.«
»Das verstehe ich nicht.« Sie starrte Ravic irritiert an. »Es war doch äußerst unwahrscheinlich.«
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