Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe
Здесь есть возможность читать онлайн «Erich Maria Remarque - Arc de Triomphe» весь текст электронной книги совершенно бесплатно (целиком полную версию без сокращений). В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: Классическая проза, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Arc de Triomphe
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:5 / 5. Голосов: 2
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 100
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Arc de Triomphe: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Arc de Triomphe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Arc de Triomphe — читать онлайн бесплатно полную книгу (весь текст) целиком
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Arc de Triomphe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
Sie küßte seine Hand. Er fühlte die weichen, behutsamen Lippen. »Was denkst du?« fragte sie.
»Nichts«, sagte er. »Nichts, als daß du von einer wilden Unschuld bist. Völlig korrupt und überhaupt nicht. Das Gefährlichste auf der Welt. Gib mir mal das Glas. Ich will auf meinem Freund Morosow, den Kenner des menschlichen Herzens, trinken.«
»Ich mag Morosow nicht. Können wir nicht auf etwas anderes trinken?«
»Natürlich magst du ihn nicht. Er hat gute Augen. Laß uns auf dich trinken.«
»Auf mich?«
»Ja, auf dich.«
»Ich bin nicht gefährlich«, sagte Joan. »Ich bin gefährdet, aber nicht gefährlich.«
»Das gehört dazu, daß du das glaubst. Dir wird nie etwas passieren. Salute!«
»Salute. Aber du verstehst mich nicht.«
»Wer will schon verstehen? Daher kommen alle Mißverstandnisse der Welt. Gib mir die Flasche herüber.«
»Du trinkst soviel. Wozu willst du so viel trinken?«
»Joan«, sagte Ravic. »Es wird der Tag kommen, da du sagen wirst: zuviel! Du trinkst zuviel, wirst du sagen und glauben, daß du nur mein Bestes willst. In Wirklichkeit wirst du nur meine Ausflüge in eine Zone verhüten wollen, die du nicht kontrollieren kannst. Salute! Wir zelebrieren heute. Wir sind der Pathetik, die wie eine Wolke drohend vor dem Fenster stand, glorreich entkommen. Wir haben sie mit der Pathetik totgeschlagen. Salute!«
Er fühlte, wie sie zuckte. Sie richtete sich halb auf, stützte sich mit den Händen auf den Boden und sah ihn an. Ihre Augen waren weit geöffnet, der Bademantel war von der Schulter geglitten, das Haar war in den Nacken geworfen, und sie hatte im Dunkel etwas von einer hellen, sehr jungen Löwin. »Ich weiß«, sagte sie ruhig. »Du lachst mich aus. Ich weiß es, und ich mache mir nichts daraus. Ich fühle, daß ich lebe; ich fühle es mit allem, was ich bin, mein Atem ist anders, und mein Schlaf ist nicht mehr tot, meine Gelenke haben wieder Sinn, und meine Hände sind nicht mehr leer, und es ist mir ganz gleich, was du darüber denkst und was du darüber sagst, ich lasse mich fliegen und lasse mich laufen, und ich werfe mich hin, ohne Gedanken, und ich bin glücklich und habe weder Vorsicht noch Angst, es zu sagen, auch wenn du lachst und mich verspottest...«
Ravic schwieg eine Weile. »Ich verspotte dich nicht«, sagte er dann. »Ich verspotte mich, Joan...«
Sie lehnte sich an ihn. »Warum? Da ist etwas hinter deiner Stirn, das nicht will. Warum?«
»Da ist nichts, was nicht will. Ich bin nur langsamer als du.«
Sie schüttelte den Kopf. »Es ist nicht nur das. Es ist da etwas, das allein bleiben will. Ich fühle es. Es ist wie eine Barriere.«
»Da ist keine Barriere, da sind nur fünfzehn Jahre mehr Leben, als du hast. Nicht jedermanns Leben ist ein Haus, das ihm gehört und das er mit den Möbeln der Erinnerung immer reicher dekoriert. Mancher lebt in Hotels, in vielen Hotels. Die Jahre klappen hinter ihm zusammen wie Hoteltüren — und das einzige, was bleibt, ist ein bißchen Courage und kein Bedauern.«
Sie antwortete eine Zeitlang nicht. Er wußte nicht, ob sie ihm zugehört hatte. Er sah aus dem Fenster und spürte den tiefen Glanz des Calvados ruhig in seinen Adern. Das Klopfen der Pulse schwieg und wurde zu einer ausgebreiteten Stille, in der die Maschinengewehre der rastlos dahintickenden Zeit schwiegen. Der Mond hob sich verschwommen und rot über die Dächer, wie die Kuppel einer halb in die Wolken verschwundenen Moschee, die langsam aufstieg, während die Erde im Schneetreiben versank.
»Ich weiß«, sagte Joan, die Hände auf seinen Knien und ihr Kinn auf die Hände gestützt, »es ist töricht, wenn ich dir diese Dinge von mir von früher erzähle. Ich könnte schweigen oder könnte lügen, aber ich will es nicht.Warum soll ich dir nicht alles sagen, was in meinem Leben war, und warum soll ich mehr daraus machen? Ich will lieber weniger daraus machen, denn es ist nur noch lächerlich jetzt für mich, und ich verstehe es nicht mehr, und du sollst lachen darüber und meinetwegen auch über mich.«
Ravic sah sie an. Ihre Knie preßten die großen, weißen Blüten gegen die Zeitung, die er unter die Chrysanthemen geschoben hatte. Eine sonderbare Nacht, dachte er. Irgendwo wird jetzt geschossen, und Menschen werden gejagt und eingesperrt und gequält und gemordet, und ein Stück friedliche Welt wird zertreten, und man ist da und weiß es und ist hilflos, und in den hellen Bistros summt es von Leben, niemand kümmert sich, Menschen gehen ruhig schlafen, und ich sitze hier mit einer Frau zwischen bleichen Chrysanthemenblüten und einer Flasche Calvados, und der Schatten der Liebe steigt auf, schaudernd, fremd und traurig, einsam auch sie, vertrieben aus den sicheren Gärten der Vergangenheit, scheu und wild und rasch, als hätte sie kein Recht…
»Joan«, sagte er langsam und wollte etwas ganz anderes sagen. »Es ist schön, daß du da bist.«
Sie sah ihn an.
Er nahm ihre Hände. »Du verstehst, was das heißt? Mehr als tausend Worte...«
Sie nickte. Ihre Augen waren plötzlich voll Tränen. »Es heißt gar nichts«, sagte sie. »Ich weiß es.«
»Das ist nicht richtig«, erwiderte Ravic und wußte, daß es richtig war.
»Nein. Gar nichts. Du mußt mich lieben, Liebster, das ist alles.«
Er antwortete nicht.
»Du mußt mich lieben«, wiederholte sie. »Sonst bin ich verloren.«
Verloren ..., dachte er. Wie schnell sie das sagt! Wer wirklich verloren ist, spricht nicht mehr.
12
»Haben Sie das Bein abgenommen?« fragte Jeannot.
Sein schmales Gesicht war blutlos und weiß wie eine alte Hauswand. Die Sommersprossen stachen so dunkel daraus hervor, als gehörten sie nicht dazu und wären mit Farbe übergesprenkelt. Der Beinstumpf lag unter einem Drahtkorb, über den die Decke gebreitet war.
»Hast du Schmerzen?« fragte Ravic.
»Ja. Im Fuß. Der Fuß tut sehr weh. Ich habe die Schwester gefragt. Der alte Drache will es mir nicht sagen.«
»Dein Bein ist amputiert«, sagte Ravic.
»Über dem Knie oder unter dem Knie?«
»Zehn Zentimeter darüber. Das Knie war zerschmettert und nicht zu retten.«
»Gut«, sagte Jeannot. »Das gibt ungefähr zehn Prozent mehr bei der Versicherung. Sehr gut. Ein künstliches Bein ist ein künstliches Bein, über oder unter dem Knie. Aber fünfzehn Prozent mehr sind etwas, was man jeden Monat in die Tasche stecken kann.« Er zögerte einen Augenblick. »Besser, Sie sagen es meiner Mutter vorläufig nicht. Sehen kann sie es ja nicht mit diesem Papageienkäfig über dem Stumpf da.«
»Wir werden ihr nichts sagen, Jeannot.«
»Die Versicherung muß eine Rente fürs Leben zahlen. Das stimmt doch, nicht wahr?«
»Ich glaube.«
Das käsige Gesicht verzog sich zu einer Grimasse. »Die werden staunen. Ich bin dreizehn Jahre alt. Die werden lange zahlen müssen. Wissen Sie schon, welche Versicherung es ist?«
»Noch nicht. Aber wir haben die Nummer des Autos. Du hast sie dir ja gemerkt. Die Polizei war schon hier. Sie will dich vernehmen. Du schliefst noch heute morgen. Sie will heute abend wiederkommen.«
Jeannot dachte nach. »Zeugen«, sagte er dann. »Es ist wichtig, daß wir Zeugen haben. Haben wir welche?«
»Ich glaube, deine Mutter hat zwei Adressen. Sie hatte die Zettel in der Hand.«
Der Junge wurde unruhig. »Sie wird sie verlieren. Wenn sie sie nur nicht schon verloren hat. Sie wissen, wie alte Leute sind. Wo ist sie jetzt?«
»Deine Mutter hat die Nacht über bis heute mittag an deinem Bett gesessen. Dann haben wir sie wegschicken können. Sie wird bald wiederkommen.«
»Hoffentlich hat sie sie noch. Die Polizei...« Er machte eine schwache Geste mit der abgezehrten Hand. »Gauner«, murmelte er. »Alles Gauner. Stecken mit den Versicherungen zusammen. Aber wenn man gute Zeugen hat... wann kommt sie zurück?«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Arc de Triomphe»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Arc de Triomphe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Arc de Triomphe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.