Ной Гордон - Der Medicus von Saragossa
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- Название:Der Medicus von Saragossa
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Dantes
(übers. v. Karl Vossler, Piper Verlag GmbH, München 1969) erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlages.
Die Stadt Saragossa findet sich auf der Landkarte im Vorsatz unter ihrem lateinischen Namen Cesaraugusta.
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Er schob den Gedanken beiseite, wie er es mit jeder verstörenden Erinnerung an seine jüdische Vergangenheit tat.
Es war gewiß klug von Helkias gewesen, einen Fünfzehnjährigen allein mit der Lieferung des Reliquiars zu betrauen, das erkannte Bernardo jetzt. Eine bewaffnete Wache hätte allerlei Gesindel auf den Plan gerufen, das sofort geahnt hätte, daß hier etwas Kostbares unterwegs war. Dagegen hatte ein Junge, der ein unauffälliges Bündel durch die Nacht trug, gewiß bessere Aussichten, ans Ziel zu kommen.
Eine trügerische Hoffnung, wie sich gezeigt hatte.
Espina stieg ab und führte das Pferd auf den Pfad, der zum Fluß hinabführte. Knapp unterhalb der Kante stand eine Steinhütte, die vor langer Zeit von den Römern erbaut worden war; von dort hatte man Verurteilte in den Tod gestürzt. Tief unter ihm schlängelte sich der Fluß in unschuldiger Schönheit zwischen dem Hochufer und einem Granithügel am anderen Ufer dahin. Jünglinge, die in Toledo aufwuchsen, mieden nachts diesen Ort, denn es ging das Gerücht, daß man hier noch immer das Wehklagen der Toten hören konnte.
Er geleitete sein Pferd den Pfad hinunter, bis aus dem steilen Abhang eine sanftere Böschung wurde, bog dann ab und folgte einem Weg, der ihn bis an den Wasserrand führte. Die Alcantara-Brücke war nicht für ihn passierbar, selbst Meir ben Helkias hatte sie wohl kaum benutzt. Nach einer kurzen Strecke flußabwärts kam Bernardo zu der Furt, auf der auch der Junge vermutlich den Fluß überquert hatte, und dort bestieg er wieder sein Pferd.
Am anderen Ufer mündete ein kleiner Weg, der zur Abtei zur Himmelfahrt Mariä führte. Nur einen Steinwurf entfernt lag fettes und fruchtbares Ackerland, aber hier war die Erde dürftig und trocken, gerade gut genug, um ein paar Tiere darauf mehr schlecht als recht grasen zu lassen. Kurz darauf hörte Espina denn auch das Blöken von Schafen und traf auf eine große Herde, die das kurze Gras abweidete, nur von einem alten Mann bewacht. Espina kannte ihn; er hieß Diego Diaz. Der Schäfer besaß eine weitverzweigte Familie, die fast so groß war wie seine Herde, und Espina hatte schon eine ganze Reihe seiner Verwandten in seiner kleinen Krankenstation behandelt.
»Einen guten Nachmittag, Senor Bernardo.«
»Einen guten Nachmittag, Senor Diaz«, sagte Espina und stieg ab. Er ließ das Pferd mit den Schafen grasen, plauderte ein wenig mit dem Schäfer und fragte dann: »Diego, kennt Ihr einen Jungen namens Meir, den Sohn von Helkias dem Juden?«
»Meint Ihr den Neffen von Aaron Toledano dem Käser, Senor?«
»Ja. Wann habt Ihr ihn das letzte Mal gesehen?«
»Gestern am frühen Abend. Er war unterwegs, um Käse für seinen Onkel auszuliefern, und für nur einen Sueldo hat er mir einen Ziegenkäse verkauft, den ich heute morgen zum Frühstück verzehrt habe. Das war ein Käse, davon hätte er mir zwei geben können.« Er sah Espina an. »Warum sucht Ihr ihn? Hat er etwas ausgefressen, der Kleine?«
»Nein. Ganz und gar nicht.«
»Das dachte ich mir schon, der ist nämlich kein schlechter Junge, dieser Meir.«
»Waren gestern abend auch andere hier in der Gegend unterwegs?« fragte Espina, und der Schäfer sagte ihm, kurz nachdem der Junge weggegangen war, seien zwei Bewaffnete vorbeigekommen, die ihn beinahe niedergeritten hätten. Er habe sie freilich nicht angesprochen, und auch sie hätten ihn keines Wortes gewürdigt.
»Zwei, sagt Ihr?« Bernardo wußte, daß er sich auf die Angaben des alten Mannes verlassen konnte. Der Schäfer hatte die beiden Männer sicher sehr genau beobachtet, konnte er doch froh sein, daß zwei bewaffnete nächtliche Reiter an ihm vorbeizogen, ohne anzuhalten und ihm ein oder zwei Lämmer abzunehmen.
»Zwei Reiter wohl, aber zusammen paßten sie irgendwie nicht. Der eine war bucklig, als trüge er einen Stein auf dem Rücken, den zwei Männer kaum stemmen könnten.« Diego grunzte und lief davon, um seinen Hund vier Schafen nachzuschicken, die sich von der Herde entfernten.
Bernardo nahm seine Stute am Zügel und stieg auf. »Seid mit Christus, Senor Diaz.«
Der alte Mann warf ihm einen schelmischen Blick zu. »Christus sei mit Euch, Senor Espina«, sagte er.
Ein kurzes Stück hinter den mühsam weidenden Schafen wurde die Erde fetter und fruchtbarer. Bernardo ritt durch Weingärten und einige Felder. In dem Feld neben dem Olivenhain der Abtei hielt er an, stieg ab und band die Zügel des Pferdes an einen Busch.
Das Gras war von Hufen platt gedrückt und zertrampelt. Das schien tatsächlich zu den zwei Pferden zu passen, die der Schäfer gesehen hatte.
Irgend jemand hatte von dem Auftrag des Silberschmieds erfahren und vermutlich, als Helkias kurz vor dem Abschluß der Arbeit stand, sein Haus beobachten lassen, um die Lieferung abzupassen.
An genau dieser Stelle war Meir seinen Mördern begegnet.
Die Schreie des Jungen hatte niemand gehört. Der von der Abtei gepachtete Olivenhain lag in freiem, unbewohntem Gelände, einen strammen Fußmarsch vom Kloster entfernt.
Blut. Hier hatte der Junge den Stich in die Seite erhalten, vermutlich von einer ihrer Lanzen.
Über dieses platt getrampelte Stück Gras, das Bernardo jetzt langsam abging, hatten die Reiter Meir ben Helkias vor ihren Pferden hergetrieben wie einen gejagten Fuchs und ihm dabei die Wunden an seinem Rücken beigebracht.
Hier hatten sie ihm den Lederbeutel samt Inhalt abgenommen. Gleich daneben lagen, von Ameisen bedeckt, zwei helle Käse der Art, wie Diego sie beschrieben hatte - der Vorwand des Jungen für seinen nächtlichen Botengang. Ein Käse war noch ganz, der zweite war zerdrückt, wie von einem großen Huf.
Und hier hatten sie ihn vom Pfad in den Olivenhain gejagt, der ihnen zusätzlichen Schutz bot. Hier war er geschändet worden, von einem oder von beiden.
Schließlich hatte man ihm die Kehle durchgeschnitten.
Bernardo wurde schwindelig. Plötzlich fühlte er sich sehr schwach.
Er war noch nicht so weit weg von seiner jüdischen Knabenzeit, um sich nicht mehr an die Angst zu erinnern, an die Furcht vor bewaffneten Fremden, an das Wissen um die Greuel, weil in all den Jahren so viel Böses passiert war. Und er war auch noch nicht so weit weg von seinem jüdischen Leben als Erwachsener, um diese Dinge nicht noch immer zu empfinden.
Einen Augenblick lang war er in seiner Vorstellung dieser Junge. Er hörte sie. Roch sie. Spürte die ungeheuren, bedrohlichen Gestalten der Nacht, die riesigen Pferde, die immer näher kamen, ihn niederritten.
Das grausame Stechen scharfer Klingen. Die Schändung.
Mit einemmal wieder Arzt, wankte Bernardo blindlings auf seine Stute zu. Die Sonne war am Sinken, und er mußte weg von hier. Vielleicht würde es ihm ja erspart bleiben, die Seele Meir ben Helkias' schreien zu hören, aber er hatte trotzdem wenig Lust, sich an diesem Ort aufzuhalten, wenn die nächste Dunkelheit hereinbrach.
4. KAPITEL
DAS VERHÖR
Es war so, wie Espina bereits vermutet hatte: Über den Mord an dem jüdischen Jungen und den Raub des Ziboriums fand er nur sehr wenig heraus. Fast alles, was er wußte, hatte er bei seiner Untersuchung der Leiche, der Unterhaltung mit dem Schäfer und der Besichtigung des Tatorts erfahren. Die einzig sichere Erkenntnis nach einer Woche ergebnislosen Herumfragens in der Stadt war, daß er seine Patienten vernachlässigt hatte, und so stürzte er sich wieder in seinen sicheren und tröstenden ärztlichen Arbeitsalltag.
Neun Tage nachdem er in die Abtei zur Himmelfahrt Maria gerufen worden war, beschloß er, am Nachmittag Padre Sebastian zu besuchen. Er wollte dem Priester das wenige berichten, das er hatte in Erfahrung bringen können, und damit seine Tätigkeit in dieser Angelegenheit abschließen.
Sein letzter Patient an diesem Tag war ein alter Mann, der Atemprobleme hatte, obwohl die Luft zur Abwechslung einmal kühl und frisch war, ein ungewöhnlich linder Tag in dieser Zeit der Hitze. Der magere Körper, der vor dem Arzt stand, war ausgezehrt und kraftlos, und es war offensichtlich, daß den Mann mehr plagte als nur das Wetter. Die Haut über dem Brustkorb war wie Leder, die Brust selbst war schleimgefüllt und verstopft. Als Espina das Ohr daran legte, hörte er ein abgehacktes Rasseln. Er war sich ziemlich sicher, daß die Tage des Mannes gezählt waren, das Sterben aber noch einige Zeit dauern würde, und er suchte eben in seinem Arzneibuch nach einem Trank, der dem Alten die letzte Zeit erträglich machen würde, als zwei nachlässig bewaffnete Männer so selbstsicher sein Behandlungszimmer betraten, als wären sie die neuen Besitzer.
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