Alexandre Dumas der Ältere - Kleine Romane und Novellen
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– Allah möge Dir eben so viel glückselige Jahre verleihen, als sich Tropfen Wasser in dieser Schale befanden.
– Du bist ein gutes Geschöpf, murmelte Bruno, sorge jetzt nur für Deine Genesung, und wenn Du geheilt bist, so kannst Du nach Afrika zurückkehren.
Der Knabe genas und blieb in Sizilien, denn er hatte eine heftige Freundschaft zu Bruno gefasst, dass er ihn nie mehr verlassen wollte. Seitdem war er beständig bei ihm geblieben, er begleitete ihn auf seinen Jagden in den Gebirgen, half ihm seine Barke auf dem Meere steuern, und war bereit, sich auf einen Wink des Mannes töten zu lassen, den er seinen Vater nannte.
Am Tage zuvor hatte er ihn nach der Villa des Fürsten von Carini begleitet; er erwartete ihn unter den Fenstern während seiner Unterredung mit Gemma, und er war es, der diesen zweimaligen Alarmruf ausgestoßen hatte, das erste Mal, als der Fürst an dem Gittertor geläutet, und das zweite Mal, als er in das Schloss eingetreten war. Er stand im Begriffe, selbst in das Zimmer hinaufzugehen, um Bruno Hilfe zu leisten, wenn es nötig wäre, als er diesen aus dem Fenster springen sah. Er folgte ihm auf seiner Flucht. Beide gelangten an das Ufer, warfen sich in ihre Barke, welche sie erwartete, und da sie in der Nacht nicht das hohe Meer erreichen konnten, ohne Argwohn zu erwecken, so begnügten sie sich, sich unter die Fischerbalken zu mischen, welche den Anbruch des Tages erwarteten, um den Hafen zu verlassen.
Während dieser Nacht erwies Ali nun auch Pascal alle die Pflege, welche er in einem ähnlichen Zustande von ihm erhalten hatte, denn der Fürst von Carini hatte richtig gezielt, und die Kugel, welche er vergebens in seiner Tapete suchte, hatte die Schulter Brunos fast durchbohrt, so dass Ali mit seinen Yatagan nur einen leichten Einschnitt zu machen brauchte, um sie an der entgegengesetzten Seite von der, durch welche sie eingedrungen war, wieder heraus zu ziehen. Alles das hatte sich zugetragen, ohne dass Bruno sich kaum darein mischte und nur daran zu denken schien, und das einzige Zeichen von Aufmerksamkeit, welches er seiner Wunde widmete, war, wie wir bemerkt, sie von Zeit zu Zeit mit Seewasser anzufeuchten, während der Knabe tat, als ob er seine Netze ausbessere.
– Vater, sagte Ali plötzlich, indem er sich in dieser scheinbaren Beschäftigung unterbrach, sieh doch nach der Seile des Landes!
– Was gibt es?
– Ein Haufen von Leuten.
– Wo das?
– Dort, auf dem Wege nach der Kirche.
In der Tat, eine ziemlich zahlreiche Gesellschaft ging den sich windenden Weg hinauf, auf welchen man auf den heiligen Berg gelangte. Bruno erkannte, dass es das Gefolge einer Hochzeit wäre, die sich nach der Kapelle der heiligen Rosalia begab.
– Steuere nach dem Lande und rudere herzhaft, rief er aus, indem er sich völlig aufrichtete.
Der Knabe gehorchte, ergriff mit jeder Hand ein Ruder, und las kleine Boot schien über die Oberfläche des Meeres dahinzufliegen.
In dem Maße, als es sich dem Ufer näherte, nahmen Brunos Züge einen immer schrecklicheren Ausdruck an; endlich, als sie nur noch ungefähr eine halbe Meile entfernt waren, rief er mit dem Ausdrucke kaum zu schildernder Verzweiflung aus:
– Das ist Theresa! Sie haben die Verheiratung beschleunigt, sie haben den Sonntag nicht abwarten wollen, sie haben sich gefürchtet, dass ich sie bis dahin entführen möchte! . . . Gott ist mein Zeuge, dass ich Alles getan habe, was ich vermocht, damit alles ein gutes Ende nähme. . . Sie sind es, die es nicht gewollt, wehe ihnen! Bei diesen Worten spannte Bruno mit Alis Hilfe das Segel der kleinen Barke auf, welche, indem sie sich um den Berg Pellegrino wandte, nach Verlauf von zwei Stunden hinter dem Vorgebirge Gallo verschwand.
IV
Pascal hatte sich nicht geirrt. Aus Furcht vor irgend einem Unternehmen von Seiten Brunos hatte die Gräfin die Verheiratung um drei Tage beschleunigt, ohne Theresa etwas von der Zusammenkunft zu sagen, welche sie mit ihrem Geliebten gehabt hatte, und aus besonderer Frömmigkeit hatten die bellen Gatten für die Feier der Hochzeit die Kapelle der heiligen Rosalie, der Schutzpatronin von Palermo, gewählt.
Das ist wieder einer der charakteristischen Züge von Palermo, einer ganz der Liebe gehörenden Stadt, sich unter den Schutz einer jungen und hübschen Heiligen gestellt zu haben. Die heilige Rosalie ist daher auch für Palermo das, was der heilige Januarius für Neapel ist, die allmächtige Spenderin der Wohltaten des Himmels, aber sie ist mehr als der heilige Januarius, sie ist von französischem und königlichem Geschlecht und sie stammt in gerader Linie von Karl dem Großen 1 1 Wir haben nicht nötig, unsere Leser daran zu erinnern, dass wir hier seine geschichtliche Vorlesung halten, sondern dass wir nur eine Sage wiedererzählen. Wir wissen recht gut, dass Karl der Große von deutscher und nicht von französischer Abstammung war.
ab, wie es ihr über der äußern Tür der Kapelle gemalter Stammbaum beweist, ein Baum, dessen Stamm aus der Brust von Wittekinds Besieger emporsproßt, und nachdem er sich in verschiedene Zweige geteilt, diese auf dem Gipfel wieder vereinigt, um den Fürsten Sinebaldo, dm Vater der heiligen Rosalie, entstehen zu lassen. Aber aller Adel ihres Geschlechtes, aller Reichtum ihres Hauses, alle Schönheit ihrer Person vermochten nichts über die junge Prinzessin. Sie verließ im Alter von achtzehn Jahren den Hof Rüdigers, und zu dem beschauenden Leben fortgerissen, verschwand sie plötzlich, ohne dass man wusste, was aus ihr geworden wäre, und erst nach ihrem Tode fand man sie schön und frisch, als ob sie noch lebte, in der Grotte wieder, die sie bewohnt hatte, und in derselben Stellung, in welcher sie in dem keuschen und unschuldigen Schlummer der Auserkorenen entschlafen war.
Diese Grotte war an der Seite des vor alten Zeiten Evita genannten Berges ausgehöhlt, der in dem Laufe der punischen Kriege durch die uneinnehmbaren Stellungen so berühmt war, welche er den Carthaginensern lieferte;, aber heut zu Tage hat der profane Berg den Namen gewechselt. Sein unfruchtbares Haupt hat die Taufe des Glaubens erhalten und man nennt ihn den Berg Pellegrino, ein Wort, das in seiner doppelten Bedeutung gleicher Weise der kostbare Hügel oder der Berg des Pilgers sagen will. Im Jahre 1624 verheerte Palermo eine Pest; die heilige Rosalie wurde angerufen. Man holte den wunderthuenden Leib aus der Grotte, brachte ihn mit großem Prunke in die Kathedrale von Palermo, und kaum hatten die heiligen Gebeine die Schwelle des halbchristlichen, halbarbarischen, von dem Erzbischof Gauthier erbauten Monumentes berührt, als auf die Bitte der Heiligen, Jesus Christus nicht allein die Pest, sondern auch noch den Krieg und die Hungersnot aus der Stadt verjagte, wie es das von Cannova errichtete Basrelief der Villa-Reale beweist. Damals verwandelten die dankbaren Bewohner von Palermo die Grotte der heiligen Rosalie in eine Kirche, stellten den herrlichen Weg her, der zu ihr führt und dessen Bau in jene Zeiten zurückzugehen scheint, in denen eine römische Kolonie eine Brücke oder eine Wasserleitung, gleich der Granitunterschrift der Mutterstadt, von einem Berge zu dem andern schlug. Endlich wurde die Leiche der Heiligen durch eine liebliche, mit Rosen bekränzte und in der Stellung, in welcher die Heilige entschlafen, an dem Orte selbst, an welchem sie wiedergefunden worden, liegende Marmorstatue ersetzt, und das Meisterstück des Künstlers wurde noch durch ein königliches Geschenk bereichert. Karl III. von Bourbon schenkte ihr ein fünfundzwanzig Tausend Livres geschätztes Kleid von Goldstoff ein Halsband von Diamanten und kostbare Ringe, und da er die ritterlichen Ehren mit den weltlichen Reichtümern vereinigen wollte, so erlangte er für sie das Großkreuz von Malta, das an einer goldenen Kette hängt, und den Orden der Maria Theresia, der in einem mit Lorbeeren umgebenen Stern mit dem Wahlspruch besteht: F o r t i t u d i n i.
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