Alexandre Dumas der Ältere - Kleine Romane und Novellen

Здесь есть возможность читать онлайн «Alexandre Dumas der Ältere - Kleine Romane und Novellen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Kleine Romane und Novellen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Kleine Romane und Novellen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Kleine Romane und Novellen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Kleine Romane und Novellen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Ohne Zweifel war Gemma durch diese Musterung nicht beruhigt, denn der Fremde sah sie den Arm nach der Seite des Tisches ausstrecken, und da er erriet, dass sie die silberne Schelle suchte, welche dort stand, sagte er zu ihr, indem er seiner Stimme jenen unendlichen Ausdruck von Sanftmut gab, für welche die sizilianische Sprache so günstig ist:

– Haben Sie mich nicht verstanden, gnädige Frau? Ich will Ihnen durchaus kein Leid zufügen, vielmehr, wenn Sie mir die Bitte bewilligen, welche ich an Sie richten will, will ich Sie wie eine Madonna anbeten; Sie sind ja so schön wie die Mutter Gottes, seien Sie auch eben so gut, als sie.

– Aber was wollen Sie denn nur von mir? sagte Gemma mit noch zitternder Stimme, und wie können Sie so zu dieser Stunde bei mir eintreten?

– Wenn ich Sie, edle, reiche und von einem Manne geliebte Dame, der fast ein König ist, um eine Unteredung gebeten hätte, ist es wahrscheinlich, dass Sie mir, dem Armen und Unbekannten, dieselbe bewilligt hätten, gnädige Frau? Wenn Sie außerdem diese Güte gehabt hätten, so konnten Sie zögern, mir zu antworten, und ich hatte nicht die Zeit zu warten.

– Was vermag ich denn für Sie? sagte Gemma, indem sie sich immer mehr beruhigte.

– Alles, gnädige Frau, denn Sie haben meine Verzweiflung oder mein Glück, meinen Tod oder mein Leben in Ihren Händen.

– Ich verstehe Sie nicht, erklären Sie sich.

– Sie haben ein junges Mädchen von Bauso in Ihren Diensten,

– Theresa? .

– Ja, Theresa, fuhr der junge Mann mit bebender Stimme fort; nun aber steht dieses junge Mädchen im Begriffe, sich mit einem Kammerdiener des Fürsten Carini zu verheiraten, und dieses junge Mädchen ist meine Verlobte.

– Ah! Sie sind es? . . .

– Ja. ich bin es, den sie in dem Augenblicke zu heiraten im Begriffe stand, als sie den Brief erhielt, welcher sie zu Ihnen berief. Sie versprach mir treu zu bleiben, mit Ihnen für mich zu sprechen, und, wenn Sie ihre Bitte ausschlügen, wieder zu mir zu kommen; ich wartete daher; aber drei Jahre, sind verflossen, ohne dass ich sie wiedersah, und da sie nicht zurückkehrte, so bin ich Hierher gekommen. Bei meiner Ankunft habe ich Alles erfahren, ich habe nun gedacht, mich Ihnen zu Füßen zu werfen, und Sie um Theresa zu bitten.

– Theresa ist ein Mädchen, das ich liebe, und von der ich mich nicht trennen will. Gaëtano ist der Kammerdiener des Fürsten, und indem sie ihn heiratet, wird sie bei mir bleiben.

– Wenn das eine Bedingung ist, so werde ich bei dem Fürsten in Dienst treten, sagte der junge Mann, indem er sich einen sichtlichen Zwang antat.

– Theresa hatte mir gesagt, dass Sie nicht dienen wollten.

– Das ist wahr! wenn es indessen sein muss, so werde ich dieses Opfer bringen; nur, wenn es möglich wäre, würde ich es vorziehen, auf seinen Gütern eine Stelle zu erhalten, als in seine Dienerschaft einzutreten.

– Es ist gut, ich werde mit dem Fürsten darüber sprechen, und wenn er einwilligt. . ..

– Der Fürst will Alles, was Sie wollen, gnädige Frau; Sie bitten nicht, Sie befehlen, ich weiß es.

– Aber wer wird mir Bürgschaft für sie leisten?

– Meine ewige Dankbarkeit, gnädige Frau.

– Dabei muss ich noch wissen, wer Sie sind.

– Ich bin ein Mann, dessen Unglück oder Glückseligkeit Sie machen können, das ist Alles.

– Der Fürst wird Ihren Namen von mir verlangen.

– Was kümmert ihn mein Name? kennt er ihn? Ist der Name eines Landmannes von Bauso jemals bis zu dem Fürsten gelangt?

– Aber ich, ich bin aus derselben Gegend, als Sie, mein Vater war Graf von Castelnuovo, und bewohnte eine kleine Feste, eine Viertelstunde weit von dem Dorfe.

– Ich weiß es, gnädige Frau, antwortete der junge Mann mit dumpfer Stimme.

– Nun denn? ich muss Ihren Namen kennen, so sagen Sie mir ihn denn, und ich werde sehen, was ich zu tun habe.

– Glauben Sie mir, Frau Gräfin, es ist besser, dass Sie ihn nicht kennen; was liegt an meinem Namen? Ich bin ein rechtschaffener Mann, ich werde Theresa glücklich machen, und wenn es sein muss, mich für den Fürsten und für Sie töten lassen.

– Ihr Eigensinn ist seltsam, und ich halte um so mehr darauf Ihren Namen zu wissen, als ich ihn bereits von Theresa verlangt, und diese, wie Sie, sich geweigert hat, ihn mir zu nennen. Ich sage Ihnen indessen im Voraus, dass ich nur unter dieser Bedingung etwas tun werde.

– Sie wollen es, gnädige Frau?

– Ich verlange es.

– Nun denn! zum letzten Mal, ich bitte Sie inständigst . . .

– Entweder Sie nennen Ihren Namen, oder Sie entfernen sich! sagte Gemma mit einer gebieterischen Gebärde.

– Ich heiße Pascal Bruno, antwortete der junge Mann mit so ruhiger Stimme, dass man hätte glauben können, alle Gemütsbewegung sei plötzlich verschwunden, wenn sein bleiches Ansehen nicht verraten hätte, was er in seinem Innern litt.

– Pascal Bruno! rief Gemma ihren Sessel zurück schiebend aus, Pascal Bruno! wären Sie etwa der Sohn Antonio Brunos, dessen Kopf in dem eisernen Käfige an dem Schloss von Bauso ist?

– Ich bin sein Sohn.

– Wohl an! wissen Sie, warum der Kopf Ihres Vaters dort ist, sagen Sie? Pascal schwieg.

– Nun denn, fuhr Gemma fort, weil Ihr Vater den meinigen hat ermorden wollen.

– Ich weiß das Alles, gnädige Frau, ich weiß ferner, dass, wenn man sie als Kind in dem Dorf spazieren führte, Ihre Kammerfrauen und Ihre Bedienten Ihnen diesen Kopf zeigten, indem sie zu Ihnen sagten, dass es der meines Vaters wäre, der den Ihrigen hätte ermorden wollen; aber was man Ihnen nicht sagte, gnädige Frau, das ist, dass Ihr Vater den meinigen entehrt hatte.

– Sie lügen.

– Gott soll mich strafen, wenn ich nicht die Wahrheit sage, gnädige Frau; meine Mutter war schön und sittsam, der Graf liebte sie, und meine Mutter widerstand allen Anträgen, allen Versprechungen, allen Drohungen, aber, als mein Vater eines Tages nach Taormino gegangen war, hat er sie von vier Mann entführen, in ein kleines, ihm angehörendes Haus zwischen Limero und Furnari bringen lassen, das jetzt ein Wirtshaus ist . . . Und dort! . . . dort, gnädige Frau, schändete er sie!

– Der Graf war Herr und Gebieter des Dorfes von Bauso; seine Bewohner gehörten ihm mit Leib und Gut an und er erwies Ihrer Mutter viel Ehre, dass er sie liebte!. . .

– Wie es scheint, dachte mein Vater nicht so, sagte Pascal, indem er die Stirn runzelte, und das ohne Zweifel, weil er in Stillea, auf dem Gebiete des Fürsten von Moncada-Paterno geboren war, was die Veranlassung war, dass er den Grafen traf. Die Wunde war nicht tödlich, um so besser, ich habe es lange bedauert, aber heute wünsche ich mir zu meiner Schande Glück dazu.

– Wenn ich mich recht erinnere, so ward Ihr Vater nicht allein als Mörder hingerichtet, sondern Ihre Oheime sind auch noch auf der Galeere?

– Sie hatten dem Mörder ein Obdach gewährt, sie hatten ihn verteidigt, als die Sbirren gekommen waren, um ihn zu verhaften; sie wurden als Mitschuldige angesehen, und, mein Oheim Placido nach Favignana, mein Oheim Pietro nach Livari und mein Oheim Pepe nach Vulcana gesandt. Was mich anbetrifft, so war ich zu jung, und obgleich man mich mit ihnen verhaftet hatte, so gab man mich doch meiner Mutter zurück.

– Und was ist aus Ihrer Mutter geworden?

– Sie ist gestorben.

– Wo das?

– In dem Gebirge, zwischen Pizzo de Goto und Risi.

– Warum hatte sie Bauso verlassen?

– Damit wir nicht jedes Mal, wenn wir vor dem Schloss vorübergingen, sie, den Kopf ihres Gatten, ich nicht den Kopf meines Vaters sähe. Ja, sie ist dort ohne Arzt, ohne Priester gestorben, sie ist in ungeweihter Erde begraben worden, und ich bin ihr einziger Totengräber gewesen. . . da, gnädige Frau, Sie werden mir hoffentlich verzeihen, habe ich auf der frisch umgegrabenen Erde geschworen, meine ganze Familie, die ich allein überlebte, denn ich rechne meine Oheime nicht mehr als dieser Welt angehörig, an Ihnen zu rächen, die Sie allein von der Familie des Grafen übrig sind. Aber, dem ist einmal nun so, ich wurde in Theresa verliebt; ich verließ meine Berge, um das Grab nicht mehr zu sehen, dem ich meineidig zu werden begann, ich ging in die Ebene hinab, ich näherte mich Bauso, und ich »hat noch mehr; als ich erfuhr, dass Theresa das Dorf verließe, um in Ihren Dienst zu treten, dachte ich daran, in den des Grafen zu treten. Ich bebte lange vor diesem Gedanken zurück, endlich gewöhnte ich mich daran. Ich gewann es über mich, Sie zu sehen; ich habe Sie gesehen, und hier bin ich ohne Waffen und als Bittender Ihnen gegenüber, gnädige Frau, vor der ich nur als Feind erscheinen durfte.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Kleine Romane und Novellen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Kleine Romane und Novellen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Alexandre Dumas der Ältere - Der Graf von Monte Christo
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Pechvogel
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Graf von Moret
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Geflügelschütze
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Otto der Schütz
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Tausend und Ein Gespenst
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Seeabenteuer und Schiffsbrüche
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Die Fünf und Vierzig
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Die Cabane und die Sennhütte
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Wolfsführer
Alexandre Dumas der Ältere
Alexandre Dumas der Ältere - Der Secretair der Marquise Du-Deffand
Alexandre Dumas der Ältere
Отзывы о книге «Kleine Romane und Novellen»

Обсуждение, отзывы о книге «Kleine Romane und Novellen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x