Wilkie Collins - Die Blinde

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Was uns jetzt zunächst oblag, war natürlich zum Arzt zu schicken und uns Leute zu verschaffen, die uns behilflich sein könnten, Oscar die Treppe hinan in sein Bett zu tragen. Gootheridge erklärte sich bereit, sich ein Pferd zu verschaffen und den Doktor zu holen. Wir verabredeten, daß er mir seine Frau und deren Bruder, um mir beim Hinauftragen Oscar’s zu helfen, schicken solle. Nachdem wir diese Verabredung getroffen hatten, blieb uns nur noch das eine zu thun, uns von der lästigen Gegenwart des Ehrwürdigen Finch zu befreien. Jetzt wo die Anwesenheit verdächtiger Individuen im Hause nicht mehr zu fürchten war, ertönte die gewaltige Stimme des kleinen Mannes wieder ununterbrochen, wie eine in der Nachbarschaft arbeitende Dampfmaschine. Ich hatte wieder eine Eingebung. Auf dem Boden sitzend und Oscar’s Kopf in meinem Schoße haltend, gab ich meinem ehrwürdigen Begleiter etwas zu thun. »Sehen Sie sich doch einmal im Zimmer um,« sagte ich, »ob die Kiste mit den Gold und Silberplatten hier ist?«

»Fassen Sie sich, Madame Pratolungo,« sagte er, »keine nervöse aufgeregte Vielgeschäftigkeit, wenn ich bitten darf; ich habe mich der Sache angenommen und es versteht sich von selbst, daß ich auch nach der Kiste sehen werde.«

»Gewiß!« stimmte ich bei. »Ich zweier auch nicht, daß die Kiste fort sein wird!«

Diese Erwidernng veranlaßte ihn, sofort geschäftig im Zimmer hin und her zu laufen. Von der Kiste war keine Spur zu finden! Damit war mir jeder Zweifel benommen; die beiden Spitzbuben, die wir damals an die Mauer gelehnt gefunden, hatten meine schlimmsten Befürchtungen in entsetzlicher Weise gerecht fertigt.

Als Frau Gootheridge und ihr Bruder eintrafen, trugen wir Oscar auf sein Zimmer; wir legten ihn aufs Bett, nachdem wir ihm seine Cravatte abgenommen und das Fenster geöffnet hatten, so daß die frische Luft ungehindert über ihn wegstreichen konnte. Er gab noch kein Zeichen des wiederkehrenden Bewußtseins von sich, aber sein Puls fuhr fort, wenn auch schwach zu schlagen.

Sein Zustand schien sich nicht zu verschlimmern. Auf die Ankunft des Arztes durften wir vor Ablauf einer Stunde nicht hoffen; ich fand es daher nothwendig, sofort nach dem Pfarrhause zurückzukehren und Lucilla mit aller nöthigen Vorsicht die traurige Wahrheit mitzutheilen, denn es stand zu befürchten, daß sie sonst, nachdem sich die Nachricht im Dorfe verbreitet haben würde, die Sache aus die denkbar ungeeignetste Weise durch einen der Dienstboten erfahren möchte. Zu meiner größten Genugthuung bat mich Herr Finch, als ich mich erhob um fortzugehen, zu entschuldigen, wenn er mich nicht begleite. Es war ihm aufgegangen, daß ihm als Pfarrer die Pflicht obliege, den Behörden sofort von dem in Browndown begangenen Verbrechen Anzeige zu machen. Er ging zu dem nächstwohnenden Friedensrichter und ich kehrte nach dem Pfarrhause zurück und ließ Oscar unter der Obhut von Frau Gootheridge und ihrem Bruder. Herrn Finch’s letzte Worte beim Abschiede erinnerten mich noch einmal daran, daß wir unter den obwaltenden traurigen Umständen wenigstens für Eines dankbar sein mußten.

»Ein wahres Glück, Madame Pratolungo, daß ich zu Hause war; was hätten Sie wohl ohne mich angefangen!«

Fünfzehntes Kapitel.

Ereignisse am Krankenbette

Ich bin, wie man sich gütigst erinnern wolle, meinem ganzen Wesen nach Französin und daher immer bestrebt mir soviel wie möglich trübe Eindrücke fern zu halten. Aus diesem Grunde kann ich mich wirklich nicht entschließen, zu schildern, was zwischen meiner blinden Lucilla und mir vorging, als ich unser hübsches Wohnzimmer betrat. Es rührte mich damals zu Thränen und es würde mich und vielleicht auch den Leser wieder zu Thränen rühren, wenn ich berichten wollte, was das zarte junge Wesen litt, als ich ihr die traurige Nachricht mittheilte. Ich will es nicht in Abrede stellen; ich habe eine unüberwindliche Abneigung gegen Thränen Sie greifen die Nase an und meine Nase ist das Beste an meinem Gesichte. Laßt uns, meine schönen Freundinnen unsere Augen dazu gebrauchen, Eroberungen zu machen, nicht aber zum Weinen.

Es genüge, daß, als ich nach Browndown zurückkehrte, Lucilla mich begleitete. Es war das erste Mal, daß ich an Lucilla eine Regung von Eifersucht auf uns Glückliche, die wir sehen konnten, beobachtete. Kaum hatte sie Oscars Zimmer betreten, als sie darauf bestand, sich so nahe an das Bett zu setzen, daß sie uns, während wir den Verwundeten pflegten, hören oder berühren könnte. Sie setzte sich auch sofort an den bis jetzt von Frau Gootheridge eingenommenen Platz und fing an Oscars Gesicht und Stirn mit kaltem Wasser zu besprengen. Sie war selbst auf mich eifersüchtig, als sie entdeckte, daß ich die Umschlägel auf der Wunde anfeuchtete. Ich reizte sie dadurch, das Antlitz des armen bewußtlos daliegenden Kranken ohne Rücksicht auf unsere Gegenwart zu küssen; die Wirthin aus der »Guten Hand « war eine Frau nach meinem Sinn; sie wußte allen Dingen eine heitere Seite abzugewinnen. »Sie ist in ihn verliebt, nicht wahr?« flüsterte sie mir zu, da dürfen wir uns wohl auf eine Hochzeit in Dimchurch gefaßt machen.«

Bei dem Küssen und dem Geflüster wurde es dem einzigen anwesenden Manne, Frau Gootheridge’s Bruder, sehr unbehaglich; er gehörte zu der großen und respectabeln Classe von Engländern, die nicht wissen, was sie mit ihren Händen anfangen, oder wie sie ein Zimmer verlassen sollen. Es that mir leid; er war wirklich ein hübscher Mann.

»Gehen Sie doch ein wenig in den Garten und rauchen Ihre Pfeife, Herr Gootheridge,« sagte ich; »wir wollen Sie aus dem Fenster rufen, wenn wir Ihrer hier oben bedürfen.« Frau Gootheridges Bruder warf mir einen Blick voll unaussprechlicher Dankbarkeit zu und machte sich davon, als wenn man ihn aus einer Falle, in die er sich verfangen, befreit hätte.

Endlich erschien der Arzt.

Gleich seine ersten Worte gewährten uns eine unbeschreibliche Erleichterung. Die Hirnschale unseres armen Freundes war nicht verletzt; es hatte eine Erschütterung des Gehirns stattgefunden und in der Haut befand sich eine offenbar mit einem stampfen Instrumente beigebrachte Wunde. Für die Wunde hatte ich vor Ankunft des Doctors Alles gethan, was erforderlich war; was das Gehirn anlangte, so hoffte der Arzt, daß Zeit und sorgfältige Pflege Alles wieder in – Ordnung bringen werde.

»Seien Sie guten Muths, meine Damen,« sagte dieser Engel von einem Mann, »es ist nicht der mindeste Grund vorhanden, sich wegen des Patienten Sorge zu machen.

Vier oder fünf Stunden, nachdem wir ihn am Fußboden der Werkstätte gefunden hatten, kam Oscar wieder zu sich, das heißt, er öffnete die Augen und blickte wie abwesend umher.

Der Geist des Armen war noch ganz irre. Er erkannte niemanden. Er machte mit seinen Fingern die Bewegung des Schreibens und sagte in dringendem Tone immer wieder: »Geh’ nach Hause, Jicks, geh’ nach Hause,« in der Idee, daß er noch hilflos am Boden liege und das Kind uns zu Hilfe rufen solle. Später am Abend schlief er ein. Den ganzen nächsten Tag zeugten seine Aeußerungen noch von Geistesabwesenheit; erst am nächstfolgenden Tage kam er langsam wieder zu vollem Bewußtsein Lucilla erkannte er zuerst! Sie war gerade damit beschäftigt, sein schönes kastanienbraunes Haar zu bürsten, da streichelte er zu ihrer unaussprechlichen Freude ihre Hand und murmelte ihren Namen. Sie flüsterte ihm etwas in’s Ohr, was das bleiche Gesicht des jungen Mannes erröthen und seine matten Augen vor Freude strahlen machte. Einige Tage später gestand sie mir, daß sie ihm zugeflüstert habe: »Werden Sie besser um meinetwillen!« Sie schämte sich durchaus nicht, so deutlich gesprochen zu haben, im Gegentheil, sie triumphierte darüber und sagte in sehr entschiedenem Tone: »Lassen Sie mich nur machen, ich will ihn erst heilen und dann sein Weib werden.«

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