Wilkie Collins - Die Blinde

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»Fürchten Sie eine Gefahr?« fragte er. »Es sind Sie der Meinung, daß sich verbrecherische Menschen dort im Hause oder in der Nähe befinden?«

»Ich bin der Meinung, daß hier kein Augenblick zu verlieren ist«; antwortete ich. »Wir müssen nach Browndown gehen und uns unterwegs zur Hilfsleistung so viele geeignete Leute mitnehmen, wie wir bekommen können.«

Ich öffnete die Thür und wartete einen Augenblick auf ihn. Herr Finch, der ersichtlich noch von dem Gedanken an die verbrecherischen Menschen präoccupirt war, machte ein Gesicht, als ob er sich in diesem Augenblick hundert Meilen von seinem eigenen Pfarrhause entfernt wünsche. Aber er war der Herr des Hauses, der angesehenste Mann am Orte; wie die Dinge standen, blieb ihm nichts anderes übrig, als seinen Hut zu nehmen und mit mir zu kommen. Wir gingen zusammen ins Dorf. Zum ersten Mal in der kurzen Zeit unserer Bekanntschaft fand ich meinen ehrwürdigen Begleiter schweigsam. Wir erkundigten uns nach dem einzigen Polizei Officianten, der in dem Districte fungirte; er war eben an seiner Runde begriffen.

Wir fragten weiten ob der Doctor wohl in Dimchurch sei? Nein, es war heute nicht der Tag, wo er nach Dimchurch kam. Der Wirth zur »Gut in Hand« war mir als ein tüchtiger und respectabler Mann genannt worden und ich proponirte Herrn Finch, im, Wirthshause vorzusprechen und den Wirth mitzunehmen. Bei diesem Vorschlag klärte sich Herrn Finch’s Gesicht sofort auf; das Gefühl seiner Wichtigkeit stieg wieder in ihm, wie das Quecksilber in einem Thermometer.

»Das wollte ich gerade vorschlagen,« sagte er. Gootheridge in der »Guten Hund« ist ein für seinen Stand respectabler Mann. Lassen Sie uns Gootheridge auf alle Fälle mitnehmen. Fürchten Sie nichts, Madame Pratolungo, wir stehen Alle in Gottes Hand; es ist ein wahres Glück für Sie, daß Sie mich zu Hause getroffen haben. Was hätten Sie wohl ohne mich anfangen wollen? Ich bitte recht sehr, fürchten Sie sich nicht. Sollten uns Spitzbuben in den Weg kommen, ich habe ja, wie Sie sehen, meinen Stock bei mir; ich bin nicht groß, aber ich habe die Körperkraft eines starken Mannes; mein Körper ist so zu sagen ganz Muskel; fühlen Sie nur einmal!«

Dabei hielt er mir einen seiner dürren kleinen Arme hin, der ungefähr halb so groß wie mein Arm war. Wäre sich nicht viel zu bekümmert gewesen, um zu Scherzen aufgelegt zu sein, ich würde ohne Zweifel erklärt haben, daß ich es in der Begleitung eines solchen Ausbundes von Stärke für überflüssig halte, den Wirth zu incommodiren. Ich darf nicht behaupten, daß Herr Finch merkte, was in mir vorging, ich kann nur versichern, daß er, sobald wir des Wirthshauses ansichtig wurden, sich beeilte, Gootheridge eifrig und heftig zu rufen. Der Wirth trat aus dem Hause und erklärte sich, sobald er gehört hatte, um was es sich handle, sofort bereit, mit uns zu gehen .

»Nehmet! Sie Ihr Gewehr mit,« sagte Herr Finch.

Gootheridge that wie ihm geheißen wurde; wir gingen raschen Schrittes nach Browndown.

»War Ihre Frau oder Ihre Tochter heute in Browndown fragte ich den Wirth.

»Ja, Madame, sie waren beide in Browndown. Sie haben dort wie gewöhnlich ihre Arbeit gethan, und haben das Haus schon vor länger als einer Stunde verlassen.«

»Hat sich während ihrer Anwesenheit dort irgend etwas Ungewöhnliches zugetragen?«

»Nichts daß ich wüßte, Madame!«

Ich dachte einen Augenblick nach und wagte es, noch einige weitere Fragen an Herrn Gootheridge zu richten. Ich fragte, ob man diesen Abend irgend welche Fremde hier gesehen habe?«

»Ja, Madame« vor ungefähr einer Stunde fuhren zwei Fremde in einer Chaise an meinem Hause vorüber.«

»In welcher Richtung?«

»Der Wagen kam von der Brightoner Landstraße her und fuhr in der Richtung nach Browndown zu.«

»Haben Sie die Fremden angesehen?«

»Nicht genau« Madame« ich war gerade beschäftigt.«

Ein schrecklicher Argwohn, daß die beiden Fremden in der Chaise die beiden Männer sein möchten, die ich damals hinter der Mauer versteckt gesehen hatte, drängte sich mir auf. Ich sagte nichts weiter, bis wir bei dem Hause angelangt waren. Alles war ruhig; das einzige Zeichen von etwas Ungewöhnlichem waren die deutlichen Radspuren auf dem Rasen vor dem Hause in Browndown. Der Wirth war der erste, der diese Wagenspuren bemerkte. »Der Wagen muß vor dem Hause gehalten haben, Herr Pfarrer,« sagte er zu dem Ehrwürdigen Finch gewandt. Dieser schien wieder seine Sprache verloren zu haben; Alles was er hervorzubringen vermochte, als wir uns der Thür des einsam und öde daliegenden Hauses näherten, waren die mit äußerster Anstrengung gesprochenen Worte: »Bitte, lassen Sie uns vorsichtig sein!«

Der Wirth langte zuerst an der Thür an; ich folgte ihm, während der Pfarrer in einer kleinen Entfernung die Arrièregarde bildete und auf seine Deckung durch die hinter ihm liegenden Hügel bedacht war. Gootheridge klopfte laut an die Thür und rief: »Herr Dubourg!« Es erfolgte keine Antwort; es herrschte eine schreckliche Stille; ich vermochte die Ungewißheit nicht länger zu ertragen, schob den Wirth bei Seite und er faßte den Griff der unverschlossenen Thür.

»Lassen Sie mich vorangehen« Madame,« sagte Gootheridge; und dieses Mal schob er mich bei Seite. Ich folgte ihm auf dem Fuße; wir traten ins Haus und riefen wieder. Abermals erfolgte keine Antwort; wir blickten in das kleine Wohnzimmer, welches an der einen, und in das Eßzimmer, welches an der andern Seite des Vorplatzes lag, beide waren leer. Wir gingen weiter nach der Rückseite des Hauses, wo das Zimmer lag, welches Oscar seine Werkstätte nannte; als wir in dieselbe eintreten wollten, zeigte es sich, daß die Thür verschlossen war. Wir klopften an und riefen wieder, aber es blieb unheimlich still. Ich steckte meinen Finger in das Schlüsselloch; der Schlüssel steckte nicht darin. Ich knieete, nieder und guckte durch dass Schlüsselloch. Aber kaum hatte ich das gethan, als ich auch schon in wildem Entsetzen wieder aufsprang.

»Erbrechen Sie die Thür!« schrie ich. »Ich habe feine Hand auf dem Fußboden liegen gesehen!«

Der Wirth war wie der Pfarrer nur ein kleiner Mann, und die Thür war, wie Alles in Browndown, von der plumpsten und schwerfälligsten Construction. Ohne geeignetes Werkzeug würden wir alle drei zu schwach gewesen sein, die Thür zu erbrechen. In dieser schwierigen Lage erwies sich der Ehrwürdige Finch zum ersten und einzigen Male nützlich.

»Warten Sie, meine Freunde!« sagte er, »wenn die Pforte zum Hintergarten offen ist, können wir durch das Fenster ins Zimmer gelangen.«

Weder der Wirth, noch ich hatten an das Fenster gedacht. Wir eilten um das Haus herum an die Rückseite und sahen, daß die Spuren der Wagenräder die selbe Richtung verfolgten. Die Pforte in der Gartenmauer stand weit offen. Wir durchschritten den kleinen Garten und konnten durch das bis auf den Boden reichende Fenster der Werkstätte, wie es der Pfarrer vorausgesagt hatte, in dieselbe gelangen; so betraten wir das Zimmer.

Da lag der arme unglückliche Oscar, bewußtlos in einer Lache seines eigenen Bluts. Allem Anscheine nach hatte ihn ein Schlag auf der linken Seite des Kopfes auf der Stelle zu Boden geworfen. Ob die Wunde nicht nur die Kopfhaut, sondern auch den Schädel verletzt habe, war ich nicht im Stande zu beurtheilen. Ich hatte mir im Dienste der heiligen Sache der Freiheit an der Seite meines edlen Pratolungo einige Erfahrungen in der Behandlung von Kranken gesammelt; kaltes Wasser, Essig und Leinen zum Verbinden, nach denen ich verlangte, fanden sich im Hause. Gootheridge fand den Thürschlüssel in einer Ecke des Zimmers liegend; er schaffte mir Wasser und Essig, während ich die Treppe hinauf in Oscar’s Schlafzimmer lief und mir einige von seinen Handtüchern holte. Nach wenigen Minuten hatte ich eine kalte Compresse auf die Wunde gelegt und wusch Oscar’s Gesicht mit Essig und Wasser. Er war noch immer bewußtlos, – doch er lebte. Der Ehrwürdige Finch, der nicht die geringste Hilfe leistete, hielt es für seine Pflicht, Oscar den Puls zu fühlen. Er that es mit einer Miene, als ob das unter den obwaltenden Umständen die einzige verdienstliche Handlung sei, die er vornehmen könne und als ob niemand außer ihm den Puls fühlen könne. »Ein wahres Glück,« sagte er, indem er die langsamen schwachen Schläge am Handgelenk des armen Oscar zählte, »ein wahres Glück, daß ich zu Hause war. Was hätten Sie wohl ohne mich anfangen wollen?«

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