Wilkie Collins - Die Blinde
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Das ganze Gewirre von kleinen Gegenständen die sich in einem Krankenzimmer ansammeln, wußte sie nach eine m ihr eigenthümlichen System in der besten Ordnung zu erhalten. Es machte ihr das größte Vergnügen, das Zimmer spät Abends, wo wir Sehende in unserer Hilflosigkeit daran denken mußten, Licht anzuzünden, aufzuräumen. In der Dämmerungsstunde schwebte sie, für uns noch eben erkennbar, im Zimmer hin und her, bald sichtbar, wenn sie am Fenster vor überging, bald in das Dunkel der entfernteren Theile des Zimmers verloren und fing an, die Gegenstände die während des Tages gebraucht worden waren, von dem Tische abzuräumen und diejenigen, welche während der Nacht gebraucht werden würden, darauf hinzustellen. Wir durften nicht eher Licht anzünden, als bis sie uns das Zimmer wie durch Feenhände geordnet zeigen konnte. Wenn wir uns überrascht zeigten, lachte sie schalkhaft und sagte, sie bedaure die armen unnützen Menschen aufrichtig, die nichts ohne Licht thun könnten. Dasselbe Vergnügen, das es ihr gewährte, das Zimmer im Dunkeln aufzuräumen, machte es ihr auch, im Dunkeln durch das ganze Haus zu gehen und sich mit jedem Winkel desselben vom Dach bis zum Keller gründlich bekannt zu machen. Sobald Oscar wohl genug war, um wieder hinunterzugehen bestand sie darauf, ihn zu führen.
»Sie waren so lange auf Ihr Zimmer angewiesen,« sagte sie, »daß Sie das übrige Haus vergessen haben müssen. Nehmen Sie meinen Arm und kommen Sie mit mir. Jetzt sind wir auf dem Vorplatz, vergessen Sie nicht; hier führt eine Stufe hinunter und hier führt wieder eine Stufe hinauf; hier auf dem oberen Treppenabsatze müssen Sie um eine scharfe Ecke biegen und hier ist eine häßliche Falte im Treppenteppich, über die Sie fallen könnten.« So brachte sie ihn nach seinem eigenen Wohnzimmer, als ob er blind und sie sehend wäre.
Wer hätte einer solchen Pflegerin widerstehen können? Ist es zu verwundern, als ich einen Augenblick an jenem Tage das Zimmer verlassen hatte, daß ich seinen Ton vernahm, der eine höchst verdächtige Aehnlichkeit mit einem Kusse hatte? Ich hatte sie stark im Verdacht, daß sie auch hierbei der führende Theil gewesen sei; denn sie war so eigenthümlich ruhig und er sah so eigenthümlich bestürzt aus, als ich wieder in’s Zimmer trat. Eine Woche nach Oscars Genesung beschloß Lucilla die Kur ihres Patienten, mit anderen Worten, Oscar machte ihr einen Heirathsantrag. Ich bin fest überzeugt, daß er es nicht ohne Hilfe zu Stande gebracht haben würde, diesen Wendepunkt in einer so zarten Angelegenheit herbeizuführen und daß Lucilla ihm diese Hilfe leistete.
Ich will es dahin gestellt sein lassen, ob ich darin Recht oder Unrecht habe, die Thatsache aber kann ich verbürgen, daß Lucilla, als sie mir an einem lieblichen Herbstmorgen die Neuigkeit mittheilte, in einer so ans gelassenen Laune war, daß sie vor Freude tanzte und was noch unschicklicher war, mich in meinen respektablen Jahren mit ihr zu tanzen zwang. Sie faßte mich um die Taille und walzte mit mir auf dem Rasen, während Frau Finch in der abgesetzten blauen, Jacke, das Baby in der einen und den Roman in der andern Hand, dabei stand und uns beide mahnte, daß wenn wir eine halbe Stunde damit verlören, auf dem Rasen herumzuwirbeln, wir die verlorene Zeit in diesem Hause nie wieder einbringen würden. Trotzdem fuhren wir fort zu tanzen, bis wir ganz außer Athem waren. Nur die vollständigste Erschöpfung konnte Lucilla bändigen. Was mich betrifft, so bin ich, glaube ich, die rascheste Person meines Alters, die es gibt. Ich höre den Leser fragen, wie alt ich denn sei? Ja, das ist der einzige Punkt, über welchen ich immer die strengste Discretion beobachte. Setzen wir meine Raschheit auf Rechnung meiner französischen Nationalität, meines ruhigen Gewissens, meiner vortrefflichen Verdauung und fahren wir in unserer Erzählung fort.
Im Laufes jenes Tages fand in Browndown eine vertrauliche Unterhaltung zwischen Oscar und dem Ehrwürdigen Finch statt. Was bei dieser Gelegenheit zwischen beiden verhandelt wurde, erfuhr ich nicht. Als der Pfarrer wieder zu uns kam, trug er den Kopf hoch und stolzirte selbstbewußt auf seinen dürren kleinen Beinen einher. Er umarmte seine Tochter in pathetischem Schweigen und reichte mir die Hand mit einem heiteren Lächeln der Herablassung welche des größten Schwindlers, der je auf einem Thron gesessen hat, Ludwig des Vierzehnten, würdig gewesen wäre. Als er endlich seiner väterlichen Erregung Herr wurde und zu reden begann, ertönte seine Stimme so gewaltig, daß ich wirklich fürchtete, sie werde ihn zersprengen. Der Dunst von Worten, in den er sich hüllte, lief, wenn man ihn verdichtet zu Papier bringt, auf die beiden folgenden Sätze hinaus: Erstens begrüßte er in Oscar, als ob er an seinen eigenen Kindern noch nicht genug habe, einen neuen Sohn; zweitens erblickte er dies Hand der Vorsehung in allem, was geschehen war. Zu meiner Schande mußte ich bekennen, daß ich nichts erblickte, als – die Hand Finch’s und Oscars Tasche.
Der Tag der Hochzeit war noch nicht definitiv festgesetzt; es war nur im Allgemeinen verabredet, daß die Hochzeit in etwa sechs Wochen stattfinden solle. Diese Zeit sollte zu einem doppelten Zweck verwendet werden: Die Advocaten sollten sie dazu benutzen, den Heirathscontract vorzubereiten und Oscar sollte bis dahin wieder vollständig hergestellt sein.
In Betreff dieses letzteren Punktes waren wir Alle nicht ohne Besorgniß. Ost aus Wunde war geheilt und seine geistigen Fähigkeiten waren wieder ganz die alten. Aber trotz alledem war etwas bei ihm nicht ganz in Ordnung. Jene eigenthümlichen Gegensätze in seinem Charakter, deren ich schon früher Erwähnung gethan habe, äußerten sich jetzt stärker als je. Der Mann, welcher, als sein Blut in Wallung gewesen, den Muth gehabt hatte, sich allein und unbewaffnet mit zwei Räubern zu messen, konnte jetzt das Zimmer, in welchem der Kampf stattgefunden hatte, nicht betreten,: ohne am ganzen Leibe zu zittern. Er, der mich verlacht hatte, als ich ihn bat, nicht allein in seinem Hause zu schlafen, hatte jetzt zwei Männer, einen Gärtner und einen Diener, zu seinem Schutze ins Haus genommen und fühlte sich auch so noch nicht sicher. In seinen Träumen sah er sich beständig von dem Spitzbuben mit dem Todtschläger angegriffen oder blutend auf dem Boden liegen und Jicks schmeichelnd zureden, ihm so nahe zu kommen, daß er sie mit der Hand erreichen konnte. Wenn einer von uns nur entfernt darauf hindeutete, daß er seine Lieblingsbeschäftigung wieder aufnehmen möchte, hielt er sich die Ohren zu und bat uns inständigst, seine Erinnerungen an die schreckliche Vergangenheit nicht wieder wachzurufen. Er wollte nicht einmal seine Kiste mit Werkzeugen ansehen. Auf unsere Frage, was dieser Zustand zu bedeuten habe, erklärte der Arzt, daß Oscar’s Nervensystem erschüttert sei, und gestand offen, daß dabei nichts zu thun sei, als die Zeit ihren günstigen Einfluß üben zu lassen. Ich für meinen Theil war, wie ich bekennen muß, geneigt, Oscar’ Zustand ziemlich streng zu beurtheilen. Nach meiner Ueberzeugung wäre es seine Pflicht gewesen, sich Zwang anzuthun. Er erschien mir zu indolent, um das seinige zur Besserung seines Zustandes zu thun. Zwischen Lucilla und mir kam es wiederholt zu lebhaften Erörterungen über Oscar. Eines Abends, als wir abwechselnd plaudernd und spielend am Klavier saßen, war sie gründlich böse auf mich, weil ich nicht so unbedingt mit ihrem Liebling sympathisirte wie sie. »Ich habe etwas bemerkt, Madame Pratolungo,« sagte sie erröthend und in gereiztem Tone zu mir, »Sie haben Oscar von Anfang an keine Gerechtigkeit widerfahren lassen.«
Man achte wohl an diese anscheinend unbedeutenden Worte. Die Zeit wird kommen, wo sie uns bedeutungsvoller erscheinen werden.
Die Vorbereitungen für die Hochzeit nahmen ihren Fortgang. Die Advocaten legten ihren Entwurf eines Ehecontracts vor und Osrar schrieb seinem Bruder, um demselben die bevorstehende Veränderung in seinem Leben und die Umstände, welche dieselbe herbeigeführt hatten, mitzutheilen.
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