Wilkie Collins - Die Blinde

Здесь есть возможность читать онлайн «Wilkie Collins - Die Blinde» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: foreign_prose, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Die Blinde: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Die Blinde»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Die Blinde — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Die Blinde», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Den Ehecontract bekam ich nicht zu sehen, schloß aber aus gewissen Anzeichen, daß Oscars vollkommene Uneigennützigkeit in Geldsachen von seinem künftigen Schwiegervater ausgebeutet worden sei. Der Ehrwürdige Finch hatte, wie mir erzählt wurde, bei der Durchlesung des Documents Thränen vergossen und Lucilla verließ das Studierzimmer ihres Vaters nach dort stattgehabter Unterhaltung in leidenschaftlicherer Entrüstung, als ich sie noch je bei ihr gesehen hatte.

»Fragen Sie mich nicht, was es giebt!« murmelte sie zwischen den Zähnen. »Ich schäme mich, es Ihnen zu sagen.« Als Oscar etwas später zu ihr ins Zimmer trat, fiel sie – fiel sie thatsächlich vor ihm auf die Knie. Ihres ganzen Wesens hatte sich eine so leidenschaftliche Aufregung bemächtigt, daß sie im Augenblick nicht mehr wußte, was sie that. »Ich bete Dich an,« brach sie aus, indem sie seine Hand mit krampfhaften Küssen bedeckte; »Du bist der edelste Mensch auf der Welt. Ich kann nimmermehr Deiner würdig werden.« Die Erklärung dieser überschwenglichen Reden und Handlungen ließ sich nach meiner Ansicht kurz dahin zusammenfassen, daß Oscar’s Geld in die Tasche des Pfarrers fließen und die Tochter des Pfarrers als Mittel dienen sollte, diese Transaction bewerkstelligen.

Die Zeit der Vorbereitungen zur Hochzeit verfloß; Woche auf Woche verging; Alles war längst für die Hochzeit bereit und doch fand die Hochzeit nicht statt. Weit entfernt, wie der Arzt es voraus gesagt hatte, mit Hilfe der Zeit wieder seinen früheren Gesundheitszustand zu erlangen, wurde Oscars Befinden fort während schlimmer. Alle dies Symptome nervöser Aufregung, welche ich bereits früher geschildert habe, traten, anstatt sich zu verlieren, immer stärker bei ihm hervor. Er wurde immer magerer und bleicher. Im Beginn des Monats November mußten wir wieder zum Arzt schicken. Die Frage, welche ihm dieses Mal vorgelegt werden sollte, ging auf Lucilla’s Wunsch da hin, ob nicht eine Luftveränderung angezeigt sei.

Ein Umstand, der mir entfallen ist, verzögerte die Ankunft des Arztes. Oscar hatte den Gedanken, den Arzt an diesem Tage zu sehen, bereits ganz aufgegeben und war zu uns ins Pfarrhaus gekommen, als der Doctor plötzlich an dem Pfarrhause vorüberfuhr. Man hielt ihn an, bevor er nach Browndown weiter fuhr und er hatte eine Besprechung mit seinem Patienten in Lucillas Wohnzimmer.

Lucilla, die mit mir in meinem Schlafzimmer wartete, wurde ungeduldig Sie bat mich, an die Thür des Wohnzimmers zu klopfen und zu fragen, ob sie etwa der Consultation beiwohnen dürfe. Ich fand den Doctor und seinen Patienten am Fenster stehend, in einer ruhigen Unterhaltung begriffen. Offenbar war nichts vorgekommen, was einen von Beiden im Mindesten hätte aufregen können. Oscar sah ein wenig bleich und angegriffen aus, war aber gleich seinem ärztlichen Rathgeber vollkommen ruhig.

»Im nächsten Zimmer,« sagte ich, »ist eine junge Dame, welche sehr begierig ist, das Ergebniß Ihrer Consultation zu erfahren.«

Der Doctor sah Oscar an und lächelte.

»Wir haben Fräulein Finch in der That nichts mitzutheilen,« sagte er. »Herr Dubourg und ich haben seinen Zustand wieder gründlich durchgesprochen und sind zu keinem neuen Ergebniß gelangt. Sein Nervensystem hat sich nicht so rasch wieder beruhigt, wie ich es erwartet hatte; das thut mir leid, beunruhigt mich aber nicht im Mindesten; bei seinem Alter kann man sicher auf eine völlige Wiederherstellung rechnen. Er muß Geduld haben und die junge Dame muß sich gleichfalls gedulden. Mehr kann ich nicht sagen.«

»Haben Sie etwas dagegen, daß Herr Dubourg eine Luftveränderung versucht?« fragte ich.

»Durchaus nichts. Er kann gehen, wohin er Lust hat und sich die Zeit vertreiben, wie es ihm gut scheint. Sie Alle nehmen Herrn Dubourgs Fall etwas zu ernst. Bis auf eine an und für sich gewiß unangenehme Verstimmung der Nerven fehlt ihm wirklich nichts. Es findet sich keine Spur eines organischen Leidens bei ihm. Der Puls fuhr der Doctor fort, indem er seinen Finger leicht an Oscar’s Handgelenk legte, »ist vollkommen befriedigend. In meinem Leben habe ich keinen ruhigeren Puls gefühlt.«

Während er das sagte, zeigte sich plötzlich auf Oscar’s Gesicht eine schreckliche Verzerrung der Muskeln.

Seine Augen waren widerlich nach oben gerichtet. Sein ganzer Körper verzog sich, wie wenn eine Riesenhand ihn gepackt hätte, vom Scheitel bis zur Zehe nach der rechten Seite hin. Noch bevor ich ein Wort sagen konnte, lag er in Krämpfen am Boden zu den Füßen seines Arztes.

»Guter Gott, was ist das?« rief ich aus.

Der Doktor löste Oscar’s Cravatte und entfernte die Möbel, die sich in seiner Nähe befanden, betrachtete dann einen Augenblick den auf dem Fußboden in Zuckungen daliegenden und sich windenden Mann.

»Können Sie nichts thun?« fragte ich.

Er schüttelte ernst den Kopf. »Nichts.«

»Was ist es denn?«

»Ein epileptischer Zufall.«

Siebzehntes Kapitel.

Der Ausspruch des Arztes

Noch bevor wir ein weiteres Wort hatten wechseln können, betrat Lucilla das Zimmer. Wir sahen einander an. Hätten wir reden können, wir würden in jenem Augenblick, glaube ich, beide gesagt haben:

»Gott sei Dank, daß sie blind ist!«

»Habt Ihr mich Alle vergessen?« fragte sie. »Oscar, wo bist Du? Was sagt der Doctor?«

Sie trat näher heran und würde über den am Boden sich windenden Oscar gestolpert sein, wenn ich nicht meine Hand auf ihren Arm gelegt und sie zurück gehalten hätte.

Plötzlich ergriff sie meine Hand mit der ihrigen. »Sie zittern! Warum zittern Sie?« fragte sie. Ihr feiner Tastsinn ließ sich nicht täuschen; vergebens leugnete ich, daß irgend etwas vorgefallen sei, meine Hand hatte mich verrathen. »Hier ist etwas nicht in Ordnung!« rief sie aus; »Oscar hat mir nicht geantwortet.«

Der Doctor kam mir zu Hilfe

»Es ist durchaus nichts Beunruhigendes,« sagte er. »Herr Dubourg ist nicht ganz wohl.«

Sie wandte sich mit einem plötzlichen Zornesausbruch gegen den Doctor.

»Sie täuschen mich,« rief sie; »ihm ist ein ernster Unfall begegnet; sagen Sie mir die Wahrheit! O, es ist schmachvoll, es ist herzlos von Ihnen beiden, ein unglückliches blindes Geschöpf wie mich zu betrügen!«

Während der Doctor noch zauderte, sagte ich ihr die Wahrheit.

»Wo ist er?« fragte sie, indem sie mich an beiden Schultern packte und in ihrer leidenschaftlichen Aufregung schüttelte. Ich flehete sie an, ein wenig zu warten; ich versuchte es, sie zum Niedersetzen auf einen Stuhl zu bewegen; sie aber schob mich mit einer verächtlichen Geberde bei Seite und knieete mit vorgestreckten Händen auf den Fußboden nieder. »Ich werde ihn finden,« murmelte sie, »ich werde ihn Euch zum Trotz finden.« Sie fing an über den Fußboden hinzukriechen und mit den Händen vor sich herzutasten.

Es war ein schrecklicher Anblick. Ich ging ihr nach und richtete sie mit Gewalt wieder auf.

»Ringen Sie nicht mit ihr,« sagte der Doctor. »Lassen Sie sie nur herkommen. Er ist jetzt ruhig.«

Ich sah Oscar an; das Schlimmste war vorüber; er war erschöpft und ganz ruhig. Der Stimme des Doctors folgend, gelangte Lucilla an die Stelle, wo Oscar lag. Sie setzte sich neben Oscar auf den Boden und legte seinen Kopf auf ihren Schoß. Seine Berührung übte eine ähnliche Wirkung auf sie, wie sie ein Sehender, dem man längere Zeit die Augen verbunden hätte, in dem Augenblick empfinden würde, wo man ihm die Binde abnähme. Befreiung von angstvoller Ungewißheit durchströmte ihr ganzes Wesen, sie war wieder sie selbst, die sanfte Lucilla.

»Es thut mir leid, daß ich mich außer Fassung habe bringen lassen,« sagte sie mit der einfachen Natürlichkeit eines Kindes; »aber Sie wissen nicht, wie hart es ist, getäuscht zu werden, wenn man blind ist.« Bei diesen Worten beugte sie sich über Oscar hin und fuhr ihm mit ihrem Schnupftuch leicht über die Stirn. »Doctor,« fragte sie, »wird sich dieser Zufall wieder holen?«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Die Blinde»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Die Blinde» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


William Wilkie Collins - Die Namenlosen
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Der Polizist und die Köchin
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Die Traumfrau
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Blinde Liebe
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Die letzte Liebe des Kapitäns
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Eine Ehestandstragödie
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Die neue Magdalena
William Wilkie Collins
William Wilkie Collins - Die Heirath im Omnibus
William Wilkie Collins
Wilkie Collins - Die Traumfrau
Wilkie Collins
Wilkie Collins - Die Frau in Weiss
Wilkie Collins
Wilkie Collins - Blinde Liebe
Wilkie Collins
Отзывы о книге «Die Blinde»

Обсуждение, отзывы о книге «Die Blinde» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x