Wilkie Collins - Die Frau in Weiss

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»Wohnen Sie in London?« fragte sie.

»Ja.« Als ich antwortete, fiel mir ein, daß sie möglicherweise beabsichtige, mich um Rath oder Beistand zu bitten und daß ich ihr eine Täuschung ersparen sollte, indem ich ihr sofort meine bevorstehende Abwesenheit von zu Hause mittheilte. Deshalb fügte ich hinzu: »Aber morgen werde ich London auf einige Zeit verlassen. Ich reise auf’s Land.«

»Wohin?« fragte sie, »nach Norden oder Süden?«

»Nach dem Norden – nach Cumberland.«

»Cumberland!« sie wiederholte das Wort mit zärtlichem Tone. »Ach! ich wollte, ich reiste auch dorthin. Ich war einst glücklich in Cumberland.«

Ich versuchte noch einmal den Schleier zu lüften, der zwischen mir und dieser Frau gezogen.

»Vielleicht,« sagte ich, »sind Sie in dem schönen Lande der Seen geboren?«

»Nein,« entgegnete sie, »ich bin in Hampshire geboren; aber ich ging einmal auf kurze Zeit in Cumberland zur Schule. Seen? Ich erinnere mich keiner Seen. Es ist das Dorf Limmeridge und Limmeridge House, das ich so gern einmal wiedersehen möchte.«

Jetzt war ich an der Reihe, plötzlich stille zu stehen. Da meine Neugierde in jenem Augenblicke einmal sehr erregt war, erfüllte mich die zufällige Erwähnung von Mr. Fairlie’s Wohnorte von den Lippen meiner seltsamen Gefährtin in Erstaunen.

»Hörten Sie Jemanden hinter uns rufen?« fragte sie, sowie ich still stand, indem sie erschrocken den Weg auf und ab blickte.

»Nein, nein. Mir fiel nur der Name Limmeridge House auf – ich hörte denselben vor einigen Tagen von Leuten aus Cumberland aussprechen.«

»Ach! nicht von meinen Leuten. Mrs. Fairlie und ihr Mann sind todt und ihre kleine Tochter mag jetzt wohl schon verheiratet und fortgezogen sein. Ich weiß nicht, wer jetzt in Limmeridge wohnt, wer sie auch sein mögen; sobald sie denselben Namen tragen, weiß ich, daß ich sie liebe um Mrs. Fairlie’s willen.«

Sie schien im Begriffe noch mehr zu sagen; doch während sie sprach, waren wir weiter gegangen und sahen jetzt den Schlagbaum am oberen Ende des Avenue-Road. Ihre Hand erfaßte meinen Arm fester, und sie sah ängstlich auf das Thor vor uns.

»Sieht der Chausseegeldeinnehmer heraus?« fragte sie.

Er sah nicht heraus; es war Niemand in der Nähe, als wir durch das Thor gingen. Der Anblick der Gaslampen und der Häuser schien sie zu beunruhigen und ungeduldig zu machen.

»Dies ist London,« sagte sie. »Sehen Sie irgend einen Wagen, den ich nehmen kann? Ich bin müde und furchtsam. Ich möchte jetzt gern im Wagen sitzen und fortfahren.«

Ich erklärte ihr, daß wir etwas weiter gehen müßten, um eine Droschkenstation zu finden, wenn wir nicht das Glück hätten, einem leeren Fuhrwerke zu begegnen, und dann versuchte ich, die Unterhaltung wieder auf Cumberland zu leiten. Doch war dies nutzlos. Der Gedanke, im Wagen zu sitzen und wegzufahren, beschäftigte sie jetzt ausschließlich, und es schien ihr fast unmöglich, von etwas Anderem zu sprechen.

Wir hatten kaum den dritten Theil des Avenue-Road zurückgelegt, als ich in geringer Entfernung vor einem Hause auf der gegenüberliegenden Seite der Straße einen Fiaker still halten sah. Ein Herr stieg aus und ging durch das Gartenthor. Ich rief den Kutscher an, als dieser seinen Bock wieder bestieg. Als wir über die Straße gingen, wuchs die Ungeduld meiner Gefährtin in dem Grade, daß sie mich zwang, meinen Gang zu beschleunigen.

»Es ist so spät,« sagte sie, »und nur deshalb beeile ich meine Schritte.«

»Ich kann Sie nicht fahren, Sir, wenn Sie nicht nach dem Tottenham-court-road wollen,« sagte der Kutscher höflich, als ich die Wagenthür öffnete. Mein Pferd ist todtmüde, und ich kann es nicht weiter nehmen, als bis zum Stalle.«

»Ja ja, das paßt mir. Ich wollte eben dorthin – gewiß!« Sie sprach in athemloser Hast und drängte sich an mir vorbei in den Fiaker.

Ich überzeugte mich, ehe ich sie einsteigen ließ, davon, ob der Mann sowohl nüchtern als höflich sei, und als sie dann im Wagen saß, bat ich sie, mir zu erlauben, sie an ihren Bestimmungsort zu begleiten, bis sie in Sicherheit sei.

»Nein, nein, nein,« sagte sie heftig. »Ich bin jetzt ganz sicher und ganz glücklich, wenn Sie ein Gentleman sind, so denken Sie an Ihr Versprechen. Lassen Sie ihn zufahren, bis ich ihm sage, stille zu halten. Ich danke Ihnen, o! ich dank’ Ihnen, dank’ Ihnen!«

Meine Hand lag auf der Wagenthür. Sie ergriff dieselbe, küßte sie und stieß sie fort. In demselben Augenblicke setzte sich der Fiaker in Bewegung – ich eilte in den Weg, mit einer unbestimmten Idee, ihn wieder anzuhalten, ich wußte selbst nicht, warum – zögerte aus Furcht, sie zu erschrecken oder zu beunruhigen – und rief endlich, aber nicht laut genug, um von dem Kutscher gehört zu werden. Das Geräusch der Räder verlor sich in der Entfernung – der Fiaker verschmolz sich mit dem schwarzen Schatten der Straße – die Frau in Weiß war fort.

Zehn Minuten oder etwas mehr waren verstrichen. Ich war noch auf derselben Seite der Straße, bald mechanisch ein paar Schritte vorwärts gehend, bald zerstreut stehen bleibend. Einen Augenblick bezweifelte ich die Wirklichkeit meines Abenteuers, im nächsten verwirrte und beunruhigte mich ein Bewußtsein, unrecht gehandelt zu haben, das mich jedoch völlig in Unwissenheit darüber ließ, wie ich recht gehandelt hätte. Ich wußte kaum, wohin ich ging oder was ich zunächst zu thun beabsichtige; ich war mir Nichts, als der Verwirrung meiner Gedanken bewußt, als ich plötzlich zum Selbstbewußtsein zurückgerufen – erweckt wurde, möchte ich fast sagen – durch das Geräusch schnell hinter mir heranfahrender Räder.

Ich war auf der dunklen Seite der Straße, im Schatten einiger Bäume der Gärten, als ich still stand und mich umschaute. Auf der gegenüberliegenden, helleren Seite der Straße, in kurzer Entfernung von mir ging ein Constabler langsam der Richtung von Regent’s Park zu.

Der Wagen fuhr an mir vorbei – eine offene Chaise, in der Zwei Männer saßen.

»Halt’ still!« rief der Eine. »Da ist ein Constabler. wir wollen ihn fragen.«

Das Pferd wurde augenblicklich ein paar Schritte jenseits der dunklen Stelle angehalten, wo ich stand.

»Constabler,« rief der, welcher zuerst gesprochen hatte, »Haben sie eine Frau dieses Weges kommen sehen?«

»Was für eine Art Frau, Sir?.«

»Eine Frau in einem lavendelfarbigen Kleide –«

»Nein, nein,« rief der zweite Mann dazwischen. »Wir fanden die Kleider, die wir ihr gegeben hatten, auf ihrem Bette. Sie muß in den Kleidern fortgegangen sein, die sie trug, als sie zu uns kam. In Weiß, Constabler, eine Frau in Weiß.«

»Ich habe sie nicht gesehen, Sir«

»Falls Sie oder einer ihrer Leute der Frau begegnen, so halten Sie sie fest und schicken sie unter sorgfältiger Aufsicht nach dieser Adresse. Ich bezahle alle Kosten und gebe noch eine gute Belohnung obendrein.«

Der Constabler besah die Karte, die ihm herabgereicht wurde.

»Warum sollen wir sie festhalten, Sir? Was hat sie gethan?«

»Gethan?! Sie ist aus meiner Irrenanstalt entflohen, vergessen Sie es nicht, eine Frau in Weiß. Fahr zu.«

IV

» Sie ist aus meiner Irrenanstalt entflohen.«

Ich kann nicht mit voller Wahrheit sagen, daß der fürchterliche Schluß, auf den diese Worte hindeuten, mich wie eine plötzliche, unerwartete Offenbarung getroffen hätte. Einige der sonderbaren Fragen, welche die Frau in Weiß nach meinem unüberlegten Versprechen, sie unbeschränkt thun zu lassen, was sie wolle, an mich gerichtet, hatten schon die Vermuthung in mir aufkommen lassen, daß sie entweder von Natur flüchtig und unstet sei, oder irgend ein kürzlich erlittener, erschütternder Schlag das Gleichgewicht ihrer Geistesfähigkeiten gestört habe. Aber die Idee wirklichen Wahnsinns, die wir Alle mit dem bloßen Namen einer Irrenanstalt verbinden, war mir, offen gestanden, in Bezug auf sie, keinen Augenblick in den Sinn gekommen. Ich hatte in ihrer Sprache und ihrem Benehmen Nichts bemerkt, was dies zur Zeit gerechtfertigt hätte, und selbst jetzt nach dem neuen Lichte, das die Worte des Fremden zum Constabler auf die Sache geworfen, sah ich noch Nichts, das eine solche Ansicht gerechtfertigt hätte.

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