Wilkie Collins - Die Frau in Weiss

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Am folgenden Morgen sandte ich des Professors Patrone auf dem Portlandplatze meine Zeugnisse ein. Drei Tage vergingen, und ich schloß daraus mit geheimer Genugthuung, daß meine Papiere nicht ausreichend genug befunden worden. Am vierten Tage kam jedoch eine Antwort. Dieselbe kündigte mir an, daß Mr. Fairlie meine Dienste annehme und mich ersuche, augenblicklich nach Cumberland aufzubrechen. Alle nothwendigen Instructionen betreffs meiner Reise waren sorgfältig und deutlich in einem Postscriptum beigefügt.

Ich traf ziemlich mißmuthig meine Vorbereitungen, früh am folgenden Tage London zu verlassen. Gegen Abend kam Pesca, im Begriffe in eine Mittagsgesellschaft zu gehen, zu mir, um mir Lebewohl zu sagen.

»Ich werde meine Thränen während Deiner Abwesenheit mit dem schönen Gedanken trocknen,«, sagte er fröhlich, »daß es meine Hand war, die Deinem Glücke in dieser Welt den ersten Schub vorwärts gegeben hat. Geh’, mein Freund. Wenn Deine Sonne in Cumberland scheint (englisches Sprichwort), da mache ja Dein Heu, um’s Himmels willen. Heirate eine der beiden jungen Misses, erbe die fetten Güter Fairlie’s, werde Ehrenwerther Hartright M. P., und wenn Du auf der obersten Stufe der Leiter angelangt bist, erinnere dich, daß Pesca, der unten steht, dir zu dem Allen verholfen hat!«

Ich versuchte, mit meinem kleinen Freunde über seinen Abschiedsscherz zu lachen, aber ich konnte meine üble Laune nicht bemeistern. Etwas in mir schlug einen fast schmerzlichen Mißton an, während er seine heiteren Abschiedsworte sprach.

Als ich wieder allein war, blieb mir Nichts zu thun übrig, als nach dem Häuschen in Hamstead zu gehen und meiner Mutter und Schwester Lebewohl zu sagen.

III

Die Hitze war den ganzen Tag über sehr drückend gewesen, auch der Abend war noch heiß und schwül.

Meine Mutter und Schwester hatten so viele letzte Worte zu sagen gehabt und mich so oft gebeten, noch fünf Minuten länger zu bleiben, daß es beinahe Mitternacht war, als die Magd das Gartenthor hinter mir schloß. Ich that ein paar Schritte auf dem kürzesten Wege nach London zu, dann stand ich still und zögerte.

Der Mond stand groß und voll an dem dunkelblauen, sternenlosen Himmel, und die hügelige Haide sah in dem geheimnisvollen Lichte wild genug aus, daß sie Hunderte von Meilen von der Stadt hätte entfernt sein können, die weiter abwärts lag. Ich konnte mich nicht überwinden, eher als durchaus nothwendig, zu der Hitze und trüben Luft von London zurückzukehren. Die Aussicht, in meine dumpfigen Zimmer schlafen zu gehen, und die, allmälig zu ersticken, schienen mir bei meinem unruhigen Körper- und Gemüthszustande gleichbedeutend. Ich beschloß, durch die reinere Luft auf dem weitesten Umwege, den ich nur machen konnte, heimzuschlendern; den weißen sich hin und her schlängelnden Pfaden, die über die einsame Haide hinliefen, zu folgen und durch die am freiesten liegende Vorstadt von London dorthin zurückzukehren, indem ich den Weg von Finchley einschlug und so in der Frische des neuen Morgens auf der Westseite des Regents Park anlangte. Ich wanderte langsam auf der Haide dahin, im Genusse der himmlischen Stille und voll Bewunderung der sanften Abwechslungen von Licht und Schatten, wie sie einander rund um mich her auf der hügeligen Haide folgten. Solange ich bei diesem ersten und hübschesten Theil meines Nachtspazierganges war, blieb mein Geist für die Eindrücke des Anblickes passiv empfänglich; ich dachte nur wenig an irgend einen Gegenstand – ja, was meine Gefühle betrifft, so dachte ich eigentlich gar nicht.

Als ich aber die Haide verlassen und einen Nebenweg eingeschlagen hatte, wo es weniger zu sehen gab, zogen die Gedanken, welche die kommende Veränderung in meinen Gewohnheiten und Beschäftigungen natürlicherweise hervorriefen, mehr und mehr meine Aufmerksamkeit ausschließlich auf sich. Als ich am Ende des Weges anlangte, war ich vollkommen in meine phantastischen Visionen von Limmeridge House, Mr. Fairlie und den beiden jungen Damen vertieft, deren Uebungen in der Kunst der Wasserfarbenmalerei ich so bald beaufsichtigen sollte.

Ich war jetzt an der Stelle angekommen, wo vier Wege einander begegnen – der Weg nach Hampstead, auf dem ich zurückgekehrt war, der Weg nach Finchley, der nach West-End und der nach London. Ich hatte mechanisch den letzteren eingeschlagen und schlenderte langsam die Landstraße entlang – in unnützen Muthmaßungen, wie ich mich entsinne, über das Aussehen der jungen Damen in Cumberland – als in einem einzigen Augenblicke jeder Tropfen Blutes in meinem Körper durch die Berührung einer Hand, die leicht und plötzlich von hinten auf meine Schulter gelegt wurde, erstarrte.

Ich wandte mich schnell um, indem meine Finger sich fest um meinen Stock schlossen.

Da, in der Mitte des breiten, hellen Weges – da, als ob sie soeben aus dem Erdboden entsprungen oder vom Himmel gefallen wäre – stand die Gestalt einer einsamen Frau von Kopf bis zu Füßen in weißen Kleidern, ihr Gesicht in ernster Frage zu dem meinigen gewendet und mit der Hand auf die dunkle Wolke deutend, die über London hing.

Ich war über die seltsame Erscheinung, die so plötzlich in der tiefen Nacht an dieser einsamen Stelle vor mich hingetreten war, zu sehr erschrocken, um sie zu fragen, was sie verlange. Sie sprach zuerst.

»Ist das der Weg nach London?« sagte sie.

Ich sah sie aufmerksam an, als sie diese sonderbare Frage that. Es war jetzt beinahe ein Uhr. Alles, was ich deutlich im Mondlichte unterscheiden konnte, war ein farbloses, junges Gesicht, mager und spitz um Kinn und Wangen; große, ernste, sehnsüchtig aufmerksame Augen; nervöse, zuckende Lippen und helles Haar von lichter, braungelber Farbe. Es lag Nichts Wildes, Nichts Unbescheidenes in ihrer Manier; dieselbe war ruhig und gefaßt, ein wenig melancholisch und hatte einen kleinen Anflug von Argwohn; nicht gerade die Manieren einer Dame und doch auch nicht die einer Frau aus der niedrigsten Classe. Die Stimme, so wenig ich auch bis jetzt davon gehört, hatte etwas seltsam Stilles und Mechanisches in ihren Tönen, und ihre Sprache war außerordentlich schnell. Sie hielt eine kleine Tasche in der Hand, und ihre Kleidung – Hut, Shawl und Kleid, Alles weiß – war, soviel ich dies beurtheilen konnte, gewiß nicht von sehr zartem oder theuerem Stoffe. Ihre Figur war schlank und etwas über die mittlere Größe – ihr Gang und ihre Bewegungen frei von der geringsten Uebertreibung. Dies war Alles, was ich in dem matten Lichte und unter den verwirrend seltsamen Umständen unseres Begegnens von ihr sehen konnte, welch eine Art von Frauenzimmer sie war und wie sie dazu kam, eine Stunde nach Mitternacht ganz allein auf der Landstraße zu sein, war mir rein unmöglich zu errathen. Das Einzige, wovon ich mich überzeugt fühlte, war, daß selbst der roheste Mensch und trotz der verdächtig späten Stunde und jener verdächtig einsamen Stelle ihren Beweggrund, zu mir zu sprechen, nicht hätte mißdeuten können.

»Haben Sie mich gehört?« sagte sie, noch immer leidenschaftslos, aber schnell und ohne die geringste Gereiztheit oder Ungeduld. »Ich frug sie, ob das der Weg nach London sei.«

»Ja,« erwiderte ich, »das ist der Weg, er führt nach St. John’s Wood und Regent’s Park. Sie müssen mich entschuldigen, wenn ich Ihnen nicht schneller antwortete. Ihr plötzliches Erscheinen erschreckte mich etwas, und ich kann mir dasselbe auch jetzt durchaus noch nicht erklären.«

»Sie beargwöhnen mich doch wohl nicht, daß ich irgend etwas Unrechtes begehe, wie? Ich habe Nichts Unrechtes begangen. Ich habe ein Unglück gehabt – ich bin sehr unglücklich, so spät hier allein zu sein, warum haben Sie mich im Verdacht, etwas Unrechtes gethan zu haben?«

Sie sprach mit unnöthiger Eindringlichkeit und Bewegung und zog sich mehrere Schritte von mir zurück. Ich that mein Möglichstes, sie wieder zu beruhigen.

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