Wilkie Collins - Die Frau in Weiss
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»Mr. Hartright?« sagte die Dame in fragendem Tone, und sowie sie sprach, erhellte sich ihr dunkles Gesicht durch ein Lächeln und wurde sanft und weiblich. »Wir gaben gestern Abend alle Hoffnung auf, Sie noch zu sehen, und gingen daher zur gewöhnlichen Zeit schlafen. Entschuldigen Sie unseren scheinbaren Mangel an Aufmerksamkeit und erlauben Sie mir, mich Ihnen als eine Ihrer künftigen Schülerinnen vorzustellen. Wollen wir einander die Hände geben? Früher oder später wird es doch vermuthlich dahin kommen – und warum da nicht früher?«
Diese seltsamen Worte des Willkommens wurden mit einer klaren, wohlklingenden, angenehmen Stimme gesprochen. Die dargebotene Hand – ziemlich groß, aber wunderschön geformt – wurde mir mit dem unbefangenen, ungekünstelten Selbstvertrauen einer vornehmen Dame gegeben, wir setzten uns so herzlich und bekannt an den Frühstückstisch, als ob wir einander seit Jahren gekannt hätten und auf Verabredung in Limmeridge House zusammengetroffen seien, um uns von alten Zeiten zu unterhalten.
»Ich hoffe, Sie kommen mit dem freundlichen Entschlusse zu uns, mit Ihrer Lage vorlieb zu nehmen,« fuhr die Dame fort. »Sie werden heute Morgen den Anfang damit machen müssen, indem Sie sich es am Frühstückstische an meiner Gesellschaft allein genügen sollen. Meine Schwester ist auf ihrem Zimmer und pflegt sich in jener wesentlich weiblichen Krankheit, einem leichten Kopfweh, und ihre alte Gouvernante, Mrs. Vesey, leistet ihr darin mit belebendem Thee barmherzigen Beistand. Mein Onkel, Mr. Fairlie, nimmt keine der Mahlzeiten in unserer Gesellschaft ein; er ist ein Invalide und hält seinen Junggesellenhofstaat in seinen eigenen Gemächern. Sonst ist außer mir Niemand im Hause. Es waren zwei junge Damen zum Besuch hier, doch sie verließen uns gestern in Verzweiflung, und das ist nicht zum Verwundern. Während der ganzen Dauer ihres Besuches boten wir ihnen (in Folge Mr. Fairlie’s schwachen Gesundheitszustandes) nicht die Annehmlichkeit eines männlichen Wesens, mit dem sie hätten coquettiren, tanzen und plaudern können, und die Folge davon war, daß wir Nichts thaten als streiten, besonders bei Tische. Wie kann man verlangen, daß vier Frauenzimmer alle Tage zusammen zu Mittag speisen, ohne zu streiten. Wir sind solche einfältige Wesen, daß wir einander nicht bei Tisch unterhalten können. Sie sehen, daß ich nicht viel von meinem Geschlechte halte, Mr. Hartright – was wollen Sie trinken, Thee oder Kaffee? – kein weibliches Wesen hält viel vom eigenen Geschlechte, obgleich wenige dies so offen gestehen, wie ich … Ach Gott! Sie sehen verlegen aus. Warum? Ueberlegen Sie, was Sie zum Frühstück essen wollen? oder sind Sie über meine unbekümmerte Art zu sprechen erstaunt? Im ersteren Falle rathe ich Ihnen als Freundin, sich nicht mit dem kalten Schinken abzugeben, der neben Ihnen steht, und zu warten, bis die Omelette kommt. Im zweiten will ich Ihnen eine Tasse Thee geben, um Ihr Gemüth zu beruhigen, und Alles zu thun, was eine Frau nur immer kann (was, beiläufig gesagt, sehr wenig ist), um den Mund zu halten.«
Sie reichte mir mit fröhlichem Lachen eine Tasse Thee. Ihr leichter Redefluß wie ihre lebhafte Vertraulichkeit gegen einen völlig Fremden waren von einer ungekünstelten Natürlichkeit und einem angeborenen unbefangenen Selbstvertrauen zu sich und ihrer Stellung begleitet, die ihr die Achtung des verwegensten Mannes von der Welt gesichert hätten. Ebenso unmöglich wie es war, förmlich und zurückhaltend in ihrer Gesellschaft zu sein, ebenso unmöglich wäre es gewesen, sich auch nur in Gedanken den kleinsten Schatten einer Freiheit herauszunehmen. Ich empfand dies instinctmäßig, schon während ich mich durch ihre Munterkeit angesteckt fühlte – indem ich mein Möglichstes that, ihr auf ihre eigene offene, lebhafte Manier zu antworten.
»Ja, ja,« sagte sie, als ich ihr mein verblüfftes Aussehen auf die einzig mögliche Art erklärt hatte; »ich begreife, Sie sind so vollkommen fremd im Hause, daß meine familiären Anspielungen auf seine würdigen Bewohner Sie verwirren. Ganz natürlich – ich hätte das früher bedenken sollen. Jedenfalls kann ich die Sache jetzt wieder gutmachen. Wie wär’s, finge ich mit nur selbst an, um desto schneller mit dem Theile des Gegenstandes fertig zu werden? Ich heiße Marianne Halcombe und bin so ungenau, wie Frauen es gewöhnlich sind, wenn ich Mr. Fairlie meinen Onkel, und Miß Fairlie meine Schwester nenne. Meine Mutter war zweimal verheiratet: das erste Mal mit Mr. Halcombe, meinem Vater, das zweite Mal mit Mr. Fairlie, dem Vater meiner Halbschwester. Außer darin, daß wir beide Waisen sind, gleichen wir einander so wenig wie möglich. Mein Vater war ein armer, und Miß Fairlie’s Vater ein reicher Mann. Ich besitze gar Nichts, und sie ist eine Erbin. Ich bin brünett und häßlich, und sie ist blond und hübsch. Jedermann findet mich mit vollkommenem Rechte barsch und sonderbar und sie mit noch größerem Rechte freundlich und anmuthig. Kurz, sie ist ein Engel, und ich – kosten Sie doch diese Marmelade, Mr. Hartright, und beendigen Sie selbst meinen Satz im Namen weiblicher Schicklichkeit. Was soll ich Ihnen über Mr. Fairlie erzählen? Ich weiß es wahrhaftig kaum. Er wird Sie ganz sicher nach dem Frühstücke zu sich bitten lassen, und da können Sie ihn selbst studiren. Unterdessen kann ich Sie unterrichten, daß er erstens des verstorbenen Mr. Fairlie jüngerer Bruder, zweitens unverheiratet und drittens Miß Fairlie’s Vormund ist. Ich will nicht ohne sie, und sie kann ohne mich nicht leben, und das ist der Grund, weshalb ich dazu komme, in Limmeridge House zu leben. Meine Schwester und ich, wir haben einander ernstlich lieb, was, wie Sie sagen werden, unter solchen Verhältnissen ganz unerklärlich ist, und ich stimme darin mit Ihnen überein – aber es ist einmal so. Sie müssen uns entweder Beiden gefallen, Mr. Hartright, oder Keiner; und, was noch härter ist, Sie sind gänzlich auf unsere Gesellschaft angewiesen, Mrs. Vesey ist eine vortreffliche Frau, die alle Cardinaltugenden besitzt und nicht mitgerechnet wird; und Mr. Fairlie ist zu krank, um für irgend Jemanden ein Gesellschafter zu sein. Ich weiß nicht, was ihm fehlt, auch die Aerzte können es nicht ergründen, und er selbst ist darüber im Unklaren. Wir sagen Alle, es kommt von den Nerven her, und Keiner von uns weiß, was er damit meint, wenn er das sagt. Ich rathe Ihnen indessen, seinen kleinen Sonderbarkeiten zu willfahren, wenn Sie ihn heute sehen. Bewundern Sie seine Sammlungen von Münzen, Stahlstichen und Aquarellen, und Sie werden sein Herz gewinnen. Und wirklich, wenn Sie sich mit einem ruhigen Landleben begnügen können, so sehe ich nicht ein, warum es Ihnen hier nicht ganz gut gefallen sollte, vom Frühstück bis zum Gabelfrühstück werden Mr. Fairlie’s Zeichnungen Sie beschäftigen. Nach dem Gabelfrühstück schultern wir, Miß Fairlie und ich, unsere Skizzenbücher und gehen aus, um unter Ihrer Aufsicht die Natur auf Papier dar- oder entstellen zu lernen; Zeichnen ist ihre Lieblingsgrille, nicht die meinige, bitte ich zu bemerken. Frauen können nicht zeichnen – sie sind zu flüchtig und ihre Augen zu unaufmerksam. Einerlei – meine Schwester findet Vergnügen daran, und folglich verschwende ich ihr zu Gefallen Farbe und verderbe Papier mit Todesverachtung, wie andere Frauen in England. Was die Abende betrifft, so denke ich, daß wir Ihnen über dieselben hinweg helfen können. Miß Fairlie spielt wunderschön Clavier. Was mich betrifft, so kann ich nicht einen Ton von einem anderen unterscheiden, aber ich kann es im Schach, im Triktrak, Ecarté und (mit den unvermeidlichen weiblichen Nachtheilen) selbst im Billard mit Ihnen aufnehmen. Wie gefällt Ihnen das Programm? Können Sie sich mit unserem ruhigen, regelmäßigen Leben begnügen? oder beabsichtigen Sie, unruhig zu sein und in der Alltagsatmosphäre von Limmeridge House heimlich nach Abwechslung und Abenteuern zu dürsten?«
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