Wilkie Collins - Die Frau in Weiss

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»Wir haben also wirklich und getreulich Alles gethan, was wir thun konnten?« sagte sie, indem sie Mrs. Catherick’s Brief hin und her wandte.

»Wenn wir Sir Percivals Freunde sind, die ihn kennen und ihm trauen, so haben wir Alles, ja mehr als nothwendig war, gethan,« sagte ich etwas verdrießlich über die Rückkehr ihrer Zögerung. »Sind wir aber Feinde, die ihn beargwöhnen –«

»An eine solche Alternative ist nicht zu denken,« unterbrach sie mich, »wir sind Sir Percivals Freunde, und falls Großmuth noch etwas zu unserer Achtung für ihn hinzufügen konnte, so sollten wir sogar seine Bewunderer sein. Sie wissen, daß er gestern eine Unterredung mit Mr. Fairlie hatte und später mit mir ausritt?«

»Ich sah Sie zusammen fortreiten.«

»Wir unterhielten uns zuerst von Anna Catherick und der seltsamen Art und Weise, in der Mr. Hartright mit ihr zusammentraf. Sir Percival sprach dann in den uneigennützigsten Ausdrücken über sein Verhältniß zu Laura. Er sagte, er habe bemerkt, daß sie niedergeschlagen sei, und falls man ihn nicht von dem Gegentheil unterrichte, so müsse er dieser Ursache die Veränderung in ihrem Benehmen gegen ihn während seines gegenwärtigen Besuches zuschreiben. Falls jedoch dieser Veränderung eine ernstere Ursache zu Grunde liege, so beschwöre er mich sowohl als Mr. Fairlie, ihrer Neigung keinen Zwang anzuthun. Das Einzige, worum er sie in diesem Falle nur bitte, sei, daß sie sich zum letzten Male der Umstände erinnere, unter welchen ihre Verlobung stattgefunden und welcher Art sein Benehmens vom ersten Augenblicks derselben bis zu diesem gewesen sei. Falls sie nach reiflicher Ueberlegung dieser beiden Fragen wirklich wünsche, daß er seine Ansprüche auf die Ehre, ihr Gemahl zu werden, zurücknehme – und falls sie ihm dies mit ihren eigenen Lippen sagen wolle, so werde er sich selbst aufopfern und sie frei lassen.«

»Kein Mann konnte mehr sagen, Miß Halcombe. Soweit meine Erfahrung geht, würden wenige Männer so viel gesagt haben.«

Sie schwieg eine Weile, nachdem ich gesprochen, und sah mich mit einem seltsamen Ausdrucke der Verlegenheit und Betrübniß an.

»Ich beschuldige Niemanden und argwöhne Nichts,« rief sie plötzlich aus. »Aber ich kann die Verantwortlichkeit, Laura zu dieser Heirat zu überreden, nicht auf mich nehmen.«

»Nun, das ist ja gerade das Verfahren, das Sir Percival Sie einzuschlagen ersucht hat,« sagte ich erstaunt. »Er hat sie gebeten, ihrer Neigung keinen Zwang anzuthun.«

»Und indirect nöthigt er mich dazu, wenn ich ihr seine Botschaft sage.«

»Wie ist das möglich?«

»Befragen Sie Ihre eigenen Erfahrungen über Laura, Mr. Gilmore. wenn ich ihr sage, sich der Umstände ihrer Verlobung zu erinnern, wende ich mich an zwei der stärksten Gefühle ihrer Natur, an ihre Liebe zum Andenken ihres Vaters und an ihre unerschütterliche Wahrheitsliebe. Sie wissen, daß sie noch nie in ihrem Leben ein Versprechen gebrochen hat; Sie wissen, daß sie in diese Verlobung zu Anfang der tödlichen Krankheit ihres Vaters willigte, welcher auf seinem Sterbelager voll Hoffnung und Freude von ihrer Vermählung mit Sir Percival Glyde sprach.«

»Sie wollen doch sicherlich nicht darauf anspielen,« sagte ich, »daß Sir Percival, als er gestern zu Ihnen sprach, auf einen solchen Erfolg speculirt hätte?«

»Denken Sie, daß ich einen Augenblick in der Gesellschaft eines Mannes bleiben würde, den ich einer solchen Schlechtigkeit fähig hielte?« fragte sie aufgebracht.

Es that mir wohl, ihre tiefe Entrüstung auf mich herabblitzen zu fühlen. In meinem Berufe sieht man so viel Bosheit und so wenig wirkliche Entrüstung.

»In dem Falle,« sagte ich, »entschuldigen Sie mich, wenn ich Ihnen sage, daß Sie über den Bereich der Sache hinausgehen. Welcher Art auch die Folgen sein mögen, Sir Percival hat das Recht zu verlangen, daß Ihre Schwester ihre Verlobung von jedem Gesichtspunkte aus reiflich überlege, ehe sie fordert, daß man sie derselben entbinde. Falls jener unglückselige Brief sie gegen ihn eingenommen, so gehen Sie sogleich und sagen ihr, daß er sich in Ihren und meinen Augen gerechtfertigt hat. Was kann sie dann noch gegen ihn einzuwenden haben? Welche Entschuldigung kann sie möglicherweise dafür haben, wenn sie ihre Meinung über einen Mann ändert, den sie schon vor zwei Jahren als ihren künftigen Gemahl annahm?«

»In den Augen des Gesetzes und der Vernunft keine, Mr. Gilmore, das glaube ich wohl. Falls sie noch zögert, so müssen Sie unser sonderbares Betragen, wenn es Ihnen beliebt, in beiden Fällen der Laune zuschreiben, und wir müssen den Tadel ertragen, so gut wir eben können.«

Mit diesen Worten erhob sie sich plötzlich und verließ mich. Wenn einem vernünftigen Frauenzimmer eine ernste Frage vorgelegt wird und sie derselben durch eine leichtfertige Antwort ausweicht, so ist dies in neun und neunzig Fällen von hunderten ein sicheres Zeichen, daß sie Etwas zu verhehlen hat. Ich kehrte zu meiner Zeitung zurück, indem ich stark vermuthete, daß Miß Halcombe und Miß Fairlie ein Geheimniß hatten, das sie mir sowohl als Sir Percival verbargen. Mir schien dies hart gegen uns Beide, namentlich gegen Sir Percival.

Meine Zweifel, oder um mich richtiger auszudrücken, meine Ueberzeugung wurde durch Miß Halcombe’s Sprache und Benehmen bestätigt, als ich sie später am Tage wiedersah. Sie war mißtrauisch kurz und zurückhaltend, als sie mir den Erfolg ihrer Unterredung mit ihrer Schwester mittheilte, Miß Fairlie, wie es schien, hatte ihr ruhig zugehört, als sie ihr die Briefaffaire aus dem richtigen Gesichtspunkte vorlegte; als aber Miß Halcombe ihr darauf mittheilte; daß Sir Percival’s Besuch in Limmeridge den Zweck habe, sie zu bitten, den Tag für ihre Vermählung festzusetzen, that sie jeder ferneren Erwähnung des Gegenstandes Einhalt, indem sie um Zeit bat. Wenn Sir Percival sie jetzt noch verschonen wolle, so verpflichte sie sich, ihm vor Ablauf des Jahres noch ihre entscheidende Antwort zu geben. Sie hatte mit solcher Angst und Aufregung um diesen Verzug gefleht, daß Miß Halcombe ihr versprochen, nöthigenfalls ihren Einfluß geltend zu machen, um ihn für sie auszuwirken; und auf Miß Fairlie’s ernstliche Bitten hatte damit jede fernere Unterhaltung über die Heirathsfrage geendet.

Dieses rein temporäre Uebereinkommen mochte der jungen Dame gelegen genug sein; den Schreiber dieser Zeilen setzte es jedoch einigermaßen in Verlegenheit. Die Frühpost hatte mir einen Brief von meinem Compagnon gebracht, welcher mich nöthigte, am folgenden Tage mit dem Nachmittagszuge nach London zurückzukehren. Es war höchst wahrscheinlich, daß ich keine zweite Gelegenheit finden würde, um in dem Jahre noch einmal nach Limmeridge House zu kommen. Gesetzt nun, Miß Fairlie entschloß sich endlich, ihre Verlobung gelten zu lassen, so wurde in jenem Falle die nothwendige persönliche Unterredung mit ihr, ehe ich den Heirathscontract aufsetzte, fast eine Unmöglichkeit; und wir würden genöthigt sein, schriftlich über Sachen übereinzukommen, welche immer mündlich verhandelt werden sollten. Ich sagte Nichts von dieser Schwierigkeit, bis Sir Percival über den Verzug befragt worden. Er war ein zu galanter Mann, um nicht sofort ihren Wunsch zu gewähren. Als Miß Halcombe mich hiervon unterrichtete, sagte ich ihr, daß ich durchaus mit ihrer Schwester sprechen müsse, ehe ich Limmeridge verlasse; und es wurde daher bestimmt, daß ich Miß Fairlie am nächsten Morgen in ihrem Wohnzimmer sprechen solle. Sie kam nicht zu Tische, noch später Abends herunter. Unwohlsein wurde als Entschuldigung angegeben, und Sir Percival schien mir ein wenig verdrossen auszusehen, als er es hörte, wozu er gewiß Ursache hatte.

Am folgenden Morgen, sobald das Frühstück vorbei war, ging ich zu Miß Fairlie’s Wohnstube hinauf. Das arme Mädchen sah so blaß und traurig aus und kam mir so bereitwillig und hübsch entgegen, daß mein Entschluß, sie über ihre Laune und Unentschlossenheit auszuzanken, sofort wankte. Ich führte sie zu dem Sitze zurück, den sie verlassen, und setzte mich dann ihr gegenüber. Ihr mürrisches kleines Windspiel war in der Stube und ich war vollkommen auf einen knurrenden, bellenden Empfang von ihm vorbereitet. Seltsamerweise aber täuschte das wunderliche kleine Thier meine Erwartungen, indem es mir auf den Schooß sprang und seine spitze kleine Schnauze vertraulich in meine Hand steckte.

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