Wilkie Collins - Die Frau in Weiss

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»Es thut mir sehr leid, daß ich mich so vergessen habe,« sagte sie ungekünstelt. »Ich bin seit Kurzem sehr nervenschwach geworden und wenn ich allein bin, weine ich oft ohne alle Ursache. Mir ist jetzt besser; ich kann Ihnen jetzt antworten, wie ich sollte, Mr. Gilmore, gewiß, ich kann es.«

»Nein, nein, mein Kind,« erwiderte ich; »wir wollen die Sache für jetzt als abgemacht ansehen. Sie haben genug gesagt, um mich zu bevollmächtigen, Ihre Interessen nach Kräften zu wahren, und die Einzelheiten können wir bei Gelegenheit feststellen. Wir wollen von etwas Anderem reden.«

Ich leitete das Gespräch sofort auf andere Gegenstände. In zehn Minuten war sie in besserer Stimmung, und ich stand auf, um Abschied zu nehmen.

»Kommen Sie bald wieder,« bat sie ernstlich; »ich will versuchen, den gütigen Antheil, den Sie an mir nehmen, besser zu verdienen, wenn Sie nur wiederkommen wollen.«

Noch immer dieses Festhalten an der Vergangenheit – die Vergangenheit, die ich auf meine Art, wie Miß Halcombe auf die ihre für sie repräsentirte! Es betrübte mich tief, zu sehen, daß sie schon am Anfange ihrer Lebensbahn zurückblickte, wie ich am Ende der meinigen zurückblicke.

»Falls ich wiederkomme, so hoffe ich, Sie wohler zu finden,« sagte ich – »wohler und glücklicher. Gott segne Sie, mein liebes Kind.«

Sie antwortete, indem sie mir ihre Wange zum Kusse hinhielt. Sogar Advocaten haben Herzen, und meines that nur weh, als ich Abschied von ihr nahm.

Unsere ganze Unterredung hatte wenig länger als eine halbe Stunde gewährt – sie hatte in meiner Gegenwart nicht eine Silbe geäußert, um die offenbare Unruhe und Bangigkeit über die Aussicht ihrer Vermählung zu erklären – und doch hatte sie mich für ihre Ansicht der Frage gewonnen, ich wußte weder wie noch warum. Ich war mit dem Gefühle in’s Zimmer getreten, daß Sir Percival alle Ursache habe, über ihr Benehmen gegen ihn unzufrieden zu sein. Ich verließ es mit der heimlichen Hoffnung, daß sie ihn beim Worte nehmen und ihre Freigebung von ihm fordern möge. Ein Mann in meinen Jahren und von meinen Erfahrungen hätte klüger sein sollen, als auf diese unverständige Weise hin und her zu schwanken. Ich kann mich nicht entschuldigen; ich kann nur die Wahrheit sagen: es war einmal so.

Die Stunde meiner Abreise nahte jetzt heran. Ich ließ Mr. Fairlie sagen, ich wolle ihm, falls es ihm gefällig, meine Aufwartung machen, um ihm Adieu zu sagen, daß er mich jedoch entschuldigen müsse, falls ich in Eile sei. Er schickte mir einen mit Bleistift geschriebenen Zettel mit folgenden Zeilen: »Herzlichen Gruß und die besten Wünsche, lieber Gilmore. Jede Eile ist mir unbeschreiblich nachtheilig. Bitte, pflegen Sie sich. Adieu.«

Gerade ehe ich abreiste, sah ich Miß Halcombe einen Augenblick allein.

»Haben Sie Laura Alles gesagt, was Sie ihr zu sagen hatten?« fragte sie.

»Ja,« entgegnete ich, »sie ist sehr leidend und nervenschwach; ich bin froh, daß sie Sie hat, daß Sie sich ihrer annehmen können.«

Miß Halcombe’s scharfer Blick ruhte aufmerksam auf meinem Gesichte.

»Sie haben Ihre Meinung über Laura geändert,« sagte sie; »Sie sind heute bereitwilliger, Entschuldigungen für sie zu machen, als Sie gestern waren.«

Kein vernünftiger Mann läßt sich unvorbereitet auf ein Wortgefecht mit einem Weibe ein. Ich erwiderte blos:

»Lassen Sie mich wissen, was sich zuträgt. Ich will Nichts anfangen, bis ich von Ihnen höre.«

Sie sah mir noch immer scharf in’s Gesicht. »Ich wollte, es wäre Alles vorüber und glücklich vorüber, Mr. Gilmore – und dasselbe wünschen Sie.« Mit diesen Worten verließ sie mich.

Sir Percival bestand sehr höflich darauf, mich bis an den Wagenschlag zu begleiten.

»Falls Sie je in meine Nachbarschaft kommen, bitte ich Sie, nicht zu vergessen, daß ich aufrichtig unsere Bekanntschaft zu befestigen wünsche. Der erprobte und bewährte Freund dieser Familie wird mir stets ein willkommener Gast sein.«

Ein wahrhaft unwiderstehlicher Mann, höflich, rücksichtsvoll und auf eine bezaubernde Art frei von allem Stolze – jeder Zoll ein Gentleman. Als ich nach der Station abfuhr, fühlte ich, daß ich mit Freuden Alles thun könnte, um Sir Percival Glyde’s Interessen zu fördern – Alles in der Welt, nur nicht den Heiratscontract seiner Frau aufsetzen.

III

Es verging eine Woche nach meiner Rückkehr nach London, ohne daß ich von Miß Halcombe hörte.

Am achten Tage lag ein Brief mit ihrer Handschrift unter den Briefen auf meinem Pulte.

Derselbe zeigte mir an, daß Sir Percival Glyde definitiv angenommen sei, und daß die Heirat, wie er es ursprünglich gewünscht, vor Ablauf des Jahres stattfinden werde, aller Wahrscheinlichkeit nach innerhalb der letzten vierzehn Tage des Monats December. Miß Fairlie’s einundzwanzigster Geburtstag war Ende März nächsten Jahres. Auf diese Weise also wurde sie drei Monate vor ihrer Mündigkeit Sir Percivals Gemahlin.

Ich hätte nicht erstaunt sein, es hätte mich nicht betrüben sollen; aber Beides war dessenungeachtet der Fall. Eine kleine Unzufriedenheit über die lakonische Kürze von Miß Halcombe’s Brief mischte sich in diese Gefühle und trug dazu bei, mich für den ganzen Tag zu verstimmen. In dem Lapidarstil von sechs Zeilen kündigte meine Correspondentin mir die beabsichtigte Heirat an; in noch dreien, daß Sir Percival von Cumberland abgereist und nach Hampshire zurückgekehrt sei; und in zwei Schlußsätzen, erstens daß Laura sehr einer Veränderung der Luft und heiterer Gesellschaft bedürfe und zweitens, daß sie beschlossen, sofort die Wirkung einer solchen Veränderung zu versuchen, indem sie ihre Schwester mit sich auf einen Besuch zu gewissen alten Bekannten in Yorkshire nehme. Damit endete der Brief, ohne ein Wort zur Erklärung der Umstände, welche Miß Fairlie bewogen hatten, in einer kurzen Woche, nachdem ich sie zuletzt gesehen, Sir Percival anzunehmen.

Die Ursache dieses schnellen Entschlusses wurde mir später zur Genüge erklärt. Doch darf ich sie nicht unvollkommen und nach blosem Hörensagen berichten. Die Umstände gehören zu Miß Halcombe’s persönlichen Erlebnissen; und in ihrer Aussage wird sie dieselben in ihren Einzelheiten genau so beschreiben, wie sie sich ereigneten. Unterdessen bleibt mir nur noch die Aufgabe, das letzte mit Miß Fairlie’s Vermählung in Beziehung stehende Ereigniß, mit welchem ich persönlich zu thun hatte, zu berichten, nämlich das Aufsetzen des Heiratscontractes.

Es ist unmöglich, verständlich von diesem Dokumente zu reden, ohne erst in gewisse Details in Bezug auf die Vermögensverhältnisse der Braut einzugehen. Ich will versuchen, meine Erklärung kurz und deutlich zu geben und mich von allen dunklen, technischen Ausdrücken frei zu halten. Die Sache ist von der allergrößten Wichtigkeit, da Miß Fairlie’s Erbe einen sehr wichtigen Theil von Miß Fairlie’s Geschichte ausmacht.

Miß Fairlie’s Vermögenserwartungen waren also zweierlei Art und bestanden demnach theils in der möglichen Erbschaft liegenden Grundeigenthums oder Ländereien, wenn ihr Onkel starb, theils in ihrem unbedingten Erbe persönlichen Eigentums oder Geldes, sobald sie mündig wurde.

Von den Länderein zuerst.

Zu Lebzeiten von Miß Fairlie’s Großvater – väterlicher Seite – (den wir Mr. Fairlie den Aelteren nennen wollen) stand das Fideicommiß folgendermaßen:

Mr. Fairlie der Ältere starb und hinterließ drei Söhne, Philipp, Frederick und Arthur. Als ältester Sohn erbte Philipp das Gut. Falls er starb, ohne einen Sohn zu hinterlassen, ging das Eigenthum auf seinen zweiten Bruder Frederick über. Und falls Frederick ebenfalls starb, ohne einen Sohn zu hinterlassen, so kam es an den dritten Bruder Arthur.

Nun geschah es aber, daß Mr. Philipp Fairlie bei seinem Ableben eine einzige Tochter hinterließ, die Laura unserer Erzählung, und das Gut fiel in Folge dessen an den zweiten Bruder Frederick, der unverheiratet war.

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