William Wilkie Collins - Die Heirath im Omnibus

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Sechstes Kapitel

Ich habe nun die vorläufige Skizze vollendet, die ich von dem Charakter meiner nächsten Verwandten entwerfen mußte. Ihr Portrait mußte nothwendig in diesen Blättern einen Platz finden, und ich kann nun unmittelbar auf den Gegenstand meiner Erzählung eingehen.

Der Leser denke sich, daß mein Vater und meine Schwester seit einigen Monaten ihr Haus in London bewohnen und daß ich mich ganz kürzlich ebenfalls bei ihnen eingefunden, nachdem ich das Vergnügen einer raschen Reise auf dem Continente genossen.

Mein Vater widmet sich ganz seinen parlamentarischen Arbeiten. Die Comitesitzungen nehmen seine Vormittage in Anspruch, die Debatten seine Abende Wenn er zufällig einen Tag frei hat, so bringt er ihn, mit seinen persönlichen Angelegenheiten beschäftigt, in seinem Cabinette zu. In Gesellschaft zeigt er sich sehr wenig. Ein Diner, zu welchem die Politik die Gäste vereinigt – oder eine wissenschaftliche Conferenz – dies sind die einzigen Zerstreuungen, die etwas Verlockendes für ihn haben.

Meine Schwester führt ein Leben, welches ihren einfachen Geschmacksrichtungen durchaus nicht entspricht. Sie wird von Bällen, Opernbesuch, Blumenausstellungen, mit Einem Worte, allen Vergnügungen, welche London bietet, aus ermüdende Weise in Anspruch genommen. Im Grunde ihres Herzens seufzt sie nach der Zeit, wo sie auf ihrem Pony über die grünen Wiesen galoppirt und unter die besten Schüler der Elementarschule des guten Pfarrers Kuchen und andere Geschenke austheilt.

Die junge Miß, ihre Gesellschafterin aber, welche sich auf Besuch bei ihr befindet, ist für die Feste und Soireen leidenschaftlich eingenommen. Mein Vater zählt auf seine Tochter, daß sie die Einladungen honorire, welche er für seine Person genöthigt ist, abzulehnen.

deshalb thut sie ihren eignen Neigungen und Geschmacksrichtungen Gewalt an. Sie opfert sich wie immer und entschließt sich, in die von, der schönen Welt angeführten, erstickend heißen Salons zu gehen, immer wieder dieselben mit ans Wunderbare grenzender Zungenfertigkeit ausgesprochenen Komplimente anzuhören, jeden Abend wie den vorherigen auf dieselben Höflichkeitsfragen zu antworten, bis sie, so geduldig sie auch ist, wünscht, daß alle ihre fashionablen Freunde in einem dem ihrigen entgegengesetzten Winkel des Erdballs, und so fern von ihr als möglich wohnen möchten.

Meine Rückkehr vom Continente entspricht ihren Wünschen, denn ihr Leben in London erhält dadurch eine neue Richtung, ein neues Ziel.

Ich habe angefangen, einen historischen Roman zu schreiben. Eigentlich und hauptsächlich habe ich es in der Absicht gethan, das Land zu studiren, in welches ich den Schauplatz des Romans verlege. Clara hat die ersten fünf oder sechs Kapitel meines Manuscripts gelesen und prophezeiht einen großen Erfolg für mein Werk, wenn ich es herausgeben werde. Sie selbst hat die Einrichtungen in meinem Arbeitscabinet getroffen, meine Bücher abgestäubt und meine Papiere geordnet.

Sie weiß, daß ich in Bezug auf meine geliebten Scharteken und« kostbaren Sammlungen schon ziemlich zornmüthig geworden bin, und daß die Dazwischenkunft eines Stubenmädchens oder Flederwisches mich eben so argwöhnisch und reizbar macht, als wenn ich ein Autor wäre, der schon seit zwanzig Jahren die Lesewelt in Entzücken setzt.

Sie ist entschlossen, mir jede Befürchtung in dieser Beziehung zu benehmen, indem sie es selbst übernimmt, in meinem Cabinet aufzuräumen, und sie behält den Schlüssel dazu bei sich, wenn ich desselben nicht bedarf.

Ihre Aufmerksamkeiten gehen noch weiter. Ueberall, wo ich in den Büchern sich auf meinen Gegenstand beziehende zu extrahirende Stellen eingezeichnet habe, öffnet sie selbst den Band und schreibt die Zeilen ab, deren ich bedarf, um mir meine ganze Zeit für die Kopfarbeit frei zu lassen.

Ich bitte sie, sich nicht so viel Mühe zu machen, aber sie antwortet mir lachend, daß sie entschlossen ist, mit mir zugleich der Nachwelt bekannt zu werden, daß sie nach der Ehre trachtet, der Secretär des berühmten Autors gewesen zu sein, wenn seine Biographie für die künftigen Generationen geschrieben werden wird.

Unsere Zeit theilt sich zwischen die Vergnügungen und die Beschäftigungen der Stadt.

Unsere Pferde verschaffen uns jedoch die angenehmsten Zerstreuungen.

Jeden Tag machen wir einen Spazierritt, – bald mit Freunden, bald allein.

In diesem letztern Falle schlagen wir meistentheils eine Richtung ein, welche der der Parks entgegengesetzt ist, und suchen ländliche Ansichten auf, so wie man sie eben in der Umgegend von London haben kann.

Die Straßen, welche nach Norden führen, sind unsre Lieblingsrichtungen. Zuweilen reiten wir so weit, daß wir uns gezwungen sehen, unsre Pferde vor einem kleinen Wirthshause zu erfrischen, welches mich an die Dorfschenken erinnert, die man in der Nähe unseres Landsitzes antrifft. Ich sehe hier dieselbe mit seinem Sand bestreute Diele des Gastzimmers, dieselben alten Jagdgemälde an der Wand, dieselben Tische und Stühle von dunklem Eichenholze, die ich in dem Wirthshause des Dorfes gesehen zu haben mich entsinne.

Clara findet auch an gewissen Leuten, welche auf den Schwellen ihrer Thüren stehen, das Ansehen der Leute bei uns, und gewisse Bäume kommen ihr vor, als wären sie ausdrücklich für sie aus unseren Parks hierher verpflanzt worden.

Diese Ausflüge halten wir geheim. Wenn mein Vater wüßte, daß seine Tochter frische Milch und sein Sohn altes Bier in dem gewöhnlichen Gastzimmer eines Wirthshauses an der Landstraße trinkt!

Von dieser Art war meine Lebensweise und von dieser Art die Regelmäßigkeit meiner Arbeiten und meiner Vergnügungen, als ein rein zufälliges Ereigniß meine Existenz über den Haufen warf und den Menschen, der ich damals war, in den verwandelte, der ich jetzt bin.

Es geschah dies auf folgende Weise.

Siebentes Kapitel

Ich hatte eben einen vierteljährigen Betrag des mir ausgesetzten Taschengeldes erhalten und war in die City gegangen, um die Anweisung darauf bei dem Bankier meines Vaters umzusetzen.

Nachdem ich mein Geld eingestrichen, überlegte ich einen Augenblick, auf welche Weise ich den Rückweg machen sollte.

Anfangs wollte ich zu Fuße gehen und dann eine Droschke nehmen.

Während ich über diesen ernsten Gegenstand nachdachte, fuhr ein Omnibus an mir in westlicher Richtung vorbei. Einem ganz mechanischen Impulse gehorchend, winkte ich dem Conducteur, Halt zu machen, und stieg ein.

Diese Bewegung war indessen nicht rein mechanisch, wie ich so eben sagte. Wenn ich auch zu jener Zeit noch in keiner andern Beziehung Anspruch auf den Namen eines Schriftstellers gehabt hätte, so besaß ich doch wenigstens einen natürlichen Hang, bei Andern die hervorspringenden Züge ihres Charakters zu entdecken, und – was die Folge davon ist – ich fand ein wirkliches Vergnügen darin, Charaktere von allen Arten überall zu studiren, wo der Zufall sie mir entgegenführte.

Schon früher war ich mehr als ein Mal in einen Omnibus gestiegen, um mir durch Beobachtung der Passagiere ein Vergnügen zu bereiten. Ein Omnibus ist mir immer vorgekommen wie ein ambulantes Ausstellezimmer, welches allen Excentricitäten der menschlichen Natur gewidmet ist.

Ich kenne kein anderes Terrain, auf welchem der Zufall mit größerer Bizarrerie in wenig Augenblicken Personen aus allen Klassen und von jedem Temperamente zusammenführt und gruppiert, und wo diese Annäherung die schneidendsten Gegensätze zur Folge hat.

Schon durch Beobachtung der Art und Weise, auf welche die verschiedenen Leute in das Fuhrwerk steigen und darin Platz nehmen, bekommt man einen Ueberblick über die mannigfachen Varietäten des menschlichen Charakters, der nicht weniger verschieden ist als das menschliche Gesicht.

In einem Omnibus zu fahren, ist für mich immer ein Vergnügen gewesen, welches ich mit dem vergleichen möchte, welches mir die erste Lectüre eines amüsanten Buches verursacht.

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