William Wilkie Collins - Mann und Weib
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In diesem Augenblick erschien Blanche »Mr. Brinkworth«, sagte sie, »Sie kommen gleich an die Reihe und Du kommst schon jetzt, lieber Onkel.«
»Gott sei mir gnädig! ich habe gar nicht mehr an das Spiel gedacht« Er sah sich um und fand seinen Hammer und seinen Ball noch auf dem Tische liegen. »Wo sind die modernen Ersatzmittel für Conversation?« rief er aus. »Da sind sie!« Und mit diesen Worten nahm er den Hammer wie einen Regenschirm unter den Arm und warf den Ball vor sich her, daß er dem Rasen zurollte »Wer mag Wohl«, sagte er bei sich, als er munter hinaus humpelte, »der erste Narr gewesen sein, der das Leben für eine ernste Sache erklärte! Da steh’ ich alter Thor mit einem Fuße im Grabe und die dringendste Frage, die mich diesen Augenblick beschäftigt, ist: »Werde ich meinen Ball durch die Ringe bringen?«
Arnold und Blanche blieben allein! Unter den persönlichen Vorzügen, welche die Natur den Frauen gewährt hat, giebt es keine beneidenswertheren, als die, am reizendsten auszusehen, wenn sie dem Mann ihrer Neigung gegenüberstehen. Als Blanche’s Augen, nachdem Sir Patrick den Gartenpavillon verlassen hatte, sich Arnold zuwandten, konnte selbst die abscheuliche Entstellung eines mächtigen Chignons und eines tellerartigen Hutes den dreifachen Reiz der Jugend, der Schönheit und der Zärtlichkeit, die aus ihren Augen strahlten, nicht schmälern; Arnold sah sie an und empfand bei dem Gedanken, daß er mit dem nächsten Zuge fortgehen und sie in der Gesellschaft von mehr als einem Bewunderer seines Alters zurücklassen müsse, eine Besorgniß, die ihm bisher noch nicht aufgestiegen war. In den vierzehn Tagen, die er unter demselben Dache mit Blanche verlebt hatte, war die Ueberzeugung in ihm reif geworden, daß sie das reizendste Geschöpf auf der Welt sei. Vielleicht, dachte er, würde sie es gar nicht so übel nehmen, wenn er ihr das sagte und er beschloß, es ihr in diesem günstigen Augenblick zu sagen. Aber wer hat je die Tiefe des Abgrundes gemessen, der zwischen Absicht und Ausführung liegt? Arnold’s Entschluß zu reden, war so fest, wie ein Entschluß nur sein kann und was wurde daraus? Zur Schande der menschlichen Schwäche sei es gesagt – nichts als Schweigen.
»Sie scheinen nicht ganz wohl zu sein, Mr. Brinkworth«, sagte Blanche »Wovon hat Sir Patrick mit Ihnen gesprochen? Mein Onkel erprobt seinen Witz an Jedermann, haben Sie ihm auch als Zielscheibe dienen müssen?«
Arnold glaubte eine Gelegenheit gefunden zu haben, zwar in weiter Ferne, aber doch eine Gelegenheit. Sir Patrick ist ein gefährlicher alter Herr«, antwortete er; »gerade in dem Augenblick, als Sie eintraten, hat er mir ein Geheimnis; vom Gesicht abgelesen!« Arnold hielt inne, faßte sich aber ein Herz und ging gerade auf sein Ziel los. »Ich möchte wohl wissen«, fragte er geradezu, »ob Sie dieselbe Gabe besitzen, wie Ihr Onkel.«
Blanche verstand ihn auf der Stelle. Hätte sie Zeit gehabt, so würde sie sich wahrscheinlich seiner angenommen und ihn Schritt für Schritt sanft an sein Ziel geleitet haben, aber in höchstens zwei Minuten war Arnold an der Reihe zu spielen.
»Er will mir einen Antrag machen«, sagte Blanche bei sich, »und da hat er eine Minute Zeit dazu; er soll es in dieser Minute thun.«
»Wie!« rief sie aus, »meinen Sie, daß die Gabe des Errathens ein Familienerbtheil ist?«
Arnold stürzte sich Hals über Kopf auf die nächstliegende Antwort. »Ich wünschte, dem wäre so.«
Blanche sah wie ein Bild des Erstaunens aus »Wenn Sie in meinem Gesicht lesen könnten, was Sir Patrick darin gelesen hat« – er hätte den Satz nur zu vollenden brauchen und die Sache wäre gethan gewesen, aber die Liebesleidenschaft gefällt sich darin, sich selbst tückischer Weise Hindernisse in den Weg zu legen. – Gerade in diesem ungelegenen Augenblick wurde Arnold von einer plötzlichen Schüchternheit ergriffen und hielt in der denkbar ungeschicktesten Weise inne.
Blanche hörte vom Rasen her den Schlag des Hammers auf den Ball und das, Lachen der Gesellschaft über die Ungeschicklichkeit Sir Patricks. Die kostbarsten Secunden eilten dahin; sie hätte Arnold wegen seiner entsetzlichen Zaghaftigkeit schlagen mögen.
»Nun»sagte sie ungeduldig, »was soll ich denn in Ihrem Gesichte lesen?«
Arnold setzte noch einmal an und sagte: »Sie sollen darin lesen, daß ich ein bischen Aufmunterung brauche.«
»Von mir?«
»Ja wohl, von Ihnen.«
Blanche sah über ihre Schultern weg hinaus in den Garten. Der Garten-Pavillon stand auf einer kleinen Anhöhe, zu welcher Stufen führten. Die Spieler auf dem Rasen unten waren hörbar, aber nicht sichtbar. Jeden Augenblick konnte Jemand ganz unerwartet erscheinen. Blanche horchte, aber kein nahender Schritt war zu vernehmen. Jetzt war es wieder still, und dann erklang wieder ein Schlag des Hammers auf den Ball und dann ein allgemeines Händeklatschen. Sir Patrick war eine priviligirte Person, man hatte ihm vermuthlich erlaubt, das Spiel noch einmal zu versuchen, und er war bei dem zweiten Versuch glücklicher gewesen. Dadurch war ein kleiner Aufschub entstanden.
Blanche sah Arnold wieder an.
»Nun wohl, ich ermuthige Sie«, flüsterte sie, »das heißt,« fügte sie mit dem unvertilgbaren weiblichen Instinct der Selbstvertheidigung hinzu, »in den gehörigen Grenzen!«
Arnold setzte zum letzten Mal an und dieses Mal mit Erfolg. »Nun also. Ich liebe Sie, und zwar – grenzenlos.«
Es war geschehen, die Worte waren ausgesprochen! Er hatte ihre Hand ergriffen, aber wieder zeigte sich die Tücke der Leidenschaft Kaum war das Bekenntniß, das Blanche so sehnlich erwartet hatte, den Lippen – ihres Geliebten entfahren, als sie schon dagegen protestirte; sie versuchte, ihre Hand aus der seinigen zu befreien, und hieß Arnold sie in Ruhe zu lassen. Arnold hielt sie aber nur um so fester. »Versuchen Sie es doch nur, mich ein Bischen lieb zu haben«, bat er, »ich liebe Sie so sehr.«
Wer hätte einer solchen Werbung widerstehen können, wohl gemerkt, wenn man den Werbenden selbst liebte und wenn man sicher war, im nächsten Augenblick wieder gestört zu werden.
Blanche gab es auf, sich loszumachen und sah ihren jungen Seemann lächelnd an.
»Haben Sie diese Art, Liebeserklärungen zu machen, im Seedienste erlernt?« fragte sie schalkhaft.
Arnold aber ließ sich in der ernsthaften Verfolgung seines Zweckes nicht irre machen.
»Ich will wieder Seemann werden, wenn ich Sie erzürnt habe.«
Blanche hatte eine zweite Dosis Aufmunterung bereit.
»Zorn ist eine schlimme Leidenschaft, Mr. Brinkworth«, antwortete sie ernsthaft, »und ein wohlerzogenes junges Mädchen hat keine schlimmen Leidenschaften.«
In diesem Augenblick ließ sich ein Ruf nach Mr. Brinkworth vom Rasen her vernehmen. Blanche versuchte es, ihn hinaus zu schieben, aber Arnold war unbeweglich.
»Sagen Sie doch etwas mich zu ermuntern, ehe ich fortgehe«, bat er, »ein einziges Wort genügt.«
Blanche schüttelte mit dem Kopf. Jetzt war sie seiner sicher und konnte der Versuchung nicht widerstehen, ihn zu quälen.
»Ganz unmöglich«, rief sie, »wenn Sie noch mehr Aufmunterung haben wollen, müssen Sie mit meinem Onkel reden.«
»Ich will mit ihm reden. Sagen Sie ja.«
Blanche versuchte zum zweiten Mal, ihn hinauszuschieben.
»Gehen Sie jetzt und geben Sie sich Mühe, den Ball durch die Ringe zu bringen.«
Sie hatte beide Hände auf seine Schultern gelegt; ihre Wangen waren den seinigen ganz nahe, sie war unwiderstehlich. Arnold faßte sie um den Leib und küßte sie. – Jetzt war es nicht nöthig, ihn gewaltsam zu entfernen, damit er seinen Ball durch die Ringe bringe, er hatte ihn schon durchgebracht! Blanche stand sprachlos da. Arnold’s letzter Versuch in der Kunst, Liebeserklärungen zu machen, hatte ihr den Athem benommen und bevor sie sich noch wieder erholte, wurden herankommende Fußtritte deutlich vernehmbar. Arnold drückte sie noch einmal an sich und lief hinaus.
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