Durch das negative, oft aggressive Verhalten macht die Person die Pflegekraft auf sich aufmerksam. Beschäftigt sich die Pflegekraft mit ihr, erlebt sie das als Zuwendung. Mögliche Gründe dafür, können u. a. sein:
• Einsamkeit
• Kein Zugang zu den eigenen Gefühlen
• Die Person hat nie gelernt, eigene Gefühle und Bedürfnisse adäquat umzusetzen.
4.6 Sexuelle Belästigung (rechtliche Bewertung Kap. 2 2 Wissenschaftliche Erklärungsansätze zur Entstehung von Aggression und Gewalt Um präventiv gegen die Entstehung von Aggression und Gewalt im Pflegebereich vorgehen zu können, muss man zuerst verstehen, welche Auslöser dafür verantwortlich sind. In der Aggressionsforschung gibt es drei große Theorien, die sich mit der Entstehung von Aggression und Gewalt beschäftigen.
)
Im Bereich der Pflege ist die Gefahr von sexuellen Übergriffen besonders hoch, da die Patienten oft keine andere Möglichkeit haben, mit ihrer Sexualität umzugehen. Deshalb ist es wichtig, den Mitarbeitern in Teamgesprächen und Fortbildungen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen, damit sie in einer akuten Situation professionell reagieren können.
Definition: Sexuelle Belästigung
Im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (§ 3 Abs. 4 AGG) spricht man von einer sexuellen Belästigung, wenn ein unerwünschtes sexuell bestimmtes Verhalten, wozu auch unerwünschte sexuelle Handlungen und Aufforderungen zu diesen, sexuell bestimmte körperliche Berührungen, Bemerkungen sexuellen Inhaltes, sowie unerwünschtes Zeigen und sichtbares Anbringen von pornographischen Darstellungen gehören, bezweckt oder bewirkt, dass die Würde der betreffenden Person verletzt wird.
Die Pflegerin Frau F. wird von dem Bewohner Herrn L. mit den Worten begrüßt. »Sie haben aber einen geilen Arsch.« Bei der Grundpflege greift er ihr plötzlich an die Brust.
Reaktionen auf sexuelle Belästigung:
• Grenzen setzen
• Sexuelle Belästigung nicht ignorieren
• Klare und eindeutige Worte – z. B. »Stopp!«, »Halt!«, »Nein!«
• Abwehrende Bewegung
• Bei ausgeführten sexuellen Handlungen sofort den Raum verlassen. Kommen sie mit einer Kollegin/Kollegen zurück, um die Pflege zu beenden.
• Patienten, die für Übergriffe bekannt sind, von gleichgeschlechtlichen Kollegen betreuen lassen.
• Professionelle Distanz waren – (Lassen Sie sich vom Patienten mit »Sie« und Nachname ansprechen; tragen sie Dienstkleidung).
• Dokumentation des Vorfalls
4.6.1 »Dreier Regel« bei sexueller Belästigung
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