Hans Marchwitza - Sturm auf Essen

Здесь есть возможность читать онлайн «Hans Marchwitza - Sturm auf Essen» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Sturm auf Essen: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Sturm auf Essen»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Dieser Ruhrkampf-Roman über die Rote Ruhr-Armee und ihren Sieg über den faschistischen Kapp-Putsch vom März 1920, ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Franz Kreusat …
… ist die Hauptperson des Romans. Der Bergmann hat als junger Soldat den ersten Weltkrieg überlebt. Als in der Nacht vom 12. zum 13. März 1920 in Berlin eine Clique faschistischer Beamte und Reichswehrgeneräle unter Kapp und Lüttwitz einen Militärputsch gegen die Reichsregierung des SPD-Kanzlers Müller anzettelt und die Reichsregierung nach Stuttgart flieht, legt schon wenige Stunden später am 13. März ein Generalstreik ganz Deutschland lahm.
Eine Armee aus Arbeitern
Als die Putschisten, die den Kaiser zurückholen und alle demokratischen Errungenschaften der Novemberrevolution von 1918 auslöschen wollen, den Generalstreik unter Todesstrafe stellen, reizt das die Arbeiter im Ruhrgebiet aufs äußerste:
"Wenn so ein General da oben sitzt, dann hat für uns die Glocke geschlagen. Da ist kaum noch was zu machen." «Halt doch deinen verfluchten Rachen», schrie den Schwarzseher ein anderer an. «Natürlich muss man was dagegen tun.» … «Die Räder dürfen sich nicht eine Minute mehr bewegen, oder der Teufel hol` uns.» «Knarren brauchen wir», schreit ein anderer. «Warum haben wir damals die Knarren überhaupt abgegeben…» «Knarren, wir haben sie!» erinnert sich Franz. Wie gut war es, dass sie die Gewehre aufgehoben hatten. (S. 130)
Vor allem Berg- und Hüttenarbeiter formieren sich zur Rote Ruhrarmee. Sie entwaffnet umgehend Freikorps-Truppen in Hagen/Wetter, rollt binnen zwei Wochen das Ruhrgebiet von Hagen über Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen, Essen, Mülheim und Duisburg auf, schaltet die Polizeikräfte aus und übernimmt die Macht in den Städten.
Die Kanonenstadt
Die Einnahme der Kanonen- und Krupp-Stadt Essen, der «Sturm auf Essen», ist ein besonderer Wendepunkt. Hier haben sich massive Kräfte der «Grünen Polizei» und der «Sicherheitspolizei», paramilitärische Bürgerkriegstruppen konzentriert. Sie werden mit größter Kraftanstrengung und schweren Opfern überwunden, wie auch eine in einem Gebäude verschanzte Polizeieinheit:
Kramm (ein Bergmann) empfing beide Kumpels mit wuterstickter Stimme. «Die Gesellschaft drinnen will nicht herauskommen. Ich schleudere eine Dynamitladung hinein. Ich bin es jetzt leid geworden. … an die zehn Genossen liegen schon tot oder verwundet…» (S. 180)
Dem Mut und der Entschlossenheit der Roten Ruhrarmee ist zu verdanken ist, dass der faschistische Kapp-Putsch niedergeschlagen wird. Der Generalstreik allein hat das nicht vermocht.
Ein authentischer Roman
Die Reichswehr greift später vom Niederrhein aus die Ruhrarmee an und nimmt an den bewaffneten Arbeitern blutige Rache. Sie verfolgt und metzelt bis in den April 1920 hinein über 2.000 Arbeiter. Kein Verantwortlicher der Freikorps wie auch der Reichswehr wird für diese Verbrechen bestraft.
Der Roman «Sturm auf Essen» überzeugt, weil er authentisch ist. So spielt in den Buch auch das Ringen um einen klaren Standpunkt in dieser bewegten Zeit eine wichtige Rolle. Hans Marchwitza, ein in der USPD, später in der KPD organisierter Kommunist, selbst Bergmann, hat in der Roten Ruhrarmee in der ersten Reihe mitgekämpft.

Sturm auf Essen — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Sturm auf Essen», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Der Zermack hat wieder die Situation gerettet!“

„Auf den Miller ist kein Verlaß, der schwankt auch immer hin und her!“

Miller hatte sich in der Versammlung nicht gemeldet. Der Grund seines Schweigens war sein Zugeständnis, das er halb und halb den anderen Bürgermeisterei-Vertretern – unter der Bedingung der Auszahlung einer angemessenen Abfindung – gegeben hatte. Ein Teil der USPD-Fraktion war geneigt, der Auflösung zuzustimmen, und Miller, der in letzter Zeit mit sich merklich verfahren und durch den Wahlsieg der bürgerlichen Parteien anscheinend entmutigt war, neigte immer wieder zu Verhandlungen auch mit Schigalski.

Am nächsten Tag kam Miller auf die Wache. Er war mit dem Ausgang der Versammlung und mit Zermacks Aufforderung, die Gewehre zu behalten, unzufrieden. „Was macht ihr für unsinnige Geschichten!“ warf er Zermack streng vor. „Gestern hatten die Leute noch die gute Chance, mit der angebotenen Entschädigung abzugehen, jetzt werden sie wohl ohne Geld gehen müssen, oder es kostet uns wieder neue Reden und Kämpfe, daß man das Geld auszahlt. Ich wollte euch nur“, sagte er verdrossen, „auf euern unsinnigen Widerstand aufmerksam machen, denn es ist eine oben fest beschlossene Tatsache, daß ein Teil der Leute gehen muß. Das wollte ich euch nur sagen und euch ermahnen, euern Widerstand aufzugeben!“

„Zum Teufel“, schrie Kramm, der dieser Unterhaltung beigewohnt hatte, „die sind jetzt alle irrsinnig geworden.“

Auch die anderen Kulis saßen verstimmt und ratlos da. „Das ist das Ende!“

Der Arbeiter und Soldatenrat hatte wieder eine lange Sitzung abgehalten. Nach langwierigem Widerstreit war, gegen Zermacks und Raups Stimmen, der Beschluß gefaßt worden, die Hälfte der Wehr an ihre alte Arbeit zu schicken. Unter diesen Entlassenen waren auch Franz Kreusat, Kramm und Christian Wolny. Raup und Kahlstein erklärten mißmutig, sie gingen auch.

Es war wie ein Trauertag, als sie das letzte Mal die Wache verließen.

„Aus!“ sagte sogar Kramm.

„Es ist noch nichts aus!“ beruhigte Raup. „Ich denke, wir müssen uns tatsächlich einmal wieder in der Grube umsehn!“ sagte er. „Die Kumpels brauchen Hilfe, oder sie verfallen ganz der Hetze.“ Sie schwiegen. Ein Trauertag.

Franz Kreusat begab sich nach der Zeche, um sich für die Arbeit zu melden. Er traf Zermack, der im Betriebsrat war. „Nun laßt jetzt nicht gleich alle die Köpfe hängen“, sagte Zermack, „wir haben mit der Wehr noch nichts aufgegeben. Laßt euch nicht niederdrücken, wir werden der Gesellschaft schon wieder unseren Willen zeigen. Geh, hol dir deine Lampe und sorge unten vor, daß die Feindseligkeiten nicht die Kumpels anfressen. Diese Schultes nagen hier wie die Ratten.“

Franz Kreusat fuhr nach fast vier Jahren wieder in die Grube. Hier unten hatte er sechzehnjährig als Pferdetreiber angefangen, Gedingeschlepper war er, als er in den Krieg ging. Jetzt fuhr er als Lehrhauer in die ihm fremdgewordene Nachtwelt ein. Würde er sich wieder hineinleben in diese Kohlenfinsternis, oder warf er schon nach der ersten Schicht wieder die Hacke hin?

„He, da kommt er!“ begrüßte ihn einer spöttisch.

„Komm nur mit runter!“ rief ein anderer. „Hier wirst du mal wieder zurechtgesotten! Wir müssen wieder gehörig Staub machen.“

Edy Koschewa und Bruno Freising kamen: „Mensch, gut, daß du wieder da bist! Hier muß vieles eingerenkt werden,“

Sie waren jetzt wieder viel freundlicher.

Er hörte noch mehr solcher Willkommensgrüße. Nein, es war nichts zu Ende. Hier begann seine neue Arbeit.

Als sie im Förderkorb hockten, erzählte ihm Christian Wolny: „Ich hab’ noch ein Gewehr mitgenommen!“ und fragte: „Du hast wohl deins abgegeben?“

Franz nickte.

„Dummkopf!“ schalt Christian. „Man hätte es brauchen können! Mensch! Mensch!“

Eine halbe Stunde später knieten beide in den niedrigen Rutschenfeldern.

Franz Kreusats erste Hackenschläge waren ungeschickt und unsicher. Nach wenigen Minuten strömte an ihm der Schweiß herunter. Er erschrak vor dem Knallen der Kohlenlagen und dem Donner der Sprengschüsse. Aber nach und nach gewöhnte er sich wieder an den kleinen Lichtschein und an die Qualmwolken, an den Schweiß und die Schreie, die aus dem Dunkel des langen Feldes zu ihm drangen. Er schlug und schaufelte sicherer: er war wieder Bergmann, Kohlenhauer.

Über ihm arbeitete der Heinrich Gutschnick, ein immer düsterer, schweigsamer Mensch. Gutschnick hatte draußen seinen Hauptmann erschossen, „einen Schinder“, wie er Franz während der kurzen Pausen in seiner Wortkargheit erzählte. „Einen Hund, der sich hervortun wollte und die Kumpels immerzu in das Totenfeld hinausjagte, wo schon die halbe Kompanie faulte.“ Das Kriegsgericht hatte Gutschnick zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt. Es reichte nicht zum Todesurteil, weil nicht genügend Beweise für eine „vorsätzliche Tat“ Vorlagen. Aber er hatte es bewußt getan. Das war neunzehnhundertsechzehn geschehen, aber man hatte ihn vergessen und erst zwei Monate nach der Revolution entlassen; deshalb haßte Gutschnick alles, was jetzt wieder oben saß. Wie gesagt, sie kamen nur selten miteinander ins Gespräch, die meiste Zeit brütete Gutschnick dumpf und in einem stillen Haß für sich. Gelegentlich hörte Franz ihn in seinem Ort allein reden: „Man hätte sie alle totschlagen oder binden und dahin verfrachten sollen, wo ich gesessen habe, dann wären wir sie jetzt los“ – und er schlug heftiger in die Kohle: „Schinder, verfluchte!“

Gutschnick war in der USPD, er war aber noch voller Argwohn, „ob da drin auch die richtigen Geister bestimmten“.

Er beobachtete trotz seiner Verschlossenheit alles mit Argusaugen und sah manches, was anderen entging; er sah auch den dauernden Zwiespalt unter den Unabhängigen. „Ich seh’ doch“, sagte er, „ich hab’ meine Augen. Der Miller scheint noch nicht zu wissen, wo er hinsteuern will. Er hört zuviel auf den wankelmütigen Teichmann, den sie auch lieber ganz woanders hätten hinsetzen sollen, aber nicht als Sekretär einer solchen Partei. Diese Leute leben ja nur halb mit der Revolution. Wenn man sich der Schinder nicht mit Gewalt entledigt, dann werden sie uns allen wieder rücksichtslos das Joch umhängen! Wir müssen uns in der eigenen Partei einigen, dann können wir von den anderen eine Einigkeit erwarten! Wenn sich die Unabhängigen verzetteln, dann haben die neuen Schinder oben ihre Freude dran. Ich bin hineingegangen“, meinte er, „weil ich mir sage, daß man hier helfen müsse, damit sich nicht auch darunter das Geröll mischt. Und ich hab’ auch noch eine Rechnung mit den Schindern zu begleichen.“

Während der Pause lag er in der Förderstrecke auf einigen Hölzern und starrte nachdenklich und mit düsterem Blick nach der Decke. „Weißt du“, begann er dann nach längerem Grübeln, „ich frag’ mich manchmal: Was ist doch der Mensch für ein merkwürdiges Geschöpf. Da trägt einer dasselbe Gesicht wie du und ich und ist doch nichts wie eine Bestie. Alle werden doch nicht gleich als Canaille geboren, sondern als Menschen; da macht das bessere Bett oder das abgelumpte oder seidene Hemd der Mutter nichts aus. Sie müssen sich alle gleich quälen; das Kleine kommt wie jeder andere Mensch nackt und dumm, es schreit wie alle nach Fraß und unterscheidet noch gar nicht, ob es ein Herr Krupp oder ein armer Teufel ist, ob es später von anderen gepeinigt werden soll oder selbst peinigen wird. Aber dann kommt die Zweiteilung, eben der Herr Krupp und der Lump und Schlepper Kreusat, der Herr Hauptmann von und zu oder der Muschkot Gutschnick. Dem einen fallt alles zu, dem anderen nichts, der eine frißt gut und kommandiert, der andere hungert und schleppt und muß für den Herrn Krupp und Von und Zu verrecken, weil es eben eine solche Ordnung ist. Und hat sich daran etwas geändert? Nein! Siehst du, wir hatten eine Revolution, aber ich mußte trotzdem noch monatelang in der Zelle sitzen. Ja, so ist es. Und jeder will ein Mensch sein – wirklich merkwürdig!“

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Sturm auf Essen»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Sturm auf Essen» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Sturm auf Essen»

Обсуждение, отзывы о книге «Sturm auf Essen» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x