Martin Thomas Pesl - Das Buch der Schurken

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Die genialsten Schurken der Weltliteratur
Was wäre die Welt ohne Schurken? Unfassbar langweilig: Sherlock Holmes ohne Moriarty, Paris ohne Fantômas oder gar das Monster ohne Frankenstein? Im Herrn der Ringe würde vermutlich ununterbrochen gepicknickt, Alice würde den lieben langen Tag nur durchs Wunderland hopsen und Hannibal Lecter an Sojawürstchen knabbern. Schurken machen das Leben erst spannend, das unserer Helden und natürlich auch unseres.
Martin Thomas Pesl hat die 100 genialsten und coolsten Bösewichte der Weltliteratur zur verschmitzten Schurkenparade versammelt. Mit Schurkenskala.

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Interessant ist auch die Analogie zwischen Hook und einem anderen Kapitän, Herman Melvilles Ahab, die Verfasser Barrie ganz offen eingestand. Das Krokodil ist sozusagen Hooks Moby Dick. Nur die Sympathien sind jeweils unterschiedlich verteilt. Das Krokodil als Kapitalschurke hat es dafür erst im Kasperletheater an die Spitze geschafft. ■

BERUF: Schiffskapitän

FUNKTION: Spielverderber

AUGEN: zwei (blau)

LOCKEN: viele (dunkel)

HÄNDE: eine (links)

BENEHMEN: vorbildlich

LIEBLINGSGETRÄNK: Rache

LIEBLINGSTIER: jedenfalls kein Krokodil

ERZFEIND: Peter Pan

MRS. DANVERS

AUTORIN: Daphne du Maurier

TITEL: Rebecca

(aus dem Englischen von Karin von Schab)

ORIGINALFASSUNG: 1938

Eine Gestalt löste sich aus der Menge hager und groß in tiefes Schwarz - фото 126

»Eine Gestalt löste sich aus der Menge, hager und groß, in tiefes Schwarz gekleidet; die hervorstehenden Backenknochen und tiefliegenden, großen Augen gaben ihrem pergamentenen Gesicht das Aussehen eines Totenschädels.

Rebecca ist tot. Ihre durchkalkulierte Schlechtheit hat sie an ihre Kinderfrau und spätere Haushälterin vererbt. Nach dem vermeintlichen Ertrinken ihrer Herrin wacht Mrs. Danvers mit leerem Ausdruck über das Gut Manderley in Cornwall, und als der Witwer Maximilian de Winter von einer Reise neu verheiratet zurückkehrt, schlägt das Rebecca-Syndrom bei ihr durch. Das Rebecca-Syndrom heißt natürlich gerade wegen Daphne du Mauriers Romans und dessen Verfilmung durch Alfred Hitchcock so. Es bezeichnet die Idealisierung einer nicht mehr anwesenden Person und die damit verbundene Verachtung ihrer Nachfolgerin: Während Rebeccas Name und Wesen über dieser Geschichte schwebt, erfahren wir von Mrs. de Winter II nicht einmal, wie sie mit Vornamen heißt.

Freilich scheint auch Mrs. Danvers keinen Vornamen zu haben. Ihre Fans nennen sie liebevoll Danny, wobei diese Gruppe nach Rebeccas Tod eigentlich nur deren Cousin und Liebhaber Jack Favell umfasst. Die Nachbarn, geschult in englischer Höflichkeit, bevorzugen den Ausdruck »Ach, diese erstaunliche Person«. Erstaunen erweckt auch dieses »Mrs.«: Eine Vergangenheit mit Ehe oder Familie ist bei dieser ergebenen Gottesanbeterin kaum vorstellbar. Hier ihre Übeltaten:

Sie lässt die Neue ihre Ablehnung deutlich spüren, vermittelt ihr erfolgreich die Illusion, ihr Mann liebe sie gar nicht, sondern hänge immer noch der verstorbenen Vorgängerin nach. Das ist so weit noch psychologisch nachvollziehbar und kann vom Leser auch als Überinterpretation der eingeschüchterten Ich-Erzählerin abgeschwächt werden.

Dann aber überredet Mrs. Danvers sie dazu, beim Kostümball die gleiche Verkleidung zu tragen wie Rebecca kurz vor ihrem Tode und sich damit den Unmut ihres Gatten zuzuziehen. »Ich werde niemals den Ausdruck in ihrem Gesicht vergessen. Eine boshafte Schadenfreude leuchtete aus ihren Augen. Das Gesicht eines frohlockenden Teufels! So stand sie da und lächelte mich an.«

Am Höhepunkt des Rebecca-Syndroms steht dann Mrs. Danvers’ unverblümter Vorschlag an die ungewollte Herrin, sich doch einfach das Leben zu nehmen. »Haben Sie keine Angst«, suggeriert sie ihr, »springen Sie.«

Und schließlich: Brandstiftung. Kaum ist klar, dass Rebecca perfide genug war, nicht nur ihren Mann zu hintergehen und ihre eigene Ermordung zu provozieren, sondern dabei auch die treue Danny nicht ins Vertrauen zu ziehen, entzündet sich die destruktive Leidenschaft der trockenen Alten zu Flammen, die Manderleys Pracht verschlingen.

Ob sie es überlebt? Laut Susan Hill, die 1993 eine Fortsetzung schrieb, ja. Da kehrt sie wieder, bringt einen Hauch Rebecca-Horror mit und lässt Leser- und Kritikerschaft den alten Albtraum wieder herbeiträumen. Der gute alte Hitchcock ließ Mrs. Danvers gnadenlos verbrennen. ■

VORNAME: unbekannt

SPITZNAME: Danny

FAMILIENSTAND: unerklärlich

BERUF: Haushälterin

PATHOLOGIE: Rebecca-Syndrom

AUGEN: hohl

ERZFEINDIN: die zweite Mrs. de Winter

FILMDARSTELLERIN: Judith Anderson

RAVANA

AUTOR: Vālmīki

TITEL: Ramayana

(aus dem Sanskrit von Claudia Schmölders)

ORIGINALFASSUNG: 2. Jh.

Ich gewähre dir noch zwei Monate Bedenkzeit Dann mußt du das Bett mit mir - фото 127

»Ich gewähre dir noch zwei Monate Bedenkzeit. Dann mußt du das Bett mit mir teilen. Wenn du dich weigerst, werden meine Köche deine Glieder mir zum Frühstück zerhacken!«

Das Böse hat viele Gesichter, heißt es. In diesem Fall sind es genau zehn. Der Anführer der Rakshasas, der dämonischen »Beschädiger« der indischen Mythologie, hat zehn Köpfe, die – damit das gleich geklärt ist – in Echsenmanier nachwachsen, wenn man sie ihm abschlägt.

Da es sich dieser durch und durch düstere Dämon also in alle zehn Köpfe gesetzt hat, seiner Schwester wegen an Altindiens perfektem Schwiegersohn Rama Rache zu üben – nicht etwa weil dieser sie geschändet, sondern eben weil er sie verschmäht hat – und Rama die entsandten »vierzehntausend Dämonen von schrecklicher Tatkraft« mit links (und unzähligen Pfeilen) abwehren konnte, hat Ravana nun Ramas Geliebte Sita in der Hand. In einer seiner Hände, genau genommen, denn er besitzt zwanzig davon. Herz hat er freilich nur eines, und mit diesem verliebt er sich in sein Opfer. Da Sita aber so treu ist (und somit neben dem Traumschwiegersohn eine Traumschwiegertochter darstellt), bleibt die königlichdämonische Begierde unerfüllt. Was Ravana nicht gerade entspannt in den finalen Kampf ziehen lässt.

Der Dämonenkönig ist einer dieser lauten, größenwahnsinnigen Bösewichte, die auf Masken mit grotesk verzerrter Mimik dargestellt werden und im Film wahrscheinlich Jack Nicholson wären. Einst vor dem großen Gott Brahma konnte er sich zwar zusammenreißen und höflich um Schutz vor allen Göttern und Dämonen bitten, vergaß aber vor lauter Überheblichkeit zu erwähnen, dass natürlich auch kein Mensch oder – in diesem Fall relevant – Affe ihm ein Leid antun können solle.

Das Ramayana ist neben dem etwa gleichzeitig entstandenen Mahabharata das älteste Epos Indiens, und die Überlieferungen unterscheiden sich zwischen Norden und Süden erheblich. Dass Ravana grundsätzlich ein übler Schurke ist, darin sind sich alle einig. Vereinzelt werden ihm jedoch seine Weisheit und Musikalität zugute gehalten.

Auf ihn geht etwa die Ravanahattha zurück, die Langhalsspießlaute, die in Indien von Straßenmusikern gespielt wird. Ravanahattha heißt »Ravana-Hand«, und die zwanzig Hände mögen nebst widerlichen Grapschüberfällen auch ein faszinierendes Streichorchester abgegeben haben.

Rama erhält seinerseits nicht nur Hilfe von einer Affenarmee, sondern ist auch von Natur aus göttlich und kann nach einem siebentägigen Kampf in Ravanas Königreich Lanka (geografisch heute Sri –) auf eine Wunderwaffe von Brahma himself zurückgreifen: einen zischenden Pfeil, der »eine Gestalt des Todes selbst, ein Sämann der Sorge« ist. Den richtet Rama auf das einzige Organ, das das verkopfte Böse noch einigermaßen im Zaum hält: das Herz. ■

THAILÄNDISCHER NAME: Thosakanth

HERKUNFT: (Sri) Lanka

BERUF: Dämon / König

KÖPFE: zehn

HÄNDE: zwanzig

HOBBY: Musik

BANDNAME: die Rakshasas

OBJEKT DER BEGIERDE: Sita

LIEBLINGSSPEISE: Sita

ERZFEIND: Rama

MANFRED VON OTRANTO

AUTOR: Horace Walpole

TITEL: Das Schloß Otranto – Ein Schauerroman

(aus dem Englischen von Hans Wolf)

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