Ole Hallesby - Tägliche Erneuerung

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Der norwegische Erweckungsprediger Ole Kristian Hallesby war einer der einflussreichsten Gegner liberaler Theologie. In einer seiner Andachten heißt es: „Tag für Tag mühen wir uns mit unserer menschlichen Kraft. Dabei steht uns die unbegrenzte himmlische Kraft zur Verfügung, aber wir nutzen sie nicht! Der, der im kindlichen Glauben die Kräfte des Himmels über sein tägliches Leben und seine Arbeit herab ruft, wird durch alle Schwierigkeiten und Plagen des Alltags mit einem stillen und fröhlichen Sinn hindurchgehen und wird sich immer wieder darüber freuen, was Christi Kraft vermag.“

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13. Februar 13. Februar Recht so, du guter und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude! Matthäus 25,21 Da steht, du warst treu über Wenigem. Gerade das ist für uns die Schwierigkeit. Und du, der du meinst, du hättest nur wenig bekommen, so dass es dir schwer fällt, etwas für Gottes Reich zu sagen oder zu tun, hast du nicht bemerkt, wie viel von Jesu kostbarer Zeit damit ausgefüllt war, dem Volke zu dienen und ihm seine Liebe zu zeigen? Du bekamst Jesu Liebe. Sie gehört zu dem einen Pfund dazu. Gebrauche sie, und du leistest einen Dienst in Gottes Reich, von dem du kaum eine Ahnung hast! Welchen Dienst tust du doch Gott und den Menschen, wenn du zu Hause freundlich bist, freundlich in deiner Arbeit, freundlich in guten und in schlechten Tagen. Sei treu im Kleinen! Du bekamst Freude im Heiligen Geist, auch das ist ein Teil des Pfundes. Erfreust du andere damit? Gehört es zu deinem Tagewerk, andere froh zu machen, vielleicht sogar mehr als nur einen Menschen? Du bekamst Frieden, auch das ist ein Teil des einen Pfundes. Schaffst du Frieden um dich herum? Vergib denen, die dich beleidigten, verbirg ihre Sünden vor anderen, anstatt sie weiterzutratschen! Sei treu im Kleinen! Du bekamst Jesu demütigen und sanftmütigen Sinn, wieder ein Teil des einen Pfundes. Du weißt, dass nichts so anziehend auf andere wirkt wie Demut. Sei du ein Wohlgeruch Christi, wo du auch hinreisen magst. Und wenn du auch meinst, große Sprachengaben besitzen zu müssen oder viel Geld, um im Reich Gottes Großes wirken zu können - weißt du nicht, dass die größte Wohltat, die du einem Menschen tun kannst, darin besteht, dass du für ihn in deinem Bettkämmerlein auf deine Knie gehst? An dem Tag, an dem alle, die das eine Pfund bekamen, die heilige Arbeit der Fürbitte nach Gottes Verheißung beginnen, da wird die Hölle vor Schreck erzittern und der Himmel widerhallen von Jubel. 14. Februar 14. Februar Als er das gesagt hatte, ging sie fort und rief ihre Schwester heimlich und sprach: Der Meister ist da und ruft dich. Johannes 11,28 Maria saß da und weinte über ihren toten Bruder. Vielleicht weinte sie eben so viel darüber, dass Jesus nicht gekommen war, obwohl sie doch Nachricht geschickt hatten darüber, dass Lazarus krank geworden war. Da kam Martha und flüsterte ihr zu: „ Der Meister ist da und will mit dir reden.“ Da steht, als sie das hörte, stand sie eilig auf und ging ihm entgegen. Ja, das verstehen wir. Denk doch nur, wenn du in deiner Not die Nachricht bekämst, dass Jesus gekommen wäre und wollte mit dir reden! Ich sollte heute mit dieser Botschaft zu dir kommen: „Der Meister ist hier und ruft dich!“ Er ist hier, bei dir, jetzt in diesem Augenblick. Er hörte die Nachricht, die du ihm sandtest. Wie nichts anderes, so rief ihn deine Not hierher zu dir. Und nun ist er hier mit all seiner mitfühlenden, vergebenden und erbarmenden Liebe. Darüber hinaus hat er alle Macht, so dass er dir helfen kann in allem, was bei dir ansteht. Ob diese Worte bei dir dasselbe bewirken könnten wie bei Maria? Steh auf, gleich, und gehe zu Jesus! Sage ihm deine schwerste Sorge, so wie Maria es tat, die, die dich am meisten plagt! Jesus wartet auf dich. Vielleicht hat er schon lange gewartet. Warum hast du dich nicht ihm anvertraut? Warum bleibst du mit deinen Schwierigkeiten alleine? Sprich dich aus mit ihm über deine Weltlichkeit, die dein verborgenes Leben mit Gott immer noch ersticken will! Über die Kälte, die dein Herz bis auf den Grund erfrieren lässt, über die Sündengewohnheiten, gegen die dein Kampf so kraftlos wurde. Der Meister ist hier und ruft dich! 15. Februar 15. Februar Siehe, welch große Liebe hat uns der Vater erzeiget, dass wir Gottes Kinder sollen heißen. 1.Johannes 3,1 Tu das, was das Wort heute sagt! Sieh auf das große, dass Gott dich sein Kind nennt! Dein Auge wird so oft feucht, wenn du dein tägliches Leben siehst. Dein Herz krampft sich zusammen, wenn es die Sünden in den Gliedern fühlt und seine Ohnmacht spürt, sowohl Gott zu lieben als auch sich selbst abzusagen. Aber nun sieh auf Gottes Liebe, um Jesu Willen bist du Gottes Kind! Gott nimmt dich an als sein Kind, nicht weil du heilig und rein und geistlich wärst, sondern weil dein Herz dich verdammt und du keinen anderen Rat mehr weißt, als dich in Jesu Wunden zu verbergen. Gottes gutes Vaterlächeln leuchtet über dir in deinem Alltag, so oft er dich sieht, dich, der du zu deiner Erlösung nichts anderes weißt als Christus, für dich gekreuzigt. Danke ihm für die Liebe und für das Lächeln! Ehre und erfreue ihn mit einem freimütigen Herzen und einem heiteren Lächeln, wenn du deiner täglichen Arbeit nachgehst! Um Jesu willen sollst du ein Kind sein, das Gott in Zeit und Ewigkeit verherrlicht. Seine gnädige Vaterliebe erweist sich darin, dass er deine Sünden vergibt, dich losliebt von der Welt, dich hört, wenn du betest. Dass er dir beides sendet, äußere und innere Schwierigkeiten, so dass du in deiner Welt verstehen kannst, was Christi Kraft vermag. Und schließlich sollst du ihn auch damit ehren, dass du durch die Hände deiner letzten Feinde unbeschadet hindurchgehst, hinein in die ewige Verherrlichung durch Gott. Erst dort werden wir völlig erkennen können, was das ist, Gottes Kind zu sein. 16. Februar 16. Februar Wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. 1.Korinther 3,9 Ja, das weißt du, liebes Gotteskind, aber denkst du auch daran und dankst du dafür? Gottes Mitarbeiter! Mitarbeiter zu sein erfordert größeres Vertrauen als Kind zu sein. Es braucht lange, bis unsere Kinder unsere Mitarbeiter werden. Wir schulden es Gott, für das Vertrauen und die Ehre, die er uns damit erweist, zu danken, dass er uns zu seinen Mitarbeitern macht. Die Mitarbeit, die er uns auferlegt hat, ist von unterschiedlicher Art. Die erste und wichtigste Mitarbeit, zu der Gott uns ruft, gilt unserer eigenen Seele. „Arbeitet an eurer Erlösung!“, lautet seine Dienstanweisung. Denn Gott ist es, der beides wirkt, das Wollen und das Vollbringen, so heißt es im gleichen Atemzug. Hier gibt es Zusammenarbeit. Als nächsten Arbeitsplatz, nach dem an unserer eigenen Seele, weist er uns unser Zuhause an. Wir alle sollen mit Jerusalem beginnen und von dort aus über Samaria und Galiläa bis an das Ende der Welt wirken. Gott arbeitet in deinem Heim und hat dich als Mitarbeiter angestellt. Sei da zuerst vorsichtig, dass du nicht durch deine Gedankenlosigkeit oder deinen Egoismus etwas zerstörst, was Gott in deinem Zuhause bereits getan hat! Und dann lebe in deinem Alltag so, dass es für deine Lieben leichter wird, gute Christen zu sein! Und die, die noch keine Christen sind, durch dich zu Gott hingezogen werden und nicht eine Abneigung gegen das Christentum bekommen. Von deinem Heim gehst du dann hinüber zu deinem Nachbarn, Freunden, Bekannten und Arbeitskameraden. Gott arbeitet an allen und hat dich als Mitarbeiter auch für sie angestellt. Sei zuerst freundlich, dienstbereit und aufopfernd! So tust du Gottes Arbeit. Dann bitte darum, dass Gott dir die Augen öffnet, dass du die Not siehst, wo du lebst - die seelische wie auch die leibliche Not bei deinen Mitmenschen. Nutze die Zeit, es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann! 17. Februar 17. Februar Nun aber bleiben diese drei, Glauben, Hoffnung, Liebe. Aber die größte unter ihnen ist die Liebe. 1.Korinther 13,13 Ist der Glaube die Kraft, das Leben richtig zu leben, so ist die Liebe die richtige Art und Weise, das Leben richtig zu leben. Die Liebe selbst ist das Leben. Gott ist ja Liebe und Gott ist Leben. Von uns wird gesagt, dass wir tot sind, bis dieses Leben der Liebe in uns eingepflanzt ist. Wie das Leben selbst, so ist auch die Liebe ein Geheimnis und kein Mensch ist imstande zu sagen, was Liebe ist. Aber sie kann erlebt werden. Gepriesen sei der Herr! Das ist des Lebens Glück. Ja, die ewige Seligkeit besteht darin, dass wir im Himmel vollkommen lieben werden, was bedeutet: Wir leben nur, ausschließlich in Liebe. Die Liebe äußert sich zuerst und wesentlich in unserem Willen. Zu lieben ist eine bestimmte Art, etwas zu wollen. Und sobald der Wille auf diese Weise zu wirken beginnt, weckt er bei uns glückliche Gefühle. Die Liebe will für andere da sein. Und die vollkommene Liebe kennt kein anderes Glück, als andere glücklich zu machen. Es gab nur einen Menschen, der so lebte, und das war Jesus. Wir anderen glauben rein instinktiv, dass der Sinn des Lebens darin besteht, für uns selber da zu sein, für unser eigenes Glück, unseren eigenen Nutzen, unseren Vorteil und Bequemlichkeit. Und erst durch ein Wunder, durch das Wunder der Wiedergeburt, geht es uns auf, dass der Sinn unseres Lebens darin besteht, für andere da zu sein. Und selbst ein ganz langes Leben nach diesem Wunder wird nicht mit den Resten der alten Eigenliebe fertig. Erst im Himmel ist unser altes Leben ganz verschwunden. Dort werden auch wir sagen, meine Speise ist es, Gottes Willen zu tun. 18. Februar 18. Februar Und er wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen. Offenbarung 21,4 0, welch ein Tag, wenn das alles fort ist, was diese Welt verdarb. Die Sünde ist weg. Denk nur, dass wir nie mehr unseren Erlöser betrüben werden! Des Gläubigen eine und einzige Sorge gilt ja der Sorge über die Sünde. Die wird er nie los. Er kann an die vollständige Sündenvergebung um Jesu willen glauben. Alles, was er dachte, sagte oder tat, ist ausgelöscht und in das Meer des Vergessens geworfen. Und doch wollen die Sorgen über die Sünden niemalsverstummen. Im Gegenteil, sie werden tiefer und schmerzlicher. Je näher wir dem Kreuze Christi leben, umso schwerer wird es für uns, dass wir trotz allem etwas gegen unseren teuren Erlöser tun können. „Dank, dass ich einmal ohne Sünde leben werde, wenn jeder Gedanke rein und jede Tat ganz ohne Fehl, wenn ich nicht mehr zu zittern brauche vor der gegebenen Möglichkeit sündiger Lust.“ Da ist die Sünde fort, auch in den anderen. Kein einziger böser Mensch wird gefunden. Es ist schwer, sich das vorzustellen. Denk dir, dass alle um uns herum so wären wie Jesus! Du sagst, wenn alle so wären wie Jesus, dann hätten wir schon den Himmel. Das glaube ich auch. Alle, die wir dort treffen, Menschen und Engel, sind gut. Darum gibt es dort keine Versuchung, keine Gefahr. Für ewig innerhalb der Türen, die uns ein-, aber niemals ausschließen. Die Folgen aller Sünden sind auf ewig verschwunden. Keine Tränen, keine Müdigkeit, keine Krankheit, keine Sorgen, kein Mangel mehr. Kurz gesagt: Keinerlei Disharmonie. Unser ganzes Menschsein, Seele und Leib, sind endlich in ihrem Element, in Gott. 19. Februar 19. Februar Ein Sämann ging aus zu säen seinen Samen, und indem er säte, fiel etliches auf den Weg, es wurde zertreten, und die Vögel kamen und fraßen es auf Lukas 8,5 Ein schmerzhaftes, aktuelles Wort an uns, die jetzt hier zusammensitzen. Das Gleichnis erzählt uns nämlich, was drinnen im Herzen geschieht, während das Wort gehört wird. Und Jesus sagt, es gibt vier verschiedene Arten von Zuhörern. Zuerst nennt er die, die ohne jeglichen Nutzen hören. Die werden bestohlen. Die hören wohl das Wort, aber ehe es Zeit findet, bei ihnen im Herzen zu wirken, wird es bereits wieder weggenommen. Da sitzen einige, die denken an ganz andere Dinge, während sie hören und erinnern sich später nicht an ein einziges Wort, von dem, was sie hörten. Du weißt wohl, dass Gott kein anderes Mittel hat, um dich zu erlösen als sein Wort. Darum ist es auch nicht verwunderlich, wenn Jesus das mahnende Wort hinzufügt: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Und dann gibt es einige, die hören und auch gut hören, aber sie sitzen und kritisieren den Prediger. Sie ärgern sich über seine Fehler und Mängel. Andere kritisieren nicht nur den Prediger, sondern auch das biblische Wort, das er verkündigt. Lieber Freund, das Gefährliche für dich ist, dass du tatsächlich Grund zur Kritik haben könntest! Wir, die wir Gottes Wort verkündigen, sind sehr fehlerhaft. Und nicht nur das, das Wort des Herrn hat etwas an sich, das deine Kritik geradezu herausfordert. Das Wort vom Kreuz ist für die Juden ein Ärgernis und für die Griechen eine Dummheit. Vielleicht kennst du die tödliche Blutkrankheit, in der die weißen Blutkörper die roten auffressen. Und so wird gestorben. Da hilft das, was der Kranke isst, gar nichts. Solange du unter dem Hören des Wortes mit Kritik sitzt, geht ein ähnlicher Prozess in deiner Seele vor. Wie viel du auch hörst, es hilft dir gar nichts. Bitte Gott um die Erlösung von deiner tödlichen Krankheit der Seele! 20. Februar 20. Februar Und etliches fiel auf felsigen Grunde, es wuchs schnell auf denn es hatte keine tiefe Erde. Und als die Sonne aufging, wurde es versengt, und weil es keine Wurzeln hatte, verdorrte es. Markus 4,5-6 Hier erfahren wir von Zuhörern, die das Wort nützen, ohne dass es für sie zur Erlösung wird. Sie werden vom Wort leicht berührt. Es sind oft sehr sensible und empfindliche Naturen. Sie werden schnell vom Wort oder vom Gesang, den sie hören, am meisten jedoch von Erzählungen, ergriffen. Und es dauert nicht lange, bis die Augen feucht werden und die Tränen tropfen. Sie haben es gerne, so berührt zu werden. Sie geben sich der Bewegung hin, die ihre Seele erfüllt. Sie werden ergriffen, beten, singen und bezeugen wie die anderen. Aber nie reift bei ihnen die Frucht der Umkehr. Das Ganze stoppt bei den Blumen der Bekehrung, die Wurzeln fingen nie an zu wirken. Da helfen auch nicht die großen Versammlungen, die ihnen große Stimmungen verschaffen. Da kommt es zu keiner Entscheidung für Gott, zu keinem Bruch mit den Sünden. Jedes Mal, wenn das Wort sie im Gewissen traf, glitten sie vorsichtig darunter hinweg und beruhigten sich selbst mit den inneren Gefühlen, die sie gerade erlebten. Und es gibt auch ältere Christen, denen es ebenso geht. Sie haben es gut mit Gott gehabt und so verloren sie das Leben. Und sie gingen nicht wie so viele Abgefallene in ein weltliches und ungöttliches Leben über. Nein, sie wollen weiter Gottes Kinder sein. Um jeden Preis wollen sie glauben, dass alles gut sei. Doch ihr Glaube stößt sich gerade daran, dass sie das Wort „genießen“, wenn sie es hören. Und wenn ihr Gefühlsleben ebenso entzündet wird, so brennen sie und beten und reden. Aber bevor sie noch von der Versammlung wieder nach Hause kommen, sind sie schon ausgebrannt. Prüfe mich, o Gott, und sieh, ob ich auf dem Weg des Verderbens bin und leite mich auf den Weg der Ewigkeit! 21. Februar 21. Februar Die, die unter die Dornen fallen sind die, die hören und in ihrem Wandel von den Sorgen, vom Reichtum und den Genüssen des Lebens erstickt werden und die Frucht nicht zur Reife bringen. Markus 4,18-19 Da ist nichts verkehrt mit dem Erdboden. Es sind tiefe, nach innen gewandte Naturen. Ihre Erweckung ist oft hart und voller Kämpfe und tiefem Leid über die Sünde. Und wir freuen uns zu sehen, wie tief sie graben, um ihr Haus auf einem Felsen bauen zu können. Und so geht es eine lange Zeit voran. Aber dann sehen wir, wie es bei ihnen stehen bleibt. Sie werden scheu und verlieren ihr freimütiges Wesen. Die Dornen haben Macht über sie bekommen. Jesus nennt das die Verführungen des Reichtums. Natürlich nennt er sie zuerst. Die Knechtschaft unter dem Mammon ist für uns alle gleich gefährlich. Das Verführende an ihm liegt daran, dass er so oft der Sparsamkeit ähnlich sieht und dadurch sich mit diesem Namen schmückt. Willst du wissen, ob du geizig oder sparsam bist? Ich glaube, dass du am einfachsten darüber Klarheit bekommst, wenn du dein Geld abgeben sollst. Wagst du es, dich mit dem Herrn über deine Gaben zu beraten oder entscheidest du die Sache auf eigene Faust? Und dann nennt Jesus des Lebens Lust. Ja, diese Dornen haben so manches göttliche Leben in den Gläubigen ersticken können. Was haben doch Weltlichkeit, Eitelkeit und Sinnlichkeit an verheißungsvoller Frucht zerstört! Und so wächst es heran, ein verhätscheltes, verpfuschtes und opferloses Christentum, das der Seele weder Freude noch Leid gibt, aber Lauheit, die der Herr aus seinem Munde ausspucken wird. 22. Februar 22. Februar Aber die auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen und guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. Lukas 8,15 Hier erfahren wir von denen, die das Wort so hören, dass sie dadurch erlöst werden. Und das erste, was wir hören ist das, dass sie das Wort annehmen. Das ist der Anfang. Gottes Wort kommt zu einem Menschen. Er spricht, das ist der Anfang. Das nennen wir Erweckung. Aufgewacht ist der, zu dem gesprochen wurde, angerufen von Gott. Und wer Gottes Wort annimmt, der kehrt um. Umkehr besteht eigentlich darin, dass ein Herz anfängt zu beten so wie der junge Samuel: Rede Herr, dein Diener hört. Umgekehrt zu sein, Gottes Kind zu sein, besteht darin, Gottes Wort an zu nehmen, und jeden Tag aufs Neue zu beten: Rede Herr, dein Diener hört, sage mir alles, was ich über meine Sünden hören muss und sprich so, dass ich es verstehe! Der, der so Gottes Wort annimmt, bei dem beginnt auch gleich das Wort Frucht zu bringen. Zuerst beginnt er unter seinen Sünden zu leiden und er ist traurig über sie. Dann beginnt er seine Sünden zu bekennen, alte und neue, große und kleine, verborgene und offenbare. Dann erlebt er, dass er sich vor sich selber fürchtet. Er erlebt, dass alles für ihn in Stücke geht. Er kann nicht bereuen, kann die Sünde nicht hassen, kann Gott nicht lieben, nicht glauben. Aber ohne Christus kann er nicht leben. Nun ist er so weit, dass er begnadigt werden kann. Nun ist das Kreuz seine einzige Zuflucht. Und Jesus sagt, dass er all diese Frucht in Geduld trägt. Ach ja, oft ist es nicht leicht, denn er selber sieht die Frucht nicht immer. Die Saat wächst, ohne dass er selber es weiß. 23. Februar 23. Februar Seine Mutter sagte zu ihm: Kind, warum hast du uns das angetan, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Lukas 2,48 Hier sehen wir in ein betrübtes Mutterherz. Und es gibt viele ähnliche. Ein altes Wort sagt: Kleine Kinder, kleine Sorgen, große Kinder, große Sorgen. Die kleinen, süßen und unschuldigen Kinder werden größer, kritisch, selbstständig und schwierig. Wenn du ihnen nun von Jesus erzählst, sitzen sie da mit kaltem Herzen. Die Freunde beschäftigen sie spät und früh. Der Sport verschluckt sie, und die Vereine haben sich gewissermaßen verschworen, sie von der Familie fern zu halten. Du spürst deine Ohnmacht und verstehst, dass du es nicht schaffst, dein Heim so zu gestalten, dass es sie halten kann. Und was noch schlimmer ist, du selbst bist daran Schuld, wenn sie dir entgleiten, weg vom kindlichem Glauben, weg vom Gott ihrer Kindheit. Dein tägliches Leben schwächt deine Worte. Du schaffst es nicht, Christsein so zu leben, dass es über deine Kinder Kraft gewinnt. Ab und zu spürst du dann die Angst, keinen Rat mehr zu wissen. Denk, deine Kinder gingen deinetwegen ewig verloren. Mein Freund, es ist gut, dass du darunter leidest, und es ist gut, dass du weinst. In dieser Welt ist dies das Los der Liebe. Menschen werden nicht ohne Leid und Tränen erlöst, auch nicht deine Kinder. Aber sei nicht bekümmert, trage deine großen Kinder zu Jesus, so wie du sie zu ihm trugst, als sie klein waren. In Stockholm kam eine 88-jährige Dame zu mir. Sie hatte sich gerade bekehrt. Sie kam, mich zu bitten, auszurufen und für alle Eltern bekannt zu geben, dass der Herr Gebete erhört. Als kleines Kind hatte sie Vater und Mutter gehört, wie sie Gott um die Erlösung ihrer Kinder baten. Und nun waren diese Gebete endlich erhört worden. All ihre sieben Geschwister hatten sich bekehrt und nun war auch sie als letzte dazu gekommen. Gelobt sei Gott in Zeit und Ewigkeit! 24. Februar 24. Februar Und als er das Volk sah, wurde er von Mitleid mit ihnen ergriffen. Matthäus 9,36 So ist Jesus, als er das Volk sah, sah er dessen Not. Auch jetzt ist er so. Und heute ist er hier. Wir können ihn nicht sehen, aber er sieht uns. Er sieht auch jetzt die Not, auch deine Not, der du dir oft keinen anderen Rat weißt, als zu weinen. Du, alt, erschöpft und einsam. Noch vor ein paar Jahren war das Nest voll, und du warst der Mittelpunkt in einem reichen Heim. Alle riefen nach dir. Aber nun ist das Nest leer. Du fühlst dich einsam. Du bist nun alt und vergesslich. Aber vergiss nicht, du hast im Himmel jemanden, der dich sieht und dir folgt! „Siehst du das lächelnde Äug, still, was wünschst du noch mehr?“ Du Kranker und Hilfloser, Jesus ist bei dir und leidet mit dir! Er wurde versucht in allen Dingen, damit er uns zur Hilfe kommen kann. Du, der du so schmerzlich leidest, weil du deine Lieben verloren hast, erinnere dich, dass Jesus mit am Grab stand und mit den trauernden Schwestern weinte! Jesus sieht uns heute alle hier. Wie fühlst du dich, unter Jesu Augen? Manche haben Angst, wenn Jesus sie ansieht. Sie flüchten vor ihm und verstecken sich. Es gibt einige, die Jesus besonders leid tun. Ihre Not ist so groß. Zwar nicht größer, als dass er leicht helfen könnte, aber als er mit der Hilfe kam, wandten sie sich von ihm ab. Am meisten aber bedauert er die, die in Not sind, sich Hilfe wünschen und es doch nicht wagen, ihn zu bitten, aus Furcht vor den Menschen. Oh ,fliege wie ein Vogel zu dem Fels, du, der du all deiner Sünden müde bist! 25. Februar 25. Februar Als er das Volk sah, wurde er von Mitleid mit ihnen ergriffen. Er sagte zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sindwenige, darum bittet den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte sende. Matthäus 9,36-38 Als Jesus das Volk und ihre Not sah, begann er sofort mit seinen Jüngern darüber zu sprechen, was er da sah. Es liegt etwas Anrührendes darin, dass Jesus seinen so kleinen und unvollkommenen Freunden seine Gedanken und Gefühle mitteilt. Sieht er etwas, was sein zartfühlendes Herz anspricht, so wendet er sich gleich an den einen oder anderen seiner Freunde in seiner Nähe und spricht mit ihm über das, was er sieht. Aber es sind nicht alles Freunde Jesu, die ähnliche Gespräche mit ihm wünschen. Die möchten gerne erbaut werden, gerne etwas Gutes über Gott hören, wie sie das nennen sowohl unter vier Augen als auch in Gemeinschaft. Aber wenn er kommt und fragt: Hast du gehört, dass er krank ist? Hast du gehört, dass es ihr so schlecht geht? Hast du gehört, dass ich für jene Arbeit dort noch keine Freunde fand? Hast du gehört, dass denen das Geld für ihre Arbeit fehlt, die ich sie bat anzufangen? Aber wenn Jesus so zu reden beginnt, dann sagen viele, sie hätten keine Zeit. Andere aber freuen sich, wenn Jesus mit ihnen über die Not spricht und über das, wozu er sie braucht. Ja, sie freuen sich über diese stillen Stunden, denn sie spüren, wie leicht es geht, sich mit seiner eigenen Not zu beschäftigen und darüber die Not der anderen zu vergessen. Aber wenn Jesus mit ihnen reden kann und sie wiederum die Not mit Jesu Augen sehen können, da treten sie mit Freuden in Jesu Arbeit ein. Und während sie in Jesu Arbeit stehen, da summen sie leise für sich diesen schönen Vers: „Wer bin ich selber, dass ich mit Leib und Seele kann dienen einem so gnädigen Herrn!“ 26. Februar 26. Februar Kämpfe den guten Kampf des Glaubens. 1.Timotheus 6,12 Zu glauben, das ist eine Übung, denn Glauben ist eine Kunst, die höchste Kunst im Leben. Die Übung besteht unter anderem darin, zu unterscheiden zwischen dem, was ich in Christus bin und dem, was ich in mir selber bin. Ich sehe mein abgestumpftes Leben, mein rebellisches Herz, meine lauen Gebete, meine Liebe zur Welt, meine Furcht zu verzagen, meine Unlust zu Gott und seinem Wort. Ich werde ungeduldig, verwirrt und ängstlich, bis ich wieder darin mit Gott einig geworden bin, dass ich in mir selber hilflos bin; dass ich aber im Glauben, also im Vertrauen auf meinen Stellvertreter, vor Gott, stehen kann wie früher. Was Christus mir gegeben hat, das macht mich vor Gott lieb. Und nun stehe ich da, etwas dankbarer als vorher, etwas sicherer meines Stellvertreters wegen, und etwas gewisser in dem, was ich in ihm besitze. Und ich bekam etwas mehr Übung im Glauben. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens! Hier ist die entscheidende Front in diesem Kampf. Am Ende seines Lebens sagt Paulus triumphierend: Ich habe den Glauben bewahrt! Es ist eine Kunst im Kampfe des Glaubens, dass ich ihn bewahre, dass ich nach meinen Versäumnissen und Versündigungen nicht stehen bleibe, sondern im Vertrauen auf meinen Stellvertreter freimütig wieder vor Gott trete. Das ist des Gläubigen beste Verteidigung. Das ist der Schild des Glaubens, der alle glühenden Pfeile des Bösen auslöschen kann. Halleluja, ich habe Jesus nun gefunden, sein Gnadenglanz hat sich an mich gebunden. Ich seh‘ den Weg zum Vaterhaus, wohin ich will, und schreite freudig aus. 27. Februar 27. Februar Herr, wir möchten gerne Jesus sehen. Johannes 12,21 Die Zeit von jetzt bis Ostern nennen wir Fastenzeit. Gottes Gemeinde hat seit Alters her in diesen sieben Wochen vor Ostern gefastet. Fasten besteht zum Teil im Verzicht auf Essen und Trinken und auch im Verzicht auf alle Feste und Vergnügungen. Der Sinn dieses Fastens lag darin, sich so weit als möglich von allen irdischen Dingen zu lösen, um mit gesammelten Sinnen Jesus in seinem Leiden zu folgen. Im Laufe der Zeit hat sich mit diesem Fasten viel ungeistliches und unbiblisches Wesen verbunden. Dennoch liegt ihm ein tiefer und evangelischer Gedanke zugrunde. Könnte es nicht sein, dass viele von uns evangelischen Christen eine solche Fastenzeit brauchten? Unsere Arbeit, sei sie weltlich oder geistlich, macht es uns leicht, uns nach außen zu wenden. Viele von uns brauchten es dringend, eine Zeit des Jahres der Vertiefung im Leiden unseres Erlösers zu widmen. Das würde bestimmt Auswirkungen haben, nicht nur auf unser eigenes Glaubensleben, sondern auch für unsere Familie, für die Gemeinschaft der Heiligen und auch für die Unbekehrten. Viele von uns leben ein schlechtes Christenleben. Dabei denke ich nicht nur an die, die Gottes Namen durch Mogelei und Schurkenstreiche in Unehre bringen. Das sind ja nicht so viele. Nein, ich denke an die vielen unter uns, die ein sehr verdünntes und schwaches Glaubensleben führen. Hier ist keine Unredlichkeit im Wege. Hier ist keine Wirkung des Heiligen Geistes zu sehen. Bei einigen ist ihr inneres Leben nur fadenscheinig und abgenutzt. Wir, denen es so geht, lasst uns darin einig werden, dass wir in diesen Wochen für andere beten! Und besonders wollen wir um das eine beten, dass wir Jesus sehen mögen. 28. Februar 28. Februar Meine Seele verlangt und sehnt sich nach den Vorhöfen des Herrn. Psalm 84,3 Der alte Dichter ist auf die eine oder andere Art davon ausgeschlossen, in den Tempel zu gelangen, dahin, wo Gott im alten Bund seinem Volk begegnete. Und nun singt er in diesem schönen und ergreifenden Gedicht von seiner Sehnsucht nach dem Heiligtum. Vor seinem inneren Auge sieht er die kleinen Spatzen, die unter den Dachziegeln bauen und die Schwalben, die unter dem Dach ihre Nester haben. Fast beneidet er diese glücklichen Geschöpfe, die so jeden Tag in den Vorhöfen sein können. Es gibt viele Seelen, denen es ganz ähnlich geht. Hier sitzt ein Gotteskind, alt und grau, zitternd und schwach. Das ist lange her, dass du das letzte Mal mit anderen zusammen auf geebneten Wegen zum Gotteshaus gingst. Du hast Sehnsucht nach der Versammlung der Heiligen, nach Lesung und Gebet; nach der Verkündigung des Wortes und des Abendmahls heiliger Zeit, nach dem Unaussprechlichen, das so oft deine Seele inmitten der Heiligen erfüllte. Da liegt ein Gotteskind krank, Jahr für Jahr. Du kämpfst nicht nur mit den Schmerzen, sondern auch mit der Einsamkeit. Seitdem du krank wurdest, hast du dein Gebetskämmerlein viel besser kennengelernt als früher. Jetzt hast du aber auch die Versammlung der Heiligen viel mehr schätzen gelernt als damals, als du noch mit dabei warst. Oft genug bist du versucht, die zu beneiden, die die Versammlung besuchen können. Ja, du verspürst ab und zu bittere Gedanken gegen den, der dich besuchte, als du noch gesund warst, aber jetzt nicht einmal 10 Minuten findet, nach dir zu sehen. Du bist kein Dichter und kannst deiner Sehnsucht keine so poetische Form geben wie der alte Sänger, aber all deine unaussprechlichen Seufzer steigen auf zu dem, der im Grunde der Seele jedes Verlangen sieht. 29. Februar 29. Februar Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollenden bis an den Tag Jesu Christi. Philipper 1,6 Das ist ein gutes Wort für alle Suchenden. Sie suchen, aber sie finden nicht. Sie klopfen an, aber Gott will für sie nicht öffnen. Sie beten, aber erhalten nie das eine, um das sie Tag und Nacht flehen und beten, nämlich Gewissheit. Sie lesen im Wort Gottes, finden aber keine bleibende Hilfe, selbst wenn ab und zu eine kleine Erleuchtung durch ihre Seele zieht. Sie hören Gottes Wort. Und wie sie hören! Es ist, als wenn sie jedes Wort, das sie hören, geradezu aufsaugen. Und dennoch bleibt es dunkel für sie. Sie sprechen mit Predigern und anderen Gläubigen, und eine kleine Weile können sie eine Erleichterung und eine Freude in der Seele spüren. Aber danach ist es wieder dunkel, oft sogar noch schlimmer als vorher. Sie kämpfen gegen ihre Sünden und verlieren fast immer. Sie leiden des Missmuts vernichtende Qualen. Was mag der Grund dafür sein, dass sie keinen Frieden und keine Gewissheit erlangen, von dem andere ständig bezeugen, dass sie es erhalten hätten? Hin und wieder versuchen sie in ihrer Verzweiflung mit Gewalt sich diese Gewissheit zu erzwingen. Gewissermaßen stellen sie Gott den Stuhl vor die Tür und sagen: Nun muss er die Gewissheit geben. Sie ermuntern auch andere, diesen Weg zu gehen. Aber Gott antwortet nicht und sie sind um eine Enttäuschung reicher. Mein suchender Freund, hör dieses Wort heute: Er, der das gute Werk in dir begann, der wird es auch fortsetzen. Er bleibt bei seinem guten Werk in dir, jeden Tag. Du sagst, aber in mir geschieht doch nichts. Es geschieht mehr als du siehst und verstehst. Stehe ihm nur nicht im Weg! Das heißt, dass du zuerst einmal nichts vor ihm zu verbergen suchst und dass du dann die Gnadenmittel nützt: Wort, Abendmahl, Gebet und die Gemeinschaft der Heiligen. Er wird das Werk vollenden und du wirst Gewissheit bekommen zu seiner Zeit. 1. März 1. März O du ungläubiges Geschlecht, wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? Markus 9,19 Was ist es doch, was diese schmerzvollen Worte aus Jesu milden Mund pressen? Das war nicht die Weltlichkeit der Sadduzäer, nicht die Feindschaft der Pharisäer, nicht des Volkes Gleichgültigkeit oder der Zöllner Ungöttlichkeit. Nein, es war der Unglaube der Jünger. Als Jesus vom Berg der Verklärung herabkam, wollten die Jünger gerade einen besessenen Jungen heilen, aber sie konnten es nicht. Und das, obwohl ihnen Jesus die Vollmacht gegeben hatte, böse Geister auszutreiben. Da kamen diese leidvollen Worte aus Jesu Herzen: Du ungläubiges Geschlecht! „Der Unglaube der Jünger betrübte Jesus mehr als aller Hass der Feinde.“, sagte jemand. Nun sind wir Jesu Jünger. Auch wir bekamen seine Vollmacht, die da heißt: Betet, so werdet ihr bekommen! Jesus legt all seine Allmacht in unsere Hand und sagt: Gebrauche das Gebet und du wirst Himmel und Erde bewegen! Darum gibt es gewiss nicht viele Worte, die Jesus schwerer fielen, als diese seinen Jüngern zu sagen: „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet.“ Unbegrenzte Kräfte stehen uns zur Verfügung, um die eigene Hilflosigkeit und Sündenschuld zu fühlen, um in Christi vollbrachtem Werk, mit Freude in Gott und Abscheu vor allem Ungehorsam gegen ihn zu bleiben. Unbegrenzte Kräfte, um Nein zu sich selber zu sagen und anderen zu dienen; für Gebet und Fürbitte, zur Arbeit und zur Ruhe, zur Freude und zum Leid, zum Leben und zum Sterben. Das haben wir alles in Christus. Und er sagt: Betet, so werdet ihr bekommen! Dadurch wird mein Vater verherrlicht und eure Freude vollkommen werden. 2. März 2. März Jesus stand still und ließ ihn zu sich führen. Da sie ihn nahe zu ihm brachten, fragte er ihn und sprach: „ Was willst du, dass ich dir tun soll?“ Lukas 18,40-41 Über diese Erzählung von dem blinden Mann freue ich mich besonders. Sie gibt mir ein Bild meines Erlösers, das mir so richtig gut tut. Ich sehe ihn hier so königlich groß und so königlich gut. Dank, dass er so groß ist, dass er auf allen Wegen der Welt gehen kann und zu dem, der ihm begegnet, sagt: „Was willst du, das ich für dich tun soll?“ Und wenn wir armen Bettler ihm unsere Bitte vorgetragen haben, so kann er sie erfüllen, um was immer wir baten. Und er ist so königlich gut, dass er sich von niemandem wegdreht, der sich in seiner Not an ihn wendet. Den verborgensten Heuchler, den größten Schurken, den leichtsinnigsten Hurenkerl, das beschmutzteste Straßenmädchen, den größten Meineidigen, den frechsten Mörder; sobald er ein ehrliches Gebet von ihnen hört, beugt er sich zu ihnen nieder und fragt: „Was willst du, dass ich für dich tue?“ Jesus wandte sich zuerst dorthin, wo Not war. Seine Augen suchten nach den Leidenden. Zuerst wendete er sich den Bettlern zu. Es kann sein, dass du auch selbst ein Bettler wurdest. Das Leben wurde für dich so schwer, dass du dir keinen Rat mehr wusstest, wie du länger des Lebens Last tragen könntest. Ich habe dir eine große Freude zu erzählen. Jesus steht vor dir und fragt dich: „Was wünscht du, dass ich für dich tue?“ Solange du nicht mit deiner Not zu Jesus gegangen bist, sollst du nicht sagen, dass du ratlos seist. Warum gehst du denn nicht zu diesem mächtigen Freund? Du hast doch wohl nicht vor seiner Hilfe Angst? Hast du vielleicht Angst, er könnte dich sehend machen? 3. März 3. März Die 70 kamen zurück mit Freuden und sprachen: Herr, sogar die bösen Geister sind uns in deinem Namen Untertan. Lukas 10,17 Hier begegnen uns einige frohe Menschen. Die Siebzig waren gerade von ihrer ersten Missionsreise zurückgekommen. Sie sitzen nun um Jesus herum und erzählen. Sie freuen sich wie Kinder und alle sind besonders stolz auf das, was den größten Eindruck auf sie machte: Die Krafttaten, die sie vorher mit Bewunderung und Zittern bei Jesus erlebt hatten, die konnten sie nun selber ausführen. Und Jesus freute sich mit ihnen. Als sie ihre Erlebnisse erzählt hatten, sagte er ihnen von einem Gesicht, das er bekam, während sie fort waren. Er sah Satan fallen. Jetzt, nachdem Jesus seine ersten Anhänger gefunden hatte, die er in der übernatürlichen Rüstung Gottes gegen Satans Reich aussenden konnte, da war der Anfang vom Ende Satans gekommen. Und wir hören die Freude in Jesu Worten, wenn er seinen einfältigen und schwachen Freunden erzählt, dass er ihnen eine unsichtbare Rüstung angezogen hat, der des Feindes Waffen nichts anhaben könne. Wie froh Jesus in diesem Augenblick war, das sehen wir am besten an den Worten, die unmittelbar nach unserem Text folgen. Da steht: „Ich preise dich, Vater, des Himmels und der Erde!“ Ja, Christentum und Freude gehören unlöslich zusammen, so sagt es unser Wort heute. Du fragst: Wie sieht es aber dann mit meinem Christsein aus? Wie kann ich mich freuen, wenn ich meinen Ungehorsam, meine Ungläubigkeit und meine Unbrauchbarkeit sehe? Das wusste Jesus auch. Darum sprach er: Freuet euch nicht über eure Erfolge, freut euch aber, das eure Namen im Himmel angeschrieben sind! Du sagst: Ja, wenn ich das nur wüsste! Das bekommst du aus Gottes Wort zu wissen: Die, die ihre Kleider gewaschen haben, welche im Blut des Lammes hell gemacht wurden, deren Namen sind im Himmel angeschrieben. 4. März 4. März Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, um vom Teufel versucht zu werden. Matthäus 4,1 Als wir von Jesu Taufe hörten, begegneten wir dem offenen Himmel. Wenn wir nun heute von Jesu Versuchung hören, begegnet uns die offene Hölle. Damals hörten wir die Stimme vom Himmel und heute die aus der Hölle. Auch die Versuchung ist eine Ausrüstung, die Jesus bekommen musste, bevor er sein Werk beginnen konnte. Er ging in den Zweikampf mit dem Starken, um ihn zu binden und ihm seine Beute abzunehmen. Jesu Versuchung ist vielleicht das Rätselhafteste in seinem ganzen Leben. Auf jeden Fall ist das der tiefste Punkt seiner Erniedrigung, dass er überhaupt versucht werden konnte. Dass er, der beides, Gott und Mensch war, dass auch er Gehorsam lernen musste, durch die Versuchung, die er durchlitt. Die Versuchung Jesu ist ein liebliches Evangelium für alle redlichen Seelen, die auch versucht werden. Er versteht uns. „Dadurch, dass er selber litt, als er versucht wurde, kann er denen zur Hilfe kommen, die versucht werden.“ Er versteht uns, wenn wir innerlich von den ungeheuren Kräften der Versuchung zerrissen werden. Und er versteht uns, wenn wir in der Versuchung fallen. Wie eine Mutter versteht und fühlt er mit seinen gefallenen Kindern. So beugt er sich über uns, wenn wir schamvoll darniederliegen und nicht mehr wagen, zu ihm aufzublicken. Und sieht er unsere Trauer und Scham, dann streicht seine weiche Hand mild über unsere wunde Seele. Und er sagt liebevoll: „Hab keine Angst, mein Kind, für all dein Fallen habe ich bezahlt.“ Mit unserer Macht ist nichts getan, wir sind gar bald verloren. Es streit‘ für uns der rechte Mann, den Gott selbst hat erkoren, fragst du, wer der ist, er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth und ist kein anderer Gott, das Feld muss er behalten. 5. März 5. März Simon, Simon, siehe, der Satan hat euer begehrt, dass er euch möchte sichten wie den Weizen; aber ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Lukas 22,31-32 Die Versuchung ist die Gefahr des Lebens, des Daseins zeitliches, ja ewiges Risiko. Die Versuchung gehört mit zu einem persönlichen Leben. Es gibt kein Menschenleben ohne Versuchung. Beide, der erste und auch der zweite Adam, waren sündlos. Versucht aber mussten sie beide werden. Kein Charakter kann sich entwickeln, ohne dass er in dem läuternden Feuer der Versuchung geprüft wird. Die Zeit der Versuchung ist unseres Lebens Schicksalsstunde. Da werden die Weichen unseres Lebens gelegt. Zwischen diesen Stunden fließt unser Leben verhältnismäßig still und ungefährlich dahin. Aber in der Zeit der Versuchung geschieht etwas in uns, etwas Entscheidendes für unser Leben. Die Stunden der Versuchung sind kurz, aber schicksalsschwer und ewigkeitsvoll. Unser ganzes Leben, nicht nur das zeitliche, auch unser ewiges, entscheidet sich in diesen kurzen Augenblicken. Darum ist die unsichtbare Welt mit dabei und so aktiv in der Stunde der Versuchung. Sie weiß, was dieser kleine Augenblick für uns bedeutet. Darum folgt sie der Versuchung mit ihrer unsichtbaren Aktivität. Das ist es, was Jesus uns heute in seinem Wort sagen will. Lasst uns auf die starken Worte achten, die er gebraucht: Satan verlangt euch zu sichten wie den Weizen. Es ist das teuflisch Aktive, Draufgehende, Zielbewusste, was Jesus hier unterstreichen will. Das gibt dem Ganzen einen Ernst, der weit über den Augenblick aller Zeiten geht und auch über alle Grenzen der Zeit. 6. März 6. März Freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen, aber freut euch, dass eure Namen im Himmel angeschrieben sind. Lukas 10,20 Hier hören wir von der Arbeitsfreude der Christen. Alle christliche Arbeit ist eine Frucht der Freude erlöster Menschen, Freude an Gott. Jesus freut sich mit den Siebzig, als sie voll von jubelnder Arbeitsfreude wieder zurückkommen. Er wünscht sich frohe Mitarbeiter. Nun sind wir seine Mitarbeiter. Und wir haben Grund, uns zu freuen. Wir freuen uns über die Männer und Frauen, die der Herr der Ernte in die Missionsfelder sandte, der ihnen Vollmacht gab, Gottes Botschaft zu denen zu bringen, die in Finsternis und im Schatten des Todes sitzen. Wir freuen uns über die daheim, die arbeiten, opfern, beten und die große Sache der Mission in unserem Volk leiten. Und wir freuen uns über die Arbeit, die zu unseres eigenen Volkes Erlösung geschieht: Die vielfällige, opferwillige und zielbewusste Arbeit, die täglich getan wird. Wir wagen uns auch zu glauben, dass Jesus sich mit uns freut. Aber er wünscht, er könnte uns, seinen Jüngern, diesmal eine milde, aber doch ernste Warnung erteilen: Lass nicht die Arbeit und ihre Resultate, das Leben, das Leben in Gott, überschatten! Es besteht dafür die Gefahr. Das gilt uns allen. Die Gefahr ist groß in aller christlichen Arbeit. Das Wort des Tages stellt uns zwei wichtige Fragen: Sind wir frohe Arbeiter? Sind wir froh, weil die Arbeit gelingt oder arbeiten wir, weil wir froh sind? Dann arbeiten wir mit Freuden, ob die Arbeit gelingt oder zu misslingen scheint. Wir können hier lernen, was Jesus meinte als er sagte: „Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es auch.“ (Matth. 10,8) 7. März 7. März Ehre deinen Vater und deine Mutter, auf dass es dir wohl gehe und du lange lebst auf Erden. Epheser 6,2-3 Hier haben wir das Grundgesetz für das Menschenleben. Gott, der es uns gab, gab uns auch die Freiheit, es zu brechen. Aber, ob wir es halten oder brechen, das Leben selber wird uns davon überzeugen, dass dieses Gebot heilig ist. In jungen Jahren meinten viele, dass sie ungestraft Vater und Mutter Kummer machen könnten. Aber nachdem die Jahre vergingen, erfuhren sie, dass das Leben schwer wurde für die, die mit Willen und Verstand Vaters und Mutters Herz verletzten und in ein zu frühes Grab brachten. Ihr lieben Kinder, die ihr heute diese Worte hört, seid freundlich und gehorsam gegen Vater und Mutter, solange ihr sie habt, damit ihr nicht später Tränen der Reue zu weinen braucht, wenn sie fort sind! Lasst Vater und Mutter merken, dass ihr deren Fürsorge, Mühe und Opfer für euch versteht! Sie tun ja nichts anderes, als an euch zu denken. Mach den Eltern Freude, während sie leben! Wenn sie tot sind, ist es zu spät. Ihr lieben Jungen, die Ihr aufgehört habt, die Gebete zu beten, die Eure Eltern Euch lehrten; Ihr, die Ihr den Gott verachtet, der ihnen Trost im Leben und im Sterben war. Die Ihr auf Wegen geht, über die Vater und Mutter weinen, denkt doch darüber nach, was Ihr ihren empfindlichen Herzen antut! Du weißt, wie sie dich lieben, du weißt, wie sie für dich beten, du weißt, wie sie über dich weinen. Jeder Schritt, den du auf dem breiten Wege gehst, ist wie ein Stich in ihrem Herzen. Wie hältst du das aus? Wie kannst du mit der Sünde spielen, die leise und sacht deiner Eltern Leben peinigt? Und ihr lieben Jungen, die ihr durch Vaters und Mutters Gebete zu Gott gebracht worden seid, ich will euch sagen, was sie sehen, wenn der Tag vergeht. Sie sehen, wie sich euer Christsein gegen Eltern und Geschwister zeigt. Sie brennen darauf, bei ihren Kindern Christsein im Alltag zu sehen. 8. März 8. März Dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis. Lukas 22,53 Dieses tiefe und dunkle Wort sprach Jesus in Gethsemane in dem Augenblick, als die Feinde kamen, um ihn zu verhaften. Auch schon früher war der Teufel hinter ihm her gewesen. Zuerst in der Wüste, aber später noch oft. Aber immer hielt der Vater seine Hand dazwischen. In der Wüste musste Satan weichen und Engel kamen und dienten Jesus, ebenso in Gethsemane. Die Versuchung war fürchterlich, aber die Vaterhand war dabei: Ein Engel vom Himmel stärkte ihn. Nun aber spürte Jesus, dass die Vaterhand sich zurückgezogen hatte. Nun ist Jesus ungeschützt in der Menschen und des Teufels Macht. Ohne Zweifel ist es das, was Jesus mit unsäglicher Angst und Grauen erfüllte. Nun bekommen der Teufel und seine menschlichen Handlanger die Möglichkeit, mit dem Heiligen zu tun, wozu sie Lust und Laune haben. Sie verspotteten ihn, schlugen ihn, spuckten ihm ins Gesicht, peitschten ihn aus, drückten ihm eine Krone aus Dornen auf sein edles Haupt und sie nahmen ihm sein Leben auf die schändlichste Art, die sie kannten. All dies war grauenvoll, aber Jesu eigentliches Leiden war doch ein anderes. Es war von innerer, seelischer Art. Zuerst und zuletzt das, dass der Vater sich zurückgezogen hatte. Und dann das, dass Jesus sehen musste, dass die Menschen nun endlich ihr ganzes böses Wesen, ihren Hass und ihre Feindschaft gegen Gott nach außen kehrten. Das war das Letzte, was Jesus vor seinem Tod von ihnen sah. Aus den Evangelien geht hervor, dass Jesus unter seinem letzten Leiden auffallend still war. Er hatte nicht mehr so viel zu sagen, dafür sah er um so mehr. Er sah Menschen in ihrer erbärmlichsten Erniedrigung, nun, wo der Vater ihnen die Freiheit gegeben hatte, zu tun, was sie wollten. Er sah das rasende Volk, das sich heiser schrie, um ihn gekreuzigt zu bekommen. Er sah sie zuletzt unter dem Kreuz. Nun fühlten sie sich sicher, nachdem er gekreuzigt war. Das gibt uns reichlich Stoff für viele Gedanken in der Fastenzeit. 9. März 9. März Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird es auch vollführen bis an den Tag Jesu Christi. Philipper 1,6 Er fing an. Er fing an bei uns allen. Leider ging es bei den meisten von uns so, dass wir sein gutes Werk abbrachen. Wir verließen das Vaterhaus und zogen hinaus in ein fremdes Land. Aber wenn auch wir ihn verließen, er gab uns nicht auf. Er folgte uns auf allen Wegen. Er rief nach uns, wo wir auch gingen. Selbst in den hässlichsten Stunden unserer Sünden konnten wir seine milde und ernste Stimme hören. Schon in den Jahren unserer Kindheit und in der Jugendzeit überschüttete er uns mit seiner Gnade. Endlich blieben wir stehen. Er überzeugte uns, so dass in unserer Seele kein Zweifel blieb, dass wir uns bekehren müssten. Er sprach mit uns über unser sündiges Leben und über unser sündiges Herz, bis alle Risse geschlossen waren. Da glaubten wir, es wäre unmöglich, dass wir noch erlöst werden könnten. Aber er griff ein. Die Gnade, von der wir uns durch unsere gewollten Sünden ausgeschlossen hatten, strömte wieder hinein in unsere Seele. Und wir, was machten wir bei dem allen? Wir machten Schwierigkeiten. Vor der Bekehrung flüchteten wir jedes Mal, wenn seine milde Stimme uns nahte. Wir mogelten und machten uns selbst und Gott etwas vor, um in den Sünden Frieden zu finden. Und er war es, der den Trotz unseres Willens schmolz. Er wirkte beides in uns, das Wollen und das Vollbringen. Er schenkte uns Bekehrung. Und nach der Bekehrung? Da ist es ganz etwas anderes als Schwierigkeiten, die wir ihm bereiteten. Wie haben wir ihn doch jeden Tag betrübt und enttäuscht durch unseren Eigenwillen, unsere Eigenliebe, unsere Streitsucht, Gleichgültigkeit oder Misstrauen. Aber er setzte das gute Werk, das er begonnen hatte, auch fort. Immer wieder lenkte er uns in die Spur zurück - durch seine unaussprechliche Treue. 10. März 10. März Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Da sie vernahm, dass er zu Tische saß in des Pharisäers Haus, kam sie ... trat sie hinzu zu seinen Füßen und weinte. Lukas 7,37-38 Simon war einer der wenigen Pharisäer, die sich zu Jesus hingezogen fühlten. Er war persönlich mit ihm bekannt geworden. Und nun hatte er Jesus und seine Apostel zu sich eingeladen, auch seine eigenen Freunde. Simon war noch im Zweifel über Jesus. Und nun hatte er sicherlich gehofft, dass er und seine zweifelnden Freunde in dieser Sache Klarheit finden könnten. Da wurde mit einem Mal Simons ganze Gesellschaft gestört. Ein Straßenmädchen der Stadt trat ein. Dass zu seiner Gesellschaft auch Zuschauer kamen, war in den östlichen Ländern damals nichts Besonderes. Darum unternahm Simon auch nichts, um sie hinauszuweisen. Aber sie berührte Jesus und machte ihn dadurch unrein. Das war Simon peinlich. Und er sagte zu sich selber: Wenn der ein Prophet wäre, so hätte er sie gleich durchschaut. Aber dennoch war das noch nicht das Schlimmste. Jesus verteidigte das Straßenmädchen auch noch. Und dann wurde es noch schlimmer, diese Verteidigung wurde ein Angriff auf Simon. Er sagte: Du gabst mir kein Wasser zum Füßewaschen, keinen Kuss, kein Öl. Du gabst mir Höflichkeit, doch keine Liebe. Die Frau dagegen hat meine Füße mit ihren Tränen gewaschen und mit ihrem Haar getrocknet. Sie küsste nicht meine Wangen, sondern meine Füße, sie salbte nicht mein Haupt, sondern meine Füße. Wie gut ist das für alle Sünder zu hören, die über ihre Sünden weinen und dann durch alle Hindernisse hindurch brechen, hin zu Jesu Füßen. Was macht es, liebe Freunde, wenn Menschen spotten und kritisieren, so lange Jesus uns verteidigt? 11. März 11. März Du gabst mir kein Wasser für meine Füße, diese aber hat meine Füße mit Tränen genetzt und mit ihren Haaren getrocknet. Lukas 7,44 Es war das Herz, nach dem Jesus sah, bei beiden, bei der Frau und bei Simon. Auch bei dir sieht er nach dem Herzen. Was sieht er da? Willst du wissen, was Jesus von deinem innersten Herzenszustand hält? Wir haben alle Freunde und Bekannte. Wir treffen sie auf der Straße, grüßen, bleiben stehen und reden miteinander. Das scheint uns freundlich, und dann sagen wir Tschüss. Und dann denken wir nicht mehr aneinander, bis wir später einmal wieder an einer Straßenecke aufeinanderstoßen. Das sind unsere Bekannten. Bei unseren Freunden ist es nicht so gewiss, dass wir sie öfter treffen, aber wir telefonieren miteinander oder schreiben uns. An sie denken wir täglich. Gott hat viele Bekannte. Sie legen Wert darauf, ihm einen kleinen Besuch am Sonntagvormittag abzustatten, auch sonst einmal, wenn sie gerade Zeit haben. Aber sobald der Besuch vorüber ist, denken sie nicht mehr an Gott, bevor sie am nächsten Sonntag wieder zur Kirche gehen. Mit Gottes Freunden ist das anders. Allerdings stehen sie niemals gut da. In der Regel sind sie arm und gering. Oft wissen sie für sich keinen anderen Rat als die Frau im Haus des Simon, sie weinen. Sie weinen wie jene über ihre Sünden. Aber dass sie Jesu Freunde sind, zeigt sich deutlich vor Gott und den Menschen. Sie können ohne Jesus nicht leben. Mit all ihren Sünden, mit all ihrer Not, machen sie sich auf, hin zu Jesu Füßen. Schließlich half Jesus auch dem Simon, er half ihm, sich selber zu sehen - und Jesus zu sehen. Damit war er vor die Wahl gestellt: Wollte er nur Jesu Bekannter sein oder sein Freund? 12. März 12. März Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat. Hebräer 10,35 Es gibt viele Gotteskinder, die haben ihr Vertrauen weggeworfen. Vielleicht bist du eines von ihnen. Du hast nur noch wenige Erinnerungen an jene Tage, an denen ein heiliges Vertrauen deine Seele stärkte, so dass du des Lebens kleine und große Prüfungen nicht nur mit Ruhe und Selbstbeherrschung, sondern auch mit einem tiefen Frieden in der Seele tragen konntest. Wie verlorst du dein Vertrauen? Von Josaphat steht geschrieben: „Sein Herz blieb vertrauensvoll auf des Herrn Wege.“ Ja, nur auf Gottes Wegen wird unser Vertrauen bewahrt. Aber wir verlassen des Herrn Wege mehr oder weniger jeden Tag. Wie kann da auch nur ein einziger unter uns das Vertrauen bewahren? Doch es ist nicht die Sünde, die uns das Vertrauen nimmt. Es ist das, was wir tun, nachdem wir gesündigt haben. Wenn wir unsere Sünden entschuldigen und noch schmücken, dann verlieren wir das Vertrauen. Da sind wir mit ihnen in ein geheimes Bündnis geschlittert und wir wagen uns nicht mehr, Gott offen in die Augen zu sehen. Viele Gläubige gibt es heute, die gehen mit niedergeschlagenen Augen, weil sie mit ihrer Fleischeslust Frieden geschlossen haben. Sie kämpfen nicht mehr redlich. Andere haben ihrer Eitelkeit, ihrer Bequemlichkeit oder Menschenfurcht nachgegeben und angefangen, sich der Welt gleichzustellen. Andere verloren ihr Vertrauen des Geldes wegen. Und verschwindet das Vertrauen, kommen die Kümmernisse herein. Zum Kreuz wagst du nicht mehr zu sehen, denn da begegnet dir Jesu trauriger und prüfender Blick. So versuchst du dich selbst zu trösten und das Beste zu hoffen. Besonders hoffst du darauf, dass es später besser wird. Du weißt wohl, dass du nur durch eine klare Entscheidung gerettet werden kannst. 13. März 13. März Wer Ärgernis gibt einem dieser Kleinen, die an mich glauben, dem wäre besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in des Meeres Tiefe ersäuft würde. Matthäus 18,6 Ich glaube kaum, dass Jesus jemals sonst solch scharfe Worte gebraucht hat wie die, die wir gerade lesen. Es ist die Verantwortung für Kinder, die er uns einschärfen will. Er sagt, dass es für einen Menschen besser wäre, ums Leben zu kommen, als die Gelegenheit zu finden, ein Kind zu verführen. Das Wort gilt uns allen, nicht nur Vater und Mutter, auch Geschwistern, Freunden, Verwandten. Möchte es uns doch allen durch Mark und Bein gehen, dass wir alle unsere Verantwortung für die Kleinen erkennen. Hüte dich, die Kleinen zur Sünde zu verlocken! Aber das Wort heute spricht besonders zu Vater und Mutter. Niemand kann dem Kind so viel helfen, wie die Eltern, aber ebenso kann niemand sie so verführen. Wir können dabei an die vielen Eltern denken, die ihren Kindern nie von Jesus erzählen, sie nie die Hände falten und beten lehren und die sie nie zum Kindergottesdienst bringen, ja ihnen den sogar verbieten, selbst wenn sie gerne dabei wären. Manche hören von klein auf, dass die Eltern fluchen oder Gottes Namen missbrauchen, dass sie lügen oder unanständige Worte gebrauchen. Und werden Kinder durch Gottes Gnade herausgeholt aus dem Sündenleben, in das ihre Eltern sie einführten, begegnet ihnen oft Widerstand und Verfolgung im eigenen Heim. Du, Vater und Mutter, die ihr ohne Gott lebt, hört heute Jesu ernste Worte an euch! Ihr verderbt nicht nur die eigene Seele, sondern auch die eurer Kinder, die ihr doch liebt. Erinnert euch an das Wort vom Mühlstein und lasst euch erlösen! 14. März 14. März Diese Art kann durch nichts ausgetrieben werden als durch Beten und Fasten. Markus 9,29 Die Jünger hatten versucht, den bösen Geist auszutreiben, vermochten es aber nicht, obwohl ihnen Jesus die Vollmacht dazu gegeben hatte. Aber wir? Die meisten von uns hätten den bösen Geist auch nicht hinausbekommen, obwohl Jesus auch uns die Macht dazu gab. Sieh die Eigenliebe, wie sie verdirbt - nicht nur unser tägliches Leben, sondern uns auch in die christliche Arbeit hinein verfolgt! Siehe die Ehrsucht, die Prunksucht und die Effekthascherei, die der Verkündigung die Kraft raubt und die christliche Gemeinschaft entleert, ja, oft sie sogar schädlich macht. Sieh das nach außen gewandte Wesen, das oft mit den Mühen der Zeit oder den vielen christlichen Aufgaben entschuldigt wird. Um die Wirksamkeit generell, zumal um die mehr oder minder mangelhafte Wirksamkeit der anderen, kann in Gesprächen interessant und stundenlang diskutiert werden. Von dem inneren verborgenen Leben in Gott wird auch gesprochen, aber oft nur, um überhaupt etwas zu diskutieren. Es wird vom Zeitgeist geredet, vom Unglauben, Zweifel und dem Geist der Freidenkerei. Und doch kann keiner dieser bösen Geister dem Evangelium mehr Widerstand bieten und dem Herzen Jesu so schmerzen, wie der Geist der Ohnmacht unter den Jüngern. Diese Art fährt nicht aus ohne Beten und Fasten. Warum fasten? Fasten dient dazu, das Gebet zu einem wirklichen Gebet zu machen. Es soll uns helfen, im Gebet Anteil an Jesu Vollmacht zu bekommen. Mehr als nur irgendwie braucht der Herr jetzt Jünger, die sich regelmäßig aus dem Lärm in die Stille vor des Herrn Angesicht zurückziehen, um sich für die Arbeit durch Gebet und Fasten zu stärken. 15. März 15. März Sofort rief der Vater des Kindes und sprach: Ich glaube, hilf meinem Unglauben! Markus 9,24 So rief dieser glaubende Vater in seiner Not. Und so ruft der Glaube zu allen Zeiten in seiner Not. Das sagt die Schrift über das Geheimnis des Glaubens. Der Glaube ist in Wahrheit ein geheimnisvolles Ding. Unter anderem finden wir dies Geheimnis in dem, dass er nie entstehen kann, ohne dass das Alte in uns stirbt. Der Tod des Ichs und die Geburt des Glaubens sind untrennbar. Und da der Tod immer schmerzvoll ist, so auch der des alten Ichs. Darum wird es am Glauben immer eine Seite geben, die weh tut. Ein Sünder kann nie zu Jesus kommen, wenn er gleichzeitig den Glauben für sich selbst verliert. Darum ist der Glaube zu Beginn immer ein trauriger, seufzender, weinender, zweifelnder Glaube. Denn der Sünder sieht nicht seinen Glauben, sondern nur seinen Unglauben. Unablässig betet er wie jener unglückliche Vater: Hilf meinem Unglauben! Aber dass der Glaube da ist, sehen wir bei anderen ohne Schwierigkeiten. Wir sehen es an vielen Dingen. Zuerst und vor allem daran, dass Sünder unter ihrem Unglauben leiden und um Glauben bitten. Die Haugianer (Die Anhänger des Erweckers Hauge, d.Ü.) sagten, zu glauben heißt, man sei mit seinen Sünden zu Christus gekommen. Der glaubt, der mit all seinen täglichen Sünden um Christi Kreuz kreist, selbst wenn er seinen Glauben nicht sehen kann, sondern nur seinen Unglauben. Martin Luther schreibt, dass der Glaube nicht länger lebt, als er kämpft. Höre, liebes Gotteskind, du bist oft unruhig, weil du deinen Glauben nie so gut findest, wie du ihn haben möchtest, sage so wie der Mann im Text: „Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ 16. März 16. März Das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren gehen, uns aber, die wir ger ettet werden, ist es eine Gotteskraft. 1.Korinther 1,18 Gott hat oft und auf viele Weise zu uns durch die Propheten gesprochen. Aber in den letzten Tagen sprach er zu uns durch den Sohn. Und das ist eine mächtige Rede sowohl durch ihn als sein Wort, als auch in seinen Werken. Aber das Kreuz ist unvergleichbar sein mächtigstes Reden. Das Kreuz von Golgatha ist der Mittelpunkt der Geschichte und der Welt. Es ist der schrecklichste und der lieblichste Ort auf unserer Erde. Da enthüllt Gott die beiden stärksten und geheimnisvollsten Realitäten des Daseins: Sünde und Gnade. Kein Mensch fühlt die Sünde, der nicht am Kreuz Christi gestanden hat. Und weil die meisten Menschen nicht am Kreuz stehen bleiben wollen, sehen sie auf ihre Sünden nur gedankenlos und unbeteiligt. Was sagt das Kreuz über die Sünde des Menschen? Es sagt, dass der Mensch gegen Gott feindlich gesinnt ist. Es sagt, dass die Menschen nicht nur irgendwie böse sind, sondern so böse, das sie den Guten nicht ertragen können. Den einzigen wirklich Guten hat unser Geschlecht ermordet, nicht durch ein Unglück, sondern mit Überlegung, durch einen gut vorbereiteten Justizmord. Und das war unseres Geschlechts religiösestes Volk, das das tat. Und dann erzählt das Kreuz Christi, dass die Sünde so schrecklich ist, das nicht einmal der allmächtige und allliebende Gott sie ohne Sühnung vergeben kann. Aber diese Sühnung verlangt er nicht von anderen. Er selbst wurde Mensch, um zu leiden und zu sterben für seine Feinde. Ihr lieben Gotteskinder, lasst uns den rätselvollen Ernst der Sünde sehen! Lasst uns den Notruf und den Schrei Jesu durch Mark und Bein gehen, auf dass uns Jesu Leiden Furcht und Zittern vor der Sünde geben kann und uns bewahren kann vor dem Missbrauch der Gnade! 17. März 17. März Mein Sohn, gib mir dein Herz. Sprüche 23,26 Die meisten Menschen suchen Gott. Sie beten, wenn auch nicht so regelmäßig und so fleißig. Sie hören und lesen Gottes Wort jedenfalls ab und zu. Sie kämpfen auch gegen ihre Sünden. Sie verzichten auf manch eine Freude, von der sie meinen, sie ließe sich nicht mit der Gottessuche vereinen. Aber sie erleben nichts mit Gott. Sie bekommen keinen Frieden, keine Freude, keine Kraft. In dem allen erhalten sie nie eine Antwort von Gott. Ihre Religiosität ist ein einziger Monolog, ein Reden mit sich selbst. Gott schweigt. Warum? Diese Menschen wollen alles Mögliche, nur nicht das Einzige worum Gott sie bittet: Sohn, Tochter, gib mir dein Herz! Sie setzen sich für den Frieden ein, feilschen dabei aber so gut es geht, um möglichst billig davon wegzukommen. Ihre ganze Gottesfurcht ist ein einziger Versuch, Gott ihrem Herzen fern zu halten. Sie suchen Frieden zu finden, ohne mit Gott ins Reine zu kommen. Höre nun, was Gott sagt: Gib mir dein Herz! Lass nun deinen Erlöser hinein in die Welt deines Herzens! Er möchte deines haben. Gib ihm die Möglichkeit, mit dir über deines Herzens verborgene Lüste und Gedanken zu reden! Treffe nun eine klare Entscheidung für ihn! Lass ihn ein in deinen Willen! Gib deine Eigensteuerung auf und lass ihn für dich entscheiden, was Sünde ist und aus deinem Leben verschwinden muss! Dann wirst du auch das verborgene Leben mit Gott kennenlernen. Er zieht dich zu sich und wird mit dir auf seine stille und ergreifende Art reden. Über die Sünde und dass deine Seele in Furcht und Zittern bebt. Sei nicht verzagt, wenn er sich gut Zeit lässt, mit dir über deine Sünde zu reden! Er wird auch mit dir über seine Gnade reden. Sorge nur dafür, dass er in deinem Herzen bleibt! 18. März 18. März Nehmt einander an, gleichwie Christus uns angenommen hat, zu Gottes Ehre. Römer 15,7 Erlöste Menschen werden in der Bibel Gottes Kinder genannt. Sie machen ein heiliges Geschlecht aus. Sie sind Gottes Familie auf der Erde. Die Bande des Blutes sind stark, aber die der Geistesgemeinschaft sind stärker. Diese heilige Familie besteht nur aus Sündern, begnadeten Sündern, das ist wahr. Aber wir straucheln alle in vielen Dingen. Wenn wir dann also sagen: Wir haben keine Sünden, dann betrügen wir uns selbst. Und doch werden diese Sünder in der Bruderliebe zusammengebunden. Gottes Kinder lieben uns trotz unserer Fehler und Mängel, trotz unserer Gebrechlichkeiten, Ecken und Kanten. Nicht weil wir liebenswürdig oder sympathisch wären, sondern weil wir von Gott geboren wurden. Die Bruderliebe ist in dieser egoistischen und lieblosen Welt ein mächtiges Wunder. Und nun lautet die apostolische Ermahnung: „Nehmt einander an!“ Wir brauchen diese Ermahnung, denn wir vergessen so leicht, dass ein Gotteskind auch ein krankes und leidendes Kind ist. In dieser bösen Welt geht es oft schlimm zu. Immer wieder erfährt ein Gotteskind Widerstand, oftmals auch Verachtung und Spott. Aber niemand ist gegen einen wahren Christen härter als er selbst. Er klagt sich selber an, verurteilt sich selber öfter und härter, als die anderen es ahnen. Darum ist er oft müde, krank und verletzt. Nimm dich seiner an, wenn du ihm begegnest! Warte nicht, bis er dir sein Herz ausschüttet! Das fällt ihm oft schwer. Sage ihm etwas Gutes, einen kleinen Trost, eine kleine Aufmunterung! Sage ihm einige gute Gottesworte, die dir selber geholfen haben! Über keine Gotteskinder freue ich mich so, wie über die, die mir helfen, wenn ich sie treffe. Die mir bei dem Schwierigsten in meinem Leben helfen, ein Christ zu sein, ein wahrer Christ. Aber die beste Hilfe, die wir einander leisten können, ist die, füreinander und miteinander zu beten. 19. März 19. März Einer ist für alle gestorben, darum sind sie alle gestorben. 2.Korinther 5,14 In allen religiösen Versammlungen begegnen wir der Ahnung der Menschheit, dass Sünder nicht ohne Versöhnung dem Heiligen Geist begegnen können. Und in seiner Erlösungsoffenbarung bekräftigt Gott diese Ahnung. Seinem auserwählten Volk gab er ein Versöhnungsmittel, damit es bestehen könnte und von seinem heiligen Zorn nicht verzehrt würde. Es bekam einen Stellvertreter, das Opfertier, das sein Leben anstelle des Sünders gab. Aber das Opfer im alten Bund war nur Schatten. Christus ist das vollkommene Opfer. Während der Hohepriester mit fremdem Blut in das Heiligtum ging, so ist es in Christus dessen eigenes Blut, das geopfert wird. Unser Stammvater Adam war unser erster Stellvertreter. Er handelte im Namen des ganzen Geschlechtes. Darum war seine Sünde die des ganzen Geschlechtes. Christus ist der zweite Adam. Seine Aufgabe ist es, um des ganzen Geschlechtes wegen zu leiden und all seine Sünden zu sühnen. Worin besteht seine Versöhnung? Für’s erste, dass er unsere Strafe trug. „Die Strafe liegt auf ihm!“ (Jes. 53) Da war niemand anderes als dieser Gottmensch, der diese Strafe tragen konnte, die rätselhaften Versuchungen, die Seelenqualen hinein in die Gottverlassenheit. Zweitens, er litt diese Strafe freiwillig. Er war gehorsam bis zum Tod, ja zum Tod am Kreuz. Ein einziger Augenblick von Ungeduld und Unwillen in Jesu Sinn hätte ausgereicht, und die ganze Versöhnung wäre verspielt gewesen. Das ganze Menschengeschlecht wäre in die ewige Hölle gestürzt. Wie viel musste Jesus leiden? Er musste solange leiden, solange Menschen und Teufel ein einziges Leiden übrig hatten, ihn damit zu peinigen. Und als die Gottverlassenheit durchlitten war, hatte Satan kein schwereres Leiden mehr, das er ihm hätte aufbürden können. Da konnte Jesus sein mächtiges „Es ist vollbracht!“ rufen. 20. März 20. März Nun freue ich mich in den Leiden, die ich für euch leide und erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an den Trübsalen Christi, seinem Leib zugute, welcher ist die Gemeinde. Kolosser 1,24 Dieses ist ein gewaltiger Vers, vollgestopft mit mächtigen Gedanken und dunklen Rätseln. Am klarsten ist hier des Apostels wunderliches Wort: „Nun freue ich mich über meine Leiden.“ Das braucht lange Zeit, bis wir ihm das nachsprechen können. Wir suchen Leiden am besten zu umgehen. Aber dann sagt der Apostel, dass noch etwas an Christi Leiden fehlt und diesen Mangel füllt er mit seinem Leiden aus. Selbstverständlich will der Apostel hiermit nicht sagen, dass noch etwas an Christi Versöhnungsleiden fehlt. Mit den Leiden Christi meint er die, die Christen ertragen, um Christi willen. Er sagt damit auch, dass dem einzelnen Christen von Gott ein gewisses Maß an Leiden bestimmt ist. Und er weiß, dass er ein bestimmtes Maß an Leiden in seinem Fleisch zu tragen hat. Das will sagen, dass er nach Gottes Willen körperliches Leiden um Christi willen ausstehen soll. Der Apostel hatte über das Leid gesiegt. Und soweit wir seinen Äußerungen entnehmen können, sind es besonders zwei Entdeckungen, die für ihn des Leidens Rätsel lösten. Zuerst, dass er auch in seinen Leiden mit Christus vereint ist, ja, dass er ohne diese Gemeinschaft mit seinen Leiden niemals ihn und die Kraft seiner Auferstehung kennenlernen könnte. Damit wurde für den Apostel etwas Heiliges, nicht nur der äußere Beweis für seine Gemeinschaft mit Christus. Das meint er auch mit seiner Bemerkung, dass er die Malzeichen Jesu an seinem Leibe trage. Vor allem aber gibt das Leiden ihm selber innere Stärke und Gewissheit. Darum rühmt er sich auch seiner Leiden und freut sich über sie. Zum Zweiten bekam er Licht über das Rätsel des Leids, als er sah, dass seine Leiden der ganzen Gemeinde Gottes zugute kamen. 0 Herr, hilf uns in dem Leid, hilf uns auch leiden zu wollen! 21. März 22. März 23. März 24. März 25. März 26. März 27. März 28. März 29. März 30. März 31. März 1. April 2. April 3. April 4. April 5. April 6. April 7. April 8. April 9. April 10. April 11. April 12. April 13. April 14. April 15. April 16. April 17. April 18. April 19. April 20. April 21. April 22. April 23. April 24. April 25. April 26. April 27. April 28. April 29. April 30. April 1. Mai 2. Mai 3. Mai 4. Mai 5. Mai 6. Mai 7. Mai 8. Mai 9. Mai 10. Mai 11. Mai 12. Mai 13. Mai 14. Mai 15. Mai 16. Mai 17. Mai 18. Mai 19. Mai 20. Mai 21. Mai 22. Mai 23. Mai 24. Mai 25. Mai 26. Mai 27. Mai 28. Mai 29. Mai 30. Mai 31. Mai 1. Juni 2. Juni 3. Juni 4. Juni 5. Juni 6. Juni 7. Juni 8. Juni 9. Juni 10. Juni 11. Juni 12. Juni 13. Juni 14. Juni 15. Juni 16. Juni 17. Juni 18. Juni 19. Juni 20. Juni 21. Juni 22. 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