Gottfried Wenzelmann - Träumen

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Wer träumt, der lebt. Und wer lebendig ist, der träumt. Auch wenn wir uns häufig nicht mehr an den Film im nächtlichen Kopfkino erinnern, haben unsere Träume das Potenzial, wichtige Botschaften zu übermitteln. Davon können wir profitieren. Der Autor nimmt uns in diesem Buch mit auf eine Reise in die Welt der Träume: Auf der Basis zeitgenössischer Forschung macht er den Leser mit den wichtigsten psychologischen Erkenntnissen vertraut und zeigt auf, wie der theologisch verantwortete seelsorgliche Umgang mit Träumen in der Praxis aussieht. In der seltenen prophetischen Dimension bedeutet es noch viel mehr, aber das übliche, allnächtliche Träumen ist ein Werkzeug zum Verarbeiten der eigenen Geschichte. Richtig gedeutet, hilft es zur Heiligung und zur Vertiefung des christlichen Glaubens.

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Für die Traumdeutung nach Jung ist die Unterscheidung zwischen Persona und Schatten eine wichtige grundlegende Einsicht. Persona bezeichnet bei ihm die Seite unseres Wesens, die wir nach außen zeigen und die gesellschaftlich eher akzeptiert ist. Der Schatten beschreibt die oft ungeliebte Seite des eigenen Wesens, die uns peinlich ist; wir verstecken sie deshalb möglichst vor anderen und auch vor uns selbst. Wie sich die Schattenseiten in Träumen zeigen, werden wir in Abschnitt 4.5 sehen.

Eine weitere Unterscheidung, die Jung in der Traumdeutung eingebracht hat, ist die zwischen der sogenannten Objekt- und der Subjektstufe. Diese Deutungskategorien ermöglichen die Betrachtung eines Traumes aus zwei Perspektiven: Auf der Objektstufe repräsentieren Traumsymbole einen Bezug des Träumers zu Gegenständen der Außenwelt, auf der Subjektstufe repräsentieren die Traumsymbole Persönlichkeitsanteile des Träumers selbst. Auch diese Einsicht Jungs wird uns im Abschnitt 4.3 noch beschäftigen.

Für das Traumverständnis Jungs ist es schließlich wesentlich, auf seine Gedanken zu den von ihm so genannten Archetypen einzugehen: Archetypen sind für ihn Urbilder wie z. B. der alte Weise, die große Mutter oder auch Gott, die in Mythen, Märchen und in Religionen auftauchen. Wenn diese im Traum erscheinen, spricht Jung von einem archetypischen Traum oder auch einem „Individuationstraum“, der einen Bezug zu den Kulturgütern der Menschheit aufweist. Solche Träume leisten nach dem Dafürhalten Jungs einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der träumenden Persönlichkeit und sind seiner Meinung nach mit einem richtungsweisenden Sinn verbunden. Zur Erschließung des mythologischen Gehalts von Träumen regte er die „Amplifikation“ an, die nach den Assoziationen der Träumenden zu ihrem Traum aus der Literatur, aus Theaterstücken, aus Märchen, der Kunst oder der Bibel fragt oder diese vonseiten des Therapeuten einbringt.

In Verbindung mit den Archetypen unterschied Jung das dynamisch persönliche Unbewusste und das sogenannte kollektive Unbewusste. Während das persönliche Unbewusste die persönlichen Erfahrungen der Träumenden aufnimmt, sind im kollektiven Unbewussten überpersönliche Erfahrungen des „objektiv Psychischen“ gespeichert, die für Jung in jeder Kultur existieren und dem Menschen angeboren sind. Letztere beruhen auf der Zugehörigkeit des Einzelnen zur Gattung Mensch, zu bestimmten Gesellschaften und Kulturen mit ihrem allgemein menschlichen Wissen über den Menschen.

Wie ist nun die Traumtheorie C.G. Jungs zusammenfassend zu beurteilen?

Die Traumtheorie C.G. Jungs lässt sich in vielen Punkten als genial bezeichnen. Er hat viele der Engführungen Sigmund Freuds in der Traumdeutung überwunden. Die Unterscheidungen zwischen Persona und Schatten, Animus und Anima, Subjekt- und Objektstufe tragen häufig zu einem differenzierten Verstehen von Träumen bei. Die Kategorien Potenzialität, Komplementarität und Finalität machen die Beschäftigung mit Träumen in hohem Maße fruchtbar. Das alles wird später noch differenzierter zu bedenken sein.

Die Grenzen des jungschen Traumansatzes sehe ich in dreierlei Hinsicht:

– Zum einen ist seine Lehre zu den Archetypen zu hinterfragen. Jung sieht in ihnen universale Grundmotive, die in der Gehirnstruktur vererbt würden. Trotzdem ist festzuhalten, dass diese aus Kultur, Literatur und Religionen erschließbaren Symbole und Motive bestenfalls so etwas wie ein Vorschlag sein können. Ein Traum ist immer zuerst eine persönliche Botschaft an die träumende Person. Die Gefahr bei Jungs Umgang mit Archetypen besteht darin, dass ein „objektiver Deutungssinn“ den subjektiven verdrängt; so kann es zu einer Fremdbestimmung der träumenden Person durch den Begleiter und sein archetypisches Denksystem kommen.

– Zum andern trägt das, was Jung zu den Archetypen und zu archetypischen Träumen sagt, zuweilen zu einer Mystifizierung und Verkomplizierung von Träumen bei. Indem er transkulturelle, religiöse und auch okkulte Zusammenhänge einbezieht, geschieht eine Öffnung in Bereiche hinein, die weltanschaulich nicht mehr neutral zu sehen sind.

– Schließlich geht aus der Traumtheorie Jungs hervor, dass er dem Einfluss fernöstlicher Religionsphilosophie näher steht als dem christlichen Glauben. Das zeigt sich deutlich in der geradezu religiösen Aufladung des menschlichen Selbst. Die Verwirklichung dieses Selbst geschieht nicht in der sich abgrenzenden Individualität, sondern durch Auflösung in ein alles umspannendes Sein. Je mehr der Mensch sein Bestreben aufgibt, er selbst sein zu wollen, umso mehr wird er es in einer Alleinheit erleben. Die religiöse Gedankenwelt C.G. Jungs und seiner Schule wird uns noch im Abschnitt 6.4. beschäftigen.

3.4 Fritz Perls (1893–1979)

Perls 16entwickelte zusammen mit seiner Frau Laura und Kurt Goldstein die Gestalttherapie, in der er sich von der Psychoanalyse abgrenzte. Die Gestalttherapie ist keine analytische, sondern eine integrative Methode, die nicht so sehr nach dem Warum von Problemen fragt, sondern nach dem Wie und Was. So fragt sie z. B. nach der Struktur eines Lebensskripts und danach, wie es neu strukturiert und umgeschrieben werden kann. Diese Therapie leitet an zum Gewahrsein aller gegenwärtigen Gefühle, von Verhaltensweisen und des Kontakts sowohl zu sich selbst als auch zur Umwelt. So vertritt sie einen ganzheitlichen Ansatz und will den Menschen dazu führen, sich zu seiner Ganzheit hin zu entwickeln. Sie ist ein erlebnisaktivierendes Psychotherapieverfahren.

Für die Traumtheorie und -praxis ergibt sich vor diesem grundlegenden Hintergrund Folgendes: Die Gestalttherapie geht davon aus, dass Träume existenzielle Botschaften für die Träumenden bereithalten, die es verstehen zu lernen gilt. Alle Einzelheiten des Traums verkörpern Teile des Selbst, in denen Perls zum einen die unvereinbarten und sich widersprechenden Seiten, zum andern die nicht gelebten und verdrängten Persönlichkeitsanteile sieht, die das Ich bisher verleugnet und vermieden hat. So zeigt der Traum, was der Träumer in seinem Alltag zu leben vermeidet. Die sich widersprechenden und verleugneten Anteile projiziert das Ich des Träumers nach außen und nimmt sie nicht als Teil von sich selbst wahr.

Im Zuge gelingender Traumarbeit geschieht eine zunehmende Auflösung dieser Projektionen. Das Ich soll dabei wieder heimholen, was in seiner Fragmentierung verloren gegangen war. Perls war bestrebt, den Träumer zum unmittelbaren Erleben des Trauminhaltes zu führen, um auf diese Weise die Botschaft des Traumes zugänglich zu machen. Indem der Traum erfahrungsmäßig zugänglich gemacht wird, soll er seine Kraft in der Korrektur und Erweiterung des Lebens entfalten. Noch unverbundene Persönlichkeitsanteile warten seiner Theorie nach darauf, in der Verarbeitung des Traummaterials miteinander verbunden zu werden.

Dazu sind folgende vier Punkte in der Arbeit mit Träumen erforderlich:

Identifizieren,

Ausspielen,

Auseinandersetzen,

Integrieren.

Mit diesen vier Schritten soll der Traum nicht zuerst theoretisch reflektierend angegangen werden, sondern er soll für den Träumer zu einem existenziellen Ereignis werden. Der Träumer soll dafür selbst aktiv werden. Mit diesen Schritten setzt der Träumer seinen Traum in Szene. Dabei werden Blockaden erlebt und prozesshaft gelöst. Im Darstellen und Nacherleben jeder Traumgestalt kann der Träumer diesen Gestalten begegnen, das Abgespaltene integrieren und zur seelischen Stärkung finden. Die Traumarbeit als Selbsterfahrung im Dienst seelischer Gesundheit und Stabilität führt den Träumer mehr und mehr zu seiner Ganzheit.

Die Gestalttherapeutin Brigitte Holzinger zeigt sehr konkret, wie bei dieser Therapie in der Traumarbeit vorgegangen wird 17:

„1) Wir fordern den Patienten auf, den Traum in der Ich-Form, in der Gegenwart zu erzählen, als ob der Traum gerade passieren würde.

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