Lothar Gassmann - Die Lehren der Zeugen Jehovas

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Die Zeugen Jehovas erleben weltweit eine starke Zunahme. Ihre Zeitschrift Der Wachtturm gilt als auflagenstärkste religiöse Zeitschrift der Erde. In Deutschland erlangte die Wachtturm-Gesellschaft die Anerkennung als „Körperschaft des öffentlichen Rechts“.
In dieser Situation und angesichts dessen, dass fast jeder schon einmal mit Zeugen Jehovas zu tun gehabt hat, ist eine umfassende Darstellung und Beurteilung ihrer Geschichte und Lehre eine dringende Notwendigkeit. Wie ist die Wachtturm-Gesellschaft entstanden? Wie ist ihre Entwicklung verlaufen? Welche grundlegenden Lehren vertritt sie? Stehen diese in Einklang mit der Bibel? Wie missionieren die Zeugen Jehovas – und wie können überzeugte Christen ihnen missionarisch begegnen? Auf solche Fragen möchte dieses Buch in einer wissenschaftlich fundierten und doch verständlichen Weise antworten.

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Auffällig ist, dass mit dem Näherrücken des Jahres 1914 Russell selber mit seinen Voraussagen immer vorsichtiger wurde. So beteuerte er im Wachtturm vom 1. Oktober 1907:

„Wir sagen darauf, wie schon so viele Male vorher in den Schriftstudien und im Wachtturm und mündlich und brieflich, dass wir für unsere Berechnungen nie unfehlbare Genauigkeit beansprucht haben; wir haben niemals den Anspruch erhoben, es handle sich dabei um Wissen , oder es sei auf unbestreitbare Beweise, Tatsachen, Erkenntnisse gegründet. Unsere These lautete stets, dass sie auf Glauben gegründet sind.“

Aber dann heißt es im gleichen Artikel, „dass aus dem Glauben an die Chronologie dadurch beinahe ein Wissen um ihre Richtigkeit wird. Verändert man nur eine einzige Jahreszahl, so kommt damit das ganze System der wunderschönen Parallelen aus dem Tritt“.

Was geschah, nachdem das Jahr 1914 ohne Erfüllung der vorausgesagten Ereignisse vorbeigegangen war? In einem 1916 verfassten Vorwort zu seinem Buch „The Time Is At Hand“ gestand Russell seinen Irrtum ein, versuchte ihn aber gleichzeitig zu beschönigen:

„Der Autor gibt zu, dass er in diesem Buch den Gedanken nahelegt, dass des Herrn Heilige erwarten dürfen, am Ende der Zeiten der Nationen bei ihm zu sein in Herrlichkeit. Dies war ein Fehler, den zu machen sehr natürlich war, doch der Herr überwaltete ihn zum Segen seines Volkes. Der Gedanke, dass die Kirche vor Oktober 1914 in Herrlichkeit vereint sein würde, übte zweifellos einen anspornenden und heiligenden Einfluss auf Tausende aus, von denen demgemäß alle den Herrn preisen können, selbst um des Fehlers willen“ (deutsche Ausgabe von 1926, S. 7).

Hier versuchte Russell, aus der Not eine Tugend zu machen und seine Falschprophezeiungen als „Segen“ hinzustellen. Doch handelte es sich überhaupt um Falsch- Prophezeiungen oder nur um unverbindliche Meinungsäußerungen Russells? Franz Stuhlhofer (1994, S. 83 ff.) nennt drei Kriterien für einen prophetischen Anspruch : 1. die Berufung auf Gott (und nicht auf die eigene Meinung) als Quelle der Voraussagen; 2. die Behauptung, etwas Sicheres oder doch zumindest sehr Wahrscheinliches voraussagen zu können; 3. die öffentliche Bekanntmachung der Voraussagen. Wie Stuhlhofer durch eine detaillierte Quellenanalyse nachgewiesen hat, treffen alle drei Kriterien auf Russell (und seine Nachfolger) zu, auch wenn – meist im Nachhinein, d.h. nach dem Nichteintreffen der Voraussagen – die Wachtturm-Gesellschaft auf unterschiedliche Weise versucht hat, den prophetischen Anspruch abzumildern.

So wird nach einer langen Reihe enttäuschter Erwartungen in den 1985 herausgegebenen „Unterredungen anhand der Schriften“ gesagt: „Jehovas Zeugen behaupten nicht, inspirierte Propheten zu sein. Sie haben Fehler gemacht.“. Doch dann wird dieses Zugeständnis gleich wieder eingeschränkt: „Änderungen des Standpunktes in Bezug auf bestimmte Angelegenheiten sind verhältnismäßig geringfügig gewesen, gemessen an den wichtigen biblischen Wahrheiten, die Jehovas Zeugen erkannt und veröffentlicht haben“ (S. 149).

Die Bibel nennt einen eindeutigen Maßstab, um einen falschen Propheten zu erkennen: „Wenn der Prophet redet in dem Namen des Herrn und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das der Herr nicht geredet hat“ (5. Mose 18, 22). Bei Russells Voraussagen handelt es sich ganz offensichtlich um Falschprophetie – und dennoch hielten nach 1914 viele an seinen Lehren fest oder deuteten einzelne Punkte um. So wird von den heutigen Zeugen Jehovas die Ansicht vertreten, Christus habe 1914 den Satan aus dem Himmel geworfen und dadurch auf Erden den Ersten Weltkrieg ausgelöst. Aus einer Prophezeiung des Heils, nämlich der Aufrichtung des Reiches Jehovas auf Erden, wurde eine Prophezeiung größten Unheils gemacht und diese damit in ihr Gegenteil verkehrt.

Die Aussage, welche in einer späteren Schrift der Zeugen Jehovas über falsche Propheten getroffen wurde, findet letztlich in Russell – und nicht nur in diesem – ihre frappierendeste Erfüllung. In dem Buch Das Paradies für die Menschheit durch die Theokratie wiederhergestellt lesen wir auf Seite 355:

„Jehova, der Gott der wahren Propheten, wird alle falschen Propheten in Schande geraten lassen, entweder dadurch, dass er die falsche Voraussage solcher Propheten, die sich dieses Amt selbst anmaßen, nicht erfüllen lässt oder indem er seine eigenen Prophezeiungen auf eine Weise verwirklicht, die zu derjenigen der falschen Propheten im Gegensatz steht. Falsche Propheten werden den Grund für ihre Schande zu verbergen suchen, indem sie verleugnen, wer sie wirklich sind.“

Die Wachtturm-Gesellschaft

Doch wir sind weit vorausgeeilt. Kehren wir in das Jahr 1879 zurück, so finden wir dort drei bedeutende Ereignisse im Leben Russells: den Rückzug von N. H. Barbour, die Hochzeit mit Maria Frances Ackley und die Herausgabe der ersten Nummer der Zeitschrift „Zions Watch Tower and Herald of Christ`s Presence“ („Zions Wachtturm und Verkünder der Gegenwart Christi“).

Die Gründe für die Trennung von Barbour wurden bereits genannt. Russell zog sich mit seinem beträchtlichen Vermögen von Barbour zurück, der den „Herald“ bis 1903 – drei Jahre vor seinem Tod – weiter edierte. Der Titel der von Russell kurz darauf selbst herausgegebenen Zeitschrift Zions Wachtturm (die erste Ausgabe erschien am 1. Juli 1879) weist auf die glühende Begeisterung für die zionistische Bewegung hin, die von seinem Nachfolger Rutherford nicht mehr geteilt wurde und heute ganz aus dem Blickfeld der Zeugen Jehovas verschwunden ist. Die Bezeichnung „Wachtturm“ ist Habakuk 2, 1 nachempfunden, wo es heißt: „„Hier stehe ich auf meiner Warte und stelle mich auf meinen Turm und schaue und sehe zu, was er mir sagen und antworten werde auf das, was ich ihm vorgehalten habe.“

Die zunächst monatlich, seit 1892 vierzehntäglich erscheinende Zeitschrift wurde am Anfang in einer Auflage von sechstausend Exemplaren gedruckt. Heute (1996) liegt die Auflage, wie schon erwähnt, bei ca. 19 Millionen. Der Name hat mehrmals gewechselt: Zunächst hieß das Blatt „Zions Wachtturm und Verkünder der Gegenwart Christi“, ab 1909 nur noch „Der Wachtturm und Verkünder der Gegenwart Christi“. Im Jahr 1939 „hob man die Tatsache, dass Christus bereits als König im Himmel regierte, stärker hervor“ (JZ, S. 724). Ab dem 1. Januar dieses Jahres nannte man die Zeitschrift daher „Der Wachtturm und Verkündiger des Königreiches Christi“. Am 1. März 1939 schließlich erhielt sie den noch heute gültigen Titel „Der Wachtturm verkündigt Gottes Königreich“.

Im Zusammenhang mit der Herausgabe dieser Zeitschrift ab 1879 entstanden die ersten Gemeinden . Es waren Zusammenschlüsse von Wachtturm-Lesern an den einzelnen Orten, die nach kongregationalistischem Vorbild lose miteinander verbunden waren. Eine straffe zentralistische Leitung wie bei der heutigen Wachtturm-Gesellschaft bestand in der Anfangszeit noch nicht.

Russell freilich galt als der geistliche Leiter und verehrte Prophet der aufkeimenden neuen Bewegung. Die ersten Gruppen nannten sich zunächst „Klassen“ oder „Ekklesias“ (griech. „Gemeinden“), später dann „Versammlungen“.

1881 nun wurde in Pittsburgh die Zions Watch Tower Bible and Tract Society of Pennsylvania („Zions Wachtturm Bibel-und Traktat-Gesellschaft von Pennsylvanien“) gegründet. Im Dezember 1884 wurde sie behördlich registriert. Dieses Datum wird von verschiedenen Autoren (z. B. Hoekema 1972, S. 11) als offizieller Beginn der Bewegung der (späteren) Zeugen Jehovas gewertet. Die Wachtturm-Gesellschaft war eine Aktiengesellschaft, eine Geschäftsfirma, in der jeder Mitglied werden konnte, der sich Anteilscheine im Wert von je 10 Dollar erwarb. Russell war ihr Präsident auf Lebenszeit, seine Frau Sekretärin und Schatzmeisterin. Neben und unter ihnen fungierten ferner sieben leitende Direktoren. Diese Gesellschaft druckte eine Fülle von Traktaten, Flugschriften und Büchern, die überwiegend von der Hand Russells stammten. Beiträge für den „Wachtturm“ schrieben außerdem in der Anfangszeit A. D. Jones, J. H. Paton, H. B. Rice, W. I. Mann, Russells Frau und andere. Ganz im Stil eines Geschäftsunternehmens wurden Kolporteure angestellt, welche die Schriften unter der Bevölkerung vertrieben. Der Haus-zu-Haus-Dienst der einzelnen Anhänger, wie wir ihn heute kennen, war damals jedoch noch nicht in seiner als geradezu heilsnotwendig angesehenen und verpflichtenden Form vorhanden.

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