Johannes Kramer - Dolomitenladinisch - Sprachgeschichte und hochschuldidaktische Aspekte

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Dolomitenladinisch - Sprachgeschichte und hochschuldidaktische Aspekte: краткое содержание, описание и аннотация

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Der zweite Band der Reihe IDD widmet sich dem Dolomitenladinischen, einer rätoromanischen Varietät, die auf italienischem Territorium gesprochen wird. Das Italienische befindet sich gewissermaßen begleitend im Dialog mit der Sprache und der Kultur der ladinischen Bevölkerung.
Der erste Teil des Bandes widmet sich der Sprachgeschichte des Ladinischen, es geht um den Sprachnamen und um die Vorgeschichte des Ladinischen in der Antike und im Mittelalter, um die frühe Neuzeit bei den Ladinern, die Auswirkungen des Nationalismus auf die Ladiner sowie die Situation der ladinischen Sprache während des Ersten Weltkriegs und des Faschismus, bevor abschließend die Stellung der Ladiner und ihrer Sprache im Nachkriegsitalien bis heute beleuchtet wird.
Im zweiten Teil entdecken interessierte Leserinnen und Leser Aufgaben zum Erwerb von Basiskenntnissen des Gadertalisch-Grödnerischen, die gleichzeitig als hochschuldidaktische Vorschläge für eine Lehrveranstaltung für fortgeschrittene Romanistik-Studierende genutzt werden können, die ebenfalls den exemplarischen Erwerb von Grundstrukturen der ladinischen Sprache anstreben.

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Aus der langen Beschäftigung mit etymologischen Problemen des dolomitenladinischen Wortschatzes entstand bei mir eine allgemeine Begeisterung für die Beschäftigung mit Problemen des Ladinischen, und so sind im Laufe der Jahre allerlei Aufsätze entstanden, die im engeren und weiteren Sinne mit dem Ladinischen zu tun haben. Dabei kamen natürlich Kontakte zu anderen Forscherinnen und Forschern zu Stande, die sich ebenfalls mit dem Ladinischen beschäftigten, und da in einer alten Tradition der Romanistik seit einem Buch von Theodor Gartner ( Raetoromanische Grammatik, Heilbronn, Henninger, 1883) die Bezeichnung „Rätoromanisch“ für romanische Varietäten des Zentralalpenraums und des Vorlandes, genauer gesagt für das Bündnerromanische, das Dolomitenladinische und das Friaulische, geläufig war, richteten sich die Interessen auch auf diese sprachlichen Varietäten. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhundert betrieb man Forschungen zum „Rätoromanischen“ an deutschsprachigen Bildungsinstitutionen in Göttingen, in Mainz, in Erlangen, in Innsbruck, in Zürich und in Chur, in Italien waren die Kristallisationspunkte die Universitäten in Padua und Udine, und logischerweise lagen die Akzente nördlich der Alpen eher auf dem Bündnerromanischen, südlich der Alpen auf dem Friaulischen, und das Dolomitenladinische war sozusagen die Klammer zwischen den beiden Gebieten. Natürlich treten die allgemeinen Probleme der Romanistik sozusagen wie unter einem Brennglas auch in der Rätoromanistik auf, und so führt die wissenschaftliche Durchdringung eines, wenn man so will, wissenschaftlichen ‚Randgebietes‘ immer wieder zu den ‚Hauptproblemen‘ des Gesamtfaches Romanistik und damit zu den zentralen Problemen zurück, aber das große persönliche Vergnügen, das man beim Kontakt mit einem noch nicht abgegrasten Territorium in einem an sich unendlich großen Fach hat, ist durch keine Erfahrung in den durch und durch erforschten Standardsprachen zu ersetzen.

In den frühen 70er Jahren hat es mich Sylvia Thiele urlaubsbedingt mit meinen - фото 2In den frühen 70er Jahren hat es mich, Sylvia Thiele, urlaubsbedingt mit meinen Eltern nach Alta Badia verschlagen. Aus einer zunächst touristisch motivierten Begeisterung für ein Gebiet der Alpen hat sich eine in der Tat außergewöhnliche Verbundenheit entwickelt, die ich oft als ‚mein zweites Zuhause‘ umschreibe, das ich seither regelmäßig aufsuche.

Kinder finden im Urlaub bekanntlich schnell Kontakte zu Gleichaltrigen, in diesem Fall zu ladinischen Kindern. Im Alter von 14 Jahren habe ich gefragt, was die Jugendlichen da eigentlich untereinander sprächen. Die Antwort war: Ladinisch. Wenn man Deutsch und Italienisch könne – kein Problem, auch diese Sprache zu verstehen. Ich habe also beschlossen, Italienisch zu lernen und bin im darauffolgenden Sommer mit dem Lehrbuch „ Ciao 1 “ (vgl. Vella, Carlo & Hunziker, James. 1980. Ciao 1 . München: bsv) aus dem Volkshochschulkurs, den ich infolge beharrlicher Nachfragen meiner Mutter als Minderjährige in der damaligen Institution für ‚Erwachsenenbildung‘ schließlich doch besuchen durfte, angereist und habe um die ladinische Übersetzung diverser Sätze gebeten, die ich dann für das Ende des Dialogs der ersten Lektion wie folgt notiert habe – ohne IPA-Kenntnisse:

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Vgl. Vella, Carlo & Hunziker, James. 1980. Ciao 1 . München: bsv, S. 12

Es war offenkundig: Deutsch und Italienisch helfen beim Verständnis von Al vëgn incö? (notiert als „ vagn “ mit darüber befindlichem ë für Torna oggi? / Kehrt er heute zurück?) nur bedingt weiter… Deutlich erfolgreicher gelang die Einarbeitung in meine Wunschfremdsprache mit Hilfe der Ladinia , die im Keller der damaligen Bereichsbibliothek des Romanischen Seminars der Universität Göttingen im Nikolausberger Weg 23 zu finden war, und vor allem dank Lois Craffonara, bei dem ich den Curs de ladin por nia ladins im Istitut Ladin Micurà de Rü besucht habe. Die Beschäftigung mit Pronomialsyntax in der Staatsexamensarbeit, die einen Exkurs zum Dolomitenladinischen aufweist, hat den Gutachter Gustav Ineichen bewogen, die Analyse der gadertalischen und grödnerischen Klitika als Dissertationsthema vorzuschlagen. Das Textkorpus bildeten die Übersetzungen des Kleinen Prinzen und die Usc di Ladins. Nach der Dissertation (Gadertalische und grödnerische Pronominalsyntax. 2001. Münster: Nodus) habe ich die neu geknüpften Forschungskontakte, u.a. mit Giovanni Mischì und Paul Videsott, weiter gepflegt und hatte die Chance, Daria Valentins Lehrwerksredaktion (Cufer de Ladin. Önesc leziuns por imparè le ladin dla Val Badia, 2008, San Martin: Istitut Ladin Micurà de Rü) u.a. mit fachdidaktischen Überlegungen zu unterstützen, die im Zentrum des aktuellen, gemeinsam mit Ruth Videsott geplanten Forschungsprojekts zu Text- und Medienkompetenz für die ladinischen Schulsprachen stehen. Ich fahre also weiter regelmäßig ‚nach Hause‘.

Unter den persönlichen Kontakten die für uns prägend gewesen sind waren die - фото 3Unter den persönlichen Kontakten, die für uns prägend gewesen sind, waren die Begegnungen mit Gustav Ineichen entscheidend. Unsere Wege haben sich erst relativ spät gekreuzt, bei der Übergabe der Festschrift zum 75. Geburtstag zu „Sprachkontakten in der Romania“, die, wie bei solchen Gelegenheiten üblich, in einem gemütlichen Zusammensein, in der Schweiz ‚Hock‘ genannt, gipfelte, und es stellte sich heraus, dass Beschäftigung mit dem Ladinischen zu unserer Prägung gehört.

Wir sind inzwischen beide im Lande Rheinland-Pfalz tätig, an den Universitäten Mainz und Trier, und dieses Bundesland ist wahrlich klein genug, um sich über gemeinsame Interessen und Forschungsgebiete auszutauschen. Die Vertreterinnen und Vertreter der Romanistik treffen sich qua Amt zu manchen Gelegenheiten, um der Romanistik südlich des Limes neue Impulse zu geben: So haben wir uns beispielsweise auf den Abendprogrammen der Lehrerfortbildungsreihe in Boppard getroffen, um das Ladinische als „Kontrastsprache“ in den Unterricht im normalen Fremdsprachenunterricht zu implementieren und um an Kochrezepten herauszufinden, wie man einen Zugang zu unbekannten romanischen Texten gewinnen kann. Beim Colloquium Retoromanistich im Mai 2017 haben wir einen im Romanischen Seminar Mainz aufgefundenen Text aus Bravuogn nebst Vertonung auf einer Schelllackplatte vorgestellt. Und nicht zuletzt ist das vorliegende Buch ein Resultat unserer Kontakte. Wir möchten es dem Gedächtnis von Gustav Ineichen widmen.

Der vorliegende Band umfasst zwei Teile: Der erste enthält eine ladinische Sprachgeschichte. Hier liegt der Schwerpunkt weniger auf der Entwicklung der ‚Faktengeschichte‘, die vielmehr der Schwerpunkt der materialreichen, reichlich illustrierten Darstellung von Werner Pescosta ist, der ja eine Geschichte der Dolomitenladiner, nicht aber eine Geschichte des Dolomitenladinischen bieten will. Im vorliegenden Band geht es aber vielmehr um die kulturelle Sprachgeschichte, die natürlich immer in Verbindung mit den Gegebenheiten der äußeren Geschichte gesehen werden muss. Beides, Faktengeschichte und Kulturgeschichte, hängen eng miteinander zusammen und können nicht voneinander getrennt werden, aber es geht darum, wo der primäre Schwerpunkt liegen soll. Im ersten Teil der Sprachgeschichte geht es zunächst um den Sprachnamen und damit verbunden um die Vorgeschichte des Ladinischen in der Antike und im Mittelalter. Das folgende zweite Kapitel widmet sich der frühen Neuzeit bei den Ladinerinnen und Ladinern. Der dritte Abschnitt beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Nationalismus auf diese Volksgruppe, der vierte beschreibt die Situation der ladinischen Sprache während des Ersten Weltkriegs und des Faschismus. Die folgenden Ausführungen im fünften Unterkapitel betrachten den Faschismus und den Nationalsozialismus in Südtirol im Detail, bevor im sechsten Abschnitt die Stellung der Ladinerinnen und Ladiner und ihrer Sprache im Nachkriegsitalien bis heute beleuchtet wird.

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