Johannes Kramer - Dolomitenladinisch - Sprachgeschichte und hochschuldidaktische Aspekte

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Dolomitenladinisch - Sprachgeschichte und hochschuldidaktische Aspekte: краткое содержание, описание и аннотация

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Der zweite Band der Reihe IDD widmet sich dem Dolomitenladinischen, einer rätoromanischen Varietät, die auf italienischem Territorium gesprochen wird. Das Italienische befindet sich gewissermaßen begleitend im Dialog mit der Sprache und der Kultur der ladinischen Bevölkerung.
Der erste Teil des Bandes widmet sich der Sprachgeschichte des Ladinischen, es geht um den Sprachnamen und um die Vorgeschichte des Ladinischen in der Antike und im Mittelalter, um die frühe Neuzeit bei den Ladinern, die Auswirkungen des Nationalismus auf die Ladiner sowie die Situation der ladinischen Sprache während des Ersten Weltkriegs und des Faschismus, bevor abschließend die Stellung der Ladiner und ihrer Sprache im Nachkriegsitalien bis heute beleuchtet wird.
Im zweiten Teil entdecken interessierte Leserinnen und Leser Aufgaben zum Erwerb von Basiskenntnissen des Gadertalisch-Grödnerischen, die gleichzeitig als hochschuldidaktische Vorschläge für eine Lehrveranstaltung für fortgeschrittene Romanistik-Studierende genutzt werden können, die ebenfalls den exemplarischen Erwerb von Grundstrukturen der ladinischen Sprache anstreben.

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Am Anfang des Studiums erfährt man dann, dass das Fach, das man sich erwählt hat, zur Familie der romanischen Sprachen gehört, und man ist vielleicht erstaunt, dass das Rumänische, obwohl es in Südosteuropa in der Nachbarschaft slavischer Sprachen wie Russisch, Bulgarisch oder Serbisch gesprochen wird, eine romanische Sprache wie das Italienische ist oder dass in Barcelona jeder spanisch sprechen kann und versteht, dass aber die eigentliche Sprache Katalanisch heißt, das oft in Opposition zum Spanischen gesehen wird. Zum Katalog der romanischen Sprachen gehören aber nicht nur Idiome, von denen man schon mal schemenhaft etwas gehört hat, sondern auch kleinere Sprachen, über die man vielleicht noch nie etwas erfahren hat wie beispielsweise das Galizische in Nordwestspanien oder das Friaulische in Nordostitalien.

Zu den Sprachen die neu in den Gesichtskreis der frischen Studierenden der - фото 1Zu den Sprachen, die neu in den Gesichtskreis der frischen Studierenden der Romanistik treten, gehört auch das Ladinische, eine romanische Sprachform, die im Nordosten der Italoromania gesprochen wird, genauer gesagt an der Sprachgrenze zwischen Deutsch und Italienisch im Nordosten der Provinz Bozen und im alpinen Teil der Provinz Trient und der Provinz Belluno. Vielleicht sind die Studierenden im Sommerurlaub oder in den Winterferien einmal in den ladinischen Gebieten gewesen, und u.a. Alta Badia, Wolkenstein, Carezza und die Marmolada gehören inzwischen zu den angesagtesten Tourismusgebieten, die oft mit Hotelnamen wie Ladinia oder Tre Cime werben. Cortina d’Ampezzo ist 2021 Gastgeberin der alpinen Skiweltmeisterschaft sowie nach 70 Jahren erneut – diesmal gemeinsam mit Milano – 2026 Austragungsort verschiedener Disziplinen der Olympischen Winterspiele. Was die touristischen Reiseführer außerhalb des Sports und der Kulinarik über das Ladinische zu berichten wissen, gehört oft in den Bereich der interessanten Erzählungen über Merkwürdigkeiten (Typ: ‚älteste Sprache Südtirols‘), aber es kann doch oft Neugier wecken.

Auch das Interesse des Autorenteams dieses Werks ist auf dem Wege über zufällige Begegnungen mit dem Ladinischen geweckt worden. Bei mir, Johannes Kramer, ist die Begeisterung für die ladinische Sprache zunächst einmal ein „Beiprodukt“ für das Interesse an der Italianistik gewesen. In den sechziger Jahren war zumindest in Nordrhein-Westfalen die Stunde des Schulfaches Italienisch noch längst nicht gekommen, und wenn man sich für die Sprache und die Kultur Italiens interessierte, war der einzige Weg, sich über Volkshochschulkurse damit zu beschäftigen. Für Fortgeschrittene gab es dann die Beschäftigung mit den Texten von Dante Alighieri: Dafür kamen einmal in der Woche meist ältere Damen des Bildungsbürgertums zusammen, um in gemächlichem Tempo bei einer Lectura Dantis bei einer italienisch-deutschen Übersetzung unter Leitung eines betagten Studienrates den Charme der Canti zu genießen. Für die wenigen Schüler des Gymnasiums, die in ihrer Italien-Begeisterung den Weg zu diesen Dante-Feiern fanden, war ein Anreiz auf jeden Fall ein Monatsstipendium in den Sommerferien, das einem tägliche italienische Unterrichtsstunden in einem der damals noch zahlreichen Orte Italiens verschaffte, wo es ein Comitato der Società Dante Alighieri gab. Die Wahl fiel auf Bressanone/Brixen, wo die Universität Padua Sprachkurse für Ausländerinnen und Ausländer anbot, wo aber gleichzeitig für die regulären italienischen Studierenden Wiederholungskurse veranstaltet wurden, die ihnen ermöglichten, eine Veranstaltung aufzuholen, die sie im Studienverlauf nicht bestanden hatten. Der Zufall wollte es, dass einer dieser Kurse eine gedrängte Einführung in die Romanistik war, wo es um die Ausgliederung der romanischen Sprachen ging. Die Veranstaltung wurde von Carlo Tagliavini geleitet, wobei den sehr wenigen aus dem Ausland stammenden Besuchern absolut nicht klar war, was für eine Größe der Romanistik der Kursleiter wirklich war. Die wichtigste Erfahrung bestand darin, dass das Spektrum der romanischen Sprachen gegenüber dem bescheidenen Gepäck, das man von zu Hause mitbrachte, erheblich erweitert wurde – und eine der Sprachen, deren Behandlung natürlich dem genius loci geschuldet war, war das Ladinische, das ja etwa dreißig Kilometer von Brixen entfernt begann. Was tun wissbegierige Studierende, die von einer bis dahin nicht zum normalen Spektrum gehörenden Sprache hören? Sie kaufen ein einschlägiges Buch. Das war, wieder ein Zufall, die Überarbeitung der „Formenlehre“ aus dem grundlegenden Werk von Johann (Baptist) Alton, Die ladinischen Idiome in Ladinien, Gröden, Fassa, Buchenstein, Ampezzo , Innsbruck, Wagner’sche Universitäts-Buchhandlung 1879, 81–126. Die Überarbeitung wurde im „aurì 1968“ abgeschlossen und lag seit Juli 1968 in der Wegerschen Buchhandlung in Brixen zum Verkauf bereit: J. B. Alton, L ladin dla Val Badia. Beitrag zu einer Grammatik des Dolomitenladinischen, neu bearbeitet und ergänzt von Franz Vittur, unter Mitarbeit von Guntram Plangg mit Anmerkungen für das Marebanische von Alex Baldissera, Druck und Auslieferung A. Weger, Brixen 1968. Freilich, eine Neubearbeitung im engeren Sinne des Wortes war das nicht: 1879 hatte J. B. Alton versucht, eine „Formenlehre“ für die fünf Dialekte zu erstellen, die er zu den „ladinischen Idiomen“ rechnete, 1968 wurde daraus eine kleinräumigere Grammatik für das Abteitalische ( l Ladin dla Val Badia ) mit Bemerkungen zu Sonderformen in Marebbe (Enneberg) und im unteren Gadertal.

Für den Wortschatz verweist die „Formenlehre“ auf die Behandlung in der Publikation von J. B. Alton von 1879, auf das Vocabolarietto badiotto-italiano von G. S. Martini von 1950 und auf die Parores ladines von Antone Pizzinini, die 1966 im Druck erschienen, aber auf ein Manuskript aus den vierziger Jahren zurückgehen. Ein zuverlässiges etymologisches Wörterbuch war am Ende der sechziger Jahre ein wirkliches Desiderat, zumindest wenn man das Ladinische als echte romanische Sprache mit dem Lateinischen verbinden wollte. Ein etymologisches Wörterbuch, dem noch in mancherlei Hinsicht die Schwächen einer Anfängerarbeit anhaften, habe ich in acht Faszikeln im selbst finanzierten Privatdruck (beim Dissertationsdruck R. J. Hundt) herausgebracht: Etymologisches Wörterbuch des Gadertalischen, Fasz. 1 (A), Köln 1970; Fasz. 2 (B), Köln 1971; Fasz. 3 (C–D–E), Köln 1971; Fasz. 4 (F–G-I), Köln 1971; Fasz. 5 (K–L–M) , Köln 1972; Fasz. 6 (N–O–P–R), Köln 1973; Fasz. 7 (S–T), Köln 1974; Fasz. 8 (U–V–Z), Köln 1975.

Eine gründliche Überarbeitung auf dem aktuellen Diskussionsstand der etymologischen Forschung erschien dann in acht Lexikonbänden zwischen 1988 und 1998 im Helmut-Buske-Verlag Hamburg, durch die Bereitstellung von Mitarbeiterstellen gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von der Universität Siegen: Etymologisches Wörterbuch des Dolomitenladinischen (EWD), Band I (A–B), unter Mitarbeit von Ruth Homge, Sabine Kowallik, Hamburg 1988; Band II (C), unter Mitarbeit von Rainer Schlösser, Hamburg 1989; Band III (D–H), unter Mitarbeit von Klaus-Jürgen Fiacre, Brigitte Flick, Sabine Kowallik, Ruth Homge , Hamburg 1990; Band IV (I–M), unter Mitarbeit von Klaus-Jürgen Fiacre, Rainer Schlösser, Eva-Maria Thybussek , Hamburg 1991; Band V (N–R), unter Mitarbeit von Ute Mehren, Klaus-Jürgen Fiacre, Rainer Schlösser, Eva-Maria Thybussek , Hamburg 1993; Band VI (S), unter Mitarbeit von Rainer Schlösser, Hamburg 1995; Band VII (T–Z), unter Mitarbeit von Klaus-Jürgen Fiacre, Ruth (Homge-)Boketta, Ute Mehren, Hamburg 1996; Band VIII, Indizes, unter Mitarbeit von Birgit Arendt, Hamburg 1998. Ausführliche und umsichtige Rezensionen zu den aufeinanderfolgenden Bänden des Etymologischen Wörterbuchs des Dolomitenladinischen sind regelmäßig von Otto Gsell in der Zeitschrift Ladina veröffentlicht worden: 13, 1989, 143–162 und 278–286; 14, 1990, 351–369; 17, 1993, 117–124 und 172–188; 18, 1994, 325–341; 20, 1996, 225–260.

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