Tim Herden - Harter Ort

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Hiddensee im Winter. Die Insel ist von der Außenwelt abgeschnitten. Viele Touristen sitzen fest. Die Eismassen bringen das alte Hotelschiff „Caprivi“ im Hafen von Vitte zum Sinken. Im Wrack machen die Feuerwehrleute eine schreckliche Entdeckung: In der ehemaligen Schiffsbar sitzt die Leiche eines Hoteliers. Inselpolizist Ole Damp ist nach seiner Rettung aus der Ostsee gerade erst nach Hiddensee zurückgekehrt. Gemeinsam mit seiner jungen Kollegin Nelly Blohm soll er nun den Mörder finden. Obwohl die beiden schnell herausbekommen, dass sich der Hotelier durch den Umbau der alten Vogelwarte zum Luxushotel viele Feinde gemacht hat, kommen die Ermittlungen nicht voran. Blohm versucht auf eigene Faust den Fall zu lösen und gerät auf gefährliche Abwege. Damp kämpft mit den Schatten der Vergangenheit. Dann verschwinden zwei Kinder …

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Damp hielt kurz die Luft an, dann nickte er. „Wir haben Ihren Mann letzte Nacht auf der ‚Caprivi‘ entdeckt. Ihre … äh, Mitarbeiterin hat ihn identifiziert. Wahrscheinlich ist er erfroren.“

„Erfroren! Auf der ‚Caprivi‘“, wiederholte die Frau verstört und schüttelte dann verständnislos den Kopf. „Was ist die ‚Caprivi‘? Ein Fährschiff?“

„Ein altes Hotelschiff“, erklärte Nelly Blohm. „Es liegt im Hafen von Vitte, ist aber nicht mehr in Betrieb.“

„Und was wollte er da?“ Wieder schüttelte sie den Kopf. „Ich versteh das alles nicht.“

„Deshalb sind wir auch hier. Wir würden gern, Frau Dehne, auch wenn der Moment vielleicht etwas ungünstig ist, Ihnen ein paar Fragen stellen“, erklärte Damp etwas umständlich. „Aber zunächst erst mal mein, äh, unser Beileid.“

Dehnes Frau schien Damps Worte gar nicht gehört zu haben. „Hat er dort einen Unfall gehabt? Wie konnte er denn erfrieren?“

„Das müssen wir herausfinden“, sagte Nelly Blohm. „Momentan behandeln wir den Tod Ihres Mannes noch als ungeklärten Todesfall, weil weder der Inselarzt noch ein Rechtsmediziner bei einer ersten Leichenschau am Fundort einen Totenschein ausstellen wollten.“

Die Frau blickte die beiden Polizisten mit großen Augen an. „Ungeklärter Todesfall?“, wiederholte sie leise und verharrte dann ein paar Minuten in einer völlig erstarrten Haltung. Langsam schien sie zu begreifen, was das bedeuten konnte. „Wollen Sie sagen, mein Mann ist ermordet worden?“

„Nein, nein, dafür gibt es momentan keine Beweise“, wiegelte Damp ab. Er hoffte immer noch, dass sich Dehnes Tod als Unglücksfall erweisen würde. „Wir müssen nur versuchen, genau zu …“, er suchte nach dem richtigen Wort und wedelte dabei mit der Hand. Nelly sprang ein. „ … zu rekonstruieren, was Ihr Mann Silvester gemacht hat, nachdem er hier weggegangen ist.“ Dann schaute sie sich etwas ungeduldig in der Halle um und erreichte damit ihr Ziel.

„Oh, Entschuldigung, ich bin völlig von der Rolle. Kommen Sie doch hier herein.“ Sie öffnete die Tür etwas weiter. Die Polizisten folgten ihr in einen Raum, an dessen Wänden ringsum hohe Regale standen. Allerdings waren sie nur zum Teil mit Büchern gefüllt. In vielen Fächern standen ausgestopfte Vögel: von kleinen Sperlingen, Meisen und anderen Wiesenvögeln bis zu ausgewachsen großen Schwänen und Seeadlern. Damp und Blohm blieben stehen und blickten sich mit großen Augen im Raum um. Die Glasaugen vieler Präparate leuchteten im diffusen Licht des Raumes bedrohlich, fast angriffslustig.

„Übrigens, ich heiße nicht Dehne“, verkündete die Frau. „Mein Name ist Leetz, Isa Leetz. Ich habe meinen Namen bei der Heirat behalten.“ Sie drehte sich um und sah die staunenden Gesichter der Polizisten. „Das Hobby meines Mannes, Exmannes ja nun“, erklärte sie kühl. „Er war Hobbyornithologe. Vögel waren seine Leidenschaft, die ich leider nicht so richtig geteilt habe. Aber er wollte mit diesem Zimmer auch an die alte Nutzung des Hauses als Vogelwarte erinnern. Und es ist nun mal sein Hotel.“

Nelly Blohm wunderte sich, wie gefasst die Frau plötzlich war. Sie wirkte nun sehr distanziert, wenig berührt vom Tod ihres Mannes. Der Eindruck wurde durch die geschäftsmäßige Kleidung und die Frisur verstärkt. Die Haare waren halblang geschnitten, die Spitzen leicht eingedreht nach innen, wie man es oft bei Geschäftsfrauen sah. Ihre Augen waren sehr hell, der Mund schmal. Sie trug ein sportlich-elegantes Twinset mit Pullover und Jacke aus Kaschmir, wie Nellys geschultes Auge sofort registrierte, kombiniert mit einem knielangen Rock und nicht allzu hochhackigen Pumps. Nelly blickte auf ihre eigenen Schuhe und sah, wie sich kleine Rinnsale des tauenden Schnees ihren Weg auf die schweren Teppiche suchten, die auf dem Parkett lagen. Es bildeten sich feuchte Flecke neben den Sohlen. „Sollen wir die Schuhe ausziehen?“, fragte Nelly schuldbewusst.

Frau Leetz winkte ab. „Ist auch nur Wasser. Das wird uns nicht umbringen.“ Sie wies auf eine Sitzgruppe aus Leder, die um einen runden Rauchtisch vor einem brennenden Kamin stand. Während sie sich auf das Sofa setzte, sanken Damp und Blohm in den erstaunlich weichen Polstern der Sessel ein. Plötzlich tauchte hinter der Lehne des Sofas der Kopf eines Kindes auf und blickte neugierig auf die Polizisten.

„Wer bist du denn?“, fragte Nelly lächelnd. Da erschien noch ein zweiter blonder Jungenkopf.

„Das sind meine Kinder. Florian und Jonas. Sie stammen aus meiner ersten Ehe“, klärte Isa Leetz auf. Die beiden wurden mutiger und kamen aus ihrem Versteck nach vorn und kletterten auf das Sofa. Sie setzten sich links und rechts von ihrer Mutter und schmiegten die Köpfe an ihren Körper. Jeder hatte kleine Autos in den Händen. Sie begannen damit über den Rock und die Beine ihrer Mutter zu fahren. Nelly schätzte, dass die Jungen entweder gerade in die Schule gekommen waren oder kurz davor standen. Sie dachte sofort an Lukas und spürte einen kleinen Stich im Herzen.

„Mein erster Mann ist bei einem Autounfall vor drei Jahren ums Leben gekommen. Martin habe ich erst Anfang Dezember geheiratet, ganz spontan bei einem Ausflug nach Quedlinburg.“ Die Erinnerung ließ ein kurzes Lächeln über ihre Lippen gleiten. Es verschwand aber sofort wieder. „Und nun bin ich schon wieder Witwe. Ich scheine den Männern kein Glück zu bringen.“

Es entstand eine bedrückende Pause. Damp überlegte, wie er das Gespräch fortführen sollte. Er überlegte, ob es nicht besser wäre, es Nelly Blohm zu überlassen. So von Frau zu Frau. Doch seine Kollegin schien seit dem Auftauchen der Kinder völlig in Gedanken versunken. Er selbst spürte jetzt, wie müde ihn der anstrengende Weg hier hoch doch gemacht hatte. Seine Wangen glühten von der Wärme des Feuers. Seine Augen verengten sich zu Schlitzen und der Schlaf drohte ihn zu übermannen. Doch dann riss er sich zusammen. Er fragte, ob denn die Kinder alles hören dürften. Isa Leetz zuckte mit den Schultern. „Sie hatten keine so eine enge Beziehung zu Martin. Sie müssen wissen, wir drei leben eigentlich in Stralsund. Ich bin dort als Lehrerin tätig. So habe ich Martin auch kennengelernt. Er hat bei einer Weiterbildung ein Seminar über Vogelkunde geleitet. Martin war für sie mehr so ein entfernter Onkel und die Reisen nach Hiddensee sind für sie eher Ausflüge.“ Dann schaute sie auf ihre Söhne. „Aber vielleicht haben Sie recht.“ Sie schickte die Jungen aus dem Zimmer. Die beiden folgten mürrisch und zögerlich. Als sie das Zimmer verlassen hatten, begann Damp von Neuem. „Erzählen Sie uns doch einfach mal, was Ihr Mann am Silvestertag gemacht hat. Wann er nach Rügen losgefahren ist, wo er hinwollte und wann sie mit seiner Rückkehr gerechnet haben?“

Isa Leetz fasste sich kurz. „Es begann eigentlich mit dem Streit um dieses blöde Feuerwerk.“

„Wir haben eine Tasche mit Raketen und Böllern bei ihm gefunden“, warf Nelly ein. Sie war hellhörig geworden. „Wer hat sich gestritten?“

Isa Leetz machte mit ihren flachen Händen eine abwehrende Geste und bat damit die Polizisten um Geduld. „Ich muss vielleicht ein wenig weiter ausholen. Eigentlich haben wir erst vor ein paar Tagen das Hotel eröffnet. Martin wollte, dass für die ersten Gäste alles perfekt ist. Darunter sind auch Journalisten. Sie sollen über das Haus schreiben und Werbung für uns machen …“

„Wie viele Gäste sind jetzt hier?“, fragte Damp dazwischen.

„Fünf“, antwortete Isa Leetz etwas unwirsch, weil die Frage sie offensichtlich aus dem Konzept gebracht hatte. „Jedenfalls sollte es Silvester auch ein riesiges Feuerwerk geben. Herr Zakis …“

„Wer ist das?“ Diesmal unterbrach Nelly Blohm. Isa Leetz knetete ihre Hände und versuchte ihre aufwallende Wut zu unterdrücken.

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