Paul Enck - Die Familie Lüderitz

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Alles begann mit der Suche nach einem Foto von Dr. Carl Lüderitz, dem Arzt und Erstbeschreiber der Peristaltik, einem lebenswichtigen Vorgang, der den Tranport der Nahrung durch den Darm ermöglicht. Herausgekommen ist die Geschichte der Familie Lüderitz – von 1700 bis in die Gegenwart.
Zwei Jahre lang haben sich die drei Professoren Paul Enck, Gunther Mai und Michael Schemann auf die Spuren ihrer „Lüdis" begeben, haben unzählige Dokumente gesammelt und tausende Akten gesichtet.
Erinnerungen von Carls Vater Carl Adolph, die Bilder seiner Schwester Elisabeth oder sein eigenes Harz-Reisetagebuch sind nur einige Fundstücke, die bei ihrer Recherche zutage kamen und wertvolle Informationen lieferten.
Ein Foto von Carl wurde nicht gefunden, aber ein gemaltes Porträt. Entstanden ist eine Familienchronik aus drei Jahrhunderten – eingebettet in den historischen Kontext jener Zeit.

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Hermann Lüderitz hatte noch erlebt, dass am 24. Februar 1909 in Coburg seine Tochter Erika Beatrice geboren wurde. Er hatte am 3. November 1902 Victoria Ribbeck geheiratet, deren Eltern in Coburg lebten. Victoria war am 21. Juli 1870 in Stettin als Tochter des Großkaufmanns Rudolph Ribbeck und seiner Ehefrau Alma Ottilie ( –> Bild 9-3) geboren worden.

Die Witwe Victoria lebte bis September 1948 in Coburg und verzog dann nach Düsseldorf zu ihrer Tochter Erika, die dort ab 1955 als kaufmännische Angestellte tätig war. Die Mutter starb 1953 in Düsseldorf, die Tochter blieb unverheiratet und ohne Kinder. Sie zog im November 1981 in ein Seniorenheim in Hilden, wo sie am 16. Dezember 2001 verstarb.

Zwei Aspekte seien hier noch abschließend kurz erwähnt, die uns wichtig erscheinen: Zum einen bedachte Hermann Lüderitz in seinem 1908 kurz vor seiner Abreise nach Berlin verfassten Testament, in dem er seine Frau als Alleinerbin einsetzte, sein Patenkind und Sohn seines 1902 in Berlin verstorbenen Musiklehrers Otto Frank mit einem kleinen Legat. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Hermann Lüderitz wie auch sein älterer Bruder Carl der Musik verbunden gewesen war.

Bedacht wurden im Testament auch sein Patenkind Charlotte, Tochter seines Bruders Albert, und ein weiteres uns bis dato unbekanntes Patenkind, Wolfgang Rottenburg. Dabei handelte es sich um den jüngsten und in Tanger geborenen Sohn (* 28. September 1890) des Zivilingenieurs Walter Rottenburg, der seit 1888 im marokkanischen Rabat im Auftrag des Sultans das Fort mit Krupp-Geschützen ausgebaut hatte und der im Mai 1890 mit seiner gesamten Familie nach Tanger übergesiedelt war. Die Rottenburgs waren der gesellschaftliche Mittelpunkt (nicht nur) der deutschen Kolonie; auch Hermann Lüderitz verkehrte in ihrem Haus und hatte Kontakt mit der Familie bis zu seinem Tod.

Auch seine Frau Victoria setzte Legate für drei uns bis dato völlig unbekannte Personen aus; diese Spur führte uns am Ende zu den Lüderitz am Niederrhein.

Zum anderen: Der Mädchenname der Mutter von Victoria Ribbeck war Alma Ottilie Dorothee Lüderitz (1841 – 1928), ein Umstand, der zunächst erheblich für Verwirrung bei uns sorgte: Sie war die Tochter des Stettiner Kaufmanns Theobald Carl Albert Lüderitz und seiner Frau Alma Marie Veronica Brandenburg genannt Tarnovius. Alma Ottilie war also Hermanns Cousine väterlicherseits, deren Tochter Victoria somit seine Nichte zweiten Grades. Rechtlich handelte es sich um eine Verwandtschaft im fünften Grad – legitim, aber reichlich verwirrend für Hobby-Genealogen wie wir.

4 Vom Kaiserlichen Buchhalter zum armen Rentner: Albert Lüderitz

Über Albert Carl Siegfried Lüderitz, den ältesten der vier Lüderitz-Geschwister, wissen wir von allen Familienmitgliedern am wenigsten. Dafür haben wir aber von ihm und seiner Frau Martha geb. Lützow und den Kindern eine Reihe von Fotos und zumindest ein Bild von Albert im Kreis seiner Herkunftsfamilie. Dieses wurde von seiner Schwester Elisabeth 1888 noch vor seiner eigenen Familiengründung ( –> Titelbild) angefertigt.

Die Bilder stammen aus dem Nachlass von Georg Lüderitz, ihrem jüngsten Sohn, und fanden sich, wie die meisten unserer Schätze, bei Renate Ehrlich geb. Lüderitz, adoptierte Beymel, dem letzten Mitglied der Lüderitz-Familie in Berlin. Warum wir von Albert so wenig wissen, ist vermutlich einfach zu erklären: Malerinnen malen und stellen aus, Wissenschaftler publizieren und Konsuln stehen in der politischen Öffentlichkeit und Verantwortung. Das hinterlässt auch im vordigitalen Zeitalter Spuren, die man in Archiven, Bibliotheken und Zeitungen finden kann. Bankbuchhalter dagegen arbeiten eher im Stillen.

Kindheit und Jugend

Albert wurde am 18. September 1850 in Berlin-Friedrichstadt geboren. Seine Taufe fand am 30. Oktober 1850 in der Jerusalemkirche statt. Seine Taufpaten waren (unter anderem) die Großmutter väterlicherseits, Dorothea Lüderitz, die Großmutter mütterlicherseits, Catharina Neider, sowie der Bruder des Vaters, Kaufmann Theobald Lüderitz aus Stettin, und ein Albert Doussin, Rendant (Rechnungsführer).

Die Familie wohnte in dem Haus, das der Familie Lüderitz seit etwa 1820 gehörte – das Eckhaus Markgrafenstraße 74 / Zimmerstraße 31. Wenn man diese Adresse im heutigen Berlin sucht, findet man dort nur neuerbaute Geschäftshäuser, weil dieser Teil von Berlin am Ende des Zweiten Weltkrieges durch Bombardierung weitgehend zerstört wurde. Einige der verbliebenen Häuser wurden dann von der DDR geräumt und gesprengt, um Platz für den Mauerbau 1961 und den Grenzstreifen zwischen Ost und West zu schaffen: Die Mauer verlief entlang der Zimmerstraße.

Von den vier Ecken der Kreuzung Markgrafenstraße / Zimmerstraße war es die südwestliche Ecke, an der das Haus stand. Es stammte aus der barocken Erstbebauung der Friedrichstadt um 1776, der großen Erweiterung der alten Doppelstadt Berlin-Cölln (1).

Albert ging zur Realschule in der Friedrichstadt, Teil des Schulkomplexes Kochstraße / Ecke Friedrichstraße. Die Realschule wurde 1859 zur Realschule 1. Ordnung und blieb, wie auch die Mädchenschule, die später Elisabeth-Schule genannt wurde, unter gemeinsamer Leitung im gleichen Gebäudekomplex wie das 1811 gegründete Friedrich-Wilhelms-Gymnasium, an dem seine beiden Brüder einige Jahre später das Abitur ablegten. 1882 wurde die Realschule in Realgymnasium umbenannt und trug seitdem den Namen „Kaiser-Wilhelm-Realgymnasium“. Aber zu diesem Zeitpunkt war Albert bereits berufstätig.

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In der Veröffentlichung „Vollständiges Archiv aller Verordnungen, Verfügungen, Polizei-Gesetze und Bestimmungen, welche auf die bürgerlichen Verhältnisse und das Geschäftsleben der Einwohner des Preußischen Staats Bezug haben“ (2) aus dem Jahre 1839 wird das Gewerbe der Materialistenund Drogistennäher erläutert. Danach durfte der Materialist und Drogist manche Arzneimittel in beliebigem Umfang verkaufen, andere wiederum nur in größeren Quantitäten („en gros et en detail“) und nur an Apotheker. Bei den auch in kleinen Mengen verkäuflichen Waren handelte es sich um Gegenstände des täglichen Lebens, aber auch um Dinge, die man heute noch in einer Drogerie findet. Nur „en gros“ durften Produkte verkauft werden, die für die Herstellung von Arzneimitteln in der Apotheke notwendig waren oder gefährlich oder einer besonderen Steuer unterlagen.

Um 1810, als Alberts Großvater Carl Friedrich Ferdinand das Geschäft aufbaute, gab es in Berlin etwa 450 „Materialhändler“, zehn Jahre später waren es 530, neben 420 Tuch- und Seidenhändlern und 51 weiteren Kaufleuten, die 1820 die Korporation der Kaufleute zu Berlin bildeten. Im Jahr 1846, als Alberts Vater starb, waren es schon etwa 1200 Kaufleute, zehn Jahre später über 2000.

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Seit 1832 galten Abschlüsse der Realschule als Zugangsberechtigung für die mittlere Verwaltungslaufbahn. Diese sogenannte „Mittlere Reife“ hieß auch „das Einjährige“, weil junge Männer mit diesem Bildungsabschluss statt des normalen dreijährigen Wehrdienstes nur ein Jahr auf freiwilliger Basis dienen mussten. Wir wissen aber, dass er 1868 am Ende der Untersekunda, also vermutlich mit der Mittleren Reife, von der Realschule abging und „in den Kaufmannsstand“ trat. Wo er dann seine Kaufmannslehre absolvierte und in welchem Bereich, wissen wir leider nicht. Sein Vater und sein Großvater waren Kaufleute (Materialisten) und der Vater hatte ein Geschäft im eigenen Haus – C. A. Lüderitz Cp, Materialwaren –, in dem vermutlich vor allem Drogeriewaren verkauft wurden. 1865 firmierte Carl Adolph Lüderitz am Wohnsitz als Rentier, was bedeuten könnte, dass er das Geschäft vorzeitig aufgegeben hat. Er starb ein Jahr später im Alter von nur 50 Jahren.

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