Array mehrbuch - Die Wassernixe
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»Warum denn dies Signal?« fragte der Fremde, indem er ernst auf die Lichter hinwies, welche noch neben einander gerade dem Fenster gegenüber brannten. »Bei so delikaten Verhandlungen irre führen, ist äußerst unklug.«
»Ich weiß nicht, was Sie unter Signal verstehen, mein Herr. Diese Lichter brennen jeden Abend in meinem Zimmer, und die Lampe hier hat mein Onkel, der Alderman Van Beverout, zurückgelassen.«
Mit einem lebhaften Ausdruck, offenbar von einem neu angeregten Gedanken stark angezogen und so hastig und dicht vor Alida hintretend, daß diese einen Schritt zurückthat, rief der Fremde aus: »Ihr Onkel! Ihr Onkel! So habe ich die Fernberühmte, die mit Recht Gepriesene, vor mir; Barbérie, die Schöne!« fügte er hinzu, und zog die Mütze mit galantem Anstand, als wenn er jetzt erst ihr Geschlecht und ihre hohen Reize entdeckt hätte.
Verdrießlichkeit lag nicht in Alida's Charakter. Alle Gründe zur Angst, die sie sich geschaffen, waren vergessen; denn abgesehen davon, daß ihre Besorgnisse unwahrscheinlicher und ungewisser Art gewesen, konnte sie aus den Anspielungen des Fremden hinlänglich entnehmen, daß er von ihrem Onkel erwartet wurde. Wenn wir noch anführen, daß sein interessantes Gesicht und seine weiche Stimme zur Beschwichtigung ihrer Furcht das Ihrige beitrugen, so wird dadurch wahrscheinlich weder der Wahrheit, noch einem sehr natürlichen Gefühl Gewalt angethan. Mit Allem, was auf Handel Bezug hatte, gänzlich unbekannt, war sie gewohnt, dessen Geheimnisse anpreisen zu hören, als Dinge, welche die höchste Scharfsicht des menschlichen Verstandes in Anspruch nehmen. Daher fand sie nichts Außerordentliches darin, wenn die damit Beschäftigten ihre Verfahrungsweise der neidischen Beobachtung anderer Handeltreibenden zu verbergen suchten. Wie die meisten ihres Geschlechts, setzte sie ein unbedingtes Vertrauen in die Menschen, die ihr theuer waren: wie sehr also auch Vormund und Mündel durch Natur, Erziehung und Gewohnheit von einander verschieden waren, so hatte dieser Unterschied doch nie die gegenseitige Neigung vermindert, oder auch nur ihre Eintracht unterbrochen.
Der junge Matrose – denn daß er ein Matrose war, verrieth sein Anzug – konnte sich an den Zügen des Mädchens nicht satt sehen, und in seinem Blicke mischte sich offenbar rührender Tiefsinn mit dem Vergnügen. Endlich brach er nochmals in den Ausruf aus: »Dies also ist Barbérie, die Schöne!«
»Dies ist eine vertrauliche Sprache für einen Fremden,« erwiederte Alida erröthend, obgleich es dem scharfen schwarzen Auge, welches alle ihre Gedanken zu durchdringen schien, nicht geheim blieb, daß sie nicht im Unwillen sprach. »Die Partheilichkeit von Verwandten, verbunden mit meiner Herkunft, hat mir, ich gestehe es, diese Benennung zugezogen, die mir jedoch mehr scherzweise beigelegt wird, als aus der ernstlichen Meinung, daß ich sie verdiente. – Doch, es wird immer später, und dieser Besuch ist wenigstens ungewöhnlich; erlauben Sie mir, daß ich meinen Onkel« –
»O bleiben Sie,« fiel der Fremde ihr in's Wort. »Ach es ist lange, sehr lange, seit mir eine so sanfte, theure Freude zu Theil geworden! Das Leben ist voll von Geheimnissen, schöne Alida, scheinen auch die Ereignisse darin so gewöhnlich und alltäglich. Geheimnißvoll ist sein Anfang, sein Ende, geheimnißvoll sind seine Triebe, seine Neigungen und alle seine kämpfenden Leidenschaften. Nein, verlassen sie mich nicht. Ich komme von weitem Meere her, auf dem ich keine andere Gesellschaft hatte, als die rauhen, gemein-gesinnten Menschen; ach Deine Gegenwart ist Balsam für eine lechzende, verwundete Seele!«
Die rührende, schwermüthige Stimme des Sprechenden ergriff das Mädchen wo möglich noch stärker als seine Worte – sie zögerte. Freilich flüsterte ihr die Vernunft zu, daß Schicklichkeit, ja Klugheit von ihr verlangte, dem Onkel anzuzeigen, daß ein Fremder da sey; allein Klugheit und Schicklichkeit verlieren von ihrem Einfluß, wenn weibliche Neugierde, verbunden mit einem mächtigen Mitgefühl, ihnen gegenüberstehen. Ihr eigenes sprechendes Auge begegnete dem Blick der seinigen, welche mit der Gewalt des Bezauberns begabt zu seyn schienen, und während ihre Urtheilskraft sie belehrte, daß Gefahr vorhanden sey, nahmen die Sinne den sanften Seemann in ihren mächtigen Schutz.
»Ein Gast, den mein Onkel erwartet,« sagte sie, »wird ja Wohl Muße haben, sich nach den Entbehrungen und Beschwernissen einer so ermüdenden Reise auszuruhen. Die Thüre dieses Hauses ist den Ansprüchen der Gastfreiheit nie verschlossen gewesen.«
»Erregt irgend etwas an mir oder meinem Anzug Beunruhigung,« erwiederte der Fremde angelegentlich, »so sprechen Sie, daß ich es wegnehme. Diese Waffen – ja diese thörichten Waffen wären besser nicht da,« fügte er hinzu, und warf Pistolen und Dolch mit Unwillen zum Fenster hinaus unter das Strauchwerk; »ach, wenn Sie wüßten, wie wehe es mir thun würde, irgend Jemanden, am wenigsten einem Weibe, etwas zu Leide zu thun, so würden Sie mich nicht fürchten!«
»Ich fürchte Sie nicht,« erwiederte die Schöne mit Festigkeit. »Nur die falschen Darstellungen der Welt fürchte ich.« »Welche Welt ist hier, die uns beunruhigen könnte! Ja Du lebst in dem Pavillon, schöne Alida, gleich einem vom Schicksal hochbegünstigten Kinde, über dessen glückliches und unverletzbares Leben ein wohlthätiger Genius wacht. Sieh, hier find ja die niedlichen Dinge alle, welche deinem Geschlecht unschuldiges Vergnügen gewähren. Du berührst diese Laute, wenn Schwermuth Dich nachdenkend macht; diese Farben hier verspotten, verfinstern die Schönheit von Berg und Feld, von Baum und Blume, und aus den Büchern pflückst Du Gedanken rein und bilderreich, wie dein Geist fleckenlos und dein Wesen lieblich ist.«
Alida erstaunte bei seinen Worten, denn während er sprach, berührte der junge Seemann die verschiedenen Gegenstände, die er namhaft machte, mit einer trauernden Theilnahme, welche ausdrückte, wie sehr es ihn schmerze, daß das Schicksal ihm eine Lebensbeschäftigung angewiesen habe, die sich so wenig mit dem Gebrauche jener Gegenstände vertrug.
»Leute, die auf der See leben, Pflegen in der Regel kein so lebendiges Gefühl für die Kleinigkeiten zu haben, womit Damen sich die Zeit vertreiben,« sagte das Mädchen, noch immer, trotz des besseren Entschlusses, zu gehen, im Zimmer weilend.
»Kennen Sie denn das rohe, geräuschvolle Treiben unseres Gewerbes?«
»Der Verwandten eines Kaufmanns von so ausgebreiteten Handelsverbindungen wie mein Onkel, kann das Leben der Seeleute unmöglich ganz unbekannt bleiben.«
»Ja wohl, hier ist ein Beweis davon,« versetzte der Fremde mit raschen Worten, welche die große Aufregbarkeit seines Innern bewiesen. »Die Geschichte der amerikanischen Boucaniers« ist ein seltenes Buch in einer Damenbibliothek. Was für Interesse kann ein Gemüth, wie das der schönen Barbérie, in diesen Erzählungen blutiger Gewaltthaten finden?«
»In der That, keins!« erwiederte Alida, durch das wildaufgeregte Auge ihres Gefährten halbversucht, ihn selbst, trotz aller Beweise vom Gegentheil an ihm, für einen der Seewanderer zu halten, von denen er sprach. »Das Buch hat mir ein tapferer Seemann geliehen, welcher eben gerüstet ist, jene Räubereien zu unterdrücken. Beim Lesen so vieler ruchlosen Handlungen bestrebe ich mich, meinem Geist die Aufopferung derjenigen vorzuhalten, die ihr eigenes Leben in Gefahr setzen, um die Hülf- und Schuldlosen zu beschützen. – Mein Onkel wird zürnen, wenn ich länger zögere, ihn von Ihrer Gegenwart in Kenntniß zu setzen.«
»Einen einzigen Augenblick noch! Es ist so lange, so lange her, seit ich ein Heiligthum, wie dieses betrat! Hier ist Musik! dort der Rahmen zu der glänzenden Stickerei; – von diesen Fenstern blickst Du auf eine Landschaft, sanft wie dein eigenes Wesen, und kannst den Ocean dort immer bewundern, ohne seine Schrecknisse zu fürchten, oder von den roheren Auftritten darauf empört zu werden. Du mußt sehr glücklich seyn an diesem Orte!«
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