Eugen Drewermann - An der Quelle des Lebens

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"Wenn wir einen Menschen so anreden, dass wir die Tiefe seines Wesens berühren, so öffnet er sich und wird für uns zu einem Weg, der ins Unendliche hinüberführt. Und wann immer wir selbst uns so angesprochen fühlen, dass unser eigenes Ich gemeint und getragen wird, so fühlen wir uns selbst verbunden mit dem Ursprung unseres Daseins, mit der Quelle des Lebens."
Dieses Lesebuch versammelt leicht zugänglich einige der wichtigsten Gedanken und schönsten Texte aus Eugen Drewermanns unerschöpflichem Werk.

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Das Markusevangelium II 476 f.

MENSCHEN VERMÖGEN FÜR IHR LEBEN selber verantwortlich zu zeichnen, und sie sind imstande, die Hypothek des Elternhauses noch einmal zu durchdenken, sogar eines Tages zu verlassen, und es ist oft nur eine Frage des Zeitpunkts: wann wir Menschen begegnen, die imstande sind, uns dort herauszuführen … Wenn wir nur beginnen, wirklich zu leben, werden wir andere Menschen finden, genauso sehnsüchtig wartend nach der gleichen Weite und Größe ihres Lebens, und sie werden uns sehr nahe sein.

Zwischen Staub und Sternen 26

WAS DICH – UND ALLE WELT – IM DASEIN BEGRÜNDET, ist der Umstand, daß mit dir gesprochen wird, daß du ein Angeredeter bist, daß Gott mit deinem Namen dich ins Dasein gerufen hat. Gott ist in diesem ursprünglichen Verständnis diejenige Stimme, die du hören mußt, um zu wissen, wer du selber bist, und die dich davor bewahrt, nur eine Woge im Meer der Natur oder nur ein Rädchen im Getriebe der Gesellschaft (gewesen) zu sein. Was dich zur Person macht jenseits der Natur, jenseits der Gesellschaft, ist Gott, der dich ganz umgreift mitsamt deinen Fehlern und Schwächen.

Von Krieg zu Frieden = Kapital und Christentum III 355

EIN KIND WIRD zu einem seiner selbst bewußten Ich und schließlich zu einer „Person“ in eigentlichem Sinne, indem es zu sprechen lernt – diese Aussage behält ihre Richtigkeit; doch ein Kind lernt nur zu sprechen, wenn eine andere Person mit ihm spricht – und diese Aussage ist (als notwendige und hinreichende Bedingung von allem, was die Personwerdung angeht) jetzt noch weit wichtiger. Eine Person formt sich nur in Gegenwart des Wohlwollens und der Zugewandtheit einer anderen Person … Eine solche Beziehung darf nicht in irgendwelche „Interessen“ eingebunden sein, sie muß vielmehr fernab jeder äußeren Zwecksetzung die Person des anderen selber zum Ziel haben. Sprechen kann man und muß man in diesem Zusammenhang deshalb unbedingt von Gnade; und zwar in vollem Bewußtsein, daß dieses Wort auf das engste mit der Vorstellung eines persönlichen Gottes verknüpft ist. Denn zu tun ist es im Umfeld der Personwerdung um nicht mehr und nicht weniger als um eine Dimension der Existenz, in welcher dieser selber eine unbedingte Geltung zukommt. Jene bedingungslose Zuwendung, die eine Mutter ihrem Kinde schenkt, um es zu einem eigenen und eigenständigen Wesen sich entwickeln zu lassen, jene offene Haltung eines gewährenlassenden Wohlwollens, das die Voraussetzung einer jeden gelingenden psychotherapeutischen Sitzung darstellt, erschafft allererst den Raum, in welchem eine Person zu sich selbst heranzureifen vermag. Verstehen wir „Gnade“ als eine bedingungsfreie, unverzweckte Bejahung und Bestätigung des Selbstseins eines anderen, so bildet sie die unerläßliche Voraussetzung dafür, daß so etwas wie eine Person überhaupt entstehen kann. Nicht in dem Sinne also stellt „Person“ ein Symbol dar, als sie innerhalb einer kulturellen Sprachgemeinschaft ein Ensemble möglicher sozialer Bedeutungen vertritt, sondern insofern, als sie auf den Raum einer unbedingten Güte verweist, innerhalb deren sie selbst sich vollzieht.

Atem des Lebens II 617; 619 f.

EIN ICH IST EIN SELBST, das sprechen und seine eigene Geschichte erzählen kann … Ein Mensch reift nur all­mählich zu sich selbst, langsam nur wird er, was er ist, und doch ist er nicht erst am Ende, was er suchend immer schon war: eine Person. Woher also kommt dieser Drang, durch die Maske [= lat. persona] hindurch ein eigenes Wort aus­zusagen, in der verordneten Rolle ein eigenes Stück auf­zuführen, ja, es als eine innere Überzeugung geltend zu machen, eine Person zu sein mit einem Recht auf ein ­eigenes Leben?

„Das kommt daher, daß Gott dich selbst bei deinem Namen gerufen hat“, lautet die christliche „Erklärung“ (mit Bezug auf das Prophetenwort in Jes 43,1: „Bei deinem Namen rief ich dich. Mein bist du.“) … – Das Merkwürdige ist, daß unsere bisherigen neurologischen Bemühungen an dieser Stelle auf etwas prinzipiell Unerklärbares stoßen, das, weil unerklärbar, zugleich die wirkliche Ebene angibt, auf welcher das Problem zur Lösung ansteht. Die Neuro­logie, so viel ist eigentlich von vornherein klar, kann die Frage, wie wir dahin kommen, uns für „Personen“ (in angegebenem Sinne: für eigenständige, selbstbewußte, sprach­fähige Subjekte) zu halten, mit ihren Methoden definitiv nicht beantworten … Wenn Person ein sprachfähiges Subjekt ist, versteht es sich, daß das, was wir eine Person nennen, selber eine Hervorbringung der menschlichen Gemeinschaft, ein soziales beziehungsweise ein kulturelles Konstrukt, darstellt.

Von daher ergibt sich zugleich, warum es rein neurologisch unmöglich ist, die Person zu „erklären“: – Ihre Wirklichkeit ist nicht in einem individuellen Gehirn begründet, sondern in den sozialen, interpersonalen Vorgängen, die zwischen menschlichen „Gehirnen“ (zwischen Menschen im Austausch von Gefühlen, Gesten, Worten, Gedanken, Absichten) stattfinden … So entsteht der Eindruck der eigenen Personalität durch den Prozeß eines interperso­nalen Austauschs. Allerdings ergibt sich dieses „Selbst­konzept“ mit den frühesten Entwicklungsschritten der menschlichen Psyche, mithin in einem Zeitraum, zu dem später kein episodisches (autobiographisches) Gedächtnis mehr zurückreichen wird. Daran liegt es, daß das Personsein subjektiv wie etwas Naturgegebenes erlebt und von der (christlichen) Religion als etwas Gottgegebenes interpretiert werden kann.

Atem des Lebens II 546.; 559; 561 f.

DAS ANGEREDETWERDEN ALS PERSON durch andere Personen „erschafft“ nicht die Person eines Menschen, bildet aber die unerläßliche Voraussetzung möglicher Personwerdung. Was kein Stern, was kein Mond, was keine Sonne einem Menschen zu sagen vermag, kann einzig ein Mensch einem anderen Menschen vermitteln und schenken: sein Sein als Person …

Doch nun muß man sehen, daß jede menschliche Anrede, so wesentlich und unverzichtbar sie ist, stets nur begrenzt und bruchstückhaft jene tragende Sicherheit zu schenken imstande ist, deren das menschliche Subjekt in seiner radikalen Ungesichertheit in dieser Welt bedarf. Alles, was Menschen diesbezüglich füreinander tun können, ist nicht mehr und nicht weniger, als einen Hinweis auf ein Absolutes an Bejahung und „Anrede“ zu geben, das, selbst subjekthaft, aller Subjektwerdung zum Grunde liegt. Dieses absolute Subjekt, dessen ein Mensch im Verlaufe seiner eigenen Subjektwerdung inne wird, „erklärt“ als erstes nicht das physische Dasein eines Menschen, es entdeckt sich vielmehr als unbedingte Grundlage des Person­seins: Da ist etwas, das immer schon als Subjekt einer „Anrede“ vorausgesetzt wird, damit wir selbst Subjekte werden können. Dieses absolute Subjekt ist das, was in der Religion Gott genannt wird … Wenn ein Mensch nur leben kann, indem er spürt, wozu er leben soll, so traut er diesem Grund seines Existierens auch zu, der Ursprung seiner Existenz zu sein … Jedes menschliche Wort, das den anderen oder uns selbst als Person erreicht, ist Teil und Äußerung jenes absoluten „Urwortes“.

Im Anfang 1129; 1131 f.;1133

ES GIBT NUR EINEN WEG, richtig zu leben, und der ist, heute damit zu beginnen. Glücklich sein können wir heute; unsere Gespräche so gestalten, daß sie in die Tiefe führen, können wir heute. Es besteht überhaupt keine Notwendigkeit, über neunzig Prozent aller Gedanken, fast hundert Prozent aller Gespräche nur darum sich drehen zu lassen, was das Mittagessen kostet, was die Kleidung kostet, was die Schuhe kosten, was die Wohnung kostet, was der Urlaub kostet, die Krankheit kosten wird, und am Ende eine Summe zu unterzeichnen, die bedeutet, daß wir nie gelebt haben.

Zwischen Staub und Sternen 129

ÜBEN ABER LIESSE SICH und nötig wäre es, im Herzen eines jeden eine Sprechkultur aufzubauen und zu pflegen, die es ihm ermöglicht, von den peinlichen, schmerzlichen, oft schon vergessenen Dunkelseiten des eigenen Herzens und der eigenen Vergangenheit, wenn auch zunächst nur stotternd, zögernd, würgend, mit zugeschnürter Kehle oft, weinend zuerst, schreiend und fluchend, wie auch immer, doch schließlich womöglich dankbar, leiser, ruhiger und eines Tages hoffentlich sogar einmal lachend zu sprechen.

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