Peter Pirker - Codename Brooklyn.

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Eine Geschichte von Widerstand, Verfolgung und Befreiung
In der Nacht auf den 26. Februar 1945 landen ein holländischer und ein deutscher Jude mit einem Tiroler Wehrmachtsdeserteur per Fallschirm in Tirol. Sie sollen dem US-Geheimdienst Informationen aus der Alpenfestung der Nazis liefern. Frauen aus Oberperfuss helfen ihnen. Die Gestapo foltert und tötet, um sie zu enttarnen. Über zwei Monate entspannt sich ein Drama, das in die kampflose Befreiung Innsbrucks mündet. Das Buch schildert die Beteiligten, die Ereignisse und das Vermächtnis der Geschichte, die Quentin Tarantino zu «Inglourious Basterds» inspiriert hat.

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Dem OSS-Bericht von 1976 konnte Persico entnehmen, dass die Operation Greenup der erfolgreichste Einsatz des amerikanischen Geheimdiensts in Österreich gewesen war, dass der Leiter des Agententeams der Folter durch die Gestapo standgehalten hatte und die Gefangennahme sogar zum Vorteil der US-Streitkräfte nutzen konnte, indem er den Gauleiter von Tirol und Vorarlberg davon überzeugte, Innsbruck ohne Blutvergießen an die Amerikaner zu übergeben. Damit, so konnte Persico lesen, habe das OSS bewiesen, dass es möglich sei, selbst in die am strengsten bewachten Gebiete einzudringen – gemeint war die ›Alpenfestung‹. 60Den Namen und die Adresse dieses herausragenden Greenup-Agenten fand Persico sehr bald heraus, denn er – Fred Mayer – war unter den Veteranen des OSS längst eine Legende. Auf das Interview mit ihm hatte sich Persico durch das genaue Studium der ihm vorliegenden OSS-Dokumente akribisch vorbereitet. Er nutzte das Interview hauptsächlich, um die darin enthaltenen schier unglaublichen Schilderungen von Mayers Aktionen in Tirol zwischen Ende Februar und Anfang Mai 1945 zu überprüfen. Über weite Strecken des Gesprächs las er ihm Zitate aus der Einsatznachbesprechung vom Juni 1945 vor und konfrontierte ihn mit Einschätzungen seiner Person durch andere Akteure. Mayer antwortete einsilbig, knapp, selten sagte er mehr als einen oder zwei Sätze. Gegen Ende der langen Befragung wurde die Atmosphäre etwas gelöster und Persico lenkte das Gespräch auf die Persönlichkeit von Fred Mayer, der ihm ins Wort fällt und mit einem leichten deutschen Akzent sagt: »I have always been best under pressure. I worked best under pressure. If you put pressure against me of any kind, even now, you can’t keep up with me.«

Das Gespräch war keines der später populär gewordenen lebensgeschichtlichen Interviews, in denen der Fragende möglichst wenig interveniert und der Interviewte seine Geschichte frei erzählt. Persico ging es um Fakten, nicht um Erinnerung. Das entsprach sowohl der politischen Atmosphäre der 1970er-Jahre als auch dem Alter der Gesprächspartner. Zum Zeitpunkt des Interviews war Persico 47, Mayer 55 Jahre alt. Persico begann sich gerade als freier Autor zu etablieren, er benötigte eine gute, aber glaubwürdige Story. Mayer zog sich gerade aus einem Berufsleben zurück, an dessen Beginn die Operation Greenup zweifellos gestanden war. Sie war noch nicht Geschichte.

Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen beim OSS hatte Mayer 1949 ein Angebot des staatlichen US-Auslandssenders Voice of America erhalten und war für den technischen Betrieb der Sender in Europa und Asien verantwortlich. Nach Einsätzen auf den Philippinen und in Marokko arbeitete er von 1958 bis 1964 in München, wo die Voice of America einen Langwellensender betrieb, der ihre Sendungen in die kommunistischen Staaten des Ostblocks ausstrahlte. So war Fred Mayer ein Akteur der Spionage gegen Nazi-Deutschland und ein Akteur der Propagandaschlacht des Kalten Krieges. Diese Gegenwart bestimmte in den 1970er-Jahren die Darstellung des Zweiten Weltkriegs in den USA und Westeuropa. Unmittelbar nach Kriegsende hatten die USA die geheime Kriegsführung gegen Nazi-Deutschland gegen die Sowjetunion gewendet (und vice versa). Vom OSS zur CIA und den Propagandasendern wie Voice of America und Radio Free Europe gab es viele personelle Kontinuitäten. Davon abgesehen nutzte die CIA viele mittlere und hochrangige Nationalsozialisten, die in den Sicherheitsapparaten des NS-Staates tätig gewesen waren, als Informanten, Experten und sogar als Mitarbeiter. Im antikommunistischen Kampf gab es wenige bis keine Berührungsängste zum ehemaligen Feind, bekannt werden sollten diese Verbindungen jedoch tunlichst nicht. Vor diesem Hintergrund waren die lange Geheimhaltung und die spärlichen Auskünfte von beteiligten Personen wenig verwunderlich, genauso wie das immense Interesse von Historikern und Publizisten daran, diese Geschichten geheimer Kriegsführung zu erzählen.

Für die Herkunfts- und Emigrationsgeschichte der Beteiligten interessierten sich wenige, einmal abgesehen von der möglichen Identifizierung als Juden, denn das machte die Geschichte der Spionage gegen die Nationalsozialisten noch einmal interessanter – entweder weil es dem Klischee von Juden, besonders ausgefuchst zu sein, entsprach, oder weil es der in den 1970er-Jahren noch weit verbreiteten Vorstellung widersprach, dass sich die europäischen Juden von den Nazis wie Lämmer zur Schlachtbank hatten führen lassen. Im Fall Persicos traf das Zweite zu. Er nannte sein Kapitel über Fred Mayer ›The Jew who dared return‹ – der Jude, der es wagte zurückzukehren.

Joseph Persico : When you made this jump, what was your mood?

Fred Mayer : I was anxious to get the war over. That was the most it was about. I always thought that I have a personal stake in that since Hitler was a bastard.

Aber über die Biografien der Agenten und das persönliche Interesse (›personal stake‹) erfahren wir in Persicos Buch wenig. Darüber schrieb als Erster der amerikanische Diplomat Gerald Schwab in seinem Buch OSS Agents in Hitler’s Heartland. Destination Innsbruck , das 1996 in den USA erschien. Auch das war kein Zufall. Schwab und Mayer kannten einander aus Kindheitstagen. Schwab stammte ebenfalls aus einer bürgerlich-jüdischen Familie in Freiburg im Breisgau. Beide Eltern waren Kaufleute gewesen – die Väter eng befreundet –, beide Familien fanden in den USA eine neue Heimat. Beide waren mit der US-Armee gegen NS-Deutschland in den Krieg gezogen. Schwab kämpfte 1944 als Infanterist in der 10. US-Gebirgsdivision in Italien gegen die Wehrmacht, danach arbeitete er in den Jahren 1945 und 1946 als Übersetzer und Dolmetscher für den Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg, wo einigen führenden Nationalsozialisten wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit der Prozess gemacht wurde. 61

Fred Mayer, Hans Wijnberg und Franz Weber waren nach 1945 miteinander in Kontakt geblieben, sie trafen sich mehrfach in Oberperfuss und brachten ihre Familien dorthin mit, um gemeinsame Urlaubstage zu verbringen. 1991 lud Mayer seine Greenup-Freunde sowie die Piloten und Besatzungsmitglieder des Bombers, aus dem die Agenten in Tirol abgesprungen waren, dazu ein, seinen 70. Geburtstag in Freiburg zu feiern. Gerald Schwab lernte bei dieser Gelegenheit alle Beteiligten kennen, hörte ihre Geschichten und Anekdoten und stieß mit seiner Idee, ein Buch über Greenup zu schreiben, auf keine Widerrede. Mayer, Wijnberg und Weber standen ihm für lange Gespräche und Nachfragen zur Verfügung. Die Crew des Liberator-B-24-Bombers – der Pilot John Billings, der Bombenschütze Richard Gottleber, der Navigator Charles Smith und der Absetzer Walter Haass, der die Agenten im Laderaum zum Absprung fertigmachte – schilderte ihm die Vorbereitung und Durchführung der außergewöhnlichen und deshalb denkwürdigen Mission in allen Einzelheiten. Schwabs Darstellung blieb sehr nahe an den handelnden Personen und war ihrer Geschichte verpflichtet. Mit den vielen militärischen Details liest sie sich wie eine Veteranengeschichte der Befreiung, eine universelle Emanzipationsgeschichte, in der zwei junge Juden den Antisemiten entkommen, sich in der Emigration behaupten, sich ausbilden, rüsten und furchtlos werden. Sie verbünden sich mit einem Wehrmachtsoffizier, der sich nach langem Ringen von den Nazis löst, und treffen mit der Macht der US-Armee im Rücken in einem Tiroler Bergdorf auf tiefkatholische Frauen und Männer, die nur auf eine Gelegenheit gewartet haben, sich aufzurichten und ihren Teil dazu beizutragen, eine Stadt vor der Zerstörung zu retten. In diese Stadt, Innsbruck, sind Mayer und Wijnberg zwar einige Male zurückgekehrt, und Weber hat dort bis zu seiner Pensionierung als Landespolitiker gearbeitet und gelebt. Öffentlich erzählt haben sie ihre Geschichte in Innsbruck jedoch nie.

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