Peter Pirker - Codename Brooklyn.

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Eine Geschichte von Widerstand, Verfolgung und Befreiung
In der Nacht auf den 26. Februar 1945 landen ein holländischer und ein deutscher Jude mit einem Tiroler Wehrmachtsdeserteur per Fallschirm in Tirol. Sie sollen dem US-Geheimdienst Informationen aus der Alpenfestung der Nazis liefern. Frauen aus Oberperfuss helfen ihnen. Die Gestapo foltert und tötet, um sie zu enttarnen. Über zwei Monate entspannt sich ein Drama, das in die kampflose Befreiung Innsbrucks mündet. Das Buch schildert die Beteiligten, die Ereignisse und das Vermächtnis der Geschichte, die Quentin Tarantino zu «Inglourious Basterds» inspiriert hat.

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015 FahrradReparaturset Simson produziert in Leonard Wijnbergs Amsterdamer - фото 25

015 Fahrrad-Reparaturset Simson , produziert in Leonard Wijnbergs Amsterdamer Fabrik.

Aus den Briefen der Eltern erfuhren die beiden in Brooklyn, New York nicht nur vom Tod ihrer geliebten Großmutter bald nach ihrer Abreise. Leonard gab seinen Söhnen ethische und praktische Ratschläge zur Lebensführung und unterrichtete sie über die politische Entwicklung in Europa. In einem Brief vom 31. Mai 1940 schilderte er die Machtübernahme der Nationalsozialisten in den Niederlanden und beschrieb das übermächtige Aufgebot der deutschen Luftwaffe, die am 14. Mai Rotterdam bombardierte und niederbrannte, nachdem die niederländischen Streitkräfte dort starken Widerstand geleistet hatten und die königliche Familie und die Regierung entkommen waren. Einen Tag später erzwang die Wehrmacht die Kapitulation. Die Söhne erfuhren zwar, dass es Festnahmen gab und Geschäfte geschlossen wurden, aber die Eltern versuchten in dem, was sie schrieben, positiv und optimistisch zu bleiben. Doch das Schreiben klang wie ein Abschiedsgruß. Die Eltern ließen die Zwillinge wissen, wie glücklich sie seien, dass diese in New York in Sicherheit waren. Im Jänner 1942 kam der letzte Brief in Brooklyn an. »Die ganze Welt steht in Flammen«, schrieb Leonard seinen Söhnen.

Nach dem deutschen Überfall auf die benachbarten Demokratien war die Flucht aus den Niederlanden fast aussichtslos geworden. Nach Süden war der Weg versperrt, was blieb, war der Seeweg nach England. Doch nur etwa 3000 Niederländer erreichten auf Booten noch die rettende Insel, unter ihnen lediglich einige hundert Juden. Etwa 130.000 Juden blieben der deutschen Besatzungsherrschaft ausgeliefert. Österreicher übernahmen in der Zivilverwaltung führende Positionen: Arthur Seyß-Inquart wurde von Hitler zum Reichskommissar bestellt, ihm unterstanden vier Generalkommissare. Neben dem Deutschen Fritz Schmidt, der die Interessen der NSDAP vertrat, handelte es sich um drei gebürtige Österreicher: Den Posten des Generalkommissars für Verwaltung und Justiz schanzte Seyß-Inquart dem Salzburger Friedrich Wimmer zu, jenen des Generalkommissars für Wirtschaft und Finanzen dem Niederösterreicher Hans Fischböck, der bereits der österreichischen ›Anschluss‹-Regierung angehört hatte. 44Der steirische SS-Mann Albin Rauter war für das Sicherheitswesen zuständig und befehligte alle deutschen SS- und Polizeieinheiten. Zusammen mit Seyß-Inquart verantwortete er die Durchführung der antijüdischen Politik in den Niederlanden. Im Februar 1944 schrieb er an den Reichsführer-SS, Heinrich Himmler: »Das eigentliche Juden-Problem in Holland kann als gelöst betrachtet werden.« 45

Leonard Wijnberg hatte seine Söhne 1939 aus einem einzigen Grund in die USA geschickt: weil er befürchtete, dass Hitler bald einen Krieg beginnen, die Niederlande überfallen und die dortige jüdische Bevölkerung der Gewalt der Nationalsozialisten ausgeliefert sein würde. Aus erster Hand hatte er gehört, was sich nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Österreich im März 1938 abgespielt hatte, von Flüchtlingen, die seit 1933 aus Deutschland und seit 1938 aus Österreich auch nach Overveen, in die Heimatstadt der Wijnbergs westlich von Amsterdam, gekommen waren. Sicher registrierte er auch, wie die westeuropäischen Regierungen auf die jüdischen Flüchtlinge reagierten und mit ihnen umgingen. Lange erklärt hatte er seinen Söhnen den Zweck der Reise nach New York nicht. »Auf das Schiff, Burschen«, lautete die Parole, erinnerte sich Hans Wijnberg viele Jahre später. »Hans, die Zukunft ist Chemie«, waren die letzten Worte, die er von seinem Vater hörte. 46

Leonard und Henriëtte stammten aus streng orthodoxen jüdischen Familien in Groningen. Sie heirateten 1922, lösten sich aber schon als junge Erwachsene wie viele ihrer Generation von den frommen Traditionen und begannen ein säkulares Leben, in dem zwar hohe jüdische Festtage und die Bar Mizwa ihren Platz hatten, regelmäßige Synagogenbesuche und religiöse Unterweisungen aber nicht zum Alltag gehörten. Weltanschaulich orientierten sie sich vorwiegend an Liberalismus und Sozialismus, zwei der vier gesellschaftspolitischen Säulen neben dem Katholizismus und Protestantismus, die in den Niederlanden auf der Basis einer geteilten Akzeptanz bürgerlich-demokratischer Werte im Vergleich zu anderen europäischen Gesellschaften für relativ stabile Verhältnisse sorgten. 47

Viele assimilierte Juden in den Niederlanden mag die seit Ende des 18. Jahrhunderts geltende rechtliche Gleichstellung in Sicherheit gewogen haben – unvorstellbar eine Entwicklung wie in Deutschland. Leonard jedoch war, obwohl er keine höhere Schulbildung genossen hatte, da sein Vater früh starb und er nach vierjährigem Militärdienst zwischen 1915 und 1918 die Simson-Fabrik übernehmen musste, nicht nur kulturell hochgebildet und interessierte sich für Kunst und Philosophie, sondern setzte sich auch aktiv mit dem in Europa blühenden Faschismus, dem Nationalsozialismus und ebenso mit dem Stalinismus auseinander.

016 Wählt Demokraten Plakat der Eenheid door Democratie 1937 Auch in den - фото 26

016 »Wählt Demokraten«. Plakat der Eenheid door Democratie , 1937.

Auch in den Niederlanden gab es eine faschistische, später nationalsozialistische Partei, die Nationaal-Socialistische Beweging (NSB). Unter ihrem Führer Anton Mussert erhielt sie bei der Wahl 1935 knapp acht Prozent der Stimmen. Ein wesentlicher Zug der antidemokratischen Agitation der NSB kam in ihrem antikommunistischen Slogan ›Mussert oder Moskau‹ zum Ausdruck. Wie ihr deutsches Vorbild versuchte die NSB mit Aufmärschen und Kundgebungen den öffentlichen Raum zu besetzen. Um dieser Agitation auf den Straßen und Plätzen entgegenzutreten, initiierten im Juni 1935 Liberale und Sozialdemokraten die parteiunabhängige Bewegung Eenheid door Democratie (Einheit durch Demokratie, EDD). Zu ihren 71 Gründern gehörte auch Leonard Wijnberg. Der Bewegung schlossen sich bis 1939 gut 30.000 Personen als Mitglieder an. Sie veranstaltete offensive Kampagnen mit Massenkundgebungen und Aufrufen, demokratisch zu wählen (›Weder Mussert noch Moskau‹), affichierte Plakate, verteilte Flugblätter und gab eine Zeitschrift heraus. Den Gegner auf seinem eigenen Boden treffen, lautete eine Devise der EDD. 48Die Mobilisierung – auch andere antifaschistische Bewegungen trugen dazu bei – brachte die NSB in die Defensive. Bei der Wahl 1937 erhielt sie nur mehr vier Prozent der Stimmen.

Die antifaschistische Haltung und das Engagement des Vaters beeindruckten die Söhne. Einige Ereignisse prägten sich Hans Wijnberg besonders ein: Der Vater war drauf und dran, nach Spanien zu reisen, als die Faschisten 1932 erstmals gegen die gewählte demokratische Regierung putschten. »Wenn ich keine Familie hätte, würde ich im Spanischen Bürgerkrieg kämpfen«, sagte er dem damals zehnjährigen Sohn. Er drehte eine Radioübertragung der Olympischen Spiele 1936 aus Berlin ab, weil sich Hitler geweigert habe, dem schwarzen US-Athleten Jesse Owens die Goldmedaille umzuhängen. 49Vor Wahlen agitierte er gemeinsam mit den zwanzig Arbeitern seines Betriebs auf der Straße gegen die Mussert-Partei. Denn obwohl sich das Leben der Familie in nichts von dem ihrer Umgebung unterschied, wusste Leonard um die Differenz, der nicht zu entkommen war: Sie waren Juden, und es waren die Juden, die zuallererst von den Nazis bedroht sein würden.

Einiges, das wir über die Wijnbergs aus dieser Zeit wissen, stammt aus Filmszenen, die mit Sicherheit Jo Paerl gedreht hat, der Mann von Leonards Schwester Rosa. Anders als Leonard hatte er in Amsterdam nicht das Gewerbe des Vaters übernommen, in seinem Fall Diamantenschleifer, sondern sich in den 1920er-Jahren in der aufstrebenden Unterhaltungsindustrie selbstständig gemacht. Bis 1940 spielte er mit seinem Filmverleih Universal Film Agency und als Miteigentümer der Produktionsfirma Holfi eine wichtige Rolle im holländischen Filmgeschäft. 50Als die deutsche Wehrmacht am 10. Mai frühmorgens die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich zugleich und ohne Kriegserklärung angriff, befand sich Jo Paerl gerade für Dreharbeiten in Brüssel, seine Frau Rosa und seine Tochter Jetty waren ihm am Tag zuvor nachgereist. Kaum jemand hatte die Vorstellungskraft für ein derart radikales Vorgehen Hitlers aufgebracht. 51Mit einem Auto schafften die Paerls noch knapp die Flucht von Brüssel nach Bordeaux, von wo aus sie per Schiff nach England gelangten. Jo und Jetty Paerl beteiligten sich im Exil an der Propaganda gegen die deutsche Herrschaft in ihrem Land. Unter dem Spitznamen Jetje trat Jetty ab März 1941 regelmäßig als Sängerin in Radio Oranje auf, der Radiostation der niederländischen Exilregierung in London zur Unterstützung des holländischen Widerstands. Sie sang Lieder, die ihr Vater schrieb und arrangierte, etwa das Spottlied auf die NSB, Voor zes rooie centen (Für sechs rote Cent).

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