Mehr Kopf als Tuch

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Wie junge Musliminnen in Österreich und Deutschland ihre Umwelt erleben
Zahlreiche Bücher werden über muslimische Frauen verfasst, wenige von ihnen. Hier schreiben nun Musliminnen aus Österreich und Deutschland über verschiedene Themen, die sie beschäftigen: über Heimat und Karriere, über Alltagsrassismus und Diskriminierungserfahrungen bis hin zu Vielfalt und Integration. Die Sammlung von gesellschaftskritischen Analysen und persönlichen Geschichten gewährt einen Einblick in die Lebenswelten engagierter Musliminnen und gibt auch die kritischen weiblichen Töne der muslimischen Community wieder, die nicht so oft gehört werden. So macht dieses Buch die Vielfalt der muslimischen Frauen sichtbar, die wiederum ein Stück weit zum Dialog und zur Versachlichung beitragen in einem emotionsgeladenen Diskurs um das Thema Islam.

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Mit dem vorliegenden Buch sollen abseits der medialen Trampelpfade neue Wege beschritten werden. Die Grundidee ist jedoch nicht nur eine bunte Auswahl unterschiedlichster Akteurinnen, sondern auch die Vielfalt der zu Papier gebrachten Themen. Musliminnen aus Deutschland und Österreich schreiben über ihre Anliegen. Was fühlen, wünschen, fürchten, träumen oder hoffen sie? Was bereitet ihnen Sorgen, Ärger oder Freude? Welche Erwartungen haben sie an sich selbst, welche an die Gesellschaft? Was sind ihre Vorstellungen vom „guten Leben“? Abseits der Debatten rund um Leitkultur, islamische Kindergärten oder Kopftuchverbote kreisen die Autorinnen um Themen wie Heimat, Spiritualität, Vielfalt, Feminismus, Rassismus, Ausgrenzung, Widerstand, Kunst und Karriere.

Damit ist dieser Band eine Sammlung von gesellschaftskritischen Analysen und persönlichen Erzählungen. Die Autorinnen hatten freie Hand bezüglich der Wahl ihrer Themen sowie in der Gestaltung und der Länge ihrer Beiträge. Auch über diesen Weg soll die Vielfalt sichtbar werden, zum Beispiel, wie unterschiedlich die Herangehensweisen sind.

Der Sammelband gewährt einen authentischen Einblick in Lebenswelten engagierter Musliminnen und gibt die kritischen weiblichen Töne der muslimischen Community wieder.

Denn begibt man sich auf die Suche nach Literatur über muslimische Frauen, so wird man schnell fündig: Zahlreiche Bücher wurden über sie verfasst, wenige von ihnen . Die Darstellungen und Erzählungen über die muslimischen Frauen variieren, jedoch liegt eine Tendenz zur Vereinheitlichung vor – nämlich das Bild der Frau als Objekt der Unterdrückung, die es zu befreien gilt aus der Zwangsehe, Gewaltbeziehung, Unmündigkeit. Die Frage, die unbeantwortet bleibt: Wie sehen muslimisch-weibliche Lebenswelten aus? Gibt es nur eine? Wie wollen muslimische Frauen gesehen werden?

Insofern ist dieses Buch als ein Projekt der breiten „Sichtbarmachung“ der Diversität des muslimisch-weiblichen Lebens in Deutschland und Österreich zu verstehen: vielfältige Frauenrollen in dieser multikulturellen, -ethnischen und -religiösen Gesellschaft. Dieses Buch dient durch ein Aufzeigen der Realitäten der deutschsprachigen Musliminnen ein Stück weit zum Dialog und zur Versachlichung eines emotionsgeladenen Diskurses.

Den Anfang macht KEVSER MURATOVIC mit dem Text „Die U3 – oder auch: Die Wege der Integration sind unergründlich“ . Sie schreibt über ihre persönlichen Erfahrungen der Migration als Deutschtürkin nach Wien. Sie beleuchtet dabei die Funktion von Sprache und rundet ihren Text kreativ ab.

AMANI ABUZAHRA schreibt in „Mein anderes Europa “ über Europas Identität, Zugehörigkeit und vom Rand der Gesellschaft. In dem Beitrag wird auf das Grenzgängerdasein eingegangen und darauf, welche Chancen sich daraus ergeben können.

Danach entführt uns LEYLA DERMAN in die Höhen und Tiefen ihres familiären Alltags und lässt uns unter dem Titel „Eine Woche mit einer muslimischen Familie – außergewöhnlich ungewohnt“ hinter die Kulissen blicken.

KÜBRA GÜMÜSAY schreibt in „ Das Kopftuchmädchen“ über Spiritualität, Identität und Missachtung und macht diese Themen zugänglich über einen berührenden Dialog.

Im nächsten Beitrag beleuchtet SOUFEINA HAMED die psychologische Funktion von Stereotypen und Vorurteilen. Sie geht in ihrem Text „ Warum ich viele bin und warum wir alle eins sind“ auch durch das Zeichnen von Cartoons auf ihren Kampf gegen Vorurteile ein.

Auf eine humorvolle Art und Weise nähert sich ANJA HILSCHER als Konvertitin dem Muslimin-Sein in Deutschland, ohne auszusparen, dass „der Islam“ ein Imageproblem hat. Mehr dazu in ihrem Text unter dem Titel „Zurück in die Zukunft: emanzipierte Öko-Punk-Musliminnen“ .

DUDU KÜCÜKGÖL erörtert die Frage „Brauchen wir einen muslimischen Feminismus?“ und stellt sich der Debatte aus unterschiedlichen Perspektiven. Neben einer innermuslimischen Auseinandersetzung mit den Quellen übt sie Kritik an frauenfeindlichen Zuständen und deren AkteurInnen.

Im nächsten Beitrag „Einzigartig vielfältig“ widmet sich HALIEMAH MOCEVIC pointiert den Themenfeldern der Vielfalt, Solidarität und Zugehörigkeit.

Im Artikel von MAISA PARGAN „ Passend oder unpassend? – Die Kunst des Sprechens!“ widmet sie sich dem omnipräsenten Bereich der Sprache und dessen Folgen in Bezug auf die gesellschaftliche Teilhabe.

NADIA SHEHADEH schreibt in einem eindrucksvollen Reisebericht über ihre ganz persönlichen Erfahrungen im Land ihrer Großeltern, abseits von Klischees und falschen Annahmen unter dem Titel „Wie heißt Ihr Großvater?“ .

Im letzten Beitrag „Stolz und Vorurteil – MuslimaPride“ geht BETÜL ULUSOY auf das Phänomen der Bevormundung und Gegenstrategien ein.

Dieses Buch erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit in der Abbildung der Realität muslimischer Frauen. Vielmehr sollen die Text-beiträge dazu dienen, Impulse zu setzen, um muslimische Frauen aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Letztendlich geht es um eine Normalisierung muslimischen Lebens in den hiesigen Gesellschaften.

Die Abbildung der Lebenswelten muslimischer Frauen wird aber hoffentlich auch andere Menschen dazu inspirieren, sich zu emanzipieren, um damit einen Beitrag zu einer gerechteren und sozialeren Welt zu leisten. Dafür braucht es Frauen, die sichtbar werden mit ihren Geschichten und auch einen entsprechenden Raum in der allgemeinen Wahrnehmung einnehmen. So laut und deutlich mit ihrer Botschaft, dass man sie weder ignorieren noch missdeuten kann.

Anmerkungen

1 Perceptions are not reality: what the world gets wrong, https://www.ipsos.com/ipsos-mori/en-uk/perceptions-are-not-reality-what-world-gets-wrong?language_content_entity=en-uk

2 Kaddor, Lamya: „Viele Muslime wenden sich innerlich von Deutschland ab“, http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-03/integration-islamophobie-deutschland/seite-3

3 Hafez, Kai: „Der Islam hat eine schlechte Presse“, http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/islam-verstaendnis-medien-berichter-stattung-populismus-gefahr

Die U3 – oder auch:

Die Wege der Integration

sind unergründlich

Kevser Muratovic

Als ich das Thema des ersten muslimischen Kreativwettbewerbs in Österreich erfuhr, hatte ich wenig Anlass überrascht zu sein: INTEGRATION (sic!).

Ich konnte also wieder einmal getrost feststellen, dass „Integration nach über 30 Jahren wieder in Mode“ war, um wenig später ebenso wie Mark Terkessidis zu konstatieren: „Sehr sinnvoll ist das nicht.“ 1Nicht, dass ich eine Integrationsgegnerin oder gar -verweigerin wäre, von denen es zumindest laut Thilo Sarrazin nur so wimmeln dürfte, aber die Tatsache, dass sich dieses Thema seit Jahrzehnten hartnäckiger und nachhaltiger als die globale Erwärmung (und die ist ja wirklich besorgniserregend) in der öffentlichen Diskussion hält, hat etwas Ermüdendes an sich. Ermüdend zum einen, weil die Integrationsthematik wirklich eigenartige Auswüchse hervorgebracht hat, von vermeintlichen Kronzeugen 2bis hin zu pseudowissenschaftlichen Überbevölkerungsneurosen, zum anderen aber auch, weil nach zig Tagungen, etlichen Symposien und Arbeitskreisen, noch mehr Dialogforen und Diskussionsrunden keine wesentliche Veränderung oder Verbesserung erreicht werden konnte. Wenn man mich denn nun fragt, worin diese Veränderung und Verbesserung eigentlich bestehen soll, so muss ich ehrlich gestehen, dass ich es nicht mehr weiß. Ja genau, ich weiß es nicht mehr. Vielleicht habe ich es im Getöse der letzten Jahrzehnte vergessen; aber vielleicht sehe ich auch einfach keine Notwendigkeit mehr darin, mich daran zu erinnern: In der charmanten Universitätsstadt Tübingen geboren, wuchs ich unweit von dort im allseits bekannten Schwabenländle auf. Spätzle standen bei uns genauso auf dem Tisch wie Pizza und Pasta, im Gegensatz zu Döner übrigens. Ich war im Volleyballverein und habe Reitsport getrieben, war ehrenamtlich tätig und habe am Wochenende das Gemeindeblättle ausgetragen, um mir ein Taschengeld zu verdienen. Ich habe auf Deutsch gelernt, gesungen, studiert und abgeschlossen. Ganz normal eben.

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