Mechthild Glaser - Die Worte des Windes

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Märchenhaft, malerisch, magisch Dem Wind zuflüstern, Gewitter in Kesseln brauen und Tsunamis verhindern – das alles gehört zu den Aufgaben der Wetterhexen. Seit die 16-jährige Robin von ihrem Volk verbannt wurde, vermisst sie all das schmerzlich. Von ihrer eigenen Familie gejagt, ist sie in der Menschenwelt untergetaucht. Bis der charmante Sturmjäger Aaron ihre Hilfe benötigt, um ihre Küstenstadt vor Donnerdrachen zu retten. Doch was Robin nicht weiß: Es steht noch weitaus mehr auf dem Spiel … Mechthild Gläser liefert ihren Lesern wieder einen wundervollen
Fantasy-Roman mit Originalität, Witz und einer zarten
Liebesgeschichte. Auf zauberhafte Weise vereint sie in ihrem neuen
Jugendbuch für Mädchen ab 12 Jahren fantastische Elemente mit realen Problemen wie der globalen Erwärmung, Umweltverschmutzung und dem
Klimawandel.

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Wieder durchfuhr das grelle Leuchten eines Blitzes den Himmel. Fast im gleichen Augenblick donnerte es und der Klang fraß sich in jede Faser meines Körpers. Dieses tiefe Dröhnen, das einem den Atem stocken ließ. Gleich darauf wandelte es sich: Das Rauschen der See mischte sich hinein, laut und zornig. Und der Geruch von fauligem Fisch. Wie aus dem Nichts erschienen Muschelsplitter und wirbelten durch die Luft, zerkratzten meine Haut.

Ich konnte es nicht glauben. Wirklich nicht. Das war doch ganz und gar verrückt! Seit tausend Jahren war keiner der Anderen in einer Stadt aufgetaucht. Oder überhaupt an Land!

Vielleicht täuschte ich mich ja doch. Auf jeden Fall wagte ich nicht innezuhalten, um mich umzudrehen und mich mit eigenen Augen zu vergewissern.

Erneut beschleunigte ich meine Schritte, stürzte den Gehweg entlang. Wenn ich es bis zur Ampel schaffte … Dort war eine Fußgängerunterführung. Schmal und dunkel …

Meine Sinne waren bis aufs Äußerste geschärft, hinter mir meinte ich, eiskalten Atem zu spüren, während grüngraue Nebelschwaden mich umflossen.

War mein Kopfschmerz in Wahrheit ein Hirntumor, der zu Wahnvorstellungen führte?

Verdammt, verdammt, verdammt!

Endlich tauchte die Unterführung vor mir auf. Ich warf mich die Stufen hinab in die Dunkelheit, doch Nebel und Muschelscherben folgten mir. In das Rauschen mischte sich das Geräusch von … etwas anderem. Gleichzeitig schwoll das Dröhnen zu einem ohrenbetäubenden Grollen an, das die steinernen Platten unter meinen Füßen vibrieren ließ.

Die Erde erbebte vom Kampfschrei des Donnerdrachen, jenes Wesens, das im Herzen dieses Sturms lebte.

Der Drache war nun beinahe bei mir.

Und er griff an.

Ich verfluchte meine Hilflosigkeit. In Atlantis, dem Reich meiner Mutter, hatte ich stets gleich mehrere Blitzklingen in einem Holster aus Samt bei mir getragen. Meine Exemplare waren kunstvoll verziert gewesen und so scharf, dass man selbst Perlen damit spalten konnte.

Jetzt hatte ich bloß einen gammeligen Rucksack voller Hefte und Stifte dabei. Möglicherweise fand sich irgendwo darin noch eine Bastelschere. Doch allein der Gedanke, mit einem Spielzeug aus Plastik und Stahl gegen einen Drachen zu kämpfen, war geradezu lächerlich!

Die Nebelschwaden verdichteten sich derweil zusehends und nahmen mir den Atem, während der Tornado aus Muschelscherben sich kaum merklich verlangsamte. Das Auge des Sturms war nahe. Jeden Moment würde der Donnerdrache –

Wenn ich jetzt anhielt, wäre ich tot, bevor ich auch nur den Reißverschluss des Rucksacks geöffnet hätte.

Blindlings stürzte ich die letzten Stufen hinab, mitten ins Dämmerlicht der Unterführung. Der Nebel verschleierte noch immer meine Sicht, sodass ich die beiden Gestalten, die an der Betonwand lehnten und rauchten, erst erkannte, als ich beinahe an ihnen vorbeirannte.

»Was zur Hölle?«, rief Vivien, als eine Scherbe ihre Wange traf. Sie starrte mich an, vermutlich, weil meine Haare im Nebel wehten, als führten sie ein Eigenleben.

»Was macht ihr denn hier?«, keuchte ich.

»Na, uns vor dem Regen unterstellen«, schrie Marie gegen das Rauschen an. »Was soll die Scheiße? Was ist das?« Sie deutete auf das schmutzig grüne Licht und die Muschelscherben, von denen sich nicht wenige in meiner Kleidung verfangen hatten.

»Bah, Alter, wieso stinkt das plötzlich nach verwester –«, setzte derweil Vivien an.

Da bebte die Erde so stark, dass wir alle drei taumelten und ich gegen die beiden prallte.

Marie versuchte, sich an der Tunnelwand festzuhalten. Vivien fiel auf die Knie und schrie auf.

Unterdessen standen mir meine Optionen binnen eines Herzschlags plötzlich ganz klar vor Augen: Entweder ich rannte weiterhin um mein Leben und überließ Vivien und Marie ihrem Schicksal. Oder ich versuchte, den Donnerdrachen aufzuhalten, damit wenigstens die beiden eine Chance hatten. So oder so, es sah nicht gut für mich aus. Ich biss mir auf die Unterlippe. Auch wenn ich diese Mädchen nicht leiden konnte und sie sich benahmen, als wäre ihnen alles und jeder auf der Welt egal außer ihnen selbst, sie waren immer noch Menschen. Und einst hatte ich wie alle Hexen einen Eid geleistet …

Der Eingang verfinsterte sich, als sich etwas mit dunkel geschuppten Beinen und messerscharfen Krallen um die Ecke schob.

Etwas … Gewaltiges.

»Was für ein Freak bist du eigentlich, Schlafwandler-Schlampe?«, kreischte Marie. Ihre Plastikfingernägel krallten sich in die Betonwand.

»Lauft einfach, okay?«, brüllte ich. »LAUFT WEG!«

»Aber da draußen ist ein krasses Gewitter«, stammelte Vivien.

»Ja, was, wenn wir vom Blitz –«

Der Drache gab ein gurgelndes, zischendes Fauchen von sich, das wie tausend tosende Mahlströme auf einmal klang. Gleichzeitig schnellte eine Schnauze von der Größe eines Autos in die Unterführung. Mit geblähten Nüstern schob sich das Maul über den Beton auf uns zu. Eine weitere Welle aus Gestank und Muschelsplittern rollte über uns hinweg, noch viel übler als die erste.

Ich unterdrückte ein Würgen. Marie und Vivien waren inzwischen bleich wie Gespenster. Ihre Münder klappten auf, doch kein Ton kam heraus. Sie waren viel zu geschockt, um zu schreien, weil sie ja noch nicht einmal an die Existenz von Drachen glaubten! Herrje! Falls wir es doch irgendwie hier herausschafften, konnte ich nur hoffen, dass ihnen das Ganze derart absurd vorkam, dass sie annahmen, sich die Geschichte eingebildet zu haben … Wobei das im Moment natürlich meine geringste Sorge war.

Nacheinander verpasste ich jeder von ihnen eine Ohrfeige. »MACHT SCHON!«, brüllte ich sie an. »Wir haben keine Zeit für Erklärungen. RENNT!«

Da endlich setzten sie sich in Bewegung. Über ihre eigenen Füße stolpernd stürzten sie zum anderen Ende des Tunnels und die Treppe hinauf.

Ich hingegen begann nun doch, in meinem Rucksack nach der Bastelschere zu tasten. Mit grimmiger Miene wandte ich mich dem Drachen zu.

Er füllte inzwischen den gesamten Eingang der Unterführung aus. Da sein Kopf zu groß war, um ganz hindurchzupassen, hatte er das gewaltige Maul wieder ein Stück zurückgezogen. Stattdessen peitschte ein stachelbewehrter Schwanz vom Umfang eines Baumstamms durch den Nebel. Dahinter erkannte ich einen Teil seines gallertigen Rumpfes – solche Körper besaßen sonst nur die Geschöpfe der tiefsten Tiefsee. Lichtblitze glommen in seinem Inneren auf, der faulige Gestank hing nun beinahe greifbar in der Luft und schien jeglichen Sauerstoff zu verdrängen.

Ich hustete und wich zurück, als der Schwanz nach mir zu tasten begann. Schuppen und Stacheln kratzten mit einem schabenden Geräusch über den Asphalt und krochen dabei unaufhaltsam auf mich zu. Der Drache konnte mich nicht sehen, noch immer gelang es ihm nicht, sich in die Unterführung zu quetschen. Nur würde ihn dieses Hindernis vermutlich nicht allzu lange aufhalten.

Instinktiv wollte ich so viel Abstand wie möglich zwischen mich und das Biest bringen, doch da erreichte mich die mit einem langen Stachel besetzte Schwanzspitze. Genauer gesagt schnellte sie mit rasender Geschwindigkeit auf mich zu wie eine Peitsche und zerriss den Stoff meiner Jeans. Ich unterdrückte einen Schrei, als sie die Haut darunter traf.

Etwas Warmes sickerte an meinem Bein hinab. Vermutlich Blut.

Allerdings verwendete ich keine Energie darauf, es zu überprüfen. Wie schlimm die Wunde auch sein mochte, das war jetzt vollkommen unwichtig.

Meinen ersten Donnerdrachen hatte ich im Alter von zehn Jahren erlegt, als jüngste Hexe, der dieses Kunststück je gelungen war. Der Sturm hatte meine Schwestern und mich bei einem Ausflug an die Wasseroberfläche überrascht. Damals hatte ich meine Blitzklinge, ohne zu zögern, direkt in das leuchtende Herz der Bestie gestoßen. Mit mehr Glück als Verstand.

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