Mechthild Glaser - Die Worte des Windes

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Märchenhaft, malerisch, magisch Dem Wind zuflüstern, Gewitter in Kesseln brauen und Tsunamis verhindern – das alles gehört zu den Aufgaben der Wetterhexen. Seit die 16-jährige Robin von ihrem Volk verbannt wurde, vermisst sie all das schmerzlich. Von ihrer eigenen Familie gejagt, ist sie in der Menschenwelt untergetaucht. Bis der charmante Sturmjäger Aaron ihre Hilfe benötigt, um ihre Küstenstadt vor Donnerdrachen zu retten. Doch was Robin nicht weiß: Es steht noch weitaus mehr auf dem Spiel … Mechthild Gläser liefert ihren Lesern wieder einen wundervollen
Fantasy-Roman mit Originalität, Witz und einer zarten
Liebesgeschichte. Auf zauberhafte Weise vereint sie in ihrem neuen
Jugendbuch für Mädchen ab 12 Jahren fantastische Elemente mit realen Problemen wie der globalen Erwärmung, Umweltverschmutzung und dem
Klimawandel.

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Dann hakte sie sich bei Vivien unter und zusammen verließen sie den Spielplatz.

Wütend sah ich ihnen nach.

Alles in mir schrie danach, den Ostwind zu rufen und ihnen auf den Hals zu hetzen. Nur ganz kurz. Bloß, um sie etwas Respekt zu lehren. Früher in meiner Heimat hatte es kaum jemand gewagt, auch nur den Blick in meiner Gegenwart zu heben. Und nun stand ich hier und musste mir so etwas gefallen lassen?

Wieder spürte ich das übermächtige Rauschen der Brandung und mit ihm den Gesang der See. Wild und stark. Aber nein, ich unterdrückte den Impuls, wie ich es immer tat. Vermutlich würde mein geliebter Ostwind mir ohnehin nicht mehr gehorchen, oder? Ich seufzte.

Selbst wenn, ich würde es nie herausfinden und das war auch besser so. Ich hatte es nicht anders verdient. Und ich sollte dankbar für das Leben sein, das ich nun führte. Dafür, überhaupt noch lebendig zu sein!

Mit dem Ärmel wischte ich mir den Saft aus den Augen. Immer noch ein wenig außer Atem schlurfte ich zu den Schaukeln und ließ mich auf einer davon nieder. Dass die Sitzfläche nass war, kümmerte mich nicht. Der Himmel sah aus, als wollte er sich jeden Augenblick erneut auswringen, doch ich fürchtete mich nicht vor ein paar Regentropfen. Diese Wolken waren zwar einen Hauch zu dunkel, aber bestimmt bildete ich mir das nur ein.

Ja, ganz sicher.

Hätte ich mich auf hoher See befunden … Hier hingegen? Das mussten die Kopfschmerzen sein, ich begann wohl schon zu halluzinieren.

Wenigstens hatte ich den Spielplatz bei diesem Wetter für mich allein. Ich machte einen Moment lang die Augen zu, stieß mich mit den Füßen vom Sand ab und stellte mir vor, dass es Wellen wären, die mich sanft auf und ab schaukelten.

Louisa war am Ende der Gasse in die entgegengesetzte Richtung gelaufen und vermutlich längst zu Hause. Jedenfalls hoffte ich das. Es war schon das dritte Mal diese Woche, dass ich sie vor einer Schulhofschlägerei hatte retten müssen! Wie schaffte sie das bloß immer wieder? Zwar kümmerte ich mich wirklich gerne um sie, aber eine kleine Pause wäre definitiv nicht schlecht.

Ich massierte meine Nasenwurzel mit Daumen und Zeigefinger. Die Lider hielt ich geschlossen. Wenn bloß dieses verdammte Kopfweh nicht dafür sorgen würde, dass ich seit Tagen kaum geradeaus gucken konnte! Ob es am Luftdruck lag?

Das Atmen an Land war stets schwierig für mich. Bei jedem Zug plagte mich dieses Gefühl, dass irgendetwas Entscheidendes fehlte. Ich würde mich wohl niemals daran gewöhnen, den Himmel statt des Ozeans über mir zu spüren. Dieser erschreckend leere Raum über meinem Kopf, diese grauenvolle Abwesenheit von … allem! Da konnte man auf die Dauer ja nur krank werden. Freiwillig hielt sich jedenfalls keine Hexe länger als nötig hier oben auf. Niemand von uns verließ die von gläsernen Kuppeln geschützten Siedlungen der Tiefsee, wenn wir es irgendwie vermeiden konnten.

Und genau deshalb war die Oberfläche so ein gutes Versteck.

Auch in dieser Stadt gab es natürlich Außenposten der Meerhexen. Die Regelung des Wetters, das Brauen und Köcheln und Sieden mussten schließlich außerhalb des Wassers stattfinden und hin und wieder entdeckte ich meinesgleichen tatsächlich am Strand oder in den Wellen. Ich wusste, dass sie den alten Leuchtturm oben auf den Klippen als Geheimversteck nutzten. Doch keiner von ihnen hatte mich bisher auch nur eines Blickes gewürdigt. Mich, Robin, das Menschenmädchen. Das in einer Wohngruppe für Jugendliche mit sozialen Problemen lebte und unter chronischem Kopfschmerz litt, vermutlich vom Schulstress. Nun ja, ich war so langweilig geworden, um im Chaos der oberflächigen Welt unterzutauchen.

Je langweiliger, desto besser, lautete meine Devise.

Wieder traf etwas Nasses mein Gesicht, doch dieses Mal war es ein Regentropfen, kühl und prall, nicht so klebrig wie der Orangensaft. Angenehm. Ich schaukelte schneller und schneller und genoss das Gefühl von weiteren Tropfen, die auf meinen Wangen zerplatzten und sich in mein langes, zotteliges Haar verirrten. Der Wind zerrte an meinen Kleidern und selbst durch die geschlossenen Lider erkannte ich den Blitz, der über den Himmel zuckte. Hell und scharf, eine Klinge bester Qualität würde man daraus schmieden können.

Was mich natürlich nicht mehr im Geringsten interessierte. Mich, eine normale Teenagerin, die hier bloß in Ruhe im Regen schaukeln wollte …

Schon nach kurzer Zeit war ich vollkommen durchnässt. Meine Jeans klebten an meinen Oberschenkeln und meine Jacke hing schwer an meinen Schultern. Aber die Kopfschmerzen verflüchtigten sich etwas. Ich lächelte in mich hinein. Es waren Momente wie diese, die mir eine gewisse Linderung verschafften. Die mich vergessen ließen, was ich verloren hatte. Wasser! Wasser, das über mein Gesicht perlte, in meinen Ohren rauschte und jeden einzelnen meiner Gedanken durchflutete. Wasser, das sich für einen Augenblick so sehr nach zu Hause anfühlte, dass ich nicht einmal die offensichtlichsten Anzeichen erkannte.

Denn als ich das nächste Mal blinzelte, war es bereits zu spät. Das Gewitter hatte sich verändert. Nicht der Regen, der prasselte weiter auf die Erde, als wäre es das Gewöhnlichste auf der Welt.

Aber die Wolken.

Die Blitze.

Der Nachhall des Donners!

Plötzlich durchpflügte dieses Dröhnen den Himmel, ein dumpfes, wütendes Grollen von der Art, die man nicht hören, sondern nur tief im Bauch spüren konnte. Wütend. Bedrohlich.

Verdammt! Die Dunkelheit der Wolkenbäuche war keine Einbildung gewesen! Dieser Sturm war eindeutig … anders.

Doch das konnte nicht sein!

Es war lange her, dass mir ein Geräusch wie dieses begegnet war. Sehr, sehr lange. Und das war selbstverständlich weit draußen geschehen, mitten auf dem Meer. Hunderte von Kilometern entfernt von der Zivilisation, an einem Ort, an dem man leider jederzeit mit solchen Stürmen rechnen musste.

Dies hier allerdings war eine Stadt. Eine bewohnte Stadt!

Menschengebiet.

Meine Hände krallten sich fester um die Ketten der Schaukel, denn so unmöglich mir das alles auch erscheinen mochte, leider bestand kein Zweifel:

Das Böse hatte mich gefunden.

2 Donnerdrache Stürme der anderen Art sind tückisch Nicht umsonst bemerkt man - фото 6

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Donnerdrache

Stürme der anderen Art sind tückisch. Nicht umsonst bemerkt man sie meistens erst, wenn man sich bereits mitten in ihnen befindet. Die meisten Leute sind vermutlich sogar schon tot, noch bevor ihnen klar wird, was überhaupt vor sich geht. Ich hingegen war einst dazu trainiert worden, die Anderen zu finden. Sie schon an den kleinsten Anzeichen zu erkennen und ihnen die Stirn zu bieten.

Und ein Überbleibsel dieses Trainings war wohl das Einzige, das mich heute davor bewahrte, auf der Stelle zu sterben. Die Tatsache, dass mir der Nachhall des Donners in die Glieder fuhr und mich von der Schaukel springen ließ, noch bevor –

Der Aufprall war hart, meine Fußsohlen kribbelten. Ich ignorierte den Schmerz und stürzte los. Ohne Blitzklinge blieb mir nämlich wohl oder übel nur eines – und das war die Flucht. Ich musste so viel Abstand wie möglich zwischen mich und ihn bringen. Und ich betete zum Gott des Schicksals, dass meine Unaufmerksamkeit mich nicht den Kopf kosten würde.

Ich rannte.

Der Spielplatz befand sich am Rande eines Parks. Doch auf der Grünfläche wäre ich vollkommen schutzlos. Stattdessen wandte ich mich in Richtung Straße. Meine Schuhe platschten durch Pfützen, das Blut rauschte mir in den Ohren und das Gewicht meiner nassen Kleider schien mich zurückzuhalten. Aber ich preschte voran, stolperte mehr vorwärts, als dass ich lief.

Weg!

Ich musste weg.

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