Armin Öhri - Das schwarze Herz

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Der alte Herzog von Gerolstein liegt tot in seinem Herrenhaus. Bei ihren Ermittlungen stoßen Tatortzeichner Julius Bentheim und sein Freund Albrecht Krosick auf ein Netz aus Intrigen, Mord und Gewalt. Unversehens geraten sie in den Einflussbereich einer Geheimloge und schon bald kommt es zu mysteriösen Verwicklungen mit gefährlichen Doppelagenten und zänkischen Frauenzimmern. Auch die Insassen eines Irrenasyls sowie ein verschrobener Adliger, der angeblich mit dem Teufel im Bunde steht, sorgen für Gruselspannung in der Metropole an der Spree.

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»In Bezug auf wen oder was?«

Julius gab sich wortkarg. Langsam fröstelte er ein wenig.

»Natürlich in Bezug auf den Täter«, lachte der junge Vicomte auf. »Solche Mördergeschichten interessieren mich ungemein. Sie wissen schon: Marie-Catherine Cadière und Jean-Baptiste Girard, die Marquise de Brinvilliers und der Chevalier Godin de Sainte-Croix, Catherine Monvoisin oder Gilles de Rais und so weiter und so fort.«

»Leider muss ich Sie insofern enttäuschen, als ich verpflichtet bin, zu unseren laufenden Ermittlungen keine Auskünfte zu geben.«

»Wie schade, wie betrüblich«, sinnierte der Franzose, der diese Floskel zweifellos erwartet hatte. »Aber ich wünsche Ihnen eine gute Heimreise und verabschiede mich gleichzeitig von Ihnen. Ich sehe, mein Kutscher fährt gerade vor.«

Als ob es den Moment abgepasst hätte, raste ein Viergespann um die Ecke. Schnaubend blieben die Klepper vor den drei Männern stehen, ihre Nüstern tropften, ihr Atem qualmte in den Schwaden. Die Kalesche war gänzlich in Schwarz gehalten, die Insignien an der Seite zeigten zwei Ritter auf einem Pferd, darunter standen Name und Nummer des Gefährts; es war eine Velid 13-666, eine edle und keineswegs billige Sonderanfertigung. Vicomte Dacascos griff nach dem Schieber, der die Tür entriegelte, und bestieg den Wagen. Ein letzter Gruß noch aus dem Inneren, und dann stob das Gespann davon.

Der schwarz gekleidete Kutscher, der bislang Bentheims Sichtwinkel verborgen geblieben war, schwang die Peitsche, und dem Tatortzeichner war es, als ob der nach hinten gerutschte Jackenärmel des Mannes einen dunklen, dicht behaarten Arm entblößte. Im Schein der nächsten Laterne kehrte die Kalesche um und preschte erneut an Julius und Albrecht vorüber.

Eiskaltes Grauen und Entsetzen packten Bentheim, als das Wesen auf dem Kutschbock dicht an ihnen vorbeiratterte. Lange blieben die Freunde reglos stehen, um sich über das soeben Erlebte klar zu werden. Ein Frösteln fuhr Julius den Rücken hinab. Er hatte einen Blick auf den fletschenden Rachen eines Wolfsmenschen erhascht; das Gesicht von dichten Haarbüscheln verklebt, die Augen leuchtend und stechend, und als die Kutsche im Nebel verschwand, war aus der Ferne ein Heulen zu vernehmen, das kurz darauf verebbte.

Viertes Kapitel

In dieser Nacht bekundete Julius Mühe, geruhsam zu schlafen. Er wälzte sich hin und her und sah es ganz und gar als ein Ding der Unmöglichkeit, Zeuge dieses seltsamen Zwischenfalls geworden zu sein. Werwölfe gab es nicht, konnte es nicht geben, und so schob er die Erklärung für seine Beobachtung dem nicht gerade sparsamen Umgang mit dem Champagner zu und schlief wieder ein. Am nächsten Morgen stand er auf, körperlich zwar müde, aber zumindest geistig wieder frisch.

Neben sich erblickte er den kleinen Körper seines dreieinhalbjährigen Sohnes auf der Matratze. Im Schlaf bewegte Edwin den Mund. Seine Hand schnellte unbewusst vor, um nach dem Vater zu greifen. Die Morgenstunden waren mithin das Schrecklichste in Julius’ Leben. Wenn Edwin die unergründlich tiefen Augen öffnete, die er von seiner Mutter geerbt hatte, erinnerten sie den Tatortzeichner unweigerlich an Filine, seine allzu früh verstorbene Frau. Kurz nach Edwins Geburt, als ihr Körper schwach und entkräftet gewesen war, hatte die Schwindsucht sie hinweggerafft.

Den Sohn an der Hand stieg Julius Bentheim die Treppen seiner Unterkunft hinab und betrat, durchs Vestibül kommend, die Küche. Seine Vermieterin, die rüstige Offizierswitwe Amalia Losch, begrüßte herzlich die beiden. Der auf Besuch gekommene Albrecht Krosick saß bereits auf der Eckbank.

Wie gewohnt ließ Julius seinen Sohn bei Amalia zurück, die in ihrer Rolle als Ersatzmutter beseligt aufging. Als die beiden Freunde das Haus verließen, beschlossen sie, Horlitz über das kuriose Erlebnis vom Vortag zunächst im Unklaren zu lassen. Den Spott und die bissigen Kommentare des Kommissars fürchtend, stürzten sich die zwei erneut in die Arbeit.

An den folgenden Tagen jedoch stagnierten die Untersuchungen im Mordfall Gerolstein. Gideon Horlitz sah vorerst von einem Zugriff auf den Hausdiener ab. Nach wie vor war der Kommissar davon überzeugt, dass dieser, wenngleich er den Herzog nicht umgebracht habe, dennoch etwas vor den Beamten verschweige. In der Folge wurden verschiedene Polizeiagenten auf den Diener angesetzt, die abwechselnd den mittlerweile beschäftigungs- und stellenlosen Mann beschatten sollten. Sogar Horlitz persönlich hängte sich verbissen an die Observierung, aber zu seiner Enttäuschung verließ der Hausdiener äußerst selten das Anwesen des verblichenen Herzogs.

Falls sich trotzdem etwas regte und der Mann müden Ganges die Hauseinfahrt heruntertrabte, folgte ihm der Kommissar heimlich auf Schritt und Tritt. Er schlich ihm nach, hielt sich verdeckt im Hintergrund und beobachtete jede einzelne Bewegung, jedoch ohne etwas Auffälliges zu bemerken. Julius und Albrecht hatten es sich unterdessen zur Aufgabe gemacht, etwas mehr über das Leben des Verblichenen in Erfahrung zu bringen. Als sie eines Abends wieder im Palais Grumbkow saßen, informierten sie Horlitz über den Stand der Ermittlungen.

»Herzog Rudolf von Gerolstein war der letzte Spross einer der ältesten preußischen Familien«, führte Albrecht aus. »Ursprünglich entstammte sie dem alten hugenottischen Adel, was aus ihrem Namen freilich nicht mehr ersichtlich ist. Aber das kennen wir ja von unserem lieben Freund Theodor Fontane her. In früheren Zeiten dehnte sich der Besitz derer von Gerolstein weit über den ganzen Bezirk hinweg aus, bis hin zu Heinersdorf und Blankenburg. Im Lauf der letzten drei Jahrzehnte aber zerrann der Reichtum der Familie unter den Händen des ermordeten Herzogs. Außer ein paar Feldern, einer abgewirtschafteten Fabrik in Malchow und dem alten Gutsbesitz blieb nicht mehr viel übrig von dem einst großen Hab und Gut der Familie. Ich habe meine Beziehungen spielen lassen und in Erfahrung gebracht, dass das vormals prächtige Vermögen zu einem kleinen Haufen zusammengeschrumpft ist. Der Herzog war so gut wie bankrott, wenn man dem Geschwätz der Leute Glauben schenken darf. Nichtsdestoweniger führte er einen ausschweifenden Lebensstil, hielt sich einen Hausdiener und sammelte jedes noch so ausgefallene Kuriosum, das ihm nur irgendwie in die Finger geriet. Seine frühen Mannesjahre verbrachte er in der französischen Hauptstadt, wo sein Auftreten dermaßen Furore machte, dass er offenbar dem Dichter Eugène Sue als Modell für die Hauptfigur in dessen Geheimnissen von Paris herhalten musste.«

Bei der Erwähnung des berühmtesten aller Kolportageromane kehrte schlagartig ein Leuchten in Bentheims Blick, das jedoch gleich wieder verschwand. Er zuckte müde mit den Schultern und legte den Kopf zurück. Auch Horlitz saß nachdenklich in seinem Sessel und zwirbelte sich ein ums andere Mal die Barthaare. Julius, der einen Seitenblick zu ihm hin warf, hielt es nicht für ratsam, dem Kommissar in dieser Verfassung Fragen zu stellen.

Schließlich meinte Gideon verschlafen: »Das wirft ein völlig neues Licht auf die Angelegenheit, meinen Sie nicht auch? Nun bin aber ich an der Reihe, Ihnen von meinen Nachforschungen zu erzählen. Entweder ist unser Hausdiener viel zu schlau für uns und hält uns zum Narren oder er ist tatsächlich genauso unschuldig, wie er sich verhält. Jedenfalls lässt er sich nicht aufs Glatteis führen. Die einzigen Male, die er das Anwesen seines ehemaligen Herrn verlassen hat, nutzte er, um mit einer Mietdroschke hinauf zum Prenzlauer Windmühlenberg und zu den Schnapsbrennereien zu fahren, wo er Brot, Korn, Senf und ein paar Flaschen Getreidekümmel erstand.«

»Nicht gerade eine von Erfolg gekrönte Beschattung«, mokierte sich Albrecht, doch der Kommissar machte eine warnende Handbewegung.

»Ich würde keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Obwohl sich nicht der Diener verdächtig benommen hat, tat dies dafür ein mir noch unbekannter Mann, der sich ebenfalls für unseren Verdächtigen zu interessieren schien.«

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