Julia Heinecke - Schneesturz - Der Fall des Königenhofs

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Schneesturz - Der Fall des Königenhofs: краткое содержание, описание и аннотация

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Sechs Männer sitzen an einem Winterabend im Jahr 1844 in der Stube beisammen und spielen Karten. Die Frauen und Kinder sind schon zu Bett gegangen. Draußen stürmt es. Tauwetter.
Gegen 23 Uhr vernimmt die Nachbarin ein »Schausen«, doch denkt sie sich nicht viel dabei. Als sie am nächsten Morgen sieht, dass ihre Söhne vom Kartenspielen nicht zurückgekehrt sind, macht sie eine grausige Entdeckung: Der Königenhof ist verschwunden, von einer Lawine verschüttet. Wo sind seine Bewohner? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

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Auch im Haus gab es genug zu tun. Gertrudis grummelte, dass sie vor lauter Schaffen weder ein noch aus wüsste, und Walburga musste sie regelmäßig zurechtweisen. Sie fand ihre Magd einfach nur faul. Lange würde sie sich das nicht mehr anschauen, dachte Walburga bei sich, als Gertrudis sich widerwillig ans Bodenschrubben in der Stube gemacht hatte. Aber gerade konnte sie es sich nicht leisten, der jungen Frau den Laufpass zu geben. Es war gar nicht so einfach, gute Arbeitskräfte zu finden, seit es mit der Uhrmacherei so einen Aufschwung genommen hatte. Walburga war sich bewusst, dass die Leute viel lieber in ein eigenes kleines Häuschen zogen, Uhrengestelle bauten oder Uhrenschilder bemalten, wenn sie genügend Geschick hatten, als auf einem Hof in Arbeit und Kost zu stehen. Sie halfen nur noch bei Bedarf beim Bauern aus, um etwas von seinen Kartoffeln und Hafer abzubekommen.

Martin suchte zusätzliche Kräfte für die Arbeit im Wald und stellte sich gleich nach dem Einzug bei seinen Nachbarn vor.

»Wenn ihr Arbeit sucht, ich kann fähige Leute immer gebrauchen«, erklärte er. »Im Wald gibt es viel zu tun, jede Hand ist willkommen.«

Der Löfflerjohann, der mit seiner Frau in der einen Hälfte des Königenhäusles wohnte, ließ sich gerne als Tagelöhner im Wald verpflichten. Auch der Gestellmacher Philipp Beha und seine Frau Maria, die mit ihren Söhnen Blasius und Philo in der anderen Hälfte lebten, gingen auf das Angebot ein. Philipp half beim Fällen, Maria sammelte Reisigwellen, und Blasius und Philo hüteten auf der Weide das Vieh des Königenhofs. Dabei wurden sie schon bald von Bibiane begleitet.

Walburga seufzte bei diesem Gedanken auf, während sie den Wasserkessel für die Abendsuppe auf die Feuerstelle wuchtete. Die Küche war mit Rauch erfüllt, und der Bäuerin brannten die Augen. Es war ihr gar nicht recht, dass Bibiane jeden Tag Stunden mit den beiden Nachbarbuben auf der Weide fernab des Hofes verbrachte, aber ihre Tochter hatte sich durchgesetzt. Bibiane war im Haus einfach nicht zu halten. Sie musste draußen herumrennen, sonst wurde sie unleidig, fing an, ihre Geschwister zu ärgern oder sich gänzlich der Hausarbeit zu verweigern. Schläge, um ihr diesen Unsinn auszutreiben, blieben wirkungslos. So war Martin auf die Idee gekommen, sie ziehen zu lassen.

»Dann müssen weder Lorenz noch Thomas das Vieh hüten, und ich kann die beiden mit in den Wald nehmen. Dann lernen sie früh das Holzfällen. Das ist mir recht«, sagte er.

Walburga musste ihm zustimmen, dass es eine gute Lösung sein könnte, da es mit Bibiane im Haus oft mehr Scherereien als Hilfe gab. Trotzdem war ihr nicht wohl dabei.

Das Wasser kochte, und Walburga warf die Rüben hinein, die Elisabeth geschnitten und ihr gereicht hatte. Elisabeth, die älteste Tochter, war immer folgsam, das genaue Gegenteil von Bibiane. Mit ihr war es leicht. Warum konnte Bibiane nicht so sein?

»Fang mich doch«, forderte Philo Bibiane auf. Sie hatten das Vieh auf die Weide getrieben, das jetzt zufrieden graste und keine Anstalten machte, den Wiesenabschnitt, von dem es heute Nachmittag fressen sollte, zu verlassen. Zeit für Bibiane, Philo und Blasius, sich abzulenken. Oft sammelten sie Pilze oder Beeren, aber am liebsten spielten sie Verstecken.

Die beiden Buben und Bibiane verbrachten seit dem Einzug der Tritschlers jeden Tag miteinander. Sogar am Sonntag zogen sie nach dem Kirchgang auf die Weide. Bibiane genoss es, draußen zu sein, weg von dem Hof, auf dem an jeder Ecke eine Aufgabe wartete. Die Freiheit auf der Weide erschien ihr grenzenlos. Kälte und Regen, was beides selbst jetzt im Sommer häufig vorkam, nahm sie gerne in Kauf. Philo und Blasius zeigten ihr alle Stellen im Wald und auf den Höhen, sodass sie sich schon bald gut auskannte.

Beim Fangen- und Versteckenspielen weiteten die drei Kinder ihren Umkreis immer mehr aus. Heute vergaßen sie darüber die Zeit. Als es zurück an den Hof gehen sollte und Bibiane nassgeschwitzt zur Weide gerannt kam, stand Philo schon da und zählte die Schafe, Ziegen und Kühe.

»Es fehlt eine Kuh«, stellte er fest, »die Liesel.«

Bibiane erschrak. Ihr Vater würde wütend werden, wenn sie ohne ihre beste Milchkuh auf den Hof zurückkamen. Jetzt kam auch Blasius angelaufen.

»Dann müssen wir sie suchen«, erklärte er. »Jeder von uns schwärmt in eine Richtung aus. Bibiane, lauf du dort Richtung Tal, Philo schaut da hinten, und ich laufe weiter hoch.«

Bibiane nickte. Sie griff nach ihrem Weidestock, mit dem sie normalerweise das Vieh in Schach hielt, und wandte sich Richtung Tal. Anfangs konnte sie Philo und Blasius noch hören, bis ihre Stimmen schließlich nicht mehr wahrzunehmen waren.

Sie lief eine Weile bergab und rief nach der Kuh. Schließlich hörte sie weiter unten eine einzelne Kuhglocke.

»Liesel?«

Bibiane sah eine Abzweigung in einen schmalen, zugewachsenen Weg. In diesem kleinen Seitental war sie noch nie gewesen. Es kam ihr in der beginnenden Dämmerung noch düsterer vor als das Wagnerstal. Vorsichtig lief sie hinein. Der Weg war unregelmäßig, und Bibiane schmerzten die Steinchen und Ästchen unter ihren nackten Fußsohlen. Aber sie hatte Glück. Das Läuten der Kuhglocke kam näher.

»Liesel, wo bist du denn?«

Bibiane nahm plötzlich einen Schatten wahr. Das musste die Kuh sein.

»Liesel, komm her, was machst du für Sachen?«, rief Bibiane und lief auf den Schatten zu. Jäh hielt sie an und stieß einen spitzen Schrei aus.

»Der Teufel!«, entfuhr es ihr.

Sie drehte sich um und rannte, so schnell sie konnte, den Weg wieder hoch. Die Schmerzen durch die Steinchen und Ästchen spürte sie nicht. Schließlich stieß sie auf Philo und fing an zu weinen.

»Was ist los, Bibi, warum hast du so geschrien?«

»Da unten … dort ist der Teufel, ich schwör’s.« Bibiane zitterte.

»Beruhige dich«, erwiderte Philo. »Wo soll das denn sein?«

»Da unten, die Liesel ist auch dort und kommt nicht.«

Philo schaute etwas verunsichert, gab sich aber einen Ruck und lief in die Richtung, aus der Bibiane hochgerannt war. Sie folgte ihm zögerlich und mit gehörigem Abstand.

Schließlich blieb Philo stehen und lachte erleichtert auf. »Aber nein, Bibi. Das ist doch ein alter umgestürzter Baum. Schau, seine Wurzeln sehen nur so aus, als säße dort der Teufel.«

»Bist du sicher?«

»Ja, ganz sicher. Schau mal genau hin.«

Bibiane kam vorsichtig näher, hielt es aber für besser, hinter Philo zu bleiben. Vorsichtig lugte sie hinter seinem Rücken hervor. Jetzt erkannte sie, dass es tatsächlich altes Wurzelholz war. Die Grimasse und die Hörner sah sie trotzdem noch darin.

»Du musst keine Angst haben«, beruhigte Philo sie. »Komm, jetzt schnappen wir uns die Liesel und machen uns endlich auf den Heimweg. Wir werden bestimmt schon erwartet.«

Bibiane lachte erleichtert auf. »Aber gib zu, ein bisschen hast du dich auch gefürchtet«, stellte sie fest.

»Na ja, nicht wirklich«, schwächte Philo ab. »Komm, wir sollten jetzt schnell die anderen Tiere holen und zum Hof laufen. Sonst setzt es noch was.«

Er fing die Kuh ein und gab ihr mit seiner Geißel die Richtung zu verstehen, und gemeinsam liefen sie zurück zur Weide. Während des ganzen Weges schämte Bibiane sich abgrundtief, dass sie vor Philo in Tränen ausgebrochen war. Sie wollte vor ihren Freunden ganz sicher nicht als schwaches Mädchen dastehen. Doch Philo sagte nichts, sondern lächelte sie nur aufmunternd an.

Als die beiden auf dem Weidestück ankamen, waren dort keine Tiere mehr zu sehen. Das Vieh wusste, wann es Zeit war, zum Hof zurückzukehren, und hatte sich ohne die Kinder auf den Weg gemacht. Blasius kam aus dem oberen Wald auf sie zugerannt.

»Verflixt«, keuchte er. »Jetzt hat sich das ganze Vieh schon davongemacht, und wir kriegen erst recht Ärger.«

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