Julia Heinecke - Schneesturz - Der Fall des Königenhofs

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Schneesturz - Der Fall des Königenhofs: краткое содержание, описание и аннотация

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Sechs Männer sitzen an einem Winterabend im Jahr 1844 in der Stube beisammen und spielen Karten. Die Frauen und Kinder sind schon zu Bett gegangen. Draußen stürmt es. Tauwetter.
Gegen 23 Uhr vernimmt die Nachbarin ein »Schausen«, doch denkt sie sich nicht viel dabei. Als sie am nächsten Morgen sieht, dass ihre Söhne vom Kartenspielen nicht zurückgekehrt sind, macht sie eine grausige Entdeckung: Der Königenhof ist verschwunden, von einer Lawine verschüttet. Wo sind seine Bewohner? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

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Eine Tür neben der Bauernschlafkammer führte nach draußen auf den Außengang, der Zugang zu drei weiteren Kammern bot, die nur über diesen Weg erreichbar waren. Sie lagen direkt über dem Stall, der von unten Wärme spendete.

»Können wir in einer dieser Kammern schlafen?«, fragte Bibiane. Sie wartete die Antwort nicht ab und rannte ihrem großen Bruder Lorenz über den Gang hinterher.

Es gibt wirklich viel Platz, dachte Walburga beeindruckt. Ihr Mann hatte richtig entschieden. Dies war ein stattlicher Hof, der etwas hermachte und ihnen ein gutes Auskommen sichern würde.

Eine weitere Treppe führte sie schließlich ins zweite Obergeschoss auf die Tenne. Diese hatte ein beachtliches Ausmaß. Walburga blickte hoch und sah die enorme Spannweite des Daches, das sogar vier Fenster aufwies, durch die Licht fiel. In einem Lichtstrahl machte sie einen Ochsenkopf aus, der von der Decke hing, und Walburga war froh über dieses nicht gerade christliche Zeichen, denn ein Ochsenkopf, so waren die Bauern im Schwarzwald fest überzeugt, hielt Unglück vom Hof fern.

Schließlich gab es ein Tor, das direkt nach draußen auf die Hocheinfahrt führte. Martin hatte es bereits geöffnet und wartete auf seine Frau und die Kinder.

»Hab ich dir zu viel versprochen?«, fragte er. Er strahlte über das ganze Gesicht. »Du wirst sehen, Walburga, hier werden wir unser Glück finden.«

Seine Frau nickte. Sie überlegte, wann sie Martin jemals so stolz und zufrieden gesehen hatte. Normalerweise war er keiner, der viel lachte und übermäßig freundlich war. Jetzt schaute er sich selig um. Auch Walburga freute sich über den neuen Hof. So geräumig und mächtig hatte sie ihn nicht erwartet.

»Komm mit«, sagte Martin, »jetzt zeige ich dir noch den Stall. Du glaubst gar nicht, wie groß der ist.« Er griff nach ihrer Hand und zog sie die Hocheinfahrt hinunter.

Familie Tritschler begann, sich einzurichten. Die älteren Kinder trieben das Vieh in seinen neuen Stall. Man hörte sie fröhlich rufen und lachen. Martin und sein Knecht Wendelin luden die Kisten und Körbe mit Wäsche, Vorräten, Werkzeugen und Geschirr von den Wagen und brachten sie ins Haus.

Walburga nahm ihre neue Küche in Besitz. Um besser sehen zu können, stellte sie zwei Kienspäne auf, die beständig vor sich hinglommen und zumindest etwas Licht spendeten. Dann packte sie ihre Töpfe und Pfannen aus und verstaute sie im Küchenschrank, in dem ihre Vorgängerin zwei tadellose Schmalzhafen zurückgelassen hatte.

Neben dem Herd lagen Holzscheite und Reisigwellen, die Walburga in den Herd warf und anzündete. Mit einem langen Stecken holte sie schließlich das von Maden durchzogene Stück Speck aus dem Gewölm und warf es ins Feuer. Es knisterte laut.

»Erst einmal müssen wir kräftig durchräuchern, damit das Ungeziefer sich verzieht«, meinte sie. Ihr Kopf war ganz in Rauch gehüllt, und sie musste husten.

Gertrudis, die Magd, holte Wasser vom Brunnenhäusle und goss es in den großen Kochtopf. Bald kochte das Wasser und Walburga warf Kartoffeln, Rüben und Zwiebeln hinein, die sie zuvor an dem großen Tisch, der sich in der Küche befand, geschnitten hatte.

Schließlich fanden sich alle zum Essen in der Stube an dem langen Tisch ein. Martin, der neue Königenbauer, setzte sich ans Kopfende, zu seiner Rechten der prächtige Herrgottswinkel, während daneben auf der Fensterbank der Knecht Wendelin Platz nahm. Es folgten der älteste Sohn Lorenz, Thomas, der siebenjährige, und Fidel, der dreijährige Sohn. Zur Linken des Bauern saß Walburga, auf ihrem Schoß den Jüngsten, Mathäus. Neben ihr saßen die Töchter: Elisabeth, zwölf, Bibiane, fast elf, und Maria, genannt Marei, neun Jahre alt. Schließlich noch Martha mit sechs und Theresia mit fünf Jahren. Die jüngste Tochter, die zweijährige Magdalena, saß auf dem Schoß der Magd am Ende der Tafel.

Lorenz durfte heute das Tischgebet sprechen. Danach griffen alle nach ihren Löffeln und schauten Martin am Kopf der Tafel erwartungsvoll an, dass er als Erster von der Suppe nahm.

Nach dem Essen standen die Königenhofbewohner auf und beteten ein weiteres Mal. Diesmal sprach Martin: »Vater im Himmel, wir bitten um Schutz für unser neues Haus. Halte fern von ihm die Angriffe des Feindes. Es mögen die heiligen Engel kommen und uns den Frieden bewahren, und all dein Segen möge immer bei uns bleiben.«

»Amen.«

Später, am ersten Abend in ihrer neuen Schlafkammer, ließ Walburga ihren Mann gewähren. Er schob ihr Nachthemd hoch und fuhr mit seiner Hand zwischen ihre Schenkel. Schließlich legte er sich auf sie. Walburga schloss die Augen und betete wie immer, dass dieser Akt ohne Folgen bliebe.

Am nächsten Morgen standen die zwei Buben vom benachbarten Königenhäusle wieder vor ihrer Haustür und glotzten. Bibiane rannte mit nackten Füßen auf sie zu.

»Wie heißt du?« Sie zeigte auf den Größeren.

»Blasius«, erwiderte er, »und du?«

»Bibiane.«

Blasius zeigte mit seiner Hand auf seinen jüngeren Bruder. »Das ist Philipp«, stellte er ihn vor.

»Philo«, sagte dieser. »Ich heiße Philo.«

»Wie denn nun?«, fragte Bibiane.

»Ich heiße Philipp wie mein Vater, aber alle sagen Philo zu mir«, klärte der Junge sie auf. Er war etwa gleich alt wie Bibiane, Blasius ein paar Jahre älter.

»Ihr wohnt ganz schön nah bei uns«, meinte Bibiane.

»Oder ihr bei uns. Wir wohnen ja schon lange hier«, erwiderte Philo.

»Rat mal, wie viele Schritte es von eurem Haus zu unserem sind«, forderte Blasius sie auf.

Bibiane überlegte kurz. »Bestimmt hundert«, befand sie.

»Es sind viel weniger«, trumpfte Blasius auf.

»Woher willst du das wissen?«

»Wir wissen es, weil wir es schon längst gezählt haben«, erklärte Blasius.

»Kannst du denn nicht zählen?«, wollte Philo wissen.

Bibiane wurde rot. Sie war in Urach nur sehr wenig zur Schule gegangen, aber das wollte sie nicht zugeben. Ihre Eltern legten mehr Wert darauf, dass Thomas und Lorenz lernten und nicht die Mädchen.

»Natürlich kann ich zählen«, behauptete sie dennoch. »Das kann ja wohl jeder.«

»Dann siehst du doch, dass das bestimmt nicht hundert Schritte sind«, sagte Blasius.

Bibiane, sonst um kein Wort verlegen, schwieg und schaute zur Seite.

»Komm, wir probieren es mal aus. Eins.« Blasius machte einen großen Schritt und drehte sich dann um. »Na, komm.«

Bibiane ließ sich nicht lange bitten. »Zwei.« Sie streckte sich.

»Deine Schritte sind viel zu klein«, befand Philo. »Du musst sie größer machen.«

Bibiane sprang. »Drei!«

Bis zum neunzehnten Schritt konnte sie laut mitzählen, dann aber wurde sie still.

»Was ist?«, forderte Blasius sie auf.

»Zähl du«, entgegnete Bibiane. Aus den Augenwinkeln sah sie ihren großen Bruder Lorenz vor dem Königenhof stehen, der die Arme verschränkt hatte und sie mit einem spöttischen Grinsen beobachtete.

»Zwanzig, einundzwanzig, zweiundzwanzig …«

»Vierundzwanzig!«, rief Bibiane.

»Du hast eine Zahl vergessen«, sagte Philo. Bibiane schaute verwirrt und war dankbar, dass er sich nicht über sie lustig machte.

»Also, dreiundzwanzig, dann vierundzwanzig …«

Sie zählten weiter gemeinsam, bis sie am Königenhof ankamen.

»… zweiunddreißig!«, schrie Bibiane. »Es sind zweiunddreißig Schritte.«

Sie lachte mit den Buben, bis ihre Mutter aus dem Haus kam.

»Bibiane, was soll das? Geh lieber die Schweine aus dem Stall holen.«

Bibiane hielt kurz inne, dann drehte sie sich zu ihren neuen Nachbarn um. »Kommt ihr mit?«, fragte sie.

»Natürlich.«

Damit war ihre Freundschaft besiegelt.

Der Hof brachte mehr Arbeit mit sich als der alte in Urach, und jeder musste noch stärker anpacken als zuvor. Der Grund und Boden der Tritschlers hatte sich fast verdoppelt. Sie konnten mehr anbauen als auf dem alten Hof und große Mengen Holz im Wald schlagen.

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