Nele Sickel - Nachbarn

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Die Erde im Jahr 2320. Giftige Luft und verheerende Stürme haben die Menschheit unter gläserne Kuppeln getrieben. Im Gedränge der Stadt sucht die siebzehnjährige Bren ihre Schwester Cay. Dabei hört sie Gerüchte von Entführungen, einem mysteriösen Club und uralten Legenden. Bren schenkt ihnen keine Beachtung. Doch dann taucht Cay wieder auf – und sie ist nicht mehr dieselbe.

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Jetzt aber musste sie jeden Moment da sein. Sie bog um die beschriebene Ecke und steuerte auf ein schmales, zweistöckiges Gebäude zu. Seine breiten Glasfronten waren verspiegelt und ließen keinen Blick auf sein Inneres zu. Abgesehen von diesem kleinen Mysterium war die Szene erneut überraschend unspektakulär. Kein Schriftzug über dem Eingang, keine Werbung. Keine Musik wummerte herüber. Es gab nicht einmal eine Warteschlange oder auch nur einen Türsteher. Die üblichen Menschenströme wanderten die Straße hinauf und hinab, schienen jedoch keine besondere Notiz von dem Gebäude zu nehmen. Bren fragte sich schon, ob sie vielleicht bei der falschen Adresse gelandet war, da entdeckte sie beim Näherkommen ein schlichtes goldenes Schild neben der Eingangstür: Alien Neighbours .

Das war es also. Sehr vielversprechend sah es nicht aus, doch Bren gingen langsam aber sicher die Anlaufpunkte aus. Außerdem war sie nun schon einmal hier, da konnte sie sich genauso gut umsehen.

Sie ging dicht an den Scheiben der umstehenden Gebäude entlang, wich so dem Menschenstrom in der Mitte der Straße aus und behielt ihr Ziel im Blick. Wie eine Jägerin. Ihre Schritte wurden schneller. Schon war sie halb da, da spürte sie einen Stoß an der Schulter. Sie strauchelte, fuhr automatisch herum, um demjenigen, der sie angerempelt hatte, nachdrücklich die Meinung zu sagen. Doch da war niemand. Nicht in ihrer unmittelbaren Nähe jedenfalls. Der Störenfried musste sich beeilt haben und war bereits wieder in der anonymen Masse untergegangen. Auch das ist Großstadt, erinnerte sie sich zähneknirschend. Sie war verdammt lange weg gewesen.

Aber Zeit fürs Philosophieren war später. Jetzt ging es um das Alien Neighbours .

Bren überwand die letzten Meter. Sie trat an die Tür, die noch in antiquierter Manier in Scharnieren hing, anstatt wie moderne Türen einfach auf und zu zu gleiten. Dort sah Bren sich nach einer Überwachungskamera oder einer Klingel um. Als sie beides nicht fand, klopfte sie an die Tür.

Sofort wurde ihr geöffnet. Einzelne Fetzen von Musik drangen heraus, unzusammenhängend und trotzdem schön. Der Mann in der Tür war weder besonders groß noch besonders kräftig gebaut, legte aber trotzdem den Habitus dieser Schränke von Türsteher an den Tag, die glaubten, jede Begegnung allein durch ihre bloße physische Anwesenheit dominieren zu können. Er schaute Bren nur flüchtig an und schüttelte den Kopf.

»Kein Einlass«, brummte er.

»Was? Wieso denn nicht?« Bren sah sich um. »Ist ja nicht gerade so, als ob ihr von Kunden belagert würdet.«

»Für dich kein Einlass«, wiederholte der Kerl mit drohender Ruhe.

»Mir wurde der Laden hier von einer Freundin empfohlen. Wir sind drinnen verabredet und sie ist niemand, der auf Partys gut allein klarkommt, verstehst du? Ich muss also wirklich unbedingt rein.«

»Musst du nicht.«

Je vehementer er sie abwies, desto mehr hatte Bren das Gefühl, dass sie tatsächlich dringend in diesen Club musste. »Woran liegt’s denn? An meinen Klamotten? Ist es zu spät? Ich zahle auch was extra, wenn das hilft.«

»Geh einfach nach Hause, ja? Komm das nächste Mal direkt mit deiner Freundin, dann kann ich eventuell etwas für euch tun. Aber heute Nacht bleibst du draußen. Klar so weit?«

»Dein letztes Wort?« Bren presste vor Ärger ihre Kiefer fest aufeinander. Sie stellte sich auf die Zehenspitzen, um hinter dem Rücken des Mannes wenigstens einen kleinen Blick auf das Innere des Clubs zu erhaschen. Doch da war nichts außer Schwärze und den vereinzelten Klängen einer Musik, die fesselnd, ihr allerdings vollkommen unbekannt war.

»Mein letztes Wort.« Der Kerl nickte und machte einen entschiedenen Schritt in Brens Richtung. »Geh jetzt!«

Bren warf ihm einen trotzigen Blick zu, trat dann aber doch zwei Schritte zurück und entfernte sich.

Sofort schlug er die Tür zu. Eigenartige Dunkelheit und lockende Musik schloss er mit sich ein. Draußen wurde es stiller.

Bren ballte die unverletzte Hand zur Faust. Was ging da drinnen nur vor? Sie hatte noch nie davon gehört, dass es, von seltenen Stromausfällen mal abgesehen, überhaupt jemals irgendwo dunkel war. Dazu diese Musik … Sie lief ein Stück und lehnte sich dann an die Fensterscheibe eines geschlossenen Modegeschäfts. Von dort aus sah sie zum Eingang des Alien Neighbours zurück. Was, wenn dieser Sioh doch recht gehabt hatte? Was, wenn Cay wirklich hier war? Bren konnte sich zwar beim besten Willen nicht vorstellen, dass ihre Schwester über ganze Wochen hinweg so sehr in die Clubszene eingetaucht sein sollte, dass sie sogar ihre Nachrichten vergaß, aber nach dem Auftritt gerade kam ihr der Gedanke, dass mit diesem Laden etwas nicht stimmte, überhaupt nicht mehr abwegig vor.

Das hier war ihre letzte Spur. Sie würde nicht weggehen. Nicht ohne eine Antwort. Sie mochte vielleicht nicht hineinkommen, aber niemand konnte ihr verbieten, sich hier draußen umzusehen. Die Straße gehörte allen.

Die Rückseite des Alien Neighbours gab nicht mehr Aufschluss als sein - фото 13

Die Rückseite des Alien Neighbours gab nicht mehr Aufschluss als sein Eingangsbereich. Überall Fenster und doch alles so perfekt verspiegelt, dass Bren darin nichts weiter ausmachen konnte als ihr eigenes Abbild, müde und mit zerzausten Haaren, vor den grauen Wänden der umliegenden Häuser. Die Menschen hier schenkten dem Club nicht mehr Beachtung als auf der Vorderseite. Und wieso sollten sie auch? Kein zweiter Eingang, keine offenen Luken und auch keine Vorsprünge, um höher zu klettern, das zweite Stockwerk anzusehen. Nur Spiegelglas. Frustriert boxte Bren dagegen, nicht kräftig, aber genug, um dem Material ein dumpfes Pochen und sogar ein leichtes Zittern zu entlocken. Genug, um ihrem Ärger Luft zu machen. Was zur Hölle war da drin so toll, so exklusiv, dass sie Leute vom leeren Eingang abwiesen?

Bren ignorierte die Blicke der Passanten. Mit den Fingern an der Scheibe ging sie weiter. An deren Ende bog sie um die nächste Ecke.

Das Alien Neighbours stand frei, allerdings war die Gasse zwischen ihm und seinem deutlich größeren Nachbargebäude denkbar eng. Der Steinriese rechts fing so viel von dem Scheinwerferlicht ab, dass die Straße darunter komplett im Schatten lag. Dunkler als überall sonst in der Stadt. Dunkler und leerer. Der perfekte Ort, wenn man seine Ruhe suchte, und so überraschte es Bren nicht, hier eine Gruppe Jugendlicher hocken zu sehen. Sie saßen im Kreis, einige lehnten rechts und links an den Wänden. So nahmen sie den gesamten Weg ein.

Bren widerstand dem Reflex, umzukehren. Es waren viele, ja, aber sie schienen nicht unbedingt auf Ärger aus zu sein. Dazu waren sie viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Einer der größeren Jungen beugte sich gerade nach vorn und verpasste einem kleineren einen Klaps gegen die Schulter. »Keine Ahnung, wer Merlin ist, darum geht es auch nicht, nur um seine Klippe. Also hör zu!«

Eines der Mädchen mischte sich ein, zu leise, als dass Bren es hätte verstehen können. Der große Junge sah so aus, als wolle er auch das Mädchen schlagen, doch er beherrschte sich. »Ist doch völlig egal, irgendwas draußen halt. Damals lebten die Leute noch draußen und wühlten im Dreck und so. Genau das hat der Typ nämlich auch gemacht. Der hat da irgendwo rumgewühlt, ohne zu wissen, was unter ihm ist.«

Schweigen aus der Runde. Der Große sah sehr zufrieden aus.

Bren trat langsam näher, musterte dabei die Außenwand des Alien Neighbours . Immer noch nichts als Spiegelglas. Allerdings hockten zwei der Jugendlichen so dicht davor, dass sie einen Teil der Wand verbargen. Um wirklich alles zu sehen, musste Bren warten, bis die sich bewegten. Sie drosselte ihr Tempo noch weiter. Etwas klackte hinter ihr. Schritte. Sie drehte sich um in der Erwartung, jemandem Platz machen zu müssen, doch die Gasse blieb leer. Kein Mensch da und auch keine Schritte mehr zu hören. Eigenartig. Die Häuser mussten hier so dicht stehen, dass das Echo die Geräusche aus der nächsten Querstraße zu ihr getragen hatte. Bren zog die Schultern hoch und wandte sich wieder nach vorn. Die Jugendlichen saßen unverändert im Weg.

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