Nele Sickel - Nachbarn
Здесь есть возможность читать онлайн «Nele Sickel - Nachbarn» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.
- Название:Nachbarn
- Автор:
- Жанр:
- Год:неизвестен
- ISBN:нет данных
- Рейтинг книги:4 / 5. Голосов: 1
-
Избранное:Добавить в избранное
- Отзывы:
-
Ваша оценка:
- 80
- 1
- 2
- 3
- 4
- 5
Nachbarn: краткое содержание, описание и аннотация
Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Nachbarn»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.
Nachbarn — читать онлайн ознакомительный отрывок
Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Nachbarn», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.
Интервал:
Закладка:
»Wieso?« Ihr Gegenüber schaute misstrauisch.
»Ich wollte ihn was fragen.«
Der Fremde verschränkte die Arme vor der Brust. Es war eindeutig eine Geste der Abwehr, nicht der Scham. »Pat ist nicht da.«
So einfach ließ Bren sich nicht abwimmeln. »Es ist wirklich wichtig, dass ich mit ihm spreche. Wann kommt er wieder?«
»Weiß nicht.«
»Wo ist er denn hin?«
»Weiß nicht.«
»Seit wann ist er weg?«
»Weiß nicht.«
»Na klasse! Wenn du nicht weißt, wo er ist und seit wann er weg ist, wer bitte hat dich dann hier reingelassen, hm?«
Darauf schwieg der Fremde und sie fürchtete, er würde ihr jeden Moment die Tür vor der Nase zusperren. Um ihm keine Gelegenheit dazu zu geben, machte Bren einen Schritt nach vorn und trat in den Türrahmen. Sie stand nun dicht an dicht mit dem halbnackten Unbekannten und noch immer ließ er kein Zeichen der Scham oder Verunsicherung erkennen. Unter anderen Umständen wäre es eine reizvolle Begegnung gewesen. So aber raubte sie Bren den letzten Nerv.
»Hör zu!«, erklärte sie scharf. »Und wenn du den alten Pat um die Ecke gebracht und seine Wohnung illegal besetzt hättest, es wäre mir egal, in Ordnung? Ich bin auf der Suche nach meiner Schwester. Nur darum geht’s mir. Hast du sie gesehen? Blond, etwas größer als ich, wohnt hier schräg gegenüber.«
Der Fremde schüttelte den Kopf, doch etwas in seinem Blick änderte sich. Er sah Bren einen Augenblick an, dann machte er einen Schritt zurück und trat beiseite.
»Komm rein.« Alles Abweisende war aus seiner Stimme verschwunden.
Bren folgte ihm und trat in die Wohnung. Der Unbekannte bot ihr mit einem Wink den einzigen Stuhl an, aber Bren ließ sich stattdessen mit einem kleinen Sprung auf der Tischplatte nieder. Daraufhin nahm er den Stuhl. Von dort aus sah er sie aufmerksam an.
»Wieso suchst du deine Schwester?«
»Dumme Frage. Weil sie weg ist.«
»Weg im Sinne von was? Heute mal unpünktlich? Abgehauen? Entführt?«
»Wie bitte kommst du auf entführt?« Diesmal war es an Bren, ihn misstrauisch zu mustern.
»Ich meine, glaubst du, ihr ist was Schlimmes passiert?«
»Wieso? Hast du was in der Richtung mitgekriegt? Hat ihr irgendjemand was getan?« Bren hatte Schwierigkeiten, die Panik aus ihrer Stimme herauszuhalten.
»Nein, nein!« Der Fremde hob beschwichtigend die Hände. Er atmete tief durch und beugte sich ein wenig nach vorn. »Ich habe keine Ahnung, wo deine Schwester ist. Aber Pat ist auch verschwunden. Deshalb bin ich hier. Ich suche ihn. Inzwischen schon seit einigen Wochen.«
»Was?«
»Pat ist mein Vater.«
»Pat hat ein Kind?«
»Mehrere sogar. Mit Zugangsberechtigung für seine Wohnung. Was meinst du, wie ich sonst hier reingekommen bin? Ich bin Sioh. Hat er nie von mir geredet?«
Bren schüttelte den Kopf.
Falls diese Enthüllung Sioh zu schaffen machte, ließ er es sich nicht anmerken. »Als er sich plötzlich nicht mehr gemeldet hat«, erzählte er weiter, »bin ich hergekommen, um nach ihm zu sehen. Aber er ist weg. Einfach weg.«
Bren runzelte die Stirn. Die Sorge in seiner Stimme klang echt. »Und du meinst, er wurde entführt?«
Sioh schüttelte den Kopf. »Ich weiß nicht. Ich wüsste nicht, warum. Er wohnt ganz allein hier und das bisschen, was er besitzt, ist noch da. Es ist, als wäre er einfach eines Tages aus dem Haus gegangen und nicht wiedergekommen. Und wenn du jetzt sagst, dass es mit deiner Schwester auch so ist … Vielleicht ist ihr das Gleiche passiert wie ihm.«
»Ich will dir ja nicht zu nahe treten«, setzte Bren mit aller Vorsicht an, die sie noch aufbringen konnte, »ich weiß ja nicht, wie eng dein Verhältnis zu deinem Vater war … ist … aber ich könnte mir schon das eine oder andere vorstellen, das ihm zugestoßen sein könnte. Er ist ein Junkie.«
»Hey!«
Bren hob die Hände, fuhr aber fort: »Zugegeben: Meistens hat er sich ganz gut im Griff, aber wer weiß? Vielleicht lungert er gerade irgendwo in den Straßen herum und ist voll auf 7D. Oder er hat Schulden gemacht, die er nicht zurückzahlen kann, und versteckt sich.«
»Das glaube ich nicht. Er hätte was gesagt …«
»Glaub es oder nicht. Meine Schwester ist jedenfalls kein Junkie und ihr ist sicher nicht das Gleiche passiert wie deinem Vater.«
»Ach nein? Und was ist mit den anderen, die verschwunden sind? Waren das auch alles Junkies?«
»Was denn für andere?«
»Man erzählt sich Dinge …«
»Meinst du mit man die alte Mape von unten? Du solltest nicht alles glauben, was sie sagt. Sie ist senil, denke ich.«
»Nicht nur sie. Wie gesagt: Ich bin schon seit Wochen hier und versuche, meinen Vater zu finden. Ich hab mich überall in der Gegend umgehört. In den letzten Monaten scheint eine ganze Handvoll Leute verschwunden zu sein und kaum einer davon ist wieder aufgetaucht. Einige reden von Gangs oder Serienmördern. Andere meinen, die Leute wurden entführt, aber keiner hat von einer Lösegeldforderung oder so erzählt. Irgendetwas stimmt nicht. Irgendetwas geht vor.«
»Du weißt, dass das verrückt klingt, oder?«
Sioh lachte. Es war ein hartes, freudloses Lachen und wie er da saß, halbnackt in Pats einzigem Stuhl, überlegte Bren, ob er vielleicht wirklich nicht alle beisammen hatte. »Wenn du das schon für verrückt hältst, dann sollte ich dir wohl lieber nicht von meiner Theorie erzählen.«
Brens Skepsis wuchs. »Was denn für eine Theorie?«
Mit einem Mal musterte Sioh sie eingehend. Sein Blick fuhr von ihren Knien den Oberkörper hinauf und blieb an ihren Augen hängen. Er schien zu überlegen, ob er es wagen oder doch lieber einen Rückzieher machen sollte.
Bren schaute ruhig zurück und bemühte sich, so wenig wie möglich von ihrer Anspannung zu zeigen. Sie wollte seine Prüfung bestehen. Trotz allem. Ja, vermutlich war er übergeschnappt und dann würde sie am Ende feststellen, dass sie lediglich ihre Zeit mit ihm vertan hatte. Genau wie mit Mape. Aber was, wenn nicht? Was, wenn er ihr doch helfen konnte, auf Cays Spur zu kommen? Es war ja nicht gerade so, dass sie sich vor Anhaltspunkten nicht zu retten wusste. Wenn er auch nur irgendetwas Interessantes mitbekommen hatte, musste sie es wissen.
Glücklicherweise bestand ihr Pokerface und Sioh fuhr fort: »Okay, bevor ich loslege, mach dir bitte klar, dass ich wirklich nur von einer Theorie spreche. Es ist bestimmt nicht die einzige mögliche Erklärung und ganz sicher nicht die beste, aber es ist eine, auf die ich immer wieder stoße und bei der einfach einiges … ich weiß nicht … passt.«
»In Ordnung.«
Noch einmal atmete Sioh tief durch, setzte an, stockte aber gleich darauf. »Eins noch: Die reine Theorie klingt noch viel verrückter ohne die Erklärung dazu. Ich will es erklären. Also sag erst einmal gar nichts und lass mich ausreden, okay?«
»Okay.«
»Okay.«
Wieder eine Pause. Bren gab ihr Bestes, ihre Ungeduld zu verbergen.
»Feen!«, platzte Sioh endlich heraus.
»Feen?«, echote Bren fassungslos. »Wie die aus Cinderella?«
Er sah sie vorwurfsvoll an. »Du hast es versprochen!«
Sie biss sich auf die Unterlippe und nickte.
»Keine Holo-Figur mit Flügeln und Zauberstab. Nicht so was wie in den Kinderfilmen. Nein, ich meine, ich hab das recherchiert. Der Mythos ist alt, sehr alt.«
Bren verkniff sich einen Kommentar dazu, dass man sein mühsam zusammengespartes Wikipedia-Geld sicher für sinnvollere Dinge ausgeben konnte als für die Suche nach Märchenfiguren. Das war nicht ihre Sache. Ihre Sache war es jetzt nur, zuzusehen, wie sie hier so schnell wie möglich heil herauskam.
»Die Geschichten stammen aus ganz verschiedenen Teilen der Welt und sind immer wieder anders. Mal werden Feen als gut beschrieben und erfüllen Wünsche, mal sind sie hinterhältige Geister. Und einige von ihnen entführen Menschen, wusstest du das?«
Читать дальшеИнтервал:
Закладка:
Похожие книги на «Nachbarn»
Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Nachbarn» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.
Обсуждение, отзывы о книге «Nachbarn» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.