Nele Sickel - Nachbarn
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»Ja! Nein. Ich weiß es nicht. Genau deshalb muss ich sie finden. Nate, bitte!«
»Sie war nicht hier«, gab er endlich zu. »Sie will nichts mehr von mir wissen, wie du dich vielleicht erinnerst. Daran hat sich nichts geändert. Ich hab keine Ahnung, wo sie ist, ehrlich.«
Bren meinte, Bedauern aus seiner Stimme herauszuhören, und ihr Beschützerinstinkt drängte sie, ihm noch einmal einzubläuen, dass er sich von ihrer Schwester fernhalten sollte. Aber das hier war definitiv nicht der richtige Moment dafür.
» Ich danke dir«, rang sie sich stattdessen ab. »Falls sie auftaucht, sag mir bitte Bescheid, ja?«
»Wenn Cay es so will, sicher.«
»Nicht nur … Ach, was auch immer.« Sie drehte sich auf dem Absatz um und verschwand aus Nates Wohnung. »Man sieht sich.«
»Nur, falls ich es nicht vermeiden kann«, nuschelte Nate, bevor er die Tür hinter ihr ins Schloss gleiten ließ.
Bren blieb allein auf dem Korridor zurück. Sie sah zu den Reihen verschlossener Türen, die sich zu beiden Seiten den Gang hinunter zogen. Das hier war sicher nicht die liebenswerteste oder aufmerksamste Nachbarschaft, die man sich vorstellen konnte, aber es waren die Menschen, die tagein, tagaus mit Cay unter einem Dach lebten. Da musste doch irgendjemand wissen, was mit ihr war. Zumindest wissen, wann sie verschwunden war. Vielleicht würde das helfen. Vielleicht wusste ja sogar jemand mehr.
Mit diesen Gedanken machte Bren sich daran, an eine Tür nach der anderen zu klopfen. Obwohl bereits früher Abend war und die meisten Bewohner schon seit einiger Zeit Feierabend haben mussten, machte keiner auf. Entweder sie waren tatsächlich aus oder sie weigerten sich schlicht, ihre Türen zu öffnen. So oder so: Als Bren das Ende des Korridors erreicht hatte, war sie mehr als nur ein bisschen frustriert. Trotzdem machte sie weiter. Sie nahm sich ein Stockwerk nach dem anderen vor und ließ keine Tür aus.
Die erste, die sich ihr dann öffnete, befand sich im dritten Stock. Eine dunkelhaarige Frau in mittlerem Alter sah heraus. An ihr Bein gepresst stand ein kleines Mädchen und schaute aus großen, gleichgültigen Augen zu Bren auf. Bren kannte keine der beiden.
»Ja?«, fragte die Frau abweisend.
»Hallo, entschuldigen Sie. Ich suche meine Schwester. Sie heißt Cay und wohnt im siebten Stock. Ein bisschen größer als ich, zierlich, blond … Sie ist nicht zu Hause und ich mache mir Sorgen. Haben Sie sich vielleicht in letzter Zeit gesehen?«
Die Frau schüttelte den Kopf. »Ich kenne deine Schwester nicht«, meinte sie nur und betätigte den Türschalter.
»Aber …«, begann Bren. Doch da hatte sich die Tür bereits geschlossen.
Bren seufzte frustriert. Sie wandte sich von der Tür ab und mit grimmiger Entschlossenheit abermals den nächsten zu.
Viel ergab ihre Suche auch in den nächsten beiden Etagen nicht. Gelegentlich öffnete jemand die Tür, aber kaum einer kannte Cay, und wer sie kannte, konnte sich nicht erinnern, ob und wann er sie zuletzt gesehen hatte. Bren wollte die Leute schütteln für so viel Gleichgültigkeit. Doch sie beherrschte sich und beschränkte sich stets auf ein verbissenes Danke, ehe sie ihren Weg fortsetzte.
Es war die letzte Tür im sechsten Stock, die schließlich noch einmal vor ihr aufglitt.
Aus einem kitschig eingerichteten Zimmerchen sah die alte Mape zu Bren auf und lächelte sie an. »Ah, schau, das Mädchen aus der Sieben«, sagte sie. »Besuchst uns auch wieder mal, hm? Hab dich lange nicht gesehen.« Ihr neugieriger Blick glitt an Bren hinab und nahm jeden Zentimeter genau unter die Lupe: den zerzausten Pferdeschwanz, die ehemals frischen Kleider, den gebrochenen Arm, alles.
»Arbeit«, entgegnete Bren und zuckte die Schultern. »Haben Sie Cay gesehen? Sie ist nicht zu Hause und ich erreiche sie nicht …«
»Cay ist weg?« Die alte Mape machte große Augen. »Armes Ding. Ich hab sie neulich noch gesehen …«
»Was, wirklich? Hat sie gesagt, wohin sie will?«
Mape schüttelte den Kopf: »Nein. Ich weiß nicht … nein.«
»Wissen Sie noch, wann Sie sie gesehen haben?«
Wieder ein Kopfschütteln. Enttäuscht ließ Bren die Schultern sinken.
»Es ist schade um all die jungen Dinger«, fuhr Mape fort. »Verschwinden ja immer wieder welche in letzter Zeit.«
»Was?«
»Ja, leider. Es ist eine ganz und gar merkwürdige Sache, wirklich.«
»Wieso hat mir davon keiner was gesagt? Ermitteln die Behörden?«
Abermals schüttelte Mape den Kopf. »Die meisten kriegen’s gar nicht mit. In den Nachrichten hört man nichts davon und hier achtet ja niemand auf den anderen. Keiner hat Zeit. Ich wette, als du im Haus nach deiner Schwester gefragt hast, wussten die meisten nicht einmal, wer sie ist, stimmt’s?«
Bren nickte frustriert.
»Siehst du? Wie sollten sie da merken, dass sie weg ist? Aber es fehlen Leute. Nicht nur hier aus dem Haus, auch aus den umliegenden. Ich habe Zeit. Ich höre Dinge.«
»Vielleicht sind die Leute einfach weggezogen? Ich meine, wer würde das nicht, wenn er es könnte, oder? Ist nicht die beste Gegend hier …«
»Wenn du meinst«, entgegnete Mape. »Aber was ist mit deiner Schwester? Ist die auch weggezogen, hm?«
»Nein, sie …«
»Siehst du?«
»Ach, verdammt! Haben Sie irgendwas gehört? Von den anderen Leuten? Wo sie sein könnten? Sind hier irgendwelche Gangs aktiv geworden oder so?«
»Nicht, dass ich wüsste.« Mape wiegte ihr faltiges Gesicht bedächtig von einer Seite zur anderen. »Ich glaube auch nicht, dass sie beraubt wurden oder etwas in der Art, falls du das fürchtest. Nicht diese Leute. Kaum einer darunter, der der Typ für Schwierigkeiten gewesen wäre. Nenn es Intuition einer alten Frau, aber ich glaube, es geht etwas anderes vor. Etwas Fremdes. Etwas Altes. Kein Fall, den die Behörden klären könnten.«
Darauf wusste Bren keine Antwort. Sie versuchte, ihre Enttäuschung zu verbergen. Bis zu diesem Moment hatte sie wirklich geglaubt, dass die Alte ihr weiterhelfen konnte. Dass sie etwas wusste. Und nun hatte sie mit ihren letzten Worten offenbart, dass nichts weiter in ihr vorging als die senile Paranoia einer längst in die Jahre gekommenen Frau, die hin und wieder etwas Beachtung und jemanden zum Zuhören brauchte. Einer netten Frau, keine Frage, aber das änderte nichts.
Die alte Mape schenkte Bren ein trauriges Lächeln. »Ist ein gutes Mädchen, deine Schwester. Immer höflich. Ich hoffe, du findest sie wieder.«
»Danke«, erwiderte Bren und rang sich ebenfalls ein Lächeln ab. »Falls Sie Cay sehen, sagen Sie ihr bitte, dass ich nach ihr suche?«
Mape nickte, schlurfte einen Schritt zurück und schloss ihre Tür.
Sobald die Alte fort war, drehte Bren sich um und verließ das Haus. Es war zu spät, um in dem Büro, in dem Cay aushalf, nach ihr zu fragen. Aber das Pflegeheim ein paar SUB-Stationen weiter mochte noch für Besucher geöffnet sein. Vielleicht wusste Nan etwas darüber, wo Cay abgeblieben war.
Vor dem Eingang zum Pflegeheim hielt Bren ihr Handgelenk an den Sensor und tatsächlich glitten die Türen für sie auf. Es konnte nicht mehr lang sein, bis die Nachtruhe alle Besucher zwang, das Heim wieder zu verlassen, aber noch durfte sie rein. Und um diese Zeit waren glücklicherweise so wenige Pflegekräfte eingesetzt, dass niemand im Foyer war, der sie für den späten Besuch hätte tadeln können.
Bren ging an den leeren Tischen und Wartebänken des Foyers vorbei zu dem Snackautomaten in einer der hinteren Ecken. Wieder ließ sie ihren ID-Chip einscannen und bezahlte damit eine kleine Tafel Schokolade. Es war kein gutes Mitbringsel. Nichts, was sie der Frau, die beinahe so etwas wie eine Mutter für Cay und sie gewesen war, unter anderen Umständen nach monatelanger Abwesenheit mitgebracht hätte. Aber es herrschten keine anderen Umstände und unter diesen war die kleine Tafel alles, was sie sich zeitlich und finanziell leisten konnte.
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