Nele Sickel - Nachbarn
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Sioh schaute sie einen Moment abschätzend an, dann schloss er die Tür und setzte sich ihr gegenüber auf den Stuhl. »Was ist passiert?«, fragte er.
Bren schwieg.
Ihr Schweigen schien ihn in seinen Erwartungen allerdings nur zu bestärken. Die betonte Ruhe wich schnell aus seiner Haltung und machte leuchtenden Augen und sprudelnden Worten Platz. »Du hast sie gesehen, stimmt’s? Was ist mit meinem Vater? War er auch da? Wie geht es ihm?«
Bren schüttelte den Kopf. »Nein, nur meine Schwester.« Sie schluckte. »Sie hat mich nicht erkannt.«
»Was, wirklich?« Siohs Augen weiteten sich in etwas, das Bren für eine Mischung aus Überraschung und Triumph hielt. »War sie im Alien Neighbours ?«
Für seine Selbstzufriedenheit funkelte sie ihn zornig an, doch sie nickte.
»Warst du drin?«
»Nein, sie lassen einen nicht rein. Keine Erklärung, nichts.«
Sioh atmete schwer aus. Es war fast ein Seufzen, aber nur fast. »So war es bei mir auch.«
»Scheißkerle!« Sie wollte mehr fluchen, aber vor Wut und Frustration fehlten ihr die Worte.
So schwiegen sie eine Weile. Bren sah abwechselnd auf ihre Hände oder im Raum umher. Sioh schaute sie nicht an. Sie fühlte sich furchtbar und ihr war nicht danach, überhaupt irgendjemanden anzusehen.
Er war es schließlich, der die Stille brach. »Also, du willst meiner Theorie jetzt eine Chance geben? Eine echte?«
Sie sah zur Seite und inspizierte den Kissenbezug auf dem Bett, anstatt Sioh anzusehen, aber sie nickte.
»Wieso?«
»Weil es nicht sein kann. Sie hat mich nicht erkannt. Wirklich nicht erkannt.«
»Sie könnte es dir vorgespielt haben. Einen Scherz gemacht haben oder vielleicht den Versuch, irgendwen zu beeindrucken.«
»Das würde sie nicht.«
»Was, wenn sie jemand gezwungen hat?«
»Dann hätte sie mir das irgendwie mitgeteilt. Mir irgendein Zeichen gegeben. Sie ist wahnsinnig klug, ihr wäre ganz sicher etwas eingefallen.«
»Und was ist mit deiner Drogentheorie?« Seine Stimme nahm einen sarkastischen Unterton an. »Sie könnte sich doch ganz relaxed in die nächste Dimension begeben haben und so benebelt gewesen sein, dass sie dich nicht erkannt hat.«
»6D verursacht doch keinen Gedächtnisverlust, oder habe ich da was nicht mitgekriegt?«
»Vielleicht war es kein 6D. Was meintest du gestern? 7D? 8D, falls es das schon gibt?«
»Meine Schwester ist kein verdammter Junkie!« Bren fuhr mit dem Kopf herum und sah Sioh nun wieder direkt an. »Und sie war nicht benebelt.«
»Ach ja? Du scheinst ja eine richtige Fachfrau für Drogen zu sein. Oh bitte, teile deine Weisheit mit mir!«
Bren sprang vom Tisch, das Kinn zornig nach vorn gestreckt, die Hände zu Fäusten geballt. So schaute sie Sioh einen Moment von oben herab an, ehe auch er auf die Füße schnellte und sie wieder überragte.
Sie standen dicht an dicht. Jeder funkelte den anderen an, knirschte mit den Zähnen und fand doch keine Worte, um sich und seinen Standpunkt zu verteidigen. Für einen Moment fragte Bren sich, ob sie sich jetzt wohl schlagen würden.
Letztlich siegte die Vernunft. Immer noch verkrampft machte Bren einen Schritt zurück und lehnte sich wieder an die Tischkante.
Darauf gab auch Sioh seine sprungbereite Haltung auf. »Also keine Drogen, da bist du sicher, ja?« Er verschränkte die Arme und ließ sich zurück auf den Stuhl fallen.
»Ganz sicher.«
»Und deshalb glaubst du mir jetzt?«
»Da war mehr.«
»Was sonst noch?«
»Kleinigkeiten.« Bren sprang zurück auf die Tischkante und ließ die Beine baumeln. »Ich kannte keinen der Leute, mit denen sie unterwegs war. Ihr Kleid war neu. Sie … sie hat getanzt. Barfuß. Auf offener Straße und in einer Art, auf die ich sie nie zuvor habe tanzen sehen. Sie war die ganze Nacht in diesem Club und schien nicht das kleinste bisschen müde zu sein. Kalt war ihr auch nicht. Und als ich sie im Arm hatte, da war es … ich weiß auch nicht, sie hat sich anders angefühlt. Ich hatte den Eindruck, dass sie schmaler geworden ist, als sie eh schon immer war. Und, ich weiß nicht, kleiner vielleicht …« Sie unterbrach sich und zwang sich, Sioh anzusehen. »Das klingt total übergeschnappt, oder?«
Er schwenkte den Kopf von einer Seite zur anderen, so als ob er verneinen wollte, entschied sich dann aber um und zuckte die Schultern. »Auch nicht verrückter als alles andere jedenfalls.«
Bren seufzte. »Und dann kannte sie mich nicht und ging an mir vorbei und als ich ihr nachgelaufen bin, war sie weg. Einfach weg! Ich habe weder sie noch irgendeinen ihrer neuen Freunde wiedergefunden und glaub mir, ich habe wirklich gesucht.«
»Tja«, brummte Sioh. »So viel zu deiner Drogentheorie. Woran auch immer man Drogen vielleicht die Schuld geben mag, sie sorgen nicht dafür, dass Leute sich in Luft auflösen.«
»Ich weiß.«
Wieder zuckte er die Schultern und sie schwiegen eine Weile.
»Die haben gesungen«, sagte Bren nach ein paar Minuten in die Stille hinein. »Gesungen und getanzt. Als würden sie irgendetwas feiern. Ich hab nicht viel drüber nachgedacht, als sie vor mir standen. Da habe ich nur an Cay gedacht. Aber es wollte mir nicht aus dem Kopf gehen, als sie dann weg waren. Das Lied klang nach nichts, das ich kannte, und es wirkte alles so deplatziert, da mitten auf der Straße … Ich musste immer wieder daran denken, was du über die Feen und die Feste gesagt hast.«
»Außerdem sind dir die vernünftigen Ideen ausgegangen, stimmt’s?«
»Stimmt. Ich sage auch nicht, dass ich dir und deiner übergeschnappten Theorie glaube, aber ich bin bereit, zumindest drüber nachzudenken.«
»Na, danke.«
Er war verletzt, doch sie überging es. »Also: Feen. Was muss ich wissen?«
Sioh schwieg und blickte sie nachdenklich an.
»Was ist denn jetzt?« Sie versuchte erst gar nicht, ihre Ungeduld zu verbergen. Sie hatten genug geschwiegen.
»Wenn ich es dir sage, wenn ich dir also helfe, deine Schwester zu finden, hilfst du mir dann auch, meinen Vater zu finden?«
»Was?«
»Das ist nur fair, oder?«
»Ich hab aber keine Zeit, Pat suchen zu gehen. Nicht, solange Cay nicht zurück ist. Nicht, solange ich nicht weiß, was mit ihr los ist.«
»Und du meinst also, du findest sie auf dich allein gestellt schneller, hm? Dann los, nur zu, verschwinde! Ich helfe dir so sicher nicht.« Er drehte sich auf seinem Stuhl ein wenig zur Seite und wies ihr die Tür. »Wenn du nicht bereit bist, das hier auf Gegenseitigkeit funktionieren zu lassen, dann hau ab!«
Bren blieb, wo sie war, und machte keine Anstalten, sich zu bewegen. Sie spürte, wie ihre Augenlider schwer wurden. Sie war so müde. Und sie war es so leid, zu diskutieren.
»Was ist jetzt?«, setzte Sioh nach. Er hatte seine Stimme erhoben und seine ausgestreckte Hand deutete immer noch gen Tür.
Brens erster Reflex war es, die Arme vor der Brust zu verschränken, doch sobald sie dazu ansetzte, machte ihr der gebrochene Arm einen Strich durch die Rechnung. Um die Peinlichkeit des Fehlschlags zu kaschieren, fuhr sie mit der gesunden Hand stattdessen ihren bandagierten Arm weiter hinauf bis zur Schulter und fing an, ihre verspannte Nackenmuskulatur zu massieren.
»Es ist nicht fair«, begann sie und schloss die Augen, als sich der befreiende Schmerz der Massage über ihren Nacken und ihre Schultern ausbreitete. »Du gibst mir deine verrückte Theorie und ich gebe dir was? Soll ich gemeinsam mit dir suchen gehen? Das ist viel zeitaufwändiger, als ein bisschen zu erzählen. Verdammt, du könntest vermutlich schon längst fertig sein, wenn wir uns dieses dämliche Hin und Her sparen und endlich zum Punkt kommen würden!«
»So muss es nicht sein«, gab Sioh zurück. Auch er klang erschöpft. »Mir ist jede Hilfe recht. Wenn du Informationen für mich hast, dann gib mir die und wir sind quitt. Mir ganz egal, Hauptsache, es geht irgendwie voran.«
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