Thomas Breuer - Der letzte Prozess

Здесь есть возможность читать онлайн «Thomas Breuer - Der letzte Prozess» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Der letzte Prozess: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Der letzte Prozess»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

In Wewelsburg wird Anton Kottmann, ein alter Mann, der wenige Tage zuvor aus einem Bürener Altersheim verschwunden ist, bestialisch ermordet. Der gerade erst nach Paderborn versetzte Leiter des Kommissariats für Kapitaldelikte, Stefan Lenz, stößt mit seinem Team auf weitere Morde, die innerhalb der Senioren-Residenz verübt wurden, aber bislang als natürliche Todesfälle deklariert worden sind. Dabei ist besonders brisant, dass es in dem Altersheim eine ganze Ebene gibt, die von Frauen und Männern bewohnt wird, die im Dritten Reich in Wewelsburg „die schönste Zeit ihres Lebens“ verbracht und sich deshalb im Alter in der Nähe ihrer Wirkungsstätte niedergelassen haben.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Modus Operandi und dem Vorleben der Getöteten?

Der letzte Prozess — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Der letzte Prozess», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Lenz zwang sich, den Kopf in Richtung der größten Bedrohung zu wenden, ihn leicht anzuheben und wenigstens durch einen Sehschlitz von vielleicht einem halben Millimeter zu blinzeln. Dass er beides besser nicht getan hätte, wurde ihm schlagartig klar, als der Schmerz in seinem Schädel derart explodierte, dass er auf das Kopfkissen zurückgeworfen wurde. Sturm­erprobt und schicksalsergeben wartete er auf das Abbranden der Pein, die – seine Erfahrung ließ gar keinen anderen Schluss zu – nur von allzu engagierter Alkoholvernichtung herrühren konnte.

Mit geschlossenen Augen versuchte er, sich an irgendetwas zu erinnern, das diese Schlussfolgerung bestätigen konnte. Aber da war nichts als dröhnende Leere, die in seinem Schädel von Wand zu Wand widerhallte. Und dann ging der Grizzly dem Brummen nach zu urteilen auch noch zum Angriff über. Lenz trotzte dem Schmerz und riss die Augen auf. Zwanzig Zentimeter von sich entfernt erblickte er an Stelle des erwarteten Bären einen Hinterkopf mit dunklem Kurzhaarschnitt. Von dort kam der bedrohlich tiefe Laut, der sich nun als Schnarchen identifizieren ließ. Das konnte ja wohl nicht wahr sein! War er irgendwann in der Nacht so besoffen gewesen, dass er einen Kerl mit nach Hause genommen hatte? Oder schlimmer noch: eine Transe? Die bärtige Fratze von Conchita Wurst tauchte vor seinem geistigen Auge auf und erzeugte augenblicklich so etwas wie Panik in dem Hauptkommissar. Hätte nicht der Schmerz in seinem Kopf davor gewarnt, wäre Lenz mit einem Satz aus dem Bett gesprungen und hätte den größtmöglichen Abstand zwischen sich und das Grauen gebracht.

So aber blieb ihm nichts anderes übrig, als sich dem Furchtbaren zu stellen. Möglicherweise spielte ihm ja auch nur eine Art von Delirium einen Streich. Lenz fasste allen Mut, den er in einer solchen Lage aufbringen konnte, und beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen. Vorsichtig tastete er sich zu der Decke seines Bettgenossen vor und hob sie sanft an. Was er sah, erfüllte seine schlimmsten Befürchtungen. Ein nackter Rücken wandte sich ihm zu, splitterfasernackt bis hinunter zu den Arschbacken. Entsetzt ließ Lenz die Decke fallen und hangelte sich langsam rückwärts aus der Liegekuhle seines Bettes. Mit wackeligen Beinen umrundete er das rustikale Trumm, während sich das Schnarchen seines Bettgenossen zu einem furioso brutale steigerte.

Als er die andere Seite des Bettes erreichte, erblickte er auf dem Kissen wenigstens nicht die bärtige Conchita, sondern ein schlankes, fein geschnittenes Gesicht. Der Lidschatten war etwas verlaufen und aus dem halboffenen Mund rann ein Speichelfaden, der das Kopfkissen mit zuverlässig ständig nachströmender Feuchtigkeit versorgte. Ein Schauer lief über Lenz’ Rücken. Da hatte er doch tatsächlich eine Transe in sein Bett gelassen! Und dass auch er selbst splitterfasernackt war, wie er nun feststellte, machte die Sache nicht besser. Das hatte er nun von seinem ausufernden Lebenswandel. Scheiß Alkohol! Lenz stöhnte hingebungsvoll.

Sein Bettkumpan röhrte noch einmal auf, brach dann mitten in dem Ton ab, schnorchelte Speichel, drehte sich auf den Rücken und war schlagartig kein Grizzly mehr, sondern ein Krokodil, das nach einem unvorsichtigen Pavian schnappte, der sich zu nah an den Fluss herangetraut hatte. Dann schnarchte er einige Dezibel leiser, dafür aber mindestens noch eine Oktave tiefer weiter. Im Widerspruch dazu wirkte das Gesicht nun deutlich weicher und irgendwie weiblich.

Dies war der Moment, in dem ein kleiner Funken Hoffnung in Lenz aufflackerte. Vorsichtig hob er die Bettdecke an und schlug sie weit zurück. Wohlgeformte, straffe Brüste gerieten in sein schräges Blickfeld. Nun gut, das musste ja nichts heißen. Die plastische Chirurgie kannte schließlich nicht nur in ihrem Preis keine Grenzen. Aber auch weiter unten wurde Lenz angenehm überrascht. Dass dort ebenfalls nur weibliche Geschlechtsmerkmale zu entdecken waren, ließ einen Stein von der Größe des Watzmanns von seiner Brust fallen und ebnete prompt den Weg zu einer ausgeprägten ersten Erektion an diesem Tag, was Lenz erfreut zur Kenntnis nahm.

Einen Moment lang rang er mit sich, angesichts der greifbaren Verlockungen wieder in sein Bett zu kriechen, aber dann bahnte sich die Vernunft ihren Weg in sein Gehirn. Also schlich er aus dem Zimmer, um erst einmal aufs Klo und unter die Dusche zu gehen. Alles Weitere würde sich dann schon ergeben.

Als er fünf Minuten später in der Wanne unter dem heißen Wasserstrahl stand, öffnete sich die Badezimmertür. Durch die beschlagene Duschfolie und im Wasserdampf, der durch den Raum waberte, identifizierte Lenz lediglich einen Schatten­riss, der sich vor seine Toilette stellte. Verflucht, also doch eine Transe! Wie hatte er das eben übersehen können? Der Schatten löste sich vom Klo, während die Spülung rauschte, und kam auf den Duschvorhang zu. Eine Hand langte in den Spalt und schob die Folie auf. Lenz wich automatisch zurück, bis sein Rücken die kalten Fliesen berührte.

»Mach ma Platz«, forderte der Typ und schob sich ebenfalls unter die Dusche.

Lenz hatte es die Sprache verschlagen. Mit offenem Mund starrte er den Kerl an, der seelenruhig nach dem Duschgel griff und damit begann, sich ausgiebig einzuseifen.

»Ich bin übrigens der Bernie«, stellte er sich vor. »Du warst so zu letzte Nacht, da glaube ich nicht, dass du dich an mich noch erinnern kannst, oder?«

Lenz schüttelte fassungslos den Kopf. Und dann registrierte er etwas, das ihn erleichtert aufatmen ließ: Bernie hatte lange, dunkelblonde Haare und nicht den geringsten Ansatz von Brüsten. Wer auch immer Bernie war, die dunkle Schönheit aus seinem Bett war er nicht.

»Natascha schläft noch?«, erkundigte sich Bernie.

»Äh, ja, ich glaube schon.« Natascha – Puh!

»Respekt, Alter.« Bernie schlug Lenz patschend auf die Schulter. »Ich bagger seit Jahren an ihr rum, aber von mir hat sie sich noch nie flachlegen lassen. Und dann kommst du und schleppst sie gleich am ersten Abend ab. Ehrlich, Mann: Respekt!«

»Wenn ich mich nur daran erinnern könnte, ob überhaupt etwas passiert ist«, wandte Lenz ein. »Ich habe einen Filmriss.«

»Das wundert mich überhaupt nicht«, verkündete Bernie lachend, drückte ihm die Geltube in die Hand und nahm den Duschkopf aus der Halterung, um den Schaum gründlich abzuduschen. »Als du bei uns aufgeschlagen bist, warst du schon ziemlich breit. Dann bist du Natascha in die Fänge geraten und am Ende hattest du bestimmt fünfzehn Tequila intus. Aber ich kann dich beruhigen. Da ist ’ne Menge passiert zwischen euch. Ich war froh, als das Stöhnen aufgehört hat und ich endlich schlafen konnte.«

Bernie hängte den Duschkopf wieder ein und verließ die Kabine. Erst jetzt wurde Lenz bewusst, dass er die ganze Zeit einfach nur danebengestanden und Bernie beim Duschen zugesehen hatte. Fünfzehn Tequila? Ja, klar, nur so war das alles zu erklären. Aber wo, verdammt noch mal, hatte Bernie geschlafen?

Wieder öffnete sich die Badezimmertür. Natascha kam direkt auf die Dusche zu, schob den Vorhang zurück, murmelte »Mach ma Platz!« und nahm ihm das Duschgel aus der Hand.

Während Natascha im Schlafzimmer ihre Klamotten zusammensuchte, saßen Bernie und Lenz am Küchentisch und tranken eine tiefschwarze Brühe, die Bernie Kaffee nannte.

»Schnarcht die immer so?« Lenz deutete mit dem Kopf in Richtung Schlafzimmer.

»Nur wenn sie Tequila getrunken hat«, antwortete Bernie leichthin. »Da musst du drauf achten. Wenn du nachts schlafen willst, gib ihr keinen Tequila.«

Lenz nickte und war einen Moment versucht, ihn zu fragen, woher er das denn wusste, wenn er doch bislang nicht bei ihr hatte landen können. Aber so genau wollte er es dann doch nicht wissen.

Natascha kam herein, öffnete den Kühlschrank, ließ die Tür angesichts der gähnenden Leere wieder zufallen und fragte: »Wozu verschwendest du eigentlich den Strom? Schalt die Kiste doch einfach aus.«

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Der letzte Prozess»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Der letzte Prozess» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Der letzte Prozess»

Обсуждение, отзывы о книге «Der letzte Prozess» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x